Geschrieben am 29.02.2012 von .

Tanke für diesen guten Morgen…

Nicht mehr weit weg

Nicht mehr weit weg

Kennen Sie das fröhliche Kirchenlied von Martin Gotthard Schneider noch aus dem Jugendgottesdienst, der Jungschar oder von den Pfadfindern? Tankeeee….. für jeden neuen Taaag. Morgen ist der 1. März 2012. Wahrhaftig kein denkwürdiges Datum, würde nicht ein Thema die digitalen Welten entzweien – mal wieder. Die Benzinpreise! Auch hier haben wir es schon von links nach rechts gekrempelt, und dieses mal wird gut vernetzt zu einem großen Tankboykott an eben jenem 1. März aufgerufen. Wir sollen an diesem Tag nicht tanken. Machen Sie mit? Finden Sie das albern? Haben Sie andere Getanken? Ich habe mir einmal ein paar zum Thema gemacht und bin auf Ihre Meinung gespannt.

Tankeeeee…. dass ich all meine Sorgen auf dich werfen maaag. Dann mal los. Autofahrer müssen tanken. Das ist nun einmal so, es sei denn jemand kann auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umsteigen. Vor einer Woche habe ich noch schelmisch auf Facebook meinen Zweifel an einem Tankboykott geäußert und mit einem guten Schubbs Überheblichkeit in der Formulierung heute noch angekündigt, dass ich morgen alle verfügbaren Gefäße demonstrativ vollmachen werde. Nun habe ich vor einer halben Stunde mit meinem halbfinnischen Fräulein Altona telefoniert und mich in einer Diskussion zum Thema arg gewunden. Was ist denn die Alternative? Gar nichts machen?

1,3 Millionen Facebook-Fans haben sich in einer Gruppe zusammengefunden, um sich zu einer solchen Demonstration zu verbünden. Die Seite ist inzwischen wie von Geisterhand verschwunden. Man mag von Facebook halten was man will, aber das ist doch seltsam? Auch mir selbst ist die größte soziale Ausgrenzung der heutigen Zeit widerfahren, als ich mich belustigt äußerte und behauptete, solche Aktionen würden niemandem schaden, niemandem nützen und dann tanken wir halt alle am 2. März. Da würden die Konzerne doch drüber lachen. Ich bin anschließend aus ein paar Freundeslisten rausgeflogen. Was für ein Schicksalsschlag. Hm. Ich meine ja auch, dass man ein diktatorisches Regime nicht dadurch stürzt, dass man keine Nachrichten mehr guckt. Aber ist das hier nicht was anderes? Sie sehen mich ehrlich gesagt ziemlich ratlos.

... für jeden guten Morgen.

... für jeden guten Morgen.

Morgen wird er kommen, der neue Morgen. Und wissen Sie was? Mein Tank ist echt leer, ich werde morgen tanken MÜSSEN! Tankeeeee….. oh Herr ich will dir danken dass ich tanken kann. Er war damals schon sehr weise, der tapfere Herr Schneider. Was machen die, die nicht mehr tanken können? Ich glaube noch immer nicht an die Wirkung eines Boykotts der Tankstellen und glaube eher, dass viele Pächter, die schon jetzt am Existenzminimum herumkrebsen, Probleme bekommen werden. Aber ich kann Ihnen im Gegenzug auch keine andere Lösung anbieten. Jedenfalls keine Hieb- und Stichfeste. Ich selbst bin innerhalb eines halben Jahres vom Audi V8 über einen Mercedes Reihe 6 auf einen Passat TDI runtergerutscht. Das ist die komplette automobile Enteierung, aber ich habe am Ende des Monats tatsächlich wieder mehr Geld auf dem Konto, weil nicht alles in Benzin umgesetzt wird.

Helfen Sie mir. Zerreißen Sie mich. Stimmen Sie mir zu. Präsentieren Sie Ihre Lösungen und Gedanken zum Thema Benzinpreise. Tanken Sie morgen?

Sandmann

Sandmann

Jens Tanz

Ich schreibe kein Tagebuch, sondern den regelmäßigen Wahnsinn im Alltag eines Autofahrers. Unterwegs im VW K70, Passat Kombi, Audi V8 und einigen anderen skurrilen Fahrzeugen, das prägt...

Meinungen zu Tanke für diesen guten Morgen…

  1. Am:
    29.02.12
    Um:
    21:27
    Von:
    bronx

    Salve Jens,

    TANKBOYKOTT ? JAAA ! Da gibt es nichts zu überlegen, so etwas ist mehr als fällig.
    Endlich einmal, scheint sich sowas wie organisierter Widerstand zu regen. Seien wir ehrlich, die Multis hier in D sind verwöhnt. Der Bürger ist diszipliniert, duldsam und pflicht bewusst. Gemeckert wird zwar, ansonsten heißt es aber allerorten, “man könne ja eh nichts machen”. Ist wie “mit denen da oben”. Oder so. Des Deutschen liebste Ausrede für das nicht engagieren für, oder gegen eine Sache oder Entwicklung.
    Es gibt Länder, da geht es anders. Das wissen auch die Multis, deswegen ist es hier auch teurer als anderswo.
    Dann kommen unsere Steuern und damit die Politik, welche KEIN Interesse zeigt in solchen Zeiten steuerlich entlastend einzugreifen. Es sei “alternativ los”, so jedenfalls unserer sprechender Hosenanzug in Berlin. Unterstützt vom Dosenjürgen und anderen Luxusgrünen, die der Ökodiktatur ihren Stempel aufdrücken wollen. Alternativ los heißt aber auch, zu faul für andere Alternativen zu sein. Oder sie nicht zu wollen.
    Das Bundeskartellamt? Lächerlich, diese bis zur Totenstarre überbesetzte Behörde erfüllt eine pure Alibifunktion. Nutzlos, sinnlos, überflüssig!
    Deswegen bleibt nur der Konsument, bleiben nur wir übrig, uns zu wehren!
    Es wird Zeit! Deswegen mache ich mit, sage JA zum Tankboykott.

