Treuversprechen als Fortsetzung von Teil 1
How are you, liebe Blog-Gemeinde?
Haben Sie den ersten Teil meiner Linkserfahrung im Königreich gut verdaut? Okay, dann widmen wir uns in diesem Teil nun abschließend einmal mehr den JA-Sagern. Ja kann man gar nicht oft genug sagen, bei der Frage nach einer weiteren Grillwurst oder nach einem weiteren Bier, ob man daran gedacht hat, auf der richtigen Straßenseite zu fahren oder – als Antwort auf diese eine Frage, ob man sein Leben in guten wie in schlechten Zeiten an der Seite des Anderen verbringen will. Doch dazu kommen wir ein bisschen später, wenn es linkslinkslinkslinkslinks! in Richtung des alten Vineyards geht. Zunächst möchte nach einer kurzen Nacht ein echtes Englisches Frühstück vertilgt werden, damit der rechts sitzende Fahrer auch genügend Kraft für die Weiterfahrt im knuffigen Citroen C3 hat. Echt Englisch. Sie ahnen schon…
Berühmt sind sie, die Briten. Aber nicht für ihr Essen.
Es stammt historisch wohl aus den ärmeren Vierteln der Landarbeiter und Docker, das über die Grenzen der Insel hinaus bekannt Kombinat auf kleinen, pikanten Würstchen, Champignons, Speck, Rührei und weißen Bohnen in einer Art Tomatensud. Dazu reicht man Toast, Orangenmarmelade und eine braune, malzige Sauce. Mein halbfinnisches Fräulein Altona empfiehlt mir lächelnd, zumindest die Bohnen zunächst in einem extra Schälchen servieren zu lassen, damit sie mir nicht das ganze Essen verderben. Ich bin sehr gespannt. Der indische Frühstückskneipenwirt, bei dem wir im londoner Morgensonnenschein platznehmen, füllt gut gelaunt den Tisch mit den bestellten Nahrungsmitteln. Wenn wir mal ehrlich sind, klingt die Zusammenstellung nach einer lustigen Grillparty, also eigentlich gar nicht so schlecht. Aber… es ist 9.00 Uhr A.M. Das ist das Problem. Will ein deutscher Magen diese kulinarischen Ergüsse so früh schon annehmen? Ja (da ist es wieder!), er will. Das Frühstück schmeckt erstaunlich gut, ich lasse lediglich die Orangenmarmelade weg, aber das hat andere Gründe. Test bestanden.
Schöne englische Countryside. Unter einem unerwartet blauen Himmel rollen wir nordöstlich von London in Richtung des Vineyards, wo um 13.00 Uhr der englisch-finnische Cousin meiner deutsch-finnischen Begleitung seine englische Partnerin zu ehelichen gedenkt. “Linkslinkslinkslinkslinks!!!” Ach ja. Aber auch sonst wird der Trip alles andere als langweilig. Mein Schatz skippt gern die Radiosender. Vermutlich wird bei der Abgabe des Autos morgen die einzige Beanstandung ein völlig abgegriffener Sendersuchlaufknopf sein. Aber mal ehrlich, haben Sie im Radio schon einmal “Turning Japanese” von den Vapors gehört? Nein. So etwas geht nur im Königreich, die Musikauswahl ist einfach unglaublich. Schauen Sie mal hier:
Schräg, oder? Laut mitsingend (und in alten Guitar Hero Zeiten schwelgend) rollen wir mit ausgereiztem Soundsystem auf den Parkplatz des Old Red Lion Inn - und parken direkt vor unserer Zimmertür. Klasse.
Thommy! Joanna! Was seid ihr für ein hübsches Paar! Der Bräutigam hat sich noch vor dem Erscheinen der Braut erfolgreich Mut angetrunken, und in einer langen, ergreifenden Zeremonie des Standesbeamten müssen beide abwechselnd die Litanei des Vertrauens und des Zusammenhaltens nachsprechen. Die Dame immer nach dem Herren, damit sie historisch gesehen noch die Möglichkeit hat, nein zu sagen. Was sie nicht tut. Wie wird mir? Ich kenne die beiden noch nicht, und mir kullern Tränen aus den Augen. Die englische Ansprache des Zeremonienmeisters ist doch irgendwie eine ganz andere Nummer als der trockene Beamtentext in den spießigen Säälen deutscher Standesämter. Nun sind sie husband und wife. Ich schiele verlegen die schöne Frau rechts von mir an, finde sie bezaubernder als je zuvor und mache mir ein paar ganz heimliche Gedanken… aber das wird eine andere Geschichte.
