Geschrieben am 01.07.2010 von .

Klare Kante

Volkswagen ruft, also folge ich!

Frei von AllemVolkswagen? Ja, das sind die, die nicht nur in Wolfsburg sitzen, sondern in der ganzen Welt und – im niedersächsischen Salzgitter. Kennen Sie Salzgitter? Nein? Ja, wo leben Sie denn? Sowas… Salzgitter ist in der Nähe von Braunschweig und Hannover, das sagt Ihnen vielleicht etwas. Einigermaßen interessierte Leser werden auch das dort ansässige VW Werk kennen, hier produziert man den einen oder anderen Motor. Und das seit 40 Jahren! Was will ich da? Nun – in dem damals neu gebauten Werk lief der unter VW-Flagge produzierte K70 vom Band, und zum Jubiläum trifft sich der internationale Club auf dem eigentlich gesperrten Werksgelände und zeigt seine Schatzkammern! Da darf Sandmann’s Goldstückchen nicht fehlen, immerhin ein Modell der ersten Serie, wenn auch sehr liebebedürftig. Aber wer ist das nicht? Kurzzeitkennzeichen ran und – zack einen Tag abtauchen in die bunte Welt der 70er. Kommen Sie mit?

Doch halt, ganz so schnell sind wir nicht da.

Tanke schönMein K70 ist nicht mein Audi V8. Das hat neben einer Menge Vorteilen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte auch einen entscheidenden Nachteil: Er begnügt sich nicht mit Flüssiggas für 62 Cent, sondern trinkt das gute Super für 1,45 Euro. Eigentlich dank seines 75PS Motors Normalbenzin, aber das gibt es an den allermeisten Tankstellen schon nicht mehr. Ich singe den Hit von Markus (Will im Sparen nicht vernünftig sein, kommt nur das gute Super rein – ich will Spaß!) und bezahle das erste mal seit drei Jahren wieder mehr als 50 Euro für eine Tankfüllung. Ohne Spaß. Herra Jumalla! Da gönne ich mir doch gleich den Premiumsaft mit der gelben Muschel und habe hintenrum sogar noch ein gutes Gewissen, weil ich keine sinkenden Bohrinseln subventioniere.

Modern und RetroWie schon in der jüngeren Vergangenheit ist mit diesem Autowagen der Weg das Ziel. Seit meiner Tour in den Pfälzer Wald ist mir mein K70 so unglaublich ans Herz gewachsen, dass ich immer lache, wenn ich ihn fahre. Schneller als 120 muss es nicht sein, sollte es auch nicht, denn dann geht der Verbrauch in astronomische Dimensionen. Und die Geräuschkulisse auch, der Motor liegt mir gefühlt auf dem Schoß und schnurrt sein gesundes, mechanisches Lied der analogen Vorwärtsbewegung ungedämmt. Ab 120 brüllt er eher, und der Drehzahlmesser zeigt Bereiche, die ich eigentlich nur vom Motorrad kenne. Nein, das macht keinen Spaß, Reisen statt rasen. Auf dem Rückweg gibt es vielleicht noch einmal die Gelegenheit, das Pedal zu streicheln. Papa Kalle ist natürlich wieder mit an Bord, und als absolutes Novum präsentiere ich hier mein Grundig Mono-Radio mit hinter dem Instrumententräger verlegter Stabantenne und Mc-Audio Lautsprecher über dem Handschuhfach. Immerhin lauter als das Navi. Das soll genügen.

Doch halt, ganz so schnell sind wir nicht da.

