Ay liebe Blog-Gemeinde,
während über Nordeuropa ein böser, isländischer Vulkanauswurf seit nunmehr 5 Tagen den gesamten Flugverkehr bodenständig werden lässt, verabschiede ich hier unten ohne akutes Flugbedürfnis den langen Winter mit guten Gedanken. Erinnern Sie sich noch an meine Bekenntnisse zu langen Arbeitswegen im Auto? Nun – die automobile Überbrückung von Distanzen muss nicht zwangsläufig von Müdigkeit, Unmut und Langeweile gesäumt werden. Es existieren durchaus schöne Ziele, die es zu erreichen gilt. Und mal Hand aufs Herz: Jeder, ich betone jeder von Ihnen hat doch sicherlich schon eine Fernbeziehung gelebt? Oder tut es noch immer? Na? Naa? Plötzlich fährt sich das Auto ganz anders, ist die Magengegend des Fahrers mit Geigen gefüllt und der Schnee da draußen ein bisschen weißer als sonst. Verzeihen Sie mir den Schnee. Der ist ja inzwischen auch aus den schattigsten Ecken verschwunden. Aber das warme Grundgefühl – das ist immer da. Oder bei Ihnen nicht?
Zweisamkeit als Grundbedürfnis eines Autofahrers.
Wir sind ja gar nicht so anders. Auch wir autoverrückten Männer haben ein Herz und einen Magen. Selbst die sportschauverliebtesten Bier-aus-dem-Kühlschrank-Holer bekennen sich unter ihrer rauhen, maskulinen Schale zu einem Bedürfnis nach Nähe. Nicht nur zur Garage, wo der treue Benzinschlucker steht, nein auch zu vielen elektonischen Unterhaltungsgeräten und manchmal gar – zu einer Frau. Ja wirklich! Ich habe es selbst erlebt. Schön für Sie, wenn dieser weibliche Teil Ihres Lebens direkt bei Ihnen wohnt. In Ihrer Wohnung. Dann müssen Sie das angesprochene Bier noch nicht einmal selbst aus dem Kühlschrank holen. Fast genau so schön für Sie, wenn die Herz-Dame in der selben Stadt lebt, aber eine eigene Behausung hat. Dann müssen Sie sich zwar das Bier selbst holen, können abends aber die Pizzareste und das Leergut einfach im Wohnzimmer rumliegen lassen, ohne ausgeschimpft zu werden. Single auf Abruf. Perfekt. Und jederzeit ist aufgrund der Rufweite ein spontaner Päärchenabend möglich. Was aber, wenn einen 100 Kilometer trennen?
Jammern wir nicht. Denken wir zunächst an die Kosten. Die sind da. Zwei zu bezahlende Wohnungen, und einer pendelt regelmäßig hin und her. Abwechselnd. Mit dem Schiff geht es nicht, aufs Flugzeug verlasse ich mich seit vergangenem Freitag nicht mehr (zumal ein Abheben von Kiel Holtenau sehr exklusiv wäre), also nehme ich doch die Bahn oder – das Auto. Und schon können wir den Faktor auf diese Distanz wieder aus dem Kopf streichen, ein Liter Flüssiggas kostet aktuell 65 Cent und ich komme auf 9 Euro pro Strecke. Kennen Sie das Gefühl eines sich ständig steigernden Wohlbefindens beim Tanken? Vermutlich nicht, denn Sie tanken normalerweise Superbenzin oder Diesel. Spätestens an der Kasse verschwindet jedweiliges positives Bauchgefühl. Ich spreche auch mehr vom Wohlbefinden fern des in der Gesäßtasche steckenden Portemonnaies, weiter oben, auf Höhe des linken Lungenflügels. Mit jedem Liter LPG buppert das kleine Bloggerherz ein bisschen schneller, denn ein Teil dieses Treibstoffs bringt mich vor die Tür meines halbfinnischen Fräulein Altonas.
Alles ist ganz anders, wenn ich nicht auf dem Weg zur Arbeit bin, sondern auf dem Weg zu meiner… Fernbeziehung. Was für ein blödes Wort. “Fern“. Das sei noch zu definieren, vielleicht haben Sie da eine Idee? Irgendwo gibt es diesen Meilenstein, bei dem zwei Menschen so weit auseinander wohnen, dass man sich nicht mehr täglich sehen kann. Aber noch nicht soooo weit auseinander, dass die Sehnsucht einen nicht doch gefühlt täglich zum Anderen zieht. Süchten muss man als willensschwaches Individuum nachgeben, zwar nicht jeden Tag, aber gerade wenn sie so süß und ohne bekannte gesundheitsschädliche Nebenwirkungen sind. Nicht täglich, aber heute. Hach! Aus den harten Beats von Beck höre ich ein Chello heraus und die Gitarrensoli von Marillion singen plötzlich und unerwartet von Happy Endings. Der Wetterbericht orakelt Kaltfronten, die mir wie sonnendurchflutete Hochdruckgebiete die Wettersynapsen verwirren. Entfernungen verschmelzen zu einem entspannenden Spaziergang an der Alster. So grottenlangweilig die A7 zwischen Kiel und Hamburg auch ist, auf dem Weg zu ihr erscheint mir jeder Meter Asphalt wie eine Berg- und Talbahn durch Fröhlichhausen. Und das liegt nicht an den Schlaglöchern des Winters. Huch? Schon da? Bin ich nicht gerade erst losgefahren?
