Die Automobil-Industrie durchläuft gerade einige Innovationen. Die ersten Smartcars befinden sich schon auf den Straßen und Produkte wie die Mojio Box erlauben es sogar Besitzern von älteren Wagen, Smart-Features in ihrem PKW zu nutzen. Auch an autonom fahrenden Autos forschen gerade einige Hersteller, doch bis diese in den verschiedenen Autohäusern erscheinen, dauert es wohl noch einige Jahre. Das israelische Unternehmen Mobileye führt jedoch schon die ersten Systeme in ihrem Sortiment, die auf Wunsch jedem Wagen einige der Funktionen autonomer Fahrzeuge verleihen.

Eine Kamera als Absicherung

Die Konzepte hinter den verschiedenen Mobileye-Geräten ähneln sich. Sowohl die 5-Series, als auch die C2-Series und Shield + nutzen eine oder mehrere Kameras, um den Fahrer zur Not vor eingehenden Gefahren zu warnen. Das System nutzt die visuellen Informationen, um so nicht nur Autos in der Nähe zu erkennen, sondern auch Fahrradfahrer, Fußgänger und sogar Straßenschilder in die Berechnungen mit einzubeziehen. Anhand der eingehenden Daten prognostiziert Mobileye die nähere Zukunft der Straßenteilnehmer und schützt den Besitzer des Autos dadurch bei Bedarf vor Kollisionen und anderen Unfällen.
Interessierten Autofahrern bietet sich dabei die Auswahl aus drei verschiedenen – allerdings generell funktionsgleichen – Sicherheitssystemen.

Mit 560, C2-270 oder Shield – ein Stück Sicherheit kaufen

Mobileye führt drei Serien in ihrem Sortiment, von denen die neusten Geräte die Namen 560, C2-270 und Shield + tragen. Shield ist die teuerste Variante der Technologie, richtet sich allerdings auch vor allem an kommerzielle Kunden mit Autos aus der oberen Gewichtsklasse – wie Lastkraftwagen oder Busse. Während Shield + gleich mit vier Kameras arbeitet, kommen C2-270 und 560 jeweils mit einer Kamera an der Windschutzscheibe des PKWs aus.
Alle drei Produktreihen kommen im Großen und Ganzen mit identischen Features. Sie erkennen wie schon weiter oben erwähnt Autos, Fahrradfahrer und Fußgänger und warnen den Anwender vor bevorstehenden Kollisionen. Zudem benachrichtigen die Systeme den Fahrer, sobald er Gefahr läuft, seine Straßenspur ungewollt zu verlassen oder er zu nah an den Wagen vor ihm auffährt. Einige Unterschiede gibt es jedoch natürlich zwischen den Mobileye-Geräten. Während Shield + und C2-270 beispielsweise ständig die Geschwindigkeit des Fahrers überwachen, verfügen die beiden PKW-Varianten über die Möglichkeit, die Scheinwerfer des Autos intelligent an die Umgebung des Wagens anzupassen. Weitere Funktionen umfassen die schon angesprochene, 560-exklusive Fähigkeit, Straßenschilder zu erkennen oder das serienübergreifende Anzeigen der wichtigsten Informationen auf einem der mitgelieferten Bildschirme oder dem Smartphone des Nutzers.

Alle Informationen auf der Mobileye-App

Zusätzlich zu den eigentlichen Geräten bietet der Hersteller aus Israel seinen Kunden auch eine kostenlose Begleitanwendung für die 5-Series, die – wie auch die mitgelieferten Monitore – als Display für die gesammelten Informationen dient, allerdings dank des größeren Bildschirms etwas übersichtlicher wirkt. Der Touchscreen erlaubt zudem den schnellen Zugriff auf die Einstellungen des Geräts und macht damit die Größe des Bildschirms im Lieferumfang durchaus wieder wett.
Besitzer des 560 finden die Software in den App-Stores von Google und Apple unter dem Namen Mobileye auf iTunes, beziehungsweise Mobileye 5 – Series Pro App im Google Play Store. Beide Varianten sind vollkommen kostenlos und haben keinerlei Zusatzkosten.

Kompatibilität, Kauf und Preis

Alle drei Produktreihen von Mobileye sind vollkommen selbstständig und daher auch mit jedem Auto kompatibel – egal wie alt es ist oder über welche Anschlüsse es verfügt. Das C2-270 und Shield + finden potentielle Kunden lediglich auf der Webseite des Herstellers. Dort treten sie via Internetformular mit dem Konzern in Kontakt und klären alle nötigen Details des Kaufvorganges über E-Mail.
Einige Exemplare des 560 finden sich allerdings auch auf eBay. Dort tragen sie ein Preisschild von etwa 800 Euro mit Sofortkaufoption. Abgesehen davon gibt es aber auch das 560 nur über den direkten Kontakt mit dem Hersteller zu erhalten.