Rauchen hilftWenn auch andere Verkehrsteilnehmer eine gesunde Einstellung zur Höchstgeschwindigkeit entwickeln würden, kämen keine in meinen Ohren um diese Zeit absurden Meldungen im Verkehrsfunk. Sonntag früh, ich bin gefühlt völlig allein auf der dreispurigen A7 südlich Hamburg und jemand spricht von einer Vollsperrung wegen eines Unfalls mit mehreren Fahrzeugen. Aha? Wo? Welche Fahrzeuge, wo sollen die denn so früh her kommen? Als mich kurz darauf zwei Rettungswagen überholen, leite ich schon einmal ein Ausrollen ein, um einen Kilometer weiter südlich tatsächlich dreispurig still zu stehen. In Sichtweite liegen drei Autos ineinander verkeilt auf der Straße und stoppen das Vorankommen für fast eine Stunde. Ich könnte hier noch eine komplette Geschichte füllen über ungeduldige Autofahrer, die trotz Vollsperrung über den Standstreifen rechts vorbei wollen. Über den LKW Fahrer, der das verhindert. Über mich selbst, schimpfend in guter deutscher Manier die Worte Rettungsgasse und Einsatzkräfte rufend. Und über die Einsatzkräfte, die dann tatsächlich deshalb auf dem Standstreifen wertvolle Minuten lang festsitzen… aber das ist eine andere Geschichte.

Warum wir eigentlich hier sind.Aha. Hier ist es also. Beim Auto- und Motorradfabrikanten NSU ging man im Jahre 1965 unter der Leitung des Entwicklungschefs Ewald Praxl und dem Leiter der Designabteilung Claus Kuthe neue Wege. Der große Ro80 mit Wankelmotor (Ro für Rotationskolben) benötigte einen kleineren Bruder! In der Entwicklungsabteilung legte man besonders großen Wert auf ein eigenständiges Auftreten und technische Innovationen wie Einzelradaufhängung, innen liegende Scheibenbremsen und eine kompakte Motor-Getriebeeinheit, die Wartungsarbeiten vereinfachen sollte. Ein mehrstufiges Gebläse, Heckscheibenheizung, Zigarrenanzünder und Radiovorbereitung sollten damals durchaus nicht übliche Serienmerkmale sein.

Werks-K70, schön...Die Vorstellung der viertürigen Limousine K70 (K für Hubkolben) sollte im März 1969 auf dem Internationalen Autosalon in Genf erfolgen, was wegen einer Übernahme des NSU-Konzerns durch Volkswagen abgesagt wurde. Man wollte dem neuen Audi 100, der in der selben Modellklasse unterwegs war, nicht hausintern Konkurrenz machen. Viele potenzielle Käufer und treue ehemalige NSU Kunden liefen Sturm gegen diese Politik, sie wollten dieses Auto, so dass man sich im Herbst 1970 bei VW doch zum Bau des K70 im neuen Werk in Salzgitter entschloss. Die fertigen, wunderschönen Versionen von Kombi und Fastback wurden wegen der Konkurrenz zum eigenen Modell VW411 Variant zu den Akten gelegt.

Können diese Augen lügen?Im Februar 1975 wurde die Produktion nach rund 211.000 Fahrzeugen nach nur knapp 5 Jahren wieder eingestellt. Zeitgenössische Tester bescheinigten dem Wagen zwar technische Bestwerte, es war allerdings auch die Rede von Kühlproblemen und einem zu hohen Verbrauch. Hausintern gab es seit zwei Jahren den etwas kleineren Passat, und wegen der Übernahme von NSU passten bis auf ganz wenige Ausnahmen keine Teile aus den VW Regalen in den K70. Die Herstellung wurde für den Konzern unrentabel, der K70 zu teuer. Auch der erneute, anhaltende Protest der Kunden konnte die Konzernleitung nicht umstimmen. Als Flop, wie so oft gelesen, kann man dieses technisch und optisch brillante Fahrzeug in meinen Augen aber nicht bezeichnen. Die Verkaufszahlen sind recht gut gewesen. Der KaSi war zu seiner Zeit schlicht imagebefreit und lässt sich auch heute noch in keine Schublade packen!