Okay, ich packe die Geigen wieder ein. Aber sie sind etwas ganz besonderes, diese speziellen Pendeleien. Die Gratwanderung zwischen Euphorie und Ungeduld auf dem Hinweg hält mich am Leben und lässt mein Haupthaar langsamer ergrauen. Das zufriedene Murmeln des Achtzylinders grummelt an solchen Tagen eine pathetische Symphonie der Sehnsucht. Und immer bleibt ein kleiner Tropfen Wehmut im Freitagsglas zurück, denn jedes Wochenende hat ein auch ein WochenENDE. Nur – wer denkt darüber denn heute schon nach? Das kommt noch früh genug. Tandaradei. Und der Magen ist ebenfalls gut gefüllt – mit Schmetterlingen! Was haben Sie aus dem graubereich zwischen Vollkatastrophe und Siebtem Himmel zu erzählen? Wie lauten Ihre Erfahrungen, gerade über eine längere Zeit? Was für Regelmäßigkeiten können Sie gerade noch aushalten, und mit welchen Verkehrsmitteln überbrücken Sie Distanzen? Mein V8 und ich sind sehr gespannt über die intimen Erfahrungsbeichten aus der Bloggemeinde.
Es kann doch so verkehrt nicht sein, wenn man nach 18 Monaten verliebt ist wie am ersten Tag?
Sandmann
19.04.10
18:03
stefanh
Ay Pendelmann,
Du forderst mich hiermit unbewusst zu einem Outing auf. In der Tat beschreibst Du ein Kapitel, welches ich mir nie eröffnet habe. Irgendwie hat das einfach nie klappen wollen, das mit dem Verlieben. Als naiver Jungspund machte ich zwar mal einige patzige Schritte in die Richtung – die Holde kam aus Rotenburg/Wümme – und bildete mir ein auch nach dem gemeinsamen Sprachkurs in England könnte es irgendwie weitergehen. Doch der schwache Funke erlosch nach zweimaligem Hin- und Her (mit der Bahn!) rasch.
Vielleicht liegt mein Singledasein auch darin begründet, dass meine Affinität zu Maschinen eigentlich immer mindestens so gross war als die zu Menschen.
Jedenfalls fühle ich mich wohl als Single und führe glücklich meinen eigenen Haushalt, wobei ich auf einen verlässlichen Freundeskreis zählen kann, was ja mindestens so wichtig ist. A propos: wann sieht man sich wieder?
Beste Grüsse, Stefan H.
19.04.10
19:12
Sandmann
Bester Hüter der heiligen Hallen,
da kommen mir gleich ein paar abgedroschene Phrasen in den Sinn…
- Wer so begehrenswerte Youngtimer hat wie du, der braucht auch keine Freundin, die wird eh definitiv zickiger sein
- Wer nicht weiß, was er verpasst hat das Glück, dass er auch nicht weiß, was ihm fehlt
- Echte Freundschaft besteht ohnehin nur unter Männern …
und noch so ein paar Nebensätze. Alles gibt nicht meine Meinung wieder, fällt mir nur so ein…
Ich habe Freunde, die behaupten, eine Fernbeziehung KANN nur in die Hose gehen. Eifersucht, die ständige Versuchung, das ständige Vermissen… Dazu sage ich nur Alles Quatsch, wenn die richtige Frau da ist geht so etwas lange und sehr sehr gut.
Ich habe Freunde, die behaupten, eine Fernbeziehung ist das beste, was dir passieren kann. Denn du hast keinen permanenten Alltag zusammen, du musst dich verabreden und bist dann auch echt für einander da. Du lebst nicht nebenher, weil du dich ja sowieso siehst und der andere da ist. Das kommt schon eher in meine Richtung, dazu muss man aber sagen, wenn es die richtige ist, dann ist die Distanz irgendwann doof und man will sich nicht nur ein oder zwei mal die Woche sehen.
Ich habe Freunde, die leben eine Zweisamkeit, die man gut und gern als den Schatten des Gegenüber bezeichnen könnte. Man bekommt sie niemals allein, alles ist WIR, jeder geht ans Telefon des anderen und jede Minute wird gemeinsam verbracht. Die totale Aufgabe des Individuums.