Hier auf dem Land beginnt man früh und legt eine vordefinierte Schlusszeit fest. 00.45 Uhr soll Schluss sein! Den Raum dazwischen füllt man klassisch
Das gute Wetter und die Schönheit der Landschaft um uns herum lassen jedes (kalte) Pint noch ein bisschen besser schmecken, und ich trinke mich völkerverständigend durch so sagenhafte Namen wie Eagle, Bombardier und Guinness. Umringt von fröhlichen Finnen, Engländern und Australiern wühle ich mich ganz anständig durch mein Schulenglisch und beantworte höflich und uninformiert Fragen zu unserer Fußballnationalmannschaft. Nebenbei versuche ich, das nicht ganz ernst gemeinte (aber immer wieder laut ausgesprochene) “you fucking German!” von Thommys Bruder Christopher umzupolen… Ein bisschen Zeit habe ich ja noch.
Und erneut überrascht mich das Essen. Sowohl das Dinner im Salon als auch das Mitternachtsbuffet entlang der Tanzfläche sind von einer ausnehmenden Köstlichkeit! Hat das etwas mit dem finnischen Einfluss zu tun, oder muss ich alle meine gesammelten Vorurteile tatsächlich noch einmal überdenken? Draußen auf dem Hof werden Zigarren geraucht, drinnen wird getanzt, gelacht und gegessen. Die Bar teilt reichlich Pints aus – die man hier lustigerweise selbst bezahlt. Ich zünde mir inmitten des illustren Trubels ein Pfeifchen an und schmauche, Holmes-like, glücklich vor mich hin. Und ich werde den Satz von Thommy nie vergessen: “Well, since I saw you smoking that pipe… I think you are family.” Was gibt es herzlicheres, als in eine Familie aufgenommen zu werden, die man bis gestern noch gar nicht kannte? Sehr, sehr glücklich schlafen wir um Punkt 00.45 Uhr in unserem kleinen Zimmerchen mit Blick auf die Wiese ein. Draußen schnaubt ein Pferd, und irgendwo ruft ein Käuzchen…
Bevor es am nächsten Morgen in die grobe Richtung London Heathrow zurück geht, frühstücken wir noch zusammen in der warmen Sonne. Die vergangenen Stunden haben noch lange nicht meinen Kopf erreicht, also gucke ich mir stumpf den alten Opel des Bräutigams an.
Sollte ich mir auf den Straßen des Königreichs jemals Sorgen über die Rückspiegel gemacht haben, erhalte ich hier Absolution! An diesem Vauxhall Cavalier (ein Opel Vectra) sind einfach gar keine mehr dran
Klasse.
Es ist noch ein bisschen Zeit, bis der knuffige kleine Benzinschlucker wieder abgegeben werden muss, und so führt der Rückweg durchs schöne Cambridge. Sitz der einzigartigen Eliteuniversität und ähnlich gestrickt wie fast alle anderen Städtchen hier auch. Lange Straßen, gesäumt von kleinen bunten Geschäften, Pinguin-Wäschereien und Pubs. Läden mit gebrauchten Platten, Gitarren und Spielekonsolen wechseln sich ab mit indischen Futterkisten, alles ist durchwebt mit jungen Menschen jedweiliger Herkunft und Muttersprache. Überhaupt herrscht hier eine etwas größere Entspannung als im quirligen London. So sind sie, die Studenten… Wir passen uns dem an und holen uns auf der riesigen grasbewachsenen Parkfläche im Zentrum einen zünftigen Sonnenbrand. Im eigentlich so verregneten England. Verrückt, oder?
Unter dem immer noch erstaunlich blauen Himmel wirken die typischen englischen Vorstadtstraßen und ihre kleinen Erkerhäuschen mit den vielen Schornsteinen wie aus einem Märchen. Hier hat jedes einzelne Zimmerchen einen kleinen Kamin!
Telefonzellen. Habe ich doch gerade bei mir zu Hause in Deutschland ein Telefonzellenendlager fotografiert, stehen sie hier noch überall rum. Groß und rot, wie im Englischbuch in der 6. Klasse. Wie lange wohl noch, bis die Handygeneration sie auch hier überholt hat?