    Zur verschwundenen Facebook Seite sage ich jetzt mal nichts, wäre leicht OT.
    Aber, du kannst es dir denken. Ich bin nicht umsonst NICHT bei Facebook wie du weißt. ;)

    Gruß, Bronx

  2. Am:
    29.02.12
    Um:
    23:04

    Hallo hier Bronx,

    ich meine ja auch nur, dass es vermutlich nichts nutzen wird. Ich habe mir allerdings einen sehr energischen Vortrag anhören müssen, in dem so ungefähr der Anfang deiner Zeilen vorkam. Und inzwischen glaube ich ja auch, dass es schlicht eine gute Art der Demonstration wäre. So oder so – ich MUSS morgen tanken. Aber ich nehme ne kleine an der B404, dann merkt das niemand ;-)

    Sandmann
    (wer ist Jens? :-) )

  3. Am:
    29.02.12
    Um:
    23:18
    Von:
    Snoopy

    Ich befürchte das es wenigsten ein ganz klein bisschen nutzt müssten wir mindestens einen Monat ohne Tanken durchhalten. Ob ich jetzt am Anfang oder am Ende der Woche tanke ist denen doch egal. Am schlimmsten wäre es vermutlich für die Pächter weil die dann arge Probleme mit ihren Shops hätten die ja für sie sehr wichtig sind. Oder würden die Leute trotzdem dort nachts einkaufen ?
    Also Fahrrad raus geholt, ÖPNV, Bahn genutzt etc. :-)

  4. Am:
    29.02.12
    Um:
    23:26

    Ay Snoopy,

    also könnte ich morgen ja vielleicht nur 5 Liter tanken und ansonsten mich mit frischen Käsebrötchen, Cappuccino und Oldtimermagazinen versorgen…? :-) Eigentlich eine gute Idee…
    Fahrrad fahr ich ja auch sehr gern, leider habe ich es nach Hamburg oder Ahrensburg ein bisschen weit. Das würde zwar den Körper stählen, mein Zeitmanagement aber ein bisschen durcheinander bringen ;-) Mist.
    So ein 17 Jahre alter TDI mit 5,5 Litern Diesel auf 100 Kilometern ist ansonsten recht genügsam…

    Sandmann

  5. Am:
    29.02.12
    Um:
    23:38
    Von:
    eDe

    JA , ich tanke morgen nicht ! was ist denn das verfickte Problem morgen nicht zu tanken oder tankt Ihr immer nur Donnerstachs (M
    ich geh auch nicht nur Donnerstag zum Fritten essen oder was weiss ich
    scheiss egal wie der Benzin Preis hoch geht – ICH geh morgen zu Fuss und nicht tanken das ist mein Motto einmal was ” zusammenmachen ”
    gruß eDe

  6. Am:
    29.02.12
    Um:
    23:47

    Ay eDe,

    na ja ich tanke immer dann wenn der Tank leer ist, und das ist morgen. Vielleicht schaffe ich’s noch nach Hamburg, mal sehen……. zu Fuß ist einfach zu weit bei mir :-)

    Ich besser mich ja minütlich. Heute Vormittag habe ich noch zum alles-volltanken morgen aufgerufen… Aber ich lerne ja.
    Und jetzt geh ich erstmal ins Bettchen, das Fußballspiel schockt auch nicht so recht.
    Gute Nacht alle zusammen. Bis morgen.

    Sandmann

  7. Am:
    29.02.12
    Um:
    23:48

    Ach ja.
    Wenn hier jemand “neu” einen Kommentar abgibt muss er oder sie erstmal warten, bis ich ihn morgen früh freigebe. Also nicht wundern, wenn es ein wenig dauert….

    Sandmann

  8. Am:
    29.02.12
    Um:
    23:49
    Von:
    bronx

    Je.. Äh Sandmann,

    ich muss ehrlich gestehen, die heitere Gelassenheit bei diesem Thema geht mir ab.
    Mobilität der Bürger ist ein Wachstumsgarant für den Staat. Für jeden Staat.
    Sie sichert nicht nur die Erreichbarkeit der Arbeitsstelle und beeinflusst durch finanziellen Aspekt die Auswahl und Annehmbarkeit derselben, ist also auch ein Akzeptanzfaktor. Auch im privaten Bereich regelt Mobilität den Konsum.
    Leute die mit Ach und Krach zur Arbeit kommen, fahren mal eben nicht am WE übers Land um vielleicht einen Ausflug zu machen oder einzukaufen.
    Und kaufen und konsumieren somit auch nichts. Konsumverzicht heißt Steuerverlust.
    Wenn alle ihre Knete zusammenhalten für noch schlechtere Zeiten oder noch höhere Preise, dann hört alles auf. Schluss, aus!
    Was kommt aus der Politik an Impulsen dazu? Nichts, nur ein “weiter so”.
    Es fehlt ein Signal an die Bürger, eine Geste die Entlastung schafft und den Leuten sagt “wir verstehen euren Alltag, sind da dran”.

    Wenn du also Morgen tankst, dann nimm die 5 Liter und die Croissants und die Oldtimerhefte, erkläre dem Pächter WEN du abstrafen möchtest, dann wird er auch nicht allzu böse sein. ;)

    Bronx

  9. Am:
    29.02.12
    Um:
    23:54

    Hm.
    DU bist einer von denen, die ich ernst nehme.

    Ich denke darüber nach, okay?
    Tankmann

  10. Am:
    01.03.12
    Um:
    00:06
    Von:
    Fel

    Alter Witz: Ist mir egal, was der Sprit kostet, ich tanke eh nur für 20 Euro…

    So lange nur der Privatmann, respektive die Privatfrau, tankboykottieren sollen, wird diese Aktion nichts bewirken, geschweige auslösen. Die Unternehmen werden nicht boykottieren, denn sie “müssen” in ihrem Sinne die Maschinerie in Gang halten und werden über kurz oder lang die gestiegenen Energiekosten an den Verbraucher weitergeben. Wie wäre es, wenn der Verbraucher dann aber zum Kaufverweigerer werden würde, nach dem Motto: liebe Industrie, sorge dafür, dass die Energiepreise sinken, damit du, liebe Industrie, deine Preise senken kannst, damit wir, liebe Kunden, wieder deine Produkte kaufen…

    Arbeitsplätz? Ach Gott nee! Die Arbeitsplätze werden freigesetzt, ob mit hohen Spritpreisen oder ob mit niedrigen Preisen an der Tanke! Da brauchen wir alle keine Angst haben!