Und ich habe Freunde, die kommen sehr gut allein klar, ob mit oder ohne Auto sei mal dahin gestellt. Die entweder so viel Mist erlebt haben, dass sie es leid sind, verletzt zu werden oder die einfach genug mit sich selbst zu tun haben. Und den Tag gut gefüllt bekommen.
Alle Modelle haben Ihren Sinn und lassen sich mischen. Oder greifen, je nach Lebensabschnitt, nacheinander.
Ich werde jedenfalls in diesem frühen Sommer definitiv mal wieder mit dem Auto in die Schweiz kommen, und ich glaube ich habe auch schon einen männlichen Mitreisenden, dem der Gasfuß nach der Italienreise im letzten Jahr auch wieder juckt…
Sandmann
19.04.10
19:42
smn35i
100 km? Ein Traum…
Simon
19.04.10
19:50
Sandmann
Ja nun… so oder so…
Bietest du mehr?
19.04.10
19:54
paradox
Hey Fernbeziehungsmann.
Kann das gut nachvollziehen. Meine Freundin wohnt (und studiert) auch 135km von mir entfernt. Da sind an nem Wochenende schnell mal 300km extra drauf gerubbelt auf den alten Kahn.
Bahn fahren kommt für mich nicht in Frage. Denn erstens gehts mir auf den Sa**, und zweitens dauert es bis zur holden Maid per Dampfross über zwei Stunden. Inklusive Umsteigen und ggfls Verspätungen. Nene… Dann lieber die fünf Brennkammern am Audi fluten. Mit dem kann man es in 60min schaffen. Regelzeit sind allerdings 1:15h – 1:20h pro Weg.
Mal abgesehen vom Komfort, dem Genuss der eigenen Musik und nicht der Musik der verzogenen Gören die aus diversen Handys schallt, kein bettelndes Packvolk, oder peinlich “gekleidete” Jugendliche mit riesen Mützen, Sonnenbrillen und glitzernden Hosen, sowie der Möglichkeit auch die sperrigen Sachen ins heimelige Nest der Liebsten zu verfrachten (zuletzt der neue Fernseher, Blu-Ray Player und ein Spiegel aus dem schwedischen Einrichtungshaus) und natürlich der Einkaufsbonus für Sie. Denn Getränke kaufen ist anstrengend wenn man nur Bus fährt. So wird der Avant an den Besuchswochenenden dann gern mal vollgepackt mit Wasserflaschen, Klopapier und anderem schwerem Gegenstand.
Und für unter der Woche gibts ja ICQ und Skype
Das lässt es einen dann ertragen.
Gruß
Fernbeziehungsavantdox
19.04.10
20:42
Sandmann
Ay Avantmann (dessen Name in einem… aber lassen wir das),
das scheinen rein entfernungsmäßig vergleichbare Verhältnisse zu sein. Wobei ich bei uns beiden nicht der einzige bin, der ein Auto hat, ich gehe sogar noch weiter und behaupte, in ihren Golf mit der großen Heckklappe geht mehr rein als in meinen Audi. Da diverse Möbelkäufe für die Casa Sandmann anstehen, wird autobild.de diesbezüglich live berichten…
Weiterhin könnte ich ein paar leidende Balladen zitieren, die allesamt das Thema überfüllter Regional Express behandeln. Vermutlich beschäftigen sich einige der Strophen ebenfalls mit bassbefreiten Quakhandys, extrovertierten Ohne-Arsch-Hosenträgern und überschminkten H&M-Prinzessinnen. Hach. Werden wir alt? Merken wir, dass die jüngeren Menschen anders sind als wir? TzTz. Wollte die Generation unserer Eltern uns, als wir in dem Alter waren, auch permanent eins in die Fre**e hauen, einfach nur weil wir so waren, wie wir waren? Ich lasse mich gehen.
Fernseher, BlueRay und Spiegel klingen aber SEHR nach Sofaabenden, Herr Paradox. Passen Sie auf sich auf
Dank der modernen Kommunikationsmittel und dem Zauberwort Flatrate gibt es zumindest kein Kommunikationsproblem. Maximal Inkompatibilitäten bei den Arbeitszeiten, aber da muss ich wohl ebenfalls durch.
Sandmann, der nägelkauend auf einen Anruf aus der Hauptstadt wartet
19.04.10
21:01
Sandmann
*soifz* Und da war er. Ich mag mein Telefon. Berlin ist sooooooo weit weg…
Bin ich sentimental? KLICK vielleicht… Na und?
