Mojio ist ein Angebot des gleichnamigen Entwicklers aus Vancouver in Kanada. Die kleine Hardware-Box zielt darauf ab, auch Autos ohne Internetunterstützung in ein Smart Car zu verwandeln. Mit Investoren wie der Deutschen Telekom und Relay Ventures standen dem bisher noch recht jungen Unternehmen genügend Mittel zur Verfügung, um sich gegen die zahlreichen, ähnlichen Ideen anderer Firmen durchzusetzen. Der Hersteller der Mojito Box gibt an, dass durch das Anschließen der Hardware selbst bis zu 20 Jahre alte Autos auf Apps und andere Smart-Features zugreifen können. In Amerika befindet sich das Produkt von Mojio schon einige Zeit auf den Straßen – und auch in Europa lässt es wohl nicht mehr lange auf sich warten.

Günstig und völlig eigenständig

Mit ähnlichen Produkten auf dem Weg und echten Smart Cars schon auf dem Markt stellt sich natürlich die Frage, warum die Investoren ein solch starkes Marktpotential in dem Produkt sahen. Das liegt vor allen Dingen an zwei Punkten: Zum Einen verlässt sich das Device im Gegensatz zu seiner direkten Konkurrenz nicht auf die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone, sondern verfügt über jeweils ein eigenes Netz- und GPS-Modul, über die es Verbindung zum Internet aufnimmt und den jeweiligen Standort berechnet. Zum Anderen überzeugt das kleine Device vor allem durch seinen Preis. Teure Angebote wie Connected Car von BMW bieten oft viele, komplizierte Features, während Mojio auf geringe Anschaffungskosten und eine einfach zu nutzende Nutzeroberfläche setzt.

Vollfunktionsfähige Smart-Feaures

Trotz seines Preises kommt Mojio mit einem Großteil der Features, die Autofahrer inzwischen auch aus ihren teuren Smart Cars verlangen. Die Fahrzeugsuche findet das geparkte Auto auch in unbekannten Gegenden wieder, während der Mileage Tracker gefahrene Strecken misst und für die private oder berufliche Nutzung abspeichert. Family-Connect stellt auf Wunsch eine Verbindung nach Hause her und über den TowAlert löst der Fahrer auf Wunsch einen Abschleppalarm aus. Er erhält bei Bedarf außerdem Informationen zu in der Nähe gelegenen Staus, Parkplätzen, Gaststätten und Tankstellen. Da die Mojio Box sich über den Diagnose-Port mit dem jeweiligen Auto verbindet, bietet sie zudem eine Reihe von nützlichen Informationen bezüglich des Wagens und dessen Performance. So warnt das System den Nutzer auch vor potentiellen Unzulänglichkeiten, beispielsweise wenn die Effizienz des Katalysators unter eine bestimmte Grenze fällt. Natürlich verfügt Majio auch über die üblichen Features wie ein Navigationssystem oder die Steuerung der Musik.

Weitere Smart-Car-Features folgen

Zwar ist das Gerät von Mojio in den Vereinigten Staaten schon erhältlich, doch der Hersteller verspricht auch in Zukunft starke Unterstützung für die Smart-Box zu leisten. Eigenen Angaben zufolge arbeiten zurzeit etwa 500 Entwickler über eine Open-Source-Plattform an dem Auto-Betriebssystem mit. Daher verspricht der Konzern auch in der Zeit nach seinem Release nach und nach weitere Features hinzuzufügen – so soll beispielsweise die Möglichkeit folgen, Parkplätze noch während der Fahrt zu reservieren und bezahlen.

Das Mojio kostet zurzeit 180,39 amerikanische Dollar. Zu diesem Preis erhält der Käufer die eigentliche Mojio-Box, die dazugehörige App, die es bisher nur für iOS gibt sowie Zugriff zur Open Platform des Konzerns und alle darüber entwickelten Angebote. Neben dem Kaufpreis kostet das Gadget 4,99 Dollar im Monat – die ersten zwölf Monate sind allerdings kostenlos.
Interessierte Autofahrer aus Europa können wohl mit ähnlichen Preisen rechnen.