Archiv für die Kategorie 'Roadtrip Rhone-Alpes'

 

Käse mit Kühlkette (Teil II)

Mittwoch, 4. Juli 2007 um 20:59 Uhr

Unser Schlafwagen befindet sich am Ende des Zuges, kurz vor den Auto-Waggons. Durchs hintere Fenster sehen wir unsere Peugeot, die in dieser Nacht 1000 Kilometer ohne Wertverlust zurücklegen werden. Beruhigendes Gefühl.

img_6850.jpgimg_6872.jpgCheck-in ins rollende Hotelzimmer. Fein, zur Begrüßung der passiven Autofahrer steht ein Fläschchen Rotwein bereit. Aber irgendwas ist merkwürdig, irgendwas ganz Wichtiges fehlt doch hier. “Äh, Entschuldigung, ich hatte ein Schlafabteil gebucht”, liegt es mir schon auf den Lippen, denn von Betten ist zunächst keine Spur. DB-Reiseleiter Burghard Freisleben hat jetzt viel zu tun – den meisten Autozug-Neulingen muss er erklären, dass sich über der Dreier-Sitzbank tatsächlich drei vollwertige Betten ausklappen lassen. Und dann kommt auch noch dieser Autojournalist aus Hamburg mit seiner Käseplatte. Freisleben bleibt cool und bietet mir an, die verderblichen Köstlichkeiten im Bordkühlschrank unterzubringen. Perfekt, so wird das Mitbringsel auch die Etappe nach Düsseldorf überstehen. » weiterlesen

 
 

Käse mit Kühlkette (Teil I)

Dienstag, 3. Juli 2007 um 20:20 Uhr

Was für eine Nacht! Im La Melinas schläft man natürlich bei offenem Fenster und lässt sich von den Grillen bezirzen. Ansonsten: wunderbare Stille. Die pulsierende Heimat Hamburg scheint zehntausend Kilometer entfernt. Dort soll es immer noch regnen – an dieser Stelle also eine Prise Mitleid in den hohen Norden. Und, liebe Kollegen, falls es Euch beruhigt: Heute werde ich trotz 30 Grad Außentemperatur bestimmt auch mal frösteln …

img_6528.jpgMit dem Mega-Croissant von Mama Melinas im Bauch steigen wir nämlich hinab in die Tropfsteinhöhle südlich von Orgnac, den “Aven d’Orgnac”. 120 Meter geht es in die Tiefe, aber schon nach den ersten Schritten umhüllt uns ein eisiger Hauch von 11 Grad Celsius. Diese Temperatur herrscht überall in der Grotte. Und jetzt wird uns klar, warum Besucher nur in Begleitung eines Führers hier rein dürfen: Die Höhle ist ein großer Saal voll Prunk und Reichtum, entstanden aus Wasser und Kalk. Für den Waschmaschinenmann aus der Calgonwerbung muss so die Hölle aussehen. Für unsereins ist es das Paradies. » weiterlesen

 
 

Tiefe Schluchten, dicke Croissants

Montag, 2. Juli 2007 um 22:34 Uhr

img_6422.jpgSo sehr ich meinen schwarzen Peugeot 207 CC ins Herz geschlossen habe – heute würde ich ihn nur zu gern gegen ein Kajak eintauschen. Zwischen Vallon-Pont-d’Arc und der Mündung in die Rhône bei Pont-St-Esprit bahnt sich auf 60 Kilometer Länge die Ardèche ihren Weg durch zum Teil 300 Meter tiefen Schluchten. An Bootsverleihern mangelt es hier nicht, und bei schönem Wetter kann man vor lauter buntem Plastik kaum noch das Wasser sehen. Doch Obacht, wer hier paddelt, sollte sich vorher den Wetterbericht anschauen, denn im Grunde ist die Ardèche-Schlucht ein gigantischer Regenwasser-Kanal, der binnen kürzester Zeit zum reißenden Fluss anschwellen kann. Wie sagt man so schön: Stille Wasser … » weiterlesen

 
 

Streicheleinheiten für die Sinne

Sonntag, 1. Juli 2007 um 18:49 Uhr

lavendelfeld1.jpgWas wäre die Provence ohne Lavendel? Die Pflanze gehört zur gleichen Familie wie Thymian, Salbei und Rosmarin und prägt die Landschaft mit ihrer typisch violett-blauen Farbe – Lavendel eben. Nirgends aber ist sein Duft so eindringlich wie bei der landwirtschaftlichen Verarbeitung, davon konnten wir uns heute in der Distillerie Bleu Provence in Nyons überzeugen. Nach dem Trocknen wird hier aus der Pflanze das ätherische Öl gewonnen. » weiterlesen

 
 

Wer ist denn DIE?