  11. Am:
    01.03.12
    Um:
    00:15

    Ay Fel,

    aber gibt es nicht einen Unterschied zwischen “bringt nix” und “ich will aber, dass man sieht, dass es mich ankotzt”? Klar trifft man niemanden finanziell, wenn man erst morgen tankt. Vermutlich nicht mal die Pächter. Aber es gibt genügend friedliche Demonstrationen, die die Aufmerksamkeit der richtigen Leute auf sich gezogen haben. Und als solche könnte man es ja sehen…?

    Ob wir wohl Zahlen bekommen, wer da nun alles mitgemacht hat und ob jemand es bemerkte…?

    Sandmann

  12. Am:
    01.03.12
    Um:
    01:02
    Von:
    Touranus

    N’Abend Ihr Beiden…

    Ist ja noch eine recht übersichtliche “Diskussion” hier… ;-)

    MEINE Meinung dazu (Ob ich wohl ernst genommen werde? ;-) ):

    NICHTS machen und sich beschweren ist immer ziemlich arm… das sind dann die Leute, die über unsere Politiker schimpfen, aber weder zur Wahl gehen, noch überhaupt einen Plan haben, wer welche Ämter bekleidet, und ob diese Leute das sinnvoll oder sinnlos machen… blablabla, hauptsache dagegen!!! *gääähn*

    Es ist dann DIE POLITIK (man, seit froh, DAS man in diesem Land frei WÄHLEN DARF!!!), DIE BLÖDEN BULLEN, (Jahaaaa, und nach wem schreit Ihr, wenn Euch Unrecht zugefügt wird???), DIE MANAGER (Wer hat denn die Firma gegründet, die DEIN GEHALT zahlt???) DIE MEDIEN (Und wozu gehört FB, HÄ????) usw, usw….

    Das Problem bei dem Boykott sehe ich in der ART! Einen Tag lang nicht zu tanken,
    1.: Trifft wirklich die Falschen
    2.: Tut den Konzernen so was von GAR NICHT weh
    3.: Wird zu einer weiteren, wenn auch kurzfristigen Erhöhung der Preise führen..
    Okay, das ist jetzt nicht leicht zu verstehen und würde an dieser Stelle eine Menge Zeilen zum Thema BWL verbrauchen um es zu erklären… Vereinfacht: Wer ein Minus erwirtschaftet, wird es an anderer Stelle versuchen wieder rein zu holen… manche MÜSSEN es…

    Ich möchte aber Sandmann ganz entschieden bei einem Punkt widersprechen:
    Wenn dieses Anliegen einem WIRKLICH am Herzen liegt, dann könnte man den Zeitpunkt des Tanken halt einfach besser timen! Lange genug wird diese Aktion ja nun schon publik gemacht. (Auch durch DICH JeSaTaMan ;-) )
    Man hätte also schon gestern, Vorgestern oder was weiß ich wann tanken können.

    Nun habe ich leider keinen besseren Plan um auf die Problematik aufmerksam zu machen, bzw. den Widerstand zu bezeugen. Ich denke einfach, mit einem Tag Boykott ändert sich NIX! Die Aktion müsste größer sein… von längerer Dauer und besser organisiert… FB ist ja schon ein guter Anfang, aber für weitere Medien fehlt der Support… Machen wir uns nichts vor, irgendwann werden die Konzerne anfangen gegen zu lenken, denn Geld dafür haben sie genug… Schließlich verschwinden ja anscheinend auf einmal sogar ganze Gruppen von FB. Ein Schelm, wer da Böses denkt.

    P.S.
    Hetzreden mit sprachlichem Souterrain-Niveau schadet JEDER Sache mehr, als das sie helfen…aber DAS wird man leider nicht auch unterbinden können ;-)

    Touranus

  13. Am:
    01.03.12
    Um:
    02:04
    Von:
    bronx

    Ay bester Touranus,

    schön, dich auch zu diesem Thema hier lesen zu können.
    Ich denke, ein Tag ist besser als kein Tag. Ist ein Anfang, ein Signal, die Spielregeln könnten evtl. neu gemischt werden. Insofern wird es die Konzerne schon interessieren (und, je nach Beteiligung auch beeindrucken). Daraus kann mehr werden. Viele Sachen werden vom “was können wir schon tun”-Gedanken von vornherein von den Leuten SELBST erstickt. Aber es gibt etwas, das nennt sich Eigendynamik. Das wird entscheidend für eine Reaktion sein, die, wie auch immer sie ausfällt, viel bewirken kann.
    Bedenke, ist es ein Flop, wird immerhin registriert dass etwas geschehen ist was es so noch nicht gab. Und es wird mehr.
    Ist es ein Erfolg, tut es weh und zeigt der Politik UND den Konzis die Macht der jeweiligen Plattform. (Facebook entfernt?? :D UUps? Es WIRKT doch schon!)

    Also, mit einem Tag NICHT Tanken beginnt es erst.
    Wer nicht mit der Zeit geht, GEHT mit der Zeit!

    Grüsse, Bronx

  14. Am:
    01.03.12
    Um:
    02:14
    Von:
    Maik M.

    Ich persönlich habe mich vor einiger Zeit entschieden, das Hamsterrad so weit es geht zu verlassen, mit folgenden Schritten :

    1.) Strecken unter 20km einfachem Weg werden mit dem Fahrrad erledigt
    2.) Einkaufen wird mit dem Fahrrad erledigt.
    3.) WENN ich fahren muss, tue ich dies so spritsparend wie eben möglich.
    4.) Jegliche überflüssige Fahren fallen weg.

    Das kostet mich zwar einige Lebensqualität, und wird den Ölmultis auch sicher nicht groß auffallen, dennoch fühle ich mich dabei herrlich rebellisch, und meiner Gesundheit tut es auch nicht schlecht.
    Ich fahre SEHR gern Auto, aber selbst wenn ich es mir leisten KÖNNTE, irgendwann ist mal schluss mit den Frechheiten der Regierung in Kombination mit den Multis.

