Archiv für die Kategorie 'India Discovery '08'

 

Ferrari Magic India Discovery Tour: Teil 5

Donnerstag, 10. April 2008 um 16:02 Uhr

dsc01345.jpgWelch eine Guten-Morgen-Lektüre: “Eine Tablette direkt nach dem Stuhlgang einnehmen,” steht auf dem labbrigen Beipackzettel geschrieben. Weitere Zitate sind an dieser Stelle wohl weder erwünscht noch vonnöten. Denn ja, es hat mich erwischt. Und wie! Das Obst von heute Mittag, der Fisch in Varanasi, das Hühnchen-Curry oder doch das etwas säuerlich schmeckende Risotto von Allahabad? Was auch immer, die Nacht verbrachte ich jedenfalls als Pendler zwischen Bett und Klosett. Nur Arzneimittelchemie kann jetzt noch helfen, die unplanmäßigen Boxenstopps während meiner letzten Ferrari-Fahrt im Rahmen der Magic India Discovery auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. » weiterlesen

 
 

Ferrari Magic India Discovery Tour: Teil 4

Mittwoch, 9. April 2008 um 10:55 Uhr

dsc01246-kopie.jpgEs sollte ein echter Härtetest werden, heute auf der vierten Teiletappe von Allahabad nach Khajuraho. Zwar verheißt das Roadbook mit rund 300 Kilometer nicht gerade eine unlösbare Aufgabe – zumindest gemessen an den braven Autobahnpassagen der Vortage – jedoch lässt die Route nun den, vielleicht nicht gerade samtigweichen aber immerhin akzeptablen, Fernstraßenasphalt hinter sich und schlängelt sich hinaus in die ländlichen Gebiete des Subkontinents. Dort, jenseits von Blechkolonnen und Schwerindustrie gibt Indien auch endlich seine wahre Schönheit preis. Drängten sich an den Hauptverkehrswegen noch schmuddelige Dörfer mit gigantischen LKW-Schrottplätzen und stinkenden Mülldeponien, offenbart sich längsseits der schmalen, baumgesäumten Landstraße nun die klischeehafte Seite des Landes. » weiterlesen

 
 

Ferrari Magic India Discovery Tour: Teil 3

Montag, 7. April 2008 um 16:30 Uhr

dsc01084.jpg“Varanasi ist die Stadt der Toten,” verkündet unser Stadtführer mit gesetzter Stimme. Zugegebenermaßen wenig einladend. Allerdings bezieht sich die Tatsache eher auf die hinduistischen Glaubensanhänger als auf uns Mitteleuropäer. In der heiligsten aller Städte zu sterben, gilt dem Hinduismus nach als großer Glücksfall und hat die sichere Erlösung zur Folge. Doch auch zu Lebzeiten sollte sich jeder Hindu einmal im trüben Gangeswasser von seinen Sünden reinwaschen. Jeden Morgen pilgern demnach tausende Gläubige durch die engen Gassen in Richtung Ufer. In der angenehm lauen Morgenluft wabert der Geruch von Blumen, die als Opfergaben den Göttern dargeboten werden. Priester singen vor den Tempeln, Menschen meditieren. Hinzu mischt sich der Rauch der Krematorien, die im Akkord in weißes Tuch gehüllte Körper aufbahren, unter freiem Himmel verbrennen um schließlich die Asche als besondere Zeremonie auf dem Wasser zu verstreuen. » weiterlesen

 
 

Ferrari Magic India Discovery Tour: Teil 2

Sonntag, 6. April 2008 um 11:18 Uhr

dsc01053.jpgSchlaflos in Gaya. Klingt schwer nach Bollywood-Streifen, hätte aber ebenso gut der Titel der letzten Nacht sein können. Zunächst sorgten wahre Heerscharen von Moskitos für offene Augen und wild umher schlagende Arme, danach beendete ein monsunartiger Regenguss, einhergehend mit grollendem Donner und zuckenden Blitzen sowohl das indische Nachtprogramm im TV als auch Annehmlichkeiten wie Deckenventilator, Klimaanlage oder Licht. Zumindest die Wanduhr tickte wacker weiter, läutete um sieben Uhr morgens den planmäßigen Abfahrttermin ein und beendete damit auch die schlafarme Nacht. Mit Verschiedenfarbigem aber Gleichschmeckendem im Magen schwingen wir uns auf die Rösser. Auch unserem “cavallino rampante” hängt die 550-Kilometer-Tortur des Vortags noch in der Mähne. » weiterlesen

 
 

Ferrari Magic India Discovery Tour: Teil 1

Mittwoch, 2. April 2008 um 16:31 Uhr

dsc00875.jpgMan nennt das wohl Kulturschock. Von Frankfurt nach Indien, genauer ins ehemalige Kalkutta, oder dem neuen Sprachgebrauch folgend Kolkata. Vom praktizierten Pedantismus der mitteleuropäischen Welt mit seinen strikten Regeln, Verhaltenskodexen und Verboten via Airbus in knapp neun Stunden in die westlichste Megapole Indiens. Ins bengalische Chaos: Wo Ampeln bestenfalls der Straßenbeleuchtung dienen; wo weißuniformierte Ordnungshüter vor gigantischen Rauchverbotstafeln ihre Zigarette genießen; wo zwei Flugzeugladungen Passagiere sonntagabends gegen gerade einmal zwei überaus gemütliche Zollposten branden; wo Parkverbotschilder ausschließlich dekorative Zwecke erfüllen. » weiterlesen