Samstag, 30. Juni 2007 um 23:48 Uhr

img_6014.jpgAuf der Landkarte ist das kleine Städtchen Die so unscheinbar wie sein Name. Es liegt kurz hinter der nördlichen Wettergrenze in der Provence – das merkt man spätestens dann, wenn die ersten Lavendelfelder vorbeirauschen. “Als Touristen-Magnet gilt Die nicht, dazu liegt es zu nördlich”, erklärt Paul Zeller, Leiter des Fremdenverkehrsamtes. Zeller ist Deutscher, lebt aber schon lange in Die – und das aus voller Überzeugung. Nach einem Glas Clairette de Die (der Sekt aus der Region), führt er uns durch die Altstadt. » weiterlesen

 
 

Picknick am stillen Örtchen

Freitag, 29. Juni 2007 um 08:25 Uhr

img_5813.jpgWillkommen zum dritten Tag in Rhône-Alpes. Zwei Dinge vorweg: Der gestrige Blogbeitrag wurde mit jeder Menge Fotos angereichert, die Appetit auf die ausführliche Reisereportage bei autobild.de machen dürften (folgt später). Außerdem ist jetzt nachweislich der Cabrio-Sommer eingekehrt. Der machte die Fahrt zur Großen Chartreuse vorbei an beeindruckendem Felsmassiv, tiefen Schluchten und saftigen Wiesen zum echten Vergnügen – aber bitte mit Sonnencreme und Mütze, denn der säuselnde Fahrtwind täuscht locker über die Kraft der Sonne hinweg. Mitten im Naturpark befindet sich das Kloster der Grande Chartreuse. Hektisches Treiben und vor allem Lärm sind hier Fehlanzeige, besonders innerhalb der Klostermauern. Die Karthäusermönche haben ein Schweigegelübte abgelegt, um sich voll und ganz dem Gebet zu widmen. Nur an ganz bestimmten Tagen dürfen sie miteinander reden, “dann aber auch über weltliche Dinge, zum Beispiel Fußball”, weiß Nicolas Diederichs, der das Museum der Großen Chartreuse leitet. » weiterlesen

 
 

Eine kleine Zeitreise

Donnerstag, 28. Juni 2007 um 09:20 Uhr

1.jpgTag zwei führte uns nach Montagnole, und damit in eine andere Zeit. Das Hotel Saint Pères ist ein großartig renoviertes Anwesen mit jeder Menge Komfort, gutem Wein, erstklassigem Essen – aber ohne Internet-Hotspot, der für den Autoreiseblog nun mal unerlässlich ist. Immerhin darf ich kurz im Büro der Rezeption arbeiten, wo gerade dieser Text entsteht (nit frqnyoesischer Tqstqtur). Die Etappe am Donnerstag endet in Uriage, wo nicht nur die Spinnen vernetzt sind und endlich eine Möglichkeit bestehen wird, eine Fotogalerie einzurichten. Es wird sich lohnen, denn das Programm am Mittwoch war nicht ohne: Am Vormittag war eine Art See-Hopping angesagt, vom Lac d’Annecy führt eine wunderbare Cabrio-Strecke über Le Châtelard und Aix-les-Bains nach Bourget-du-Lac, das bezeichnenderweise am Lac du Bourget liegt. » weiterlesen

 
 

Wegen Regen geschlossen? Nix da!

Mittwoch, 27. Juni 2007 um 03:10 Uhr

260701.jpgKennen Sie noch die Werbung für Drei Wetter Taft? Den 30-Sekünder zwischen Alf und A-Team? Aufgepasst, ich schaffe ihn in zehn Sekunden:

Hamburg, 18 Grad, Regen, die Frisur sitzt. Lyon, 18 Grad, Regen, perfekter Sitz.

Voilà, fertig. Das mag zum einen am allgemeinen Klimawandel liegen, zum anderen an meinem pflegeleichten Resthaar-Arrangement. Wie auch immer, fest steht: Der Wettergott weilt zurzeit nicht in Frankreich. Und das, obwohl ich am Abend meinen Peugeot 207 CC in Empfang genommen habe! Im strömenden Regen ging es von Lyon via Autoroute nach Annecy. » weiterlesen

 
 

Mit dem Cabrio durch Rhône-Alpes

Montag, 25. Juni 2007 um 19:18 Uhr

rhonesalpes.jpgRhône-Alpes ist die größte und wohl vielseitigste Region Frankreichs. Die schönsten Ecken lassen sich im Vorfeld über Maison de la France (franceguide.com) recherchieren. Die Anreise erledigt man am besten mit dem DB Autozug – schlafen statt endlos über die Autobahn zu rollen, stressfreier können Gefährt und Insassen kaum ankommen, so man aus dem Hohen Norden anreist wie autobild.de-Reporter Michael Voß. Mit dem Laptop unterm Arm startet er am 26. Juni 2007 zur einwöchigen Open-Air-Tour unter dem Motto “Retro-Charme und Lebensart”.

Von Lyon geht es mit einem Peugeot 207 CC an den Lac d’Annecy, und nach einem Geschichtskurs durch die Altstadt von Annecy wartet das erste Etappenziel Talloires – eine kleine Gemeinde, die sich mit Spitzenhotels und Top-Gastronomie längst einen Ruf über Frankreichs Grenzen hinaus verdient hat. Dort heißt es allerdings nicht Füße hochlegen, sondern ran an die Tasten: Auf autoreiseblog.de wird die Berichterstattung täglich aktualisiert, dazu gibt es jede Menge Bilder von den einzelnen Etappen. » weiterlesen