Auch die englischsten Tage gehen spätestens in dem Moment zu Ende, wenn man den Mietwagen wieder volltankt. Linkslinkslinkslinkslinks! Nicht auf den letzten Meilen nun noch irgendwelche Kratzer in den Lack linksen, die bei der Abholung noch nicht vorhanden waren! Nicht vorhanden ist auch der Tankdeckel unter der Klappe. Aha? Wo ist der hin? Seltsam. Egal, auch der abgegriffene Sendersuchlauf-Knopf geht durch die Endabnahme, und wir rennen mehr als wir laufen zu den Terminals… Und natürlich hat Hille uns vor den langen Schlangen auf der englischen Seite der Flugverbindung gewarnt, man nehme hier die Sicherheitsbestimmungen ein bisschen genauer. Und natürlich stehen wir in dieser Schlange quälend lange an, weil von den 12 Schaltern hier genau ein einziger geöffnet hat. Aber wie schon das gute Omen in Form eines umgekippten Orangensafts eine schöne Reise eingeläutet hat, so läutet eine exklusive Platzvergabe im Flieger direkt vor dem Notausgang eine schöne Reise auch wieder aus. Erstmalig kann ich in einem Flugzeug die Beine ausstrecken. Ob ich mal probiere, wie so ein Emergency-Exit entriegelt wird, damit ich es nach einem Absturz auch wirklich hinbekomme…?
Nicht lange nach dem Start muss ich ihr versprechen, ab jetzt keine Ich-sitze-vorm-Notausgang-Witze mehr zu reißen… Dieses Versprechen wird wiederum belohnt mit einem kühlen holländischen Bier plus Kräcker vom Kabinenpersonal, das beschlossen hat, ab morgen schon wieder zu streiken. Aber wen interessiert morgen? In einer langen Kurve kreist der Vogel der 500-Millionen-Euro-Verlust-Airline über die Stadt, die ich lieben gelernt habe. Ich möchte auf jeden Fall bald wiederkommen, und eine Einladung von dem frisch vermählten Vauxhallfahrer haben wir schon in der Tasche! Ich konnte hier vor Ort mit den meisten Vorurteilen aufräumen. Man isst hier keine Quallen, und das, was man isst ist eigentlich ganz lecker. Das Wetter soll manchmal nicht so schön sein, aber Schleswig-Holstein ist auch keine meteorologische Karibik. Und alle sind unglaublich freundlich. Hey Great Britain – I really like you! Und nun geht es wieder zurück in den Alltag mit Geschichten von einem, der auszog, ein dickes altes Auto zu fahren… Warten Sie. Ich muss noch die Zeit verstellen…
Sandmann
28.05.10
22:20
steffeng
Hi Sandmann,
schön geschrieben! Ich kann das so einigermaßen nachfühlen. Die Mischung aus einer gewissen Schrulligkeit gepaart mit british Correctness, gewürzt mit Charme und Humor – man muss es einfach mögen! Ich liebe an England besonders die Musik und die Lässigkeit. Musik ist dort allgegenwärtig. So viele Musikläden auf einem Haufen haben mich schon etwas überfordert! Die Lässigkeit sich in der Schlange hinten anzustellen oder in der Tube auch bei flackerndem Licht Times zu lesen…
Bier ist, wie ich schon schrub entgegen aller Erwartung recht lecker. Beim Essen muss man halt aufpassen. Sandwich mit Relish oder Salt and Vinegar Chips zum Mittag? Warum nicht?
Also wenn Du willst, nehme ich Dich mit. Ende August gehts los!
Steffen.
28.05.10
22:29
Sandmann
Oooohhhh…. bring mich nicht in Versuchung…
Ende August muss ich erstmal ein kleines großes Mädchen an eine neue Situation gewöhnen, eine neue Schule, neue Wohngegend etc. etc. Da habe ich Ausreiseverbot. Und dann kommt auch schon mein Urlaub irgendwann angeflogen…
Ich dämmer jetzt noch ein bisschen durch die schönen Fotos und sage nur: FREIIITAG!!!
Sandmann
29.05.10
00:49
steffeng
Schulwechsel für Deine Tochter? Bin froh, dass mir das erspart blieb!
Naja, wenn Du es nicht hier nach Südhessen schaffst (was ich äußerst schade fände), dann werde ich versuchen in Kiel nen Zwischenstop einzulegen. Wobei es etwas ab vom Weg wäre…
Man müsste einfach mehr Zeit haben.
Steffen.
29.05.10
08:04
Sandmann
Ay Steffen,
es ist ein regulärer Schulwechsel. Grundschule vorbei, weiterführende Schule hallo. Gepaart mit dem Umzug der drei Damen in die Stadt (und in die unmittelbare Nähe der neuen Schule – geil) bedarf es hier lediglich ein wenig Rückendeckung, dass es nicht zu viel Neues auf einmal ist.