19.04.10
21:21
smn35i
Ahoi Sandmann,
»Bietest du mehr?«
Zur Zeit sinds 959 km. Der Unterschied ist also quasi 0
Simon
19.04.10
21:31
Sandmann
Oh mein Gott.
Das ist die erwähnte, kreditkartenkillende Flugdistanz! Und was heißt zur Zeit? Ändert sich das ständig? Simon, himmel, ERZÄHL doch endlich mal!
Sandmann
19.04.10
21:43
smn35i
Ajo, Praxissemester halt. Und wenn es einen dann von “kurz vor Rügen” nach “kurz vor Schweiz” verschlägt, dann kommt halt eine solche Distanz zusammen. Vorher waren es 1,4 km.
Simon
19.04.10
21:48
Sandmann
Praxissemester klingt aber temporär… oder?
Also mit absehbarem Ende.
Ach menno, ich geh jetzt in mein Bettchen und schlaf mir schnell den Dienstag herbei, denn dann ist auch bald Mittwoch, und Mittwoch kann ich schon von Übermorgen sprechen…
Was sagen die Archive der anderen Leser? Sind wir vier hier ganz allein in unserem Saft?
Sandmann
19.04.10
23:09
daemonarch
Ich würde hier fast so weit gehen das eine Fernbeziehung (vorausgesetzt es wird sich oft genug! getroffen)
besser funktionieren kann als eine reguläre.
Da hockt man nicht Tag für Tag aufeinander, die tödliche Routine stellt sich nicht so schnell ein…
Zumindest wenn jeder noch seine eigene Wohnung hat ist das als “Backup” sehr nützlich..
Man kann sich im Streitfall einfach ein paar Stunden/Tage absetzen.
20.04.10
09:44
Sandmann
Ay daemonarch,
sehe ich auch so, sehe ich auch so. Zumindest, wenn ich schwarz oder weiß wählen sollte. Man könnte natürlich auch zwei getrennte Wohnungen (und zwei Haushalte, zwei Mieten, zwei Nebenkostenabrechnungen) ganz hervorragend in EIN großes gemeinsames Projekt umlagern… aber dann jeder mit seinem eigenen Bereich. Eigenes Zimmer, Raum zum Zurückziehen. Hm. Außerdem müsste einer von beiden seine Stadt aufgeben, seine Freunde… später, wenn wir konsequent weiterdenken, seinen Namen…
Eigenes Auto ist aber Pflicht :O) Ganz hervorragend, wenn die automobilen Fantasien der freundin in Richtung alter Saab oder alter Mercedes gehen. Da fühlt man sein Schrauberherz doch in guten Händen und weiß, dass auch hier noch Geschichtenpotenzial lauert
Gibt’s denn hier jemanden, der das WIR lebt, sich das Auto teilt und womöglich glücklich ist? Ich lese…
Sandmann
20.04.10
10:57
andinho
MOINSEN SANDMANN!
Ich habe seit nunmehr einigen Wochen auch wieder eine Fernbeziehung. Ich muss jetzt zum 4x zum Minihändler in Kiel, da meine Scheiben ständig von alleine runter gehen! Und….ausserdem SCHNEIT es gerade hier! Aaaaaahhhhhhhhhhhhh
20.04.10
11:13
Sandmann
Ay andinho,
nun – Fernbeziehung zwischen Gettorf und dem Minihändler in Kiel stelle ich mir recht unspektakulär vor. Vielmehr beunruhigt mich die Zickigkeit deines Minis. Die Scheiben gehen von allein runter? Schon wieder? War das am Anfang, als er NEU war, nicht einer der Gründe, warum du einen gewissen nachvollziehbaren Minihass gehegt hattest?
Und,… ähm, wo steckst du denn gerade, wenn es SCHNEIT? In Kiel geht ein kühler Frühlingsregen runter, und wenn du nicht irgendwo im Urlaub bist, solltest du keine 20 Kilometer von hier entfernt sein…
Sandmann
20.04.10
11:55
Sandmann
Okay. Sagen Sie nichts. Jetzt schneit es auch in Kiel. Ja ist denn das zu fassen?
20.04.10
12:07
paradox
Fernbeziehung hat Vor- und Nachteile.
Zu den Vorteilen zähle ich die fast uneingeschränkte Unabhängigkeit. Ich selber bin eine Person die gern und viel mit Freunden rum”hängt” und den Hobbys nachgeht. In der Woche kann ich nach Feierabend oder am freien Tag das tun was ich möchte, ohne Rechenschaft abzulegen. Audi-schrauben, THW, oder mit dem Kumpel in der Garage verkriechen, Boot fahren und andere Projekte in Angriff nehmen.
Am Wochenende widme ich mich dann voll und ganz der liebsten. Ohne den Streß der Arbeit oder andere Sorgen des täglichen Lebens.