NSU? VW?Das alles ist in diesem Jahr 40 Jahre her, und so lässt Volks-Wagen es sich nicht nehmen, zu einem großen Volks-Fest in jenes Werk in Salzgitter zu laden! Und da haben wir den Bogen wieder. Neben ausgestellten Modellen und Motoren, Unterhaltungbühnen mit peppiger Volks-Musik, Mitmachveranstaltungen und Volks-Verköstigungsbuden hat der 1. Internationale K70 Club e.V. für seine Mitglieder (und deren Autos…) in diesem Jahr eine recht prominente Stellfläche bekommen. Vor fünf Jahren war das anscheinend von Seiten des Werks nicht gut durchorganisiert, was zu einigem Unbill führte. Aber nicht nur die trotzdem unvoreingenommen zahlreich angereisten Mitglieder des Clubs nehmen die Gelegenheit wahr, an der Geburtsstätte ihres KaSi die Festivalatmosphäre zu schnuppern und sich bei einer Original Volks-Wurst mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Ja, er ist schmutzig...Auch die vielen genau so bunten Besucher, die sich durch die Werksstraßen schieben, bleiben manchmal ehrfürchtig, manchmal schmunzelnd stehen. Von “So einen hatte ich auch mal” über “Was verbraucht der denn?” bis “Das war noch Technik!” sind alle denkbaren Ausrufe dabei. Besonders bei der einen oder anderen geöffneten Motorhaube bilden sich illustre Trauben von interessierten Exbesitzern oder gar ehemaligen Werksangehörigen, die diesen Wagen seinerzeit gebaut haben! Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Aus allen Mündern und Augen kommt einem Freundlichkeit und Begeisterung ob der klaren Form und der schillernden Farben entgegen, und die anwesenden Clubmitglieder beantworten die sich immer wiederholenden Fragen gern.

Chilliges Ambiente, steigen Sie ein.Aus allen Ecken der Republik sind sie angereist, die Mitglieder und ihre ebenso eckigen K70. Der ständig die Regentropfen wegpolierende Franzose mit den gelben Doppelscheinwerfern steht zwischen dem bekannten, zerkratzten Ur-Modell aus Kiel, dem frisch cremeweiß lackierten Neufahrzeug aus dem Osten und dem Belgier, der in seinem Auto auf den Kopfstützenlosen Liegesitzen ein Mittagsschläfchen hält. Wattestäbchenpolierer kommen hier genau so auf ihre Kosten wie Alltagsbeweger. Gegner der typisch deutschen Vereinsmeierei zeigen sich angenehm überrascht: Ganz normale Menschen. Sehr angenehm. Man plaudert fröhlich mit Jörg, der den Club 13 Jahre nach Produktionsende mit gegründet hat, lacht mit Andreas, der an der Website bastelt, baut mit Uli diverse orange Relikte der 70er auf dem Kofferraum auf und fachsimpelt mit Mario bei geöffneter Haube über die verschiedenen kleinen Defekte.

Warum dreht der Anlasser nicht?Defekte. Die dürfen auch nach fast 40 Jahren sein – Ersatz gibt es nur noch gebraucht oder über den komplett von VW Classik Parts aufgekauften Teilepool des Clubs. Hier allerdings sehr günstig, die allermeisten Teile bekommt man als Clubmitglied zum Selbstkostenpreis, und der liegt noch unter denen vom Golf 3! An diesem wettermäßig eher durchwachsenen Sonntag haben wir zum Glück keine nennenswerten Ausfälle zu verzeichnen, lediglich der Magnetschalter eines Anlassers hängt fest und muss mit ein paar leichten Schlägen auf den Hinterkopf wieder zur Mitarbeit überredet werden. So etwas funktioniert angeblich nicht nur bei alten Autos. Helfende Hände finden sich überall, und die umstehenden Zaungäste freuen sich, einen weiteren Blick in den übersichtlichen Motorraum dieses großartigen Autos werfen zu dürfen.