    Was unsere beschränkte Bundesregierung in ihrem Bürgerfeindlichen Wahn nie raffen wird – wenn die die Mobilität verbilligen, geht sicher nicht ein cent weniger in die Staatskasse, denn irgendwo wird das eingesparte Geld doch dem Kreislauf wieder zugeführt.

    Ach, was soll’s

  15. Am:
    01.03.12
    Um:
    02:20

    Ay Maik,

    ich persönlich stecke da in dem Dilemma, mit Autos, besonders mit ALTEN Autos am Ende des Tages mein Geld zu verdienen. Und mein Arbeitsplatz ist, wenn ich nicht von zu Hause aus arbeite, leider zu weit weg, um ihn mit dem Fahrrad zu erreichen :-(
    Ich fahre auch leidenschaftlich gern Fahrrad.
    Und ich werde mit jedem neuen Jahr fauler und fauler. Vielleicht denke ich auch mal wieder darüber nach, ganz allgemein die Brötchen am Wochenende mal wieder NICHT mit dem Auto zu holen, das ist ja auch ein Anfang….

    Sandmann

  16. Am:
    01.03.12
    Um:
    03:36
    Von:
    Touranus

    Hey Bronx,

    ich sollte nicht immer die Uhrzeit unterschätzen, zu der man Dich antrifft. (Am Rande erwähnt, könnte man auch bei FB miteinander chatten ;-) )

    Ich gebe Dir Recht,
    dass das Ganze eine Signalwirkung haben KÖNNTE. Ich sagte doch: NICHTS tun ist arm… was dann folgte, war meine Kritik an der Art. Da bleib ich bei…
    Aaaaaber Deine Sichtweise kann ich nicht von der Hand weisen und… naja… ich überdenke es nochmal.

    Was ICH mir jetzt wünschen würde ist folgendes:
    Alle, die diese Aktion unterstützt haben, MÜSSEN dran bleiben, damit es keine übliche FB Eintagsfliege mit zufälliger Selbstdynamik bleibt. (Ich verweise mal mit leichtem Augenzwinkern an die “Flashmop-Euphorie”, die nur noch SAT 1 zwanghaft aufrecht erhält…
    JETZT sollte mal ein Aufschrei durch die Teilnehmer gehen, die die Gründe des Verschwindens der Gruppe aufklären wollen.

    Erstmal zeigen, das man sich SOWAS nicht gefallen lässt. weil das in meinen Augen viel schlimmer ist. Die Unterdrückung der Meinungsfreiheit, verbunden mit willkürlichem Machtmißbrauch ist gefährlich. (Darf ich mal an die Übertragung der olympischen Spiele aus Peking und die Beschneidung des Internets erinnern???) Das mag überzogen klingen, aber ich finde das schlimmer, wenn die Androhung von Entziehung von Sponsorengeldern zur Löschung von der Meinung von mehr als einer MILLION Usern führt… *schluck* Was kommt als Nächstes?

    Ich bin mal gespannt, wie die Millonen “Liker” nun reagieren… Meine Ex-Freundin hatte damals (ich glaube 1996) einen Cartoon an der Wand hängen, auf dem eine Schulklasse beschloss zu rebellieren, und in Abwesenheit des Lehrers alle Tische in die andere Richtung drehten… nach einigen Drohungen des Lehrers standen wieder alle Tische in “Tafelrichtung” bis auf den, der die Rebellierende Idee hatte…

    An dieser Stelle mal ein “Danke” an unseren Sandmann, der die kontroverse Reaktion seiner Onlinefreunde nutzt um auf etwas aufmerksam zu machen… zu der Tatsache, das er aus “Freundeslisten” gelöscht wurde, sag ich jetzt mal nix… das sind dann die, die FB mit RL verwechseln… und nicht mehr als ein Schulterzucken verdienen ;-) (Aufregen bitte….) Höhö…

    Touranus

  17. Am:
    01.03.12
    Um:
    11:47

    Hey ihr Nachtschwärmer,

    müsst ihr nicht auch mal schlafen???? :-)
    Ich gestehe ja, dass ich tatsächlich vor einigen Tagen noch anderer Meinung war. Und heute habe ich AUCH nicht getankt. Als mein Auto das letzte mal so wenig Diesel an Bord hatte ich am folgenden Tag ein neuer Blog entstanden ;-) Aber wird schon…

    Ich bin mir auch noch nicht mit mir selbst einig, ob ich denke, man sollte die Mineralölsteuer senken UND/ODER weiter an alternativen Energien forschen UND/ODER noch wesentlich sparsamere Autos entwickeln. Oder noch ganz andere Sachen, die jemanden, der drauf angewiesen ist nicht in den Ruin treiben…
    Ich denke nach.

    Sandmann

  18. Am:
    01.03.12
    Um:
    12:12
    Von:
    Jan

    Hmmm, also wisst ihr was? Ich tanke heute auch nicht. gar nicht.
    Und ich fahre heute Abend sogar Bahn auf Langstrecke (was ich hasse, weil Bahnfahren stress ist aufgrund lauter Mitfahrer und der immer unpassenden Abfahrtszeiten und den Anschlusszügen).
    Das ist zwar auch irgendwie Zufall dass das nun gerade heute ist, aber so kann man den Zufall auch mal positiv sehen, ich lass das auto stehen heute.
    An eine Wirkung glaube ich nicht. Dafür muss man länger nicht tanken. und alle halt nicht. aber Streik in Deutschland funktioniert halt nicht. Darüber bin ich meistens aber auch froh (so das mir Vorfeldlotsten und Fluglotsen nicht den Urlaub versauen können).