Wobei meine Freundin da recht tolerant ist was meine Hobbys angeht. Gelegentlich, wenn einem beim hinterherschauen eines Autos mal der Satz raus rutscht “joa, der und der Wagen wären noch was für mich…” kommt nur ein ermahnendes “du hast schon zwei Autos!”
Allerdings ist es schon doof, wenn man unter der Woche allein in seinem Bettchen liegt (selbst gebaut mit Füßen aus Audi-Federn) und irgednwie jemand fehlt. *schnüff*
Und was gibts an Sofaabenden auszusetzen? Wir beide sind die wohl faulsten und unsportlichsten Personen der Welt. Auch wenn man es uns nicht ansieht. Gibt doch nix bessres als vorm TV zu sitzen und ne Tüte Chips zu verputzen.
20.04.10
12:49
Sandmann
Ay paradox,
oooh… na ja, ich denke es gibt schon was besseres als einen Abend vor der Glotze (allein schon wegen des grottigen Programms dieser Tage) und einer Tüte Chips. Ich gestehe aber, dass ich es auch ab und an als komplette Erfüllung eines entspannten Abends ansehe, ein paar Folgen Lost oder eine DVD zu gucken. Manchmal. Jeder wie er will.
Unabhängigkeit. Tja. Das kann ein Vorteil oder auch (an besonders dunklen und ruhigen Abenden) ein Nachteil sein. Generell ist das zu begrüßen, die weibliche Seite in mir hat da momentan aber so ihre Schwierigkeiten mit. Ich Memme.
Aber ganz zufrieden ist der allgemeine deutsche Freund ja vermutlich sowieso nie. Ist sie nicht da schreit man den Mond an und quetscht ein Streichorchester durchs Telefon. Und verbringt man mal ein paar aufeinanderfolgende Tage zusammen Seite an Seite, schielt er am dritten Abend schon wieder auf den Rechner oder das Auto, an dem noch der Zahnriemen gemacht werden muss :O) Wohl denen, die das dann trotzdem hinkriegen. Zusammen Zeit verbringen muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass man auch alles zusammen machen muss. *seufz* Da traf ich einst die richtige Wahl.
Da fallen mir erneut die Frauen vieler Audifahrer auf den Treffen ein. Die sitzen normalerweise mit finsterer Mine irgendwo rum, fragen sich andauernd, wie man so bescheuert sein und den ganzen Tag über Autos reden kann und stressen ab Mittags mit permanentem “Schaaaaatz wann können wir denn endlich nach Hause“-Gequake rum.
Warum bleiben die denn nicht einfach zu Hause und machen irgendwas, worauf sie Lust haben???
Ausnahmen bestätigen da zum Glück die Regel.
Bett auf Audi Federn? Respekt.
Sandmann
20.04.10
14:10
daemonarch
Es schneit in Kiel????
Hier in Dortmund sind 18grad..
Vielleicht doch Vulkaneffekte? *grübel*
20.04.10
14:42
Sandmann
Stimmt.
Ich habe gar nicht über die Möglichkeit nachgedacht, dass es auch was anderes als Schnee sein könnte…
20.04.10
14:46
mrkane
hmmmmm…
Fernbeziehung… 5 Jahre lang 330km… Alles ohne Probleme überstanden. nach einem Jahr täglich zusammen wohnen und nur noch 60km zur Arbeit pendeln und es ging nicht mehr.
Nun was neues, Distanz normalerweise etwa 50m tagsüber, 12km am Abend. Toll. Also wirklich! Es gefällt mir, nur ins Nachbarbüro gehen zu müssen um ein traumhaftes Lächeln zu sehen, welches nur für mich da ist. Doch leider nagt auch hieran der Zahn der Zeit. Ab Oktober wird auch dies zu einer 550km Beziehung werden. Doch ich bin guter Dinge dabei, denn das schwierigere häufige Sehen haben wir dann überwunden.
Eine Fernbeziehung funktioniert einfach wenn man sich vertraut. Dann ist das auch keine große Hürde abgesehen von der Einsamkeit am Abend. Aber dafür gibt es Hobbies, Freunde, Fernseher und nicht zuletzt das Telefon!
Hey, ich geh mal ans andere Ende des Flures nach einem Kaffee fragen …
Was für ein Genuss!
20.04.10
17:42
Sandmann
Mrkane,
du machst mich wieder einmal mehr nachdenklich. Das sind so die Geschichten, die ich immer geahnt habe, die ich aber nun erstmals wirklich lesen kann.
Ohne Vertrauen geht eine Fernbeziehung grundsätzlich nicht, es sei denn, man steht darauf, von Zweifeln zerfressen zu werden. Und dann kippt es in Kontrollwahn. Nee nee.