Rock the PlaceOrange Zeiten. Nicht nur, seit die Niederlande bei der Weltmeisterschaft auf das runde Leder eintreten, nein, auch schon vor 40 Jahren. Und da ganz besonders. Uli hat ein paar himmlische Reliquien in seinem 580 Liter fassenden Kofferraum eingeführt und scheut sich nicht, diese auf seinem Kofferraumdeckel auszubreiten. Plattenspieler und LPs aus einer Zeit, als Schlager noch Volks-Musik waren, Maniküresets, Zahnputzbecher und Reisewecker. Alles so schön bunt hier! Und wissen Sie, was das allerbeste ist? Nebenan stehen ein paar nagelneue VW Caddys rum, die sich mit den gleichen Farben schmücken wie vor 40 Jahren die hier produzierte Mittelklasse mit dem vorn längs eingebauten wassergekühlten Vierzylinder. Alles kommt wieder. Auch die Farben, sie heißen heute nur ein wenig anders.

Avec chien, toiletteTop geplegte Autos im Originalzustand stehen in einer Reihe mit liebevoll restaurieten Exemplaren und diversen, mit reichlich Patina überzogenen Alltagsmobilen. Und Patina setzt er ganz gern an, Rostvorsorge kannt man damals noch nicht. Aber auch das hat des K70 mit seinen Fahrern gemeinsam, wir werden alle nicht jünger und man sieht uns die letzten 40 Jahre genau so an wie unseren Autos… Alle hier angesammelten VW K70 und ihre Fahrern vereint ein interessanter Mix aus Liebe zum Modell und selbstironischer Umgang mit den 70ern. Die behäkelten Klorollen, Aufbaulautsprecher und Wackeldackel auf den Hutablagen, die zeitgenössischen Farbgebungen (Rallyelack leuchtgelb mit schwarzen Streifen, und das auch noch original ab Werk!) und die Schmutzfänger mit VW Logo sprechen ihre eigene Sprache und bedürfen keiner Erklärung.

Das Fernsehen vor OrtUnd jetzt auch noch das Fernsehen! Ein fröhliches Team hält sich verzweifelt aber vergeblich versteckenden Autofahrern ein Mikrofon ins Gesicht und bittet die eigentlich Unbeteiligten, nicht direkt in die Kamera zu sprechen. Werksinterne Dokumentarvideos? Niedersächsische Lokalnachrichten? Das ließ sich vor Ort leider nicht ganz klären. Auch unklar ist, warum sich neben all den wunderschön erhaltenen Exemplaren die Damen und Herren ausgerechnet auf meinen zerkratzten, stumpfen und angerosteten K70 stürzen und mir sogar beim Verlassen des Werksgeländes (mit Choke und bauartbedingt nur zwei sauber mitlaufenden Zylindern) noch hinterherfilmen… Hat das zufällig irgend jemand im Fernsehen gesehen?

Die Autobahn bringt mich wieder die heute schon einmal abgespulten 300 Kilometer zurück nach Kiel. Ich ignoriere den erneuten Stau bei Hannover wegen einer Baustelle, sehe darüber hinweg, dass mein Radio in Niedersachsen irgendwie keine Sender empfangen will und teste später am Abend doch noch einmal aus lauter Entspannung die Höchstgeschwindigkeit unter normalen Fahrbahnbedingungen.

Ui. Unerwartete Geschwindigkeiten. Die 70er nehmen es gelassen. Wegen der kurzen Übersetzung macht das aber wie eingangs erwähnt nicht sehr lange Spaß, und mein KaSi beschwert sich zurecht über die hochtourige Volks-Tortur. Also falle ich wieder zurück in die gleitenden 120 Stundenkilometer und komme unglaublich entspannt und glücklich nach einem schönen Tag wieder nach Hause. Mehr davon, meine Damen und Herren. Eine schöne und etwas umfangreichere Bildergalerie gibt es dieser Tage im Onlineportal von Autobild. Dieses Auto wird noch oft über die Straße rollen… Er wurde oft als Flop bezeichnet, der VW K70. Heute verbreitet er ausschließlich gute Laune.