    Jan aka Mr.Kane

  19. Am:
    01.03.12
    Um:
    12:30

    Ay Mr. Kane (ach DU bist das! ;-) )

    von Streiks in der Luft und am Boden bin ich auch schon mehrfach betroffen gewesen. Und wenn da mal alles ruhig ist platzt ein Vulkan. Irgendwas ist ja immer ;-)

    Generell denke ich schon, Streiks und Boykotte sind ein legitimes Mittel, um seinem Unmut Luft zu machen. Und wenn niemand mehr den Mund aufmacht verdienen wir alle irgendwann GAR nix mehr. Leider sind halt auch immer dritte von derartigen Aktionen betroffen, und die sind entsprechend angenervt. Ich erinnere hier an meine Geschichte über die Streiks bei der NOB im letzten Jahr. Da hingen viele Sylt-Pendler über Monate in der Luft, irgendwann geht dann auch jedes Verständnis baden.
    Aber ich hab heute auch keine Tankerei geplant :-)

    Sandmann

  20. Am:
    01.03.12
    Um:
    13:15
    Von:
    bronx

    Moin,

    immer wieder werden die ach so alternativen Energien ins Spiel gebracht. Der gelebte Nachhaltigkeitsgedanke ist ja per se nichts schlechtes. Im Gegenteil, gut so! Nur völlig falsch angegangen! Stichwort Abwrackprämie. Cui bono?
    Der Industrie, welche noch mehr zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch nicht benötigte neue Autos produziert. (Arbeitsplätze sichert, die ohnehin vorhanden sind, jedoch GENAUSO abgebaut werden wenn die künstlich erschaffende Blase vorbei ist).
    Den Banken, 80% aller Neuwagenkäufe werden finanziert, ob nun teil- oder ganz, geleast! Zinsen, herrliche Einnahmen, sicher zum Teil günstig aber die Masse macht das Geschäft aus.
    Die Feinstaubverordnung, was für ein Wort. Bei uns wird Feinstaub kraft Gesetz verordnet! Einmalig auf der Welt. Nur hält er sich nicht daran!
    So werden schleichend die Rahmenbedingungen verschärft. Existenzen ruiniert, wer bitte kann mal eben 3-4 neue Firmenwagen anschaffen, den Betrieb aus der Umweltzone verlagern? Der Kunde bleibt eh da wohnen, wo er ist. Wer ist (mal wieder) der Idiot? Richtig, der, der arbeitet, seinen allerwertesten jeden morgen pünktlich aus dem Bett hievt, mit seiner Arbeit dafür sorgt dass das Gebilde Staat funktioniert, keine griechischen Zustände entstehen und die Herren Politiker ihre Apanage beziehen können.
    Nun ist aber der Idiot durch den gezwungenen Neuwagenkauf bis über beide Ohren verschuldet, die Firma verlangt auch Investitionen, die Hütte will unterhalten sein und und..
    Dann kommen unsere Luxusgrünen mit weiteren “Nachhaltigkeitsgedanken”. Die Heizung mit Partikelfilter, die Wärmedämmung am Häusschen oder die Solaranlage auf dem Dach. Kost ja alles nix oder wenig. Kein Problem. Diese Leute haben jeglichen Kontakt zur Realität vor langer Zeit verloren!
    Mal eben die Förderung kürzen für Solaranlagen? Kein Problem. Die entgangene Brennelemente Steuer durch den Atomausstieg muss ja wieder rein! War nicht vorhersehbar, sorry. Dumm nur für den, der sich grad solch ein Ding aufs Dach schnallen ließ. Und vielleicht kalkuliert hat. Mit der Förderung! Merke: der Birkenbastschuhtragende, hippe Pedelecfahrer mit den 2 Kindern und dem noch nicht ganz abbezahltem Reihenhaus vor welchem der (ebenfalls geleaste) Toyota Prius parkt, ist ein Kunstmensch aus der Werbung! Den gibt es so in der Realität NICHT.

    Und dann wundern sich noch welche über einen Tankboykott? Das Maß ist übervoll!

    Bronx

  21. Am:
    01.03.12
    Um:
    15:05
    Von:
    Maik M.

    Danke Bronx, sehr kultivierte Gedanken.

    Ich für meinen Teil werde mir, sobald ich es mir leisten kann mal durchrechnen, wieviel ich spare, wenn ich auf E85 umsteige, nach einigen Foren und Seiten geht das bei unserem Fahrzeug praktisch ohne jegliche Umbauten.
    Mal ganz davon ab, das sich da bares Geld sparen lässt, verfeuere ich keine lebenswichtigen Fossilen Brennstoffe und zwicke auch noch den Multis an der Geldbörse – ein schöner Gedanke.

  22. Am:
    01.03.12
    Um:
    15:50
    Von:
    bronx

    Hi Maik,

    danke, soweit mir bekannt ist geht es beim Astra (so einen hast du doch) nahezu ohne Probleme. E-10 verträgt er ja sowieso.
    Jeder sollte auf seine Weise seinen Beitrag leisten, diesen Leuten die Bilanzen ein wenig zu stutzen.
    E-85? Da sagst du was. Ich werde mich mal damit befassen. Ob das unsere Omegas vertragen, müsste ja heraus zu finden sein.

    Bronx

  23. Am:
    01.03.12
    Um:
    17:55

    Hui.
    Da habe ich ja mal richtig was zu lesen gehabt.
    Und fühl mich gerade ein bisschen hilflos :-(

    Was meint ihr, soll ich mal mit Frittenfett experimentieren? Eigentlich habe ich da keinen Bock drauf……

    Sandmann

  24. Am:
    01.03.12
    Um:
    18:45
    Von:
    Fel

    Hi Leute,
    ist ja ganz nett so an einem Tag nicht zu tanken, selbst eine Million Nichttanker fällt in sofern nicht auf, als an jedem Tag eine bestimmte Menge von Autofahrern nicht tankt. Etwas tun ist besser als nichts tun, nur das was man tut muss auch treffen. Die Leute tanken zwar nicht, fahren aber weiter Auto.
    Schauen wir doch mal nach Frankrfurt, wo es eine kleine Gruppe von Vorfeldpersonal schafft grosse Teile des Flugverkehrs lahmzulegen oder zumindes empfindlich zu stören, d.h die Massnahme muss auch greifen.

