Smartcars, also Autos mit Zugriff zum Internet und zahlreichen damit verbundenen Funktionen, machen in den letzten Monaten und Jahren einen immer größeren Teil des Marktes aus. Noch gehören die intelligenten PKWs zur Minderheit auf den deutschen Straßen, doch der Anteil an den verkauften Neuwagen wächst immer weiter. Automatic, ein Angebot der Automatic Labs, könnte das Wachstum von Smartcars nun sogar noch weiter verstärken -anstatt eigene Autos mit Smartfeatures herzustellen, bietet der Hersteller aus den USA ein kleines Gerät an, das quasi jedes Auto, das nach 1996 entstand, mit erweiterten Funktionen ausstattet.

Kompatibilität mit Android und iOS

Der Einbau von Automatic geht recht einfach vonstatten. Nahezu jedes Auto kommt mit einem Bordcomputer, der Daten wie die Gesundheit des Motors, Bezinverbrauch und Leistung überwacht und abspeichert. Der Besitzer von Automatic nutzt nun einfach einen der Diagnostik-Ports in seinem Auto, um die kleine Smartcar-Box an sein Auto anzuschließen. Automatic erhält dadurch Zugriff auf diese Daten und sendet sie via Bluetooth an das verbundene Smartphone weiter. Diese Informationen nutzt Automatic dann, um die Anwendungen des Fahrers auszuführen, speichert sie allerdings auch für spätere Referenzen ab und erlaubt dem Nutzer sie ständig über die Webseite von Automatic aufzurufen.
Um das jeweilige Handy zu verbinden, benötigt es allerdings die Automatic App von den Entwicklern der Automatic-Erfinder. Die findet sich in den App-Stores von Google und Apple, Kompatibilität mit anderen Betriebssystemen ist zumindest bisher noch nicht gegeben.

Die Funktionen liegen in den Apps

Der größte Vorteil, den Smartcars mit sich bringen, ist ohne Zweifel die Möglichkeit, verschiedene Anwendungen und Applikationen zu nutzen. Auch Automatic erlaubt die Nutzung von zahlreichen Apps mit den unterschiedlichsten Funktionen. Nest wärmt das Auto beispielsweise bei Bedarf auf, bevor der Fahrer in das Auto steigt. Angebote wie Xero, Expensify oder Nexonia vereinfachen den Überblick über die Finanzen des Nutzers. Spot Angels warnt vor Parkgebühren und YourMechanic vereinfacht die Diagnose des Autos, sowie das Rufen eines Mechanikers.
All diese und mehr Software-Angebote lassen sich zudem mithilfe der App IFTTT (If this then that) zu komplexeren Aufgaben verbinden. Mit ein wenig Herumexperimentieren steht es dem Nutzer so offen, zahlreiche kleinere Aufgaben zu automatisieren und damit für weniger Stress beim Auto fahren zu sorgen.

Kauf und Preis

Um Automatic zu kaufen, wenden sich interessierte PKW-Fahrer direkt an den Hersteller. Die Automatic Labs bieten das kleine Gerät direkt über ihre Webseite an und verlangen dafür einen Preis von 99,95 US-Dollar. Das Angebot kommt völlig ohne Abogebühren, sowie mit einem Rückgaberecht von bis zu 45 Tagen.
Da die Firma ihren Hauptsitz allerdings in den USA hat, bieten sich für die interessierten Autofahrer aus Deutschland auch einige schellere und bessere Möglichkeiten, die Automatic-Box zu bestellen. Vor allem Seiten wie Amazon oder eBay bieten sich hierfür an, vor allem wegen der vergleichsweise niedrigen Preise.