Sandmann

Noch ein paar Details zum VW K70? Bitte sehr:

  • Informationen: http://www.k70-club.de/
  • Hersteller: Volkswagenwerk AG
  • Produktionszeitraum: 1970 – 1975,  211.127 Stück
  • Karosserieversion: Limousine viertürig, Mittelklasse
  • Motoren: 4 Zylinder Reihe, 1605cm³ mit 75PS und 90PS und 1807cm³ mit 100PS, Wasserkühlung
  • Antrieb: Vollsynchronisiertes 4-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb
  • Achsen: Hinten Schräglenker mit Federbeinen,vorn Querlenker mit Federbeinen und Stabilisator
  • Maße: L x B x H 4455 x 1685 x 1450 mm
  • Leergewicht 1060 – 1100 kg
  • Höchstgeschwindigkeit 148 – 162 km/h
  • Verbrauch: 9,4 – 11,0 Liter (Werte von 1970)

Und HIER geht es zur Bildergalerie und dem Artikel bei Autobild.de

Sandmann

Jens Tanz

Ich schreibe kein Tagebuch, sondern den regelmäßigen Wahnsinn im Alltag eines Autofahrers. Unterwegs im VW K70, Passat Kombi, Audi V8 und einigen anderen skurrilen Fahrzeugen, das prägt...

Meinungen zu Klare Kante

  1. Am:
    02.07.10
    Um:
    06:45
    Von:
    steffeng

    Wie noch kein Kommentar?

    Moin Sandmann,

    irgendwie erinnert mich das erste Bild an so alte Klamaukfilme mit Louis de Funés…. Bist mit Deinem Knall also in promonenter Gesellschaft ;-)

    Aber KaSi habe ich hier irgendwie noch nie bewusst wahr genommen. Naja, liegt wohl an der eher Opellastigen Gegend hier.

    Na denn mal schönen Tag noch!

    Steffen.

  2. Am:
    02.07.10
    Um:
    08:59

    Ay Steffen,

    die sind alle am STRAND so sie denn einen haben :-D da ist wenig Zeit, im Internet herumzuhängen…

    Der K70 ist in den 80ern schon aus dem Straßenbild verschwunden, weil er schon wenige Jahre nach seinem Erscheinen heftig zu rosten anfing. Ich habe Bilder, wo mein Papa mit dem keine 5 Jahre alten Auto die 100.000 Kiloemter in Frankreich feiert – und die hinteren Radläufe sind aufgeblüht! Wenn ich nicht in so einem Auto aufgewachsen wäre, ich hätte dieses Modell auch nicht auf dem Schirm.

    Klamauk, wie? *tz* also mit Herrn de Funes lasse ich mich gern vergleichen, ich möchte aber nicht an einem Herzinfarkt sterben. Jedenfalls so bald noch nicht. Aber ich glaube dafür bin ich innerlich auch zu gelassen…

    Sodenn. Ich freue mich jetzt über die Geburt der kleinen Emilia vom Andinho, ich freue mich über Freitag und dass ich heute Nachmittag einen BOSCH Kühlschrank aus den 50er Jahren bekomme und ich freue mich auf ein Wochenende in Hamburg mit ganz viel Liebe, Weltmeisterschaft und Sonnenschein. Das Leben ist schön!

    Sandmann

  3. Am:
    02.07.10
    Um:
    10:47

    Einfach klasse, und ich war dabei! Hast du das “neue”, zeitgenössische Radio mit den Omnimat-Stationstasten schon in dein vierrädriges Goldstück eingebaut?

    Nach dem Treffen war bei meinem HU angesagt, das hat geklappt, vier neue “Augen” habe ich ihm auch mal gegönnt, er blickte doch schon recht trübe in die Landschaft. Auf dem Rückweg habe ich meinen K 70 auch mal ein wenig “gekitzelt”, der Tacho des 75PS-”Geschosses” hatte die “160″ schon überwunden, der Drehzahlmesser zeigte muntere “6300″ – Anfang Warnbereich; aber beide Instrumten gehen vor, nach GPS waren es 157km/h, bei angegeben “148″ ist das gut. Aber du hast Recht, Spaß macht das nicht unbedingt, dem angestrengt drehenden Motor zuzuhören.