    Ob der Eine oder die Andere auf Fahrrad umsteigt oder 2x in der Woche zu Fuß läuft ist letztlich wirkungslos, selbst bei einer größeren Anzahl von Umsteigern. Wirkungsvoller wäre es sicher, wenn sich alle Autofahrer, LKW-Fahrer oder wenigstens die meisten davon einigen könnten an einem bestimmten Tag das Auto einfach stehen zu lassen, besser noch an mehreren Tagen.
    Bevor alle auf mich einprügeln: Ich weiss, der Eine muss zur Arbeit, die Andere muss das Kind in den Kindergarten bringen, der Nächste hat einen Termin, der ihm das Geschäft seines Lebens sichert usw.

    Vielleicht erinnert sich noch jemand an die “Rote Punkt”-Aktionen in Hannover, Dortmund und anderen Städten um das Jahr 1970, wo gegen Preiserhöhunhgen im ÖNPV gestreikt wurde. Als Alternative zum ÖNPV wurde den Leuten Mitfahrgelegeheiten angeboten.

    Ähnlich kann eine Konsumverweigerung “Auto” nur funktionieren, wenn die Menschen für den zeitweisen “Ausfall” des Autos/LKW echte Alternativen haben.

  25. Am:
    01.03.12
    Um:
    20:00

    Ay Fel,

    ich denke dass du da auch Recht hast. Ich wüsste leider nicht, wie man die Menschen so zusammen bekommt, dass solche Maßnahmen tatsächlich laufen.
    Es gab ja mal den autofreien Sonntag, irgendwie ging das ja auch. Ist dann irgendwann abgeschafft worden, schade, ich würde gern mal auf einer Autobahn inlinern…

    Ich selbst nehme das Thema jetzt mal so mit: Ich habe an einer Demonstration teilgenommen und durch mein Nicht-Tanken ein Schild hochgehalten, auf dem meine Meinung steht. Und ich schreibe es hier ja auch, zusammen mit Sandmanns Welt lesen das ja durchaus auch ein paar Menschen :-) UND ich sorge im Kleinen dafür, dass meine eigene Welt und mein Umfeld möglichst ökologisch betrieben wird. Denn da habe ich den Daumen drauf, da kann ich entscheiden.
    Bei Autos wird mir das nicht immer gelingen, dafür mag ich große Motoren einfach zu gern. Verdammt ;-)

    Ich finde es gut, dass du nicht nur GEHT NICHT rufst, sondern Beispiele aufzeigst, wie man sich mal organisieren konnte und heute vielleicht auch noch kann.
    Gute Diskussion hier. Mehr davon Leute, schreibt mal was.

    Sandmann

  26. Am:
    01.03.12
    Um:
    22:46
    Von:
    bronx

    Hi Sandmann,

    das mit dem Frittenfett habe ich vor ca 8 Jahren recht erfolgreich mit meinem Volvo-Diesel, Bj 82 praktiziert. Ich trainierte damals nach`m Dienst ne Horde Gymnasiasten im Volleyball. Die hatten an ihrem Gym eine tolle Mensa und bei ca 1000 Schülern fiel da eine Menge von dem Zeug an. Der alte Schwede lief problemlos mit dem Zeugs. Allerdings nur, wenn die Temp. dauerhaft über 10° lag.
    Ich überlege gerade, diese Vorgehensweise zu reanimieren und mit meinem alten T4 so ein Programm zu fahren. Der Schiffsdiesel verträgt das klaglos. Wirbelkammer sei dank. Wie das beim TDI ist, weiß ich nicht. Wohl aber dass Wolfgang Blaube dazu mal einen Test mit einem Golf II fuhr. Muß mal googeln.. Der IIer Diesel war wohl noch nicht so “modern”.

    An Fel:
    natürlich hast du Recht! Die paar Nichttanker werden (noch) nicht auffallen. Auch bei den Alternativen stimme ich dir absolut zu.
    Nur, wie Sandmann auch sagt, man braucht keine Leute die einem sagen, wie es NICHT geht, davon gibt es genug. Was gebraucht wird, sind Ideen. Dazu muss man sich austauschen, sich mit der Wirtschaft, den Politikern UND den Zusammenhängen auseinander setzen. Das machen immer noch zu wenig Menschen.
    Wenn dann ein Blog wie dieser bei dem einen oder anderen etwas in Gang setzt, sei es nur das Nachdenken, WARUM bestimmte Dinge jeden Tag SO funktionieren (können-weil wir es zulassen), ist doch schon viel erreicht.
    Manche Dinge brauchen Zeit. Aber sie kommen.

    Bronx

  27. Am:
    02.03.12
    Um:
    09:00

    Ay Bronx,

    ich dachte tatsächlich darüber nach. Aber der Schritt vom Audi V8 (15 Liter Super oder Gas auf 100) runter zum Passat (5,5 Liter Diesel auf 100) ist schon so dramatisch, dass ich das subjektive Gefühl habe, mein Geld wieder für sinnlose Dinge zum Fenster rauswerfen zu können. Für einen Jaguar V12 oder sowas.

    Deshalb ist mir ein Umbau auf Frittenfett mit Filtern und so vermutlich zu aufwändig… Ich spare lieber auf mein geliebtes Taunus Coupé…

    Sandmann

  28. Am:
    02.03.12
    Um:
    09:21
    Von:
    Markus1975

    Sooo

    Dann rutsche ich doch auch einmal kurz hier rüber.