Was ich bei dir/euch sehr beeindruckend finde: ihr wart offensichtlich schon mehrfach an Punkten, wo es nicht mehr weiter ging. Und statt dass ihr euch trennt – probiert ihr eine andere, bessere Variante. Meinen tiefen Respekt! Es gehört Mut dazu, sich einzugestehen, dass man den Weg ändern muss, wenn man ihn gemeinsam weiter gehen will. Und gemeinsam muss nicht zwangsläufig täglich Seite an Seite sein, das scheint ihr erfahren und verstanden zu haben.
Das macht mir große Hoffnung!
Ich habe ein neues Mittelchen gegen die “einsamen” Abende gefunden: Ich bau uns hier das Nestchen weiter aus und mache es noch schöner. Und wenn sie dann mal wieder in der Casa Sandmann ist, werden ihre Augen noch mehr als sonst strahlen, weil hier nach gefühlten Jahrzehnten so etwas wie… äh… Ordnung und Geschmack Einzug hält.
Ach jaaaaaaaaahhhhhhh *soifz*
Sandmann
20.04.10
18:34
smn35i
Schnee? Seid ihr sicher, dass das nicht Ascheregen aus der bösen bösen Vulkanwolke ist?
Simon
20.04.10
18:42
Sandmann
Inzwischen nicht mehr.
Vielleicht war es auch der dichte Nebel aus dem Raucherraum, den unsere EDV-Seminarteilnehmer geentert haben…
Aber weiter in ergreifenden Thematiken…
20.04.10
20:13
markus1975
Ay Jens und Ihr anderen Fernbeziehungsgeschädigten
Was die Entfernung anbelangt schlage ich Euch alle mit meiner Jugendliebe. Ich war in Niedersachsen und sie war in Kanada. Ganz klar ist diese Beziehung damals an der Entfernung gescheitert. Zu damaligen Zeiten (Gott ist das lange her!!!) waren wir über ein gutes halbes Jahr zusammen und man staune… nie Streit miteinander. Es hat einfach gepasst. Die Maus war einfach nur toll. Sah echt toll aus, hatte etwas im Kopf und schraubte mit beiden Händen und Begeisterung mit an Mofa und irgendwelchen alten Gurken. Meine kleine Austauschschülerin.
Wären wir heute noch zusammen? Ich weiß es nicht, aber wenn man nach knapp 20 Jahren immer wieder mal Gedanken an jemanden verschwendet… ihr könnt es Euch denken.
V8 mäßige Grüße
Markus, der nie in Kanada war und wenn doch wahrscheinlich dageblieben wäre
20.04.10
21:39
Sandmann
Ay Markus,
du gibst einem dermaßen viele Steilvorlagen für blöde Sprüche, dass ich jetzt mal nicht einen einzigen bringe sondern dich als den überzeugendsten Single oute, den ich kenne. Vor allem vor dem Hintergrund, dass du Frau und Kind hast
Jetzt muss ich aber doch noch mal nachfragen, welcher Art diese Beziehung war, wenn du nie in Kanada warst? War sie ein halbes Jahr in Deutschland? Habt ihr euch vielleicht nie gestritten, weil du kein Englisch sprichst?
Und welche alte Gurke meinst du, an der sie geschraubt hat, du subtiler Lüstling?
Erzähl doch mal. Zeig es nicht deiner Frau, ansonsten sind wir hier ja in intimem Kreise.
Und ab heute hast du einen Lebenstraum: Reise nach Kanada. Und ab.
Sandmann
20.04.10
22:10
jannf
HeyHo!
Bin auch einer der leidgeplagten. Meistens 90km, manchmal knapp 400km…
Mal nervig, mal gar nicht so schlecht. Aber es gibt schlimmeres. Viel schlimmeres.
JannF
20.04.10
22:16
Sandmann
Ay JannF,
klar, was schlimmeres gibt es IMMER! Und offensichtlich ist es ja für einige auch gar nicht so schlimm, gar existenzrettend.
Aber warum mal 90 und mal 400 Kilometer? *grübel* Kontinentalverschiebung?
Sandmann
20.04.10
22:20
jannf
Sandmann…
Ich zitiere jetzt einfach mal meinen Prof: “Lösen durch scharfes hingucken…”
Du verfolgst doch zimelich genau deine virtuellen Kontakte bei Facebook. Dann sollte die Lösung eigentlich auf der Hand liegen…
Und es gibt auch Situtation oder Zeiten, in denen man sagt, besser eine Fernbeziehung, als gar keine Beziehung mehr…
Ich glaube mit dem Thema könnte man den gesamten Blog sprengen…
Gruß
20.04.10
22:25
Sandmann
Es sind doch oft diese Themen am Rande des Autos, die irgendwann über die 100 Kommentare bringen
Auto kann ja jeder. Muuhahaha.