    Sei gewarnt, man wird mit der Zeit “treffensüchtig”.

    Danke für den klasse Bericht

    Deichgraf63

  4. Am:
    02.07.10
    Um:
    11:09

    Ay Deichgraf,

    na wenn die Treffen schon süchtig machen… mein kleines Töchterchen fragt mich ständig, ob wir nicht mal wieder mit dem KaSi fahren könnten :O) Das Auto an sich macht auch schon süchtig. Aber dieser Sucht erliege ich doch gern.

    Dein schönes Radio habe ich noch nicht eingebaut, im Moment hat mein Audi V8 wieder Priorität. Da steht der Zahnriemen und noch ein paar andere “Kleinigkeiten” an. Und vielleicht sollte ich den K70 erstmal schweißen, bevor ich Feinarbeiten veranlasse…

    Bei den von dir genannten Geschwindigkeiten hätte ich zu große Angst, dass mit die ventile durch die Haube schießen. Das mag ich dem Motor ehrlich gesagt nicht antun. Ist er denn theoretisch vollgasfest…?

    Ein schönes Wochenende dir und auch allen anderen.

    Sandmann

  5. Am:
    03.07.10
    Um:
    01:07
    Von:
    Ingo

    Nicht nur theoretisch, auch praktisch. ;)

    Im Ernst, der 100 PS-Motor ist etwas empfindlicher, aber die 75 und 90 PS-Motoren sind vollgasfest. Zumindest, wenn sie fit, gesund und sauber eingestelt sind. Wenn während oder nach einer Vollgasfahrt was kaputtgeht, liegt es jedenfalls nicht am Vollgas.

    Mein K 70 /Bj.73, 90 PS) wird -natürlich im entspannt warmgefahrenen Zustand- auch ausgefahren, gerne auch über ein paar Kilometer mehr. Das mag er, im Gegensatz zu Stadtverkehr.
    Um eventuellen bösen Zungen vorzubeugen: nein, in den über 12 Jahren, in denen ich meinen K 70 habe, ist durchs Höchstgeschwindigkeitstreten noch nie etwas kaputtgegangen. Bei meinen voherigen K 70 auch nicht.

  6. Am:
    03.07.10
    Um:
    07:25

    Ay Ingo,

    sorry, ich musste deinen Kommentar erst einmal freigeben, ich weiß nicht warum der geblockt wurde. Jetzt darfst du aber mitspielen ;-)

    Ob bei meinem K70 alles so sauber eingestellt ist wage ich zu bezweifeln. Der Doppelvergaser wurde zwar in eine saubere Grundeinstellung gebracht, aber ich glaube, da lässt sich noch einiges optimieren. Auch die gebrauchten Vergaserflansche aus dem Teilepool sind meiner Meinung nach nicht 100%ig dicht und ziehen Nebenluft. Werden die irgendwann mal wieder in einer neuen Auflage nachgefertigt?

    Mein “Vollgas” hatte auch nach hinten noch ein bisschen Luft, aber mehr habe ich mich nicht getraut…

    Sandmann

  7. Am:
    03.07.10
    Um:
    08:47
    Von:
    markus1975

    Hey Jens

    Am Strand rumlümmeln…daß wäre einfach zu schön gewesen. Bei diesen Temperaturen allerdings hatte ich natürlich Spätschicht. Nach der Schicht war ich einfach nur ab und alle. Gestern schlappe 42 Grad bei uns in der Halle. Und Hardgas bitteschön. Die Maschinen müssen laufen!!!
    Kotz
    Bei den Bildern vom Kasitreffen wird man doch wirklich nachdenklich. Bei über 200.000 Stück Produktion sollten doch wohl mehr von diesen kantigen Stück Blech übrig sein. Aber ich vergaß. Keine Vollverzinkung. ;) Zum Glück hat unser Audi jene genossen und fährt höchstwahrscheinlich deshalb noch auf den Straßen. Dafür hat er / sie ja andere Macken. ELEKTRONIK!!!!!!!!!!! Stell Dir einmal einen Kasi mit so einem Klotz von Motorsteuergerät vor. Wäre in diesem Fall wohl fast so groß wie der Motor selber. OmG

