Das Tesla Model S befindet sich seit dem 22. Juni 2012 auf dem Markt. Das Elektroauto aus der preislichen Oberklasse gilt seit jeher als ernstzunehmender Konkurrent für die üblichen Luxusautos aus den Werktstätten von beispielsweise Mercedes, BMW und Porsche. Auch der Hersteller scheint sich in der oberen Preisklasse recht wohl zu fühlen und wertet nun auch das vergleichsweise günstige Einstiegsmodell auf. Neben Geschwindigkeit und Reichweite des Motors steigt so allerdings auch der Preis um einiges an.

Auf preisliche Augenhöhe mit dem BMW 5er

Erst vor zwei Jahren stellte Tesla die S-Modell-Variante mit günstigem 40-Kilowattstunden-Akku ein und nun steigt der durchschnittliche Preis der verschiedenen S Modelle weiter an. Grund dafür ist vor allem der Preiskampf mit dem BMW 5er: Laut Tesla-Chef Elon Musk befindet sich das Model S 70D nun zumindest in den Vereinigten Staaten auf einer preislichen Ebene mit dem deutschen Konkurrenten. Dies gilt allerdings nur nach dem föderalen Steuernachlass für Elektroautos in Höhe von 7500 US-Dollar, sowie einigen weiteren Nachlässen in einigen amerikanischen Bundesstaaten. Sowohl der Wagen von BMW als auch das Tesla-Auto kosten so etwa 50.000 US-Dollar.

Höhere Preise in allen Gebieten

Tesla verlangt für das neue, aufgewertete Model S 70D 8.000 Euro mehr als zuvor, rechtfertigt dies allerdings mit zahlreichen Performance-Upgrades. Anstelle eines Heckantriebs kommt das 70D nun mit Allradantrieb, der laut einigen Analysen 60 Prozent der verkauften Luxuswagen im Haupt-Zielgebiet USA ausmacht. Während das bisherige Einstiegsmodell für die Beschleunigung von null auf 100 Kilometer pro Stunde 5,9 Sekunden benötigte, schafft das 70D dies in 5,5 Sekunden. Es fährt zudem mit maximal 225 Kilometern pro Stunde knapp 15 km/h schneller als der Vorgänger. Weitere Aufwertungen umfassen den größeren Akku, mehr Pferdestärken und die nötigen Sensoren für den in Zukunft geplanten Auto-Piloten. Zu guter Letzt schafft das neue Tesla-Auto mit einer Akkuladung nun – zumindest theoretisch – 442 Kilometer und fährt damit mehr als 50 Kilometer weiter als die vorherige Version des Einstiegsmodells.

Markteintritt im dritten Quartal

Tesla plant das Model S 70D ab August auszuliefern. Ohne die Steuerersparnisse der Vereinigten Staaten kostet das Auto 79.500 Euro plus die zusätzlichen 440 Euro für Ziel- und Behördengebühr. Die beiden leistungsstärkeren Modelle kosten 90.100 Euro für das 85D und 111.200 Euro für die Performance-Variante P85D. Ein Formular zur Online-Bestellung sowie nähere Informationen zu den S-Modellen – oder auch das nahezu zeitgleich erscheinende Model X – finden interessierte Autofahrer auf der Webseite des Herstellers.