Verzeih, ich habe diese Pendelkiste zwischen dort unten und dem flachen Land vergessen. Hier das Herz, dort die FH. Grüß Flensburg von mir. Und kümmer dich mal um deine Website, das fing gut an und jetzt passiert da im Blog nix mehr…
Sandmann
20.04.10
22:31
jannf
Richtig. Die gemeinsame Heimat – Ki – Fl….
Fl grüßt zurück
Naja, die Site hab ich auch irgendwie mehr aus Spass am Programmieren gemacht…
Meine schreiberische Qualität, Quantität und vor allem die Kreativität lassen doch zu wünschen übrig….
Ich lese lieber deine interessanten und gelungenen Beiträge.
JannF
PS. Wir schweifen vom Thema ab^^
20.04.10
22:33
Sandmann
Äh. Ja. Stimmt.
Wobei ich das Thema Flensburg und FH nicht ganz aus den Augen lassen möchte, war ich doch der allerletzte, der sein Physik-Examen im Jahre 2000 in Kiel gemacht hat. Und dann gings nach Flensburg, was einer der Gründe war, warum ich nicht das Referendariat… aber das ist eine andere Geschichte.
Um noch mehr abzuschweifen, ich empfehle den Polizeiruf 110 mit Anneke Kim Sarnau *seufz* und Charly Hübner, mit dem man sich bei ein paar Bier prächtig über Autos unterhalten kann. Noch für ein paar Tage in der ARD Mediathek. So.
Zurück zur Beziehungsthematik.
20.04.10
22:34
markus1975
Ay Jens
Ich muß Dir recht geben. Allerdings nur bedingt. Manchesmal könnte ich mit dem Kopf gegen die Wand rennen, wenn mir das holde Familienleben extrem auf den Keks geht. Andersrum gesehen möchte ich meine Familie auch nicht missen.
Und ja. Ich bin ein Einzelgänger, der seine Einsamkeit manchesmal zu schätzen weiß. Allerdings bin ich für Freunde egal wie und wann immer da. Vor allem wenn man(n) die gleichen Interessen hat und sich über Gott und die Welt unterhalten kann, ohne sich zu langweilen. Oder nur nebeneinander sitzen, ohne sich “anzuschweigen”.
Meine kleine Austauschschülerin war damals fast ein Jahr bei uns in der Schule. Sie hatte deutsche Eltern die ausgewandert waren. Bei unseren Unterhaltungen gab es ein buntes Durcheinander zwischen Deutsch und Englisch. Geschraubt haben wir am Opel C von ihrer Gastfamilie oder am Golf eins vom Nachbarn. Einfach herrlich. Es war damals eine sehr schöne Zeit, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere. Was Saßkia heute so macht? Hey! Ich habe keine Ahnung. Ich lebe hier und jetzt mit meiner Familie, meinen Freunden und Hobbys in Deutschland. Kanada ist sehr weit weg und wird mich nur sehen, wenn ich einmal Lachse angeln möchte.
V8 mäßige Grüße
Markus der sich ein wenig nach seinem alten Singeldasein sehnt
20.04.10
23:41
Sandmann
Ay Markus,
nun habe ich ein bisschen mehr Einblick. Und kann beruhigt schlafen
Jeder muss mal allein sein. Nicht einsam. Allein. Ich glaube, in dem letzten Dänemark-Beitrag habe ich da meinen Standpunkt ganz gut klarmachen können.
Hey weißt du was? Gestern habe ich den Feuerkorb, den ihr mir geschenkt habt, auf meinem neuen Grillplätzchen aufgestellt. Macht sich gut.
Ich ignoriere jetzt mal, dass es in meinem Erkerchen ein wenig nach Farbe riecht, mein Hund schnarcht und morgen erst Mittwoch ist. Alles wird gut.
Oder was denkt ihr?
Sandmann
21.04.10
07:35
steffeng
Besser! Heute IST schon Mittwoch!
Moin Sandmann!
Jo Fernbeziehung… Hatte ich auch mal. Damals waren es 100km. Heute bin ich mit der Frau verheiratet und glücklich. Zumindest sagt sie das.
Steffen.
(der immer noch jemanden sucht, der ne Kurbelwelle vom 125er in Ordnung bringen kann…)
21.04.10
10:44
Sandmann
Sie sagt, dass du glücklich bist?
Jaaa, heute ist ein Übermorgen-Tag. Zum Glück passieren momentan genügend blogbare handwerkliche Autokataströphchen, da kann ich mich mit Fotos und Texten ablenken. Und wenn mal kein Schneeregen niedergeht, schaut mich auch mein Garten mit Hundeblick an…
Ich fürchte auf den nächsten Treffen ab Mai muss ich permanent grinsen, wenn sich gegen Abend der oben genannte Satz mit den genervten Fahrerfrauen bewahrheiten wird.