    V8 mäßige Grüße

    Markus der Dir noch viel Spaß beim Autofahren pur wünscht

  8. Am:
    04.07.10
    Um:
    21:03

    Ay Markus,

    bei 42 Grad hast du dir wenigetstens eine schöne Zahl ausgesucht :O)

    Wenn damals mehr Leute ein paar Mark ausgegeben hätten für eine Dinol Hohlraumkonservierung, wie mein Audi 100 sie hatte, dann würden heute auch mehr von diesen Autos fahren. Man sagte ja auch, dass nach 100.000 Kilometern generell ein Motor durch sei. Die Tachos waren nicht einmal sechsstellig, weil das sowieso niemand erreichen WOLLTE. Gebrauchtwagen? Doch nicht im Wirtschaftswunder-Deutschland. Was sollen die Nachbarn denken?

    Elektrische Probleme hat der Ka70 auch, die lassen sich aber im Allgemeinen mit einer neuen Sicherung oder einem Schraubenzieher beheben…
    Und so ein paar gibt es ja noch. Im Club ist einer, der hat über 50 von den Fahrzeugen gehortet… Wäre fast einen Artikel wert.

    Sandmann

  9. Am:
    07.07.10
    Um:
    19:22
    Von:
    markus1975

    Hey Jens

    Es gibt da jemanden, der 50 Kasi rumfliegen hat?! Das nenne ich schon besessen. Hm. Wenn ich ehrlich bin so mit Geld, Platz, verständnissvolle Frau und so…ne so durchgeschossen bin ich dann doch nicht. Irgendwann springt man dann in die Kiste und die Teile landen auf dem Schrott.
    Schlimmer Gedanke.
    Zum Thema “was könnten denn die Nachbarn denken”, kann ich nur folgendes sagen. Nämlich das das ständige Geglotze, hinterhergefahre und Fragen stellen langsam extrem nervt. Selbst wenn ich am Wagen ein bißchen am schrauben bin, sind sie auch schon da. Falls man mich bei der Garage sieht. Das letztemal habe ich eigentlich nur in Ruhe das Türschloß wechseln wollen. Und dafür MUßTE ich aus der Garage. Ich habe dadurch eine knappe Stunde verloren. Dreimal unterbrochen worden, vom Garagennachbarn bis hin zum Fußgänger von der Straße her.
    Und was habe ich beim wechseln geflucht. Diese verdammten Stangen, Plastikteile etc. . ;)

    V8 mäßige Grüße

    Markus

  10. Am:
    08.07.10
    Um:
    08:19

    Ay Markus,

    dann sei doch froh, dass du so kommunikative Nachbarn hast. Die könnten dir ja auch jeden zweiten tag die Umweltpolizei auf den Hals hetzen, weil du vermeintliche verbotene Ölwechsel auf der grünen Wiese durchführst. Alles schon dagewesen. Irgendeinen Zicker hat man ja irgendwie immer dabei…

    Mir fällt bei den vielen KaSis ein alter Kumpel aus Audi 100 Zeiten ein… der hatte ähnliche Mengen an Fahrzeugen in einem alten Stall gelagert, alles seltene Typ43. Was mag aus dem geworden sein? Ich werde mal recherchieren…

    Sag mal, übernächstes Wochenende? Um den 24. rum, bisschen Gartentreppe flexen? Hast du Zeit und Lust?

    Sandmann

  11. Am:
    08.07.10
    Um:
    09:12

    Hallo Sandmann

    Sehr schöner Bericht, klasse Bilder, gefällt mir! Der K70 ist ein toller Wagen, keine Frage, welcher auch ganz gut zu mir passen würde. Das ältere Modell würde ich bevorzugen, die 4 Rundscheinwerfer des Facelifters wirken auf mich etwas zu “möchte-gerne-Audi-100-haft”.
    Die Konstruktion der einzelnen Ventildeckel ist ja genial; so wird das Einstellen der Ventile zum Kinderspiel.
    Gruss, Stefan H.