Lass uns doch einfach mal festhalten, dass wir uns in diesem Jah mal auf einen Kanister Wein sehen. Wo, ist momentan doch unerheblich
Sandmann
29.05.10
11:41
markus1975
Hey Jens
Da hast Du ja wieder einen schönen Bericht verfasst. Alleine das Photo vom Frühstück…etwas für Männer. Fleisch, Eier und eben Fleisch. An soetwas könnte ich mich gewöhnen. Lekker!
Schön das Du von den “Verwandten” akzeptiert worden und nicht mehr der “fucking German” bist. Vorurteile scheint es immer noch zu geben. Hm
Das Photo von Eurem Abflug ist ja wohl soetwas von cool. Hat wirklich etwas, oder wo hast Du dies her?
Ich habe am Freitag noch einmal wegen meines Jahresurlaubs angefragt. Dieser geht vom 23 August bis zum 10 September. Nur so Infohalber für Umzugsarbeiten, Schrauberworkshops und Portweinvernichtung.
V8 mäßige Grüße
Markus
29.05.10
14:08
Sandmann
Ay Markus,
dank dir! Ich fürchte, wenn man so ein Frühstück jeden Morgen hat und NICHT körperlich auf den Docks schuftet, legt man einen nennenswerten Bauchspeck an…
Christopher gab am späteren Abend zu, dass er vielleicht für mich eine Ausnahme bei den “fucking Germans” machen könnte… Ich habe das mal als ein Lob verbucht.
Das letzte Foto hab ich direkt aus dem Flieger geschossen, man beachte das blaue BA Triebwerk. Der Himmel war klar und ich war ziemlich erstaunt über den unerwarteten Rundflug über der Themse! Leider sind die Kunststofffenster ja immer ein bisschen mulchig, ich hätte sonst noch viel mehr schöne Obenaufnahmen gehabt…
Und wenn ich mir den Erdhügel in meinem Garten angucke, der in die neue Gartentreppe wandern soll, müssen wir uns definitiv mal VOR dem 22. August treffen
So long
Sandmann
29.05.10
21:25
steffeng
@Markus: Portweinvernichtung vorletzte Woche in Porto erledigt. Gerade einen Tawny trinkend…
Steffen.
30.05.10
19:09
Sandmann
Port in Porto ist ungefähr so cool wie mit dem Capri nach Capri (gabs schon, fand ich aber langweilig) oder mit dem Granada nach Granada (gabs noch nicht, könnte ich machen, will jemand?).
Ich schau mir jetzt stumpf das aufgezeichnete Rennen an, ignoriere den eben erfolgten Auszug der kleinen Menschen um mich rum und trinke ebenfalls ein Schlückchen….
Auf in ein neues Leben.
Sandmann
31.05.10
07:15
steffeng
Hey, hey…. Porto in Porto hat mich erst an die Droge geführt! Schön ein paar Portweinkeller angeschaut und etwas probiert. Ich war nicht nur deswegen da!
Rennen? Ach, is ja wieder Formel1. Ja damals, damals gab es noch richtige Rennen! Aber jetzt gewinnt Schumacher ja nicht mal!
Einen schönen Start in eine deprimierend vollgestopfte Woche!
Steffen.
31.05.10
07:42
Sandmann
Ay Steffen,
ich finde es ganz gut, dass Schumi nicht mehr pauschal gewinnt. Und dass sich die Red Bulls gegenseitig rauskegeln. MIR hat’s gefallen :O)
Sodenn
Sandmann
31.05.10
11:24
markus1975
Hey Jens
Ich werde natürlich vorher bei Dir auftauchen zur erfolgreichen Haufenvernichtung und Verlegung der Platten. Wieviele brauchst Du denn so über den Daumen?
Ob Du es glaubst oder nicht. Ich habe mich rasiert! Die Wolle ist aus meinem Gesicht verschwunden und ich sehe wieder aus wie…ach! Jünger halt. Ist total ungewohnt wenn ich in den Spiegel schaue. WER BIST DU DENN? Hehe
@-Steffen
Portwein in Portugal vernichtet? Da hast Du bestimmt auch einige “Probeschlürfungen” gemacht. Neue Sorten ausprobieren etc. . Sollte ich neidisch werden? Wer kann mir einige Sorten empfehlen?