    Nach der Nachtschicht einen Kaffe in der Hand, der Kopf wird langsam wieder frei und mache mir ebenfalls meine Gedanken über den “spritfreien” Tag. ;)
    So eine Aktion bringt in meinen Augen nicht´s. Versteht mich jetzt nicht falsch. Der Hebel wird vielleicht falsch angesetzt.
    Ich stelle jetzt einmal hier in den Raum, daß der Staat der böse doch am meisten am Liter des kostbaren Nass verdient. Da kann der Ölmulti noch sehr an der Preisschraube drehen. Dies wird von unserer Führung prombt auf UNS abgewälzt. Geht ja auch recht einfach. WIR halten ja auch still und haben einfach nicht den Ar… in der Hose komplett ALLE aufzustehen. Ich errinnere mich da an Frankreich. Wenn ich mich jetzt nicht täusche. Da wurden doch auch die Benzinpreise angehoben. Was passierte. Verkehrsmäßig wurde gestreickt. Keine Güter rein, keine Güter raus. Personenverkehr? Lahm gelegt. Nach einer Woche wurde die gewisse Schraube wieder zurückgedreht. Hm
    Ich glaube ich werde gerade observiert. Ich sehe dunkle Sonnenbrillen. Männer in dunklen Anzügen und dunkle Autos.
    Was ich mich frage ist, wo diese riesen Menge an Kohle bleibt. Das sind ja nicht mal eben ein paar Millionen sondern zig Milliarden die da in den Strumpf fließen. Ja ok. Ich vergaß. Die “Eurozone” muß ja auch irgendwie finanziert werden. Wo ist mein Eimer!
    Jetzt habe ich ein wenig gemotzt und beichte, daß auch ich nicht den gewissen Ar… in der Hose habe auf die Straße zu gehen. Job, Familie, Leben. Alles ist miteinander sehr eng verknüpft. Dies alles auf´s Spiel setzen, damit der Preis des Benzins runtergeht?
    Sorry. Ich habe andere Probleme die es zu lösen gilt.

    Bin ich jetzt ein Egoist, weil ich an meine Familie und den Job denke? Bin ich vielleicht “kurzsichtig? Hey! Ich habe keine Ahnung. Ich wurschtel mich durch´s Leben. Und so richtig schlecht geht es uns ja nun nicht. So im Vergleich zu anderen Ländern, wo der Sprit keine zehn Cent kostet. Dafür aber Panzerplatten am Auto angebracht werden müssen, da einem die Kugeln um die Ohren fliegen.

    V8 mäßige Grüße

    Markus am tankfreien Tag, da vorgestern den Diesel vollgeknallt. ;)

  29. Am:
    02.03.12
    Um:
    16:52

    Ay Markus,

    vielleiiiiiiiicht argumentierst du da ein ganz kleiiiiiines bisschen zu sehr nach Stammtischmanier, wenn du behauptest, die Einnahmen aus der Mineralölsteuer fließen in die Eurozone…..? Hm? Hast du dich da mal schlau gemacht? Ich denke nicht.
    Mir fallen da die lustigen Mitbürger ein, die laut schreien “Kein Geld mehr für Griechenland, das ist unser Geld!” und dann ein Bild posten, auf dem eine deutsche Fahne von Griechen verbrannt wird….. Schwierig. Genau so wenig wie diese Menschen begriffen haben, dass es hier momentan nur um KREDITE geht, die hoffentlich wieder zurück gezahlt werden sollte man nicht pauschal auf das schimpfen, was weh tut (Mineralölsteuer) und pauschal die dafür verantwortlich machen, die gerade in den Nachrichten sind (das böse Europa)…
    So, genug Politik.

    Du hast einen sehr wahren Satz geschrieben: So schlecht geht es uns nicht. Das denke ich nämlich auch. Individualverkehr ist in Deutschland im Vergleich zum öffentlichen Nahverkehr sehr preiswert. Vielleicht sollte man DA lieber ansetzen…?

    Sandmann

  30. Am:
    03.03.12
    Um:
    02:47
    Von:
    bronx

    Hi Markus,

    ich teile Sandmanns Meinung dazu. Und ich gehe noch weiter, ich sage du siehst das zu kurzsichtig.
    Wie bitte setzt man den Job und die Familie aufs Spiel, indem man sich an einer wie auch immer gearteten Form von Protest beteiligt? Bedaure, zu bequem die Antwort.
    Du schreibst ja selber, es fehlt der A*** in der Hose. Genau! So ist es. Unangenehm, aber Tatsache. So muss nun jeder entscheiden, ob er will oder versucht, etwas zu ändern.

    Zugegeben, der Spritpreis ist nicht DAS alles beherrschende Thema. Aber ein wesentliches in Zeiten da den Arbeitnehmern ja die allseits heilende Flexibilität abverlangt wird. Ich behaupte mal, die meisten AN sind flexibler als unserer (ehemaliger) Bundespräsident. Und haben weniger Geld. Und mehr Sorgen.
    Um nun auf den Punkt zu kommen, nicht die Griechen sind das Problem. (Der Stammtisch lässt grüssen)
    Nein, eine völlig verfehlte Politik der Energiewirtschaft und andere Faktoren. Ich wiederhole mich nicht gern. Mehr oben.
    Ich bleibe dabei, das System stinkt vom Kopf! Und teile Sandmanns Denkansatz, den ÖPNV und dessen Preisgestaltung betreffend. DAS ist eine Alternative.
    Interesse daran? Solange die Lobbyismus-bezogene Politik hier weiter so erfolgt, eher nahe Null. Punkt. Nichts für ungut.

    Bronx

  31. Am:
    03.03.12
    Um:
    03:34
    Von:
    Maik M.

    Oh, bitte Sandmann…

    Bitte schreib jetzt nicht, das du wirklich daran glaubst, das die Kredite die da derzeit reinwandern von den Griechen auch nur annähernd irgendwann rückfließen werden…

  32. Am:
    03.03.12
    Um:
    06:26
    Von:
    Reinhard Kollers

    Liebe Leute,

    der Text und die Kommentare machen mir schon etwas Angst. Wenn schon so ein simples Thema mehrheitlich nicht adäquat eingeschätzt werden kann frag ich mich schon wie wichtigere Entscheidungen (z.B. Bundestagswahl o.ä.) in der Praxis ablaufen.

    Ich erklärs einfach nochmal, ich tippe auch ganz langsam:

    - Natürlich wird insgesamt kein Liter mehr oder weniger verkauft, aber darum geht es doch auch gar nicht! Es geht darum, durch einheitliches Konsumentenverhalten die theoretisch vorhandene Marktmacht auch real zu entfalten. Das internet bietet dazu erstmals praktikable Möglichkeiten. Eine große Beteiligung wäre ein politisches Zeichen gewesen das in den Konzernzentralen sehr wohl verstanden worden wäre!
    (jetzt haben sie auch verstanden: “mit den Deppen können wir noch viel mehr machen”). Von einer solch einfachen Grundeinsicht wäre es nur noch ein winziger Schritt dahin gewesen sich klarzumachen, welchen Preisdruck nach unten man dauerhaft erzeugen könnte wenn man konsequent die Marktführer meidet.
    Aber Pustekuchen. Noch mal deutlicher: Ihr verschenkt sinnlos wertvolle Möglichkeiten. Und damit bares Geld. Auch meines. (Schon mal “Brent Spar” gehört?)