  12. Am:
    08.07.10
    Um:
    11:20

    Ay Stefan, Hüter der heiligen Hallen,

    wer hätte gedacht, dass du noch deine Zuneigung zum K70 entdecken könntest? Ich verspreche dir auch, dass ich den Zustand meines goldenen nach und nach verbessern werde. Man erinnert sich sicherlich an die Fotos von dem Tag, an dem ich ihn aus Dortmund geholt habe. Seit dem hat sich ja auch schon einiges getan.
    Allerdings… die neue Frontschürze fängt schon wieder an zu rosten, ist das zu fassen?

    Es gibt noch mehr Genialitäten am KaSi. Beispielsweise lässt sich wegen der übereinander konstruierten Motor/Getriebeeinheit die Kupplung wechseln, ohne dass irgend etwas ausgebaut werden muss.

    Sandmann

  13. Am:
    08.07.10
    Um:
    15:35
    Von:
    markus1975

    Hey Jens

    Umweltpolizei? Mit denen hätte ich keine Probleme. Bei meinem treudoofen Blick?! ;)
    Ne. Die Nachbarn gehen mir auf den Keks, weil aus “Bewunderen” sehr schnell Neider werden können. Und dann hat man eben schnell ein paar Kratzer bzw. ein Auto “weniger”. Allerdings ist dies wieder recht entspannt. Ich habe da nämlich einen Freund der ein wenig in “dunkleren Gefilden” operiert. Allso sollte meine Lady in Black einmal weg sein, greife ich wahrscheinlich völlig fertig zum Telephon und von der anderen Seite bekomme ich dann ein: Gebe mir anderthalb Tage. Keine Bullen. Dies regeln wir unter uns.
    Danach wird die Karre wieder da sein, egal ob in Teilen oder ganz und der “Verursacher” ist einfach nur…weg
    Mit Samstag sollte eigentlich klappen. Laß uns noch einmal telenieren. Ruf mich mal auf Festnetz an.

    V8 mäßige Grüße

    Markus

  14. Am:
    08.07.10
    Um:
    21:46

    Ay Markus,

    oooohhhh das sind so Sachen, die will ich glaube ich gar nicht hören oder lesen…

    Ja, wegen des Wochenendes rufe ich dich beizeiten mal an. Wir werden nur zu zweit sein, aber meine große Steinflex kann durchaus als dritten Mann durchgehen lassen.

    So. Ich erhole mich jetzt erst einmal von der Grundschul-Abschlussfeier meiner kleinen Tochter. Morgen ist Freitag. Und irgendwelche Kinderaugen haben mir gerade einschlafend vermittelt, dass sechs Wochen Ferien anstehen. Beneidenswert…

    Auf in den Rallyeblog. Seid alle mal anders als vor zwei Jahren und spielt da fleißig mit, obwohl weder ein Audi V8 noch ein K70 vorkommen. Aber jede Menge andere coole Klassiker, und wir mit dem Porno-Benz mitten drin :O)

    Sandmann

  15. Am:
    05.08.10
    Um:
    10:11
    Von:
    calimero

    Erst die Tour in den Pfälzer Wald, dann die Reiseberichte mit deiner süßen Tochter und nun so ein Treffen… da bekommt man ja richtig Lust, auch so einen K70 zu fahren.
    Die Leute scheinen ja auch echt nett und hilfsbereit zu sein. Cool. Ich sollte mich doch irgendwann mal von meinem Golf verabschieden.
    Abel

  16. Am:
    05.08.10
    Um:
    21:13

    Warum nicht?

    Du bekommst sehr gute K70 für rund 3000 Euro. Ersatzteile gibt es noch einigermaßen preiswert, und schrauben kannst du eigentlich alles selbst.

    So gesehen… spricht nichts gegen einen K70 im Alltag… :-)

    Sandmann

Was sagen Sie dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title="" rel=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>