V8 mäßige Grüße
Markus
31.05.10
14:58
Sandmann
Ay Markus,
Haufenvernichtung ist gut und klingt nach Ludolfs.
Die Anzahl der Platten habe ich noch nicht überschlagen, ich bin momentan noch damit beschäftig, Möbel zu tragen…
Du hast den Bart abgefräst? Was ist passiert? Ein neuer Lebensabschnitt? Siehst du jetzt aus wie ein MENSCH? Hihi. Na da bin ich ja gespannt…
Ähm, falls ICH einmal ein paar Vorschläge in Sachen Portwein machen darf: Niepoort (Michi sagte einst, wenn du einmal Niepoort getrunken hast ist das so, als ob du einer Katze Sheba gibst. Danach will sie nix anderes mehr), Graham’s, wenns nicht teuer sein darf auch gern mal Noval.
Sandmann
31.05.10
18:40
steffeng
@Markus und Sandmann:
ich kann euch Rosé Port empfehlen auf Eis – seeeeeeeeeeeeeehr lecker!
Ansonsten nen guten Tawny von Kopke oder Croft. Oder sich nen Vintage hinlegen. Jaaaaaahaha, habe viel über Portwein gelernt und probiert! Zum Beispiel, dass man für alten Portwein ne Zange benötigt und der älteste gelagerte Portwein aus 1863 bei Kopke liegt. Und noch vieles mehr!
Steffen.
01.06.10
21:15
Sandmann
Ay Steffen,
Croft? Lara??? Zange? Okay, du hast wohl tatsächlich was gelernt. Aber hinlegen tu ich mir nichts, jedenfalls nicht lange.
Mein ältester portiger Genusstropfen war 40 Jahre alt, hat so viel gekostet wie die 5 oder 6 vor ihm zusammen und hat zwar sehr gut, aber nicht nennenswert besser als seine “normalen” Kollegen geschmeckt. Dass er noch vor meiner Geburt in die Flasche gekommen ist hat allerdings eine gewisse Gänsehaut verursacht…
Heute gab es eine kleine Zigarre auf der Bank an der Au, in der Abendsonne, und jetzt ein gutes Zinnbecherchen Chianti Classico Riserva. Hach, sind wir nicht großartige Genussmenschen? :O)
Sandmann
02.06.10
07:33
steffeng
Mosche Sandmann!
diese 40 Jahre beziehgen sich lediglich auf das Durchschnittsalter des Port. Es können ältere aber auch wesentlich jüngere Weine darin enthalten sein. Gutes Indiz ist die Farbe.
Ich sah das Bild mit der Zigarre bereits. Aber rauchen habe ich mir abgewöhnt. Ansonsten freue ich mich auf ein verlängertes Wochenende dank Feiertag und Brückentag!
Steffen.
02.06.10
08:23
Sandmann
Ay Portmann,
ich seh schon, ich muss mich allein auf meine Geschmacksnerven beschränken und ggfs auf dein Wissen zurück greifen.
Mittwoch… Mittwoch… ich könnte jetzt gut ein englisches Frühstück haben, Würstchen, Bohnen, Toast und anschließend eine Menge Energie für den Tag. Nun, Kaffee muss reichen. Auf auf!
Sandmann
02.06.10
08:31
steffeng
Jo Englishman…
der Geschmack entscheidet. So halte ich es bei jedem Wein. Da ist der Preis zweitrangig.
Für mich ist ja heute quasi Freitag.
Jetzt erst mal ein paar Leuten was beibiegen.
Steffen.
02.06.10
08:42
Sandmann
Ay Steffen,
in der Tat. Es gibt durchaus Weine, die nicht viel kosten und dennoch sehr viel Charakter haben. Anders herum habe ich es auch schon erlebt, Weine im Segment jenseits der 20 Euro mit einem extrem langweiligen Geschmack…
Dann bring mal was bei… was denn?
Sandmann
03.06.10
11:50
calimero
Ich lese deinen Reisebericht nun schon zum x-ten mal und bin ähnlich begeistert wie bei den vorherigen Reiseerfahrungen.
Du hast eine besondere Gabe, ein recht normales Erlebnis (sehen wir mal ab von der Londonsache an sich, das ist schon sehr besonders) so zu beschreiben, daß ich weiterlesen will. Und daß ich mir die Orte vorstelle, was ihr da wohl noch so gemacht habt und was für interessante Menschen euren Weg kreuzen. Diesen Effekt habe ich noch nicht oft gehabt.