    Komplizierter ist es gar nicht. War doch gar nicht so schwer, oder?

    Ihr könnt jederzeit fragen, nur nicht wie man als internet Nutzer rausfindet wer Marktführer ist. Dann schmeiß ich mein laptop aus dem Fenster und lerne Rauchsignale machen!

    Herzlich
    Euer Reinhard

  33. Am:
    03.03.12
    Um:
    11:17

    Bester Reinhard,

    du hast gut formuliert in weise Worte gekleidet, was ich als Demonstration bezeichnet habe. Ich denke, so haben wir alle das verstanden. Gleichwohl ich dich beruhigen kann, solche Gespräche werden nicht in den Bundestag getragen, wir bleiben hier bei Autos und denken auch schon mal falsch, kompliziert oder quer :-) Ich habe mich noch vor 7 Tagen lustig gemacht über die gesamte Aktion – und habe selbst nach vielen Gesprächen am Ende auch nicht getankt.
    Aber offensichtlich ist das Ding verdampft. Schade. Ich bin gespannt, wie hoch die Preise noch klettern können und werden, bevor die Schreie lauter und effektiver werden…?

    Bleib dran.
    Sandmann

  34. Am:
    03.03.12
    Um:
    23:47
    Von:
    Ho,ann

    Ey Sandmann, hab alle Kommentare förmlich gefressen. Hab mich gedanklich lange damit befasst. Ich kann nur sagen, überhaupt eine Reaktion ist besser als alles hinzunehmen. Ob es etwas bringt, ist ne andere Frage. Aber alles nur hinnehmen ist definitiv “no way” Time for a change. Besser einen Tag zeigen, dass man mit etwas nicht einverstanden ist, als eyery day frustriert zur Tanke zu fahren. Ich finde, es fühlt sich gut an, an besagtem Tag nicht zu tanken!!! Generell bevorzuge ich kleine, freie Tanken. Das gibt mir nen gutes Gefühl. Egal ob ich Gas, Diesel oder Super tanke. Gruss, Marc

  35. Am:
    04.03.12
    Um:
    00:05

    Ay Marc,

    inzwischen sehe ich es ja auch so und versuche im Kleinen, ein bisschen darauf aufmerksam zu machen. Ein Blog reißt keine tiefe Rille, aber bewegt vielleicht ein paar Gehirne. Scheint ja ganz gut zu funktionieren, inklusive meiner Selbst :-)

    Sandmann

  36. Am:
    04.03.12
    Um:
    00:13
    Von:
    bronx

    Hallo Reinhard,

    klasse Comment. Danke dafür.
    Brent Spar? Na klar, `95 in Norwegen, da hat es auch funktioniert. Ich war seinerzeit in Stavanger und erinnere mich noch gut an das umgelabelte Shell-Logo mit der “Pfütze” oben. Mann waren die Norweger sauer (und nicht nur die)!

    Gruß, Bronx

  37. Am:
    15.03.12
    Um:
    14:26
    Von:
    juny

    Ach, ich bin diese “Tankstellenboykott-Aufrufe” immer wieder erheiternd, und nein, ich beteilige mich nicht daran. Zum Sprit-sparen hab ich mir schon vor Jahren meine Gedanken gemacht (ich glaub beim Anstieg auf 1,42€ *soifz* das waren noch Zeiten…)
    Herausgekommen ist, daß ich mir sparsame, 2rädrige Oldtimer zugelegt habe, die rasend Spaß machen, aber irgendwie auch sauteuer sind :)

    Zugegeben, der Sprit kommt langsam in Regionen, die RICHTIG weh tun (mir zumindest), aber bevor ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahre, spar ich erst woanders ein, das ist klar. Ich hasse Straßenbahnfahren, egal wie teuer oder billig das inzwischen ist, denn öffentliche Verkehrsmittel ver….fünffachen? meine Anfahrtszeit zur Arbeit, da hab ich absolut keine Lust dazu. Das sag ich seit ich Führerschein hab, und die Einstellung würde sich wahrscheinlich nur mit Umzug in eine Großstadt mit u-Bahn-Netz ändern. Ich betrachte immer überrascht das Leben meiner Cousine, die in Köln und Hamburg lebt und ohne Probleme auf ihr Auto verzichtet. Und das auch noch gern. Ich wundere mich schon wieder beim Schreiben merke ich gerade, aber ich hab es dort getestet, und ich muß zugeben, WENN man gute Verbindungen hat, DANN ja, dann wäre es eine Alternative. Ich gehöre da aber nicht zu den privilegierten Menschen mit optimalen Anbindungen ans Nahverkehrsnetz, und das, wo ich nicht mal irgendwie ländlich wohne.
    Also ist die Alternative der/die Roller ?, die fressen dann eben wieder das eingesparte Geld und der Teufelskreis beginnt von vorne. ach egal ;)

  38. Am:
    16.03.12
    Um:
    16:33

    Hey Juny,

    da bist du ja auch mal wieder! Ich merke immer, wie lange du dich hier nicht rumgetrieben hast, wenn ich deinen Kommentar erst einmal freigeben muss ;-)

    Du rollerst tatsächlich noch immer. Hast du auch noch deinen A-Elch…?

    Sandmann

  39. Am:
    18.03.12
    Um:
    18:26
    Von:
    juny79

    hey hr. sandmann,
    jupp, ich roller immer noch, allerdings ab diesem sommer mit großem lappen, den hab ich letzten sommer noch über die bühne gekriegt, strike :D und der elch lebt noch und rollt und rollt. ich bin zufrieden, aber enttäuscht von mercedes, die den elch und seinen sandwichboden den berufsjugendlichen opfern – wobei wir damit wieder beim thema sprit sind ;)

    gruß in den norden

Was sagen Sie dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>