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Treuversprechen als Fortsetzung von Teil 1
How are you, liebe Blog-Gemeinde?
Haben Sie den ersten Teil meiner Linkserfahrung im Königreich gut verdaut? Okay, dann widmen wir uns in diesem Teil nun abschließend einmal mehr den JA-Sagern. Ja kann man gar nicht oft genug sagen, bei der Frage nach einer weiteren Grillwurst oder nach einem weiteren Bier, ob man daran gedacht hat, auf der richtigen Straßenseite zu fahren oder – als Antwort auf diese eine Frage, ob man sein Leben in guten wie in schlechten Zeiten an der Seite des Anderen verbringen will. Doch dazu kommen wir ein bisschen später, wenn es linkslinkslinkslinkslinks! in Richtung des alten Vineyards geht. Zunächst möchte nach einer kurzen Nacht ein echtes Englisches Frühstück vertilgt werden, damit der rechts sitzende Fahrer auch genügend Kraft für die Weiterfahrt im knuffigen Citroen C3 hat. Echt Englisch. Sie ahnen schon…
Von einem, der das erste mal links fährt und rechts sitzt.
Dear Blog-Community,
full of strange but lovely impressions I want to share these beautiful days with you out there. DAS war ein Wochenende! Was wissen Sie denn so über Great Britain? Na? Meine vordergründigen Vokabeln waren bisher: Schlechtes Wetter und Nebel, schlimmes Essen, leichte Schrulligkeit, Linksverkehr, Tower Bridge, Beatles, Politeness und konservative korrekte Menschen. Und auf einmal steht alles direkt vor mir. Die Familie meines halbfinnischen Fräulein Altonas kommt aus Finnland (ach?), aus Deutschland und aus England. Cousin Thommy verlässt Finnland und lernt in London Joanna kennen. Auf unser Einladungskarte steht, dass die beiden nachhaltig “Yes” zueinander sagen wollen, und wir mögen bitte dabei sein! Sandmann in Groß Britannien. Das erste mal! Was geht einem leidenschaftlichen Autofahrer da durch den Kopf? Genau – die Bilder aus den Englischbüchern in der Schule, mit den roten Bussen, den gelb karierten Kreuzungen und Autos mit dem Lenkrad auf der falschen Seite. Vermutlich eine Herausforderung, wenn man es noch nie gemacht hat. In der Tat. Aber fangen wir vorne an…
Hello dear community!
Da werde ich als männlicher Begleiter einer schönen Frau auf eine Hochzeit eingeladen. Das ist so oder so schon einmal großartig, und dank internationaler Verquickungen findet diese Hochzeit auch noch in London, Great Britain, statt! Mit London, speziell unserem Zielflughafen Heathrow, verbindet der nachrichtenaffine geneigte Leser in den letzten Monaten Aschewolken und Flugverbote, hinzu kommt ein aktueller Streik des Kabinenpersonals bei British Airways und meine panische Angst vor widerlichem britischem Essen… Aber das stellen wir alles einmal beiseite. Der Vulkan soll sich gefälligst entspannen, den wegen der unterbezahlten gastronomischen Flugbegleiter gestichenen Flug um 11.00 hat man kurzerhand in die sehr sehr frühen Morgenstunden umgelegt (hurra!) und alles andere wird sich finden. Der Mietwagen beispielsweise. Ich habe noch nie ein rechtsgelenktes Auto in einem linksfahrenden Land gesteuert! Wie wird das wohl werden? Und was werden wir noch so an drei very britishen Tagen in der sagenumwobenen Stadt des Sherlock Holmes erleben, das halbfinnische Fräulein Altona und ich?
Ay liebe Blog-Gemeinde,
wenn man schon am Muttertag vergessen hat, sich für alle erfahrene Liebe der letzten 30 Jahre von zu Hause mit einem preiswerten, schnellen Sträußchen von der Tanke zu bedanken – dann kann man sich am Vatertag zumindest selbst feiern. Vatertag. Eigentlich ist es Christi Himmelfahrt, wissen Sie noch, der gut aussehende Typ, der vor rund 2000 Jahren Geschichte geschrieben hat und in dessen Namen seit dem Gutes und Schlechtes auf dieser Welt passiert. Eigentlich. Ich bin allerdings hier weder religiös noch politisch und besinne mich deshalb (und da haben wir die Kurve gekriegt) auf das Phänomen Vatertag. Ein schöner Anlass für junge wie alte gebundene Männer, Unmengen von Bier auf einen Bollerwagen zu laden, alberne Hüte auf den Kopf zu setzen und trinkend und krakeelend durchs Land zu torkeln. Ziel: Mindestens einmal im Verkehrsfunk erwähnt werden. Väter sind die wenigsten von ihnen. Und meinstens sind sie spätestens am kommenden Tag sogar wieder Single, denn so einen Mist erträgt keine normale Frau mehr als einmal. Deshalb machen wir das auch anders. Unsere Bollerwagen haben 8 Zylinder, und unsere Frauen wissen genau, wo wir sind!
Na, Frau Merkel, dann mal los!
Sie rollt und rollt, die Blechlawine. Mal mehr, mal weniger. Das hängt immer auch ein bisschen davon ab, wie viel Asche aus einem Höllenschlund auf Island erneut und wiederholt den internationalen Flugverkehr lahmlegt. Wie lange rollen sie noch? Momentan wälzen sich rund 50 Millionen hier zugelassene Fahrzeuge über bundesdeutsche Straßen, davon sind knapp 42 Millionen PKW. *grübel* fnde ich ziemlich viel, das ist aber eine andere Geschichte. Geht das so weiter? Sicherlich nicht. Wenn noch mehr Bohrinseln vor der amerikanischen Küste versenkt werden schmeckt nicht nur unser schönes Sushi irgendwie ölsardinig, sondern geht auch der Preis für Superbenzin wieder nach oben. Am Ende bleibt womöglich nicht einmal mehr genug Geld übrig, um zum Griechen zu gehen. Um lokale Entwicklungshilfe durch aktives Fleischplattenbestellen zu leisten. Das, was wir da ins korrupte Nachbarländchen pumpen wollen sehen wir doch ohnehin niemals wieder. Aber ich schweife ab. Jedes 5. Auto soll 2020 mit Strom fahren. Ob das zu schaffen ist?
Ay liebe bremsende Bloggemeinde,
seit einigen Monaten rege ich mich an dieser Stelle episch über meine flatternden Bremsscheiben vorn auf. Denn das nervt! Nun – die einen schreiben mir eine Mail, dass dieses Flattern nach fast 150.000 mit diesen Scheiben gefahrenen Kilometern doch völlig normal sei, mann nenne dies “Verschleiß“. Ah. Die anderen posten unverfroren in den Kommentaren, ich solle doch endlich mal aufhören zu jammern und neue Bremsscheiben einbauen! Ja Jungs, wenn das so einfach wäre! Der Audi V8 hat ursprünglich innen umgriffene Scheibenbremsen verbaut, im Volksmund UFOs genannt. Mehr Bremsfläche bei gleicher Felgengröße, 30% bessere Verzögerungswerte und rund der dreifache Preis normaler Bremsscheiben – was meinen Vorbesitzer wohl dazu veranlasst hat, auf die Werksbremsen vom alten Audi S4 und S6 umzurüsten. Inklusive Federbeine, die berühmte HP2 Bremse. Die passt nun aber von der Ersatzteilversorgung nicht mehr zu der Schlüsselnummer im Schein. Aaah! Und überhaupt sind da noch ein paar klitzekleine unerwartete Katastrophen passiert, bevor der Audi wieder kraftvoll zupacken konnte…