Ich will dich immer wieder ermutigen, genau so weiter zu machen. Meiner Meinung nach ist dieser zweite Teil deiner Englandreise einer deiner bisher schönsten Berichte geworden. Auto Bild kann froh sein, daß sie dich haben
Mehr.
Abel
03.06.10
12:10
Sandmann
:O) Danke…
03.06.10
13:38
markus1975
Hey Möbelverschieber
Nachtschicht. Man schläft bis Mittags und hat noch etwas vom Tag.Und das Wetter spielt auch noch mit. Wie geil! Ich habe gestern den Garten auf vordermann gebracht mit neuen Pflanzen etc. Meine Tochter meinte nur zu mir:”Papa Du kannst Dein T-Shirt ausziehen, es ist “pullewarm” draußen”. Mein Gesicht hättest Du mal sehen sollen. Ich möchte mal wissen von wem sie das hat. Ups! Von mir. Diesen Spruch habe ich letztens am Telephon losgelassen. Peinlich.
Die Portweinsorten habe ich mir mal aufgeschrieben. Bekomme ich diese Sorten im Discounter um die Ecke? Ich muß die Dinger ja mal probieren.
Mein Bart ist schon wieder an wuchern. Ich habe echt keine Lust mich zu rasieren, muß heute Abend aber wohl wieder ran. Vielleicht sollte ich einmal Wachs probieren? Aua!
V8 mäßige Grüße
Markus
04.06.10
08:27
steffeng
Hey Markus,
das Portweinsortiment der Discounter ist verbesserungswürdig. Ansonsten kann ich Dir den Wikipedia Artikel zu Portwein empfehlen. Der ist sehr informativ und deckt sich mit dem, was uns in den Kellern erzählt wurde.
So, genieße jetzt noch meinen Brückentag….
Steffen.
04.06.10
19:40
Sandmann
Ay ihr zway,
Brückentage nach feiertagen, die nicht in jedem Bundesland einer sind, finde ich unfair…
Ich denke, wenn die schon eine Autobahnmaut einführen, die Tabaksteuer erhöhen, Flugbenzin nicht mehr subventionieren und die Bundeswehr reduzieren sollten sie auch die ganzen katholischen Feiertage abschaffen… oder uns hier oben diese auch geben. Grummel!
Markus, im Citti-Großmarkt in Kiel (der da in der Nähe vom IKEA) gibt es zumindest Niepoort. Ich glaube auch den Graham’s, beide auch in verschiedenen Ausbaustufen. Trink dich da einmal in Ruhe ran…
Sodenn, ich habe fleißig im Haus Wände rausgerissen, im Garten Rasen gemäht und alle neu gepflanzten Blümchen gegossen, am Diesel-Bus den Kühlwasseransaugstutzen vergeblich neu abgedichtet und gesehen, dass er verzogen ist (Kunststoff!) und — entspanne mich gleich an der Seite dieser schönen Frau und im Beisein meines Hundes in einem netten hamburger Lokal, draußen, in der Sonne bei über 20 Grad. Und das um diese Zeit, super.
Wir lesen uns!
Sandmann
07.06.10
10:07
steffeng
Jo Sandmann, Respekt!
hast ja einiges geschafft. Irgendwie bin ich aber froh gewesen ein verlängertes Wochenende zu haben. War mal wieder Notwendig.
Werde übrigens auch mal Niepoort probieren. Vorausgesetzt meine Frau lässt mir was über. Habe nen LBV aus 2004 gekauft…
Schöne Woche euch Allen!
Steffen.
07.06.10
11:42
Sandmann
Ay Steffen,
ich hätte gern noch viel mehr geschafft, aber ich habe ja noch diverse Wochenenden und Abende… Es geht voran, ein herrlicher Kontrast zum Bürojob!
Viel Spaß beim Niepoort!
Sandmann
07.06.10
12:34
danuela
@sandmann
Yo! Es geht doch nix über ein Wochenende mit jeder Menge Holz und Gartenarbeit vor einem. Zusätzlich kriegt man noch ein wenig natürlich braune Farbe im Gesicht – der Sommer kann kommen
Grüße
Daniel
08.06.10
13:03
Sandmann
Ay Daniel und willkommen im Blog,
nach so einem Wochenende weiß ich am Montag allerdings auch, was ich getan habe! Und die braune Farbe im Gesicht ist aktuell ein kleiner Sonnenbrand auf dem Rücken, aber das wandert vielleicht noch rum
Ja, Sommer, her damit, ich bin bereit!
Sandmann