Sandmann
(mit Kurbelwellen kann ich nich üm)
21.04.10
11:29
mrkane
Oh nein, DAMN, …
welch ein Missverständnis.
Ich gebe zu, das wäre vielleicht eine Lösung gewesen, die du aus den von mir schlecht getrennten zwei Geschichten zusammengebaut hast, Sandmann.
Aber es verhält sich anders, denn in meinen Zeilen sprach ich von zwei unterschiedlichen.
Ich habe die BEziehung nach mehr als einem Jahr zusammenwohnen beendet, es hatte schon vorher mehrfach gekriselt aber das war dann einfach zu viel.
Per zufall, wie es halt so immer ist, habe ich dann eine Kollegin viel besser kennengelernt. Wir mussten auch mittlerweile realisieren, dass wir schon monate vorher immer mal wieder miteinander geflirtet hatten und sie schon länger wirkliches Interesse hatte.
Nun nach kurzer Zeit habe ich zu dieser neuen schon so ein unglaubliches Vertrauensverhältnis aufgebaut, das ist der Wahnsinn. sie macht mich glücklich denn sie ist allem anschein nach einfach der perfekte Gegenpart zu mir… doch ihr Büro wird umziehen im Herbst, dann wird aus dieser Beziehung eine Fernbeziehung. Aber aus meiner Erfahrung weiß ich, dass sowas gut funktioniert und ich mache mir da keinen Kopf drum, solange sich die beiden Menschen nicht verändern durch die neue Umgebung.
21.04.10
11:35
Sandmann
Ay mrkane,
ooooh. Schade, also ist die Welt im Allgemeinen und das Durchhaltevermögen der Pärchen im Speziellen doch so schlecht, wie ich immer geglaubt habe. Schade. Ich hätte das sehr romantisch gefunden…
Aaaaber nichtsdestotrotz (was ist das eigentlich für ein seltsames Wort?) gehst du durch die erlebten Schwierigkeiten nun anders mit dem Thema “auseinanderziehen” um und blickst optimistisch nach vorn. Das ist doch auch was.
Und ich für meinen Teil muss mir meinen Kaffee noch immer selbst holen, aus einer ganz normalen Pantry ohne flirtenden gut aussehenden Gegenpart, und das mach ich jetzt mal…
Sandmann
21.04.10
14:54
mrkane
Naja…
Viel Spaß beim Kaffee 
die normale Geschichte eines Lebens…
Jan
21.04.10
16:08
Sandmann
Und noch mal ayyyy,
ja, der Kaffee hat Spaß gemacht. Dank dir. Auch wenn ich hier in einer reinen Männerrunde agiere.
Welche Lebensgeschichten sind schon normal? Meine ist es jedenfalls nicht. Oder ist auch das etwas Ansichtssache?
Sandmann
21.04.10
17:26
markus1975
Ay Jens
Du hast den Feuerkorb eingeweiht? Schöön. Hoffentlich funzt er auch richtig und schmeißt ein wenig Wärme für die Bewohner der Casa Sandmann.
Und jetzt einmal ehrlich. Normal sein ist doch langweilig. So ein richtig eingefahrenes Leben ohne Überraschungen…ich weiß nicht. Das Leben sollte in einem gewissen Maße “planbar” sein, der Rest aber bitteschön mit kleinen Überraschungen und vor allem Anekdoten gespickt sein.
Ich habe nächste Woche schon wieder frei. Wie wär´s? Wollen wir die Musiktruhe dann mal im Laufe der Woche in Angriff nehmen, oder ist Dein Terminplan wieder gerammelt voll? Hehe
Du weißt ja von wem es kommt.
V8 mäßige Grüße
Markus der sich gerade Zinkspray, Grundierung mitsamt Lack für seine Lady in Black besorgt hat
21.04.10
21:02
Sandmann
Ay Markus,
du hast schon wieder eine Woche frei? Oh mann, langsam hast du deine Karre wohl bis auf die Grundierung durchpoliert, oder?
Wir können uns gern mal sehen, aber die Musiktruhe *lechz* bitte erst hier her ab dem 01.06., wenn die WG hier aufgelöst wurde. Dann habe ich den Platz, vorher nicht.
Und jetzt erklär bitte noch, was genau an deinem Auto denn zu lackieren ist? Ich hoffe nicht das Heckblech? Dann vergiss das Zinkspray… Und bedenke, dass sich Sprühdosen-Metallic-Lacknebel nur sehr schlecht auspolieren lässt und du immer matte Wolken zurück behältst. Guck die meine Motorhaubenkante an…
Sandmann
P.S.: Ah. Kommentar Nummer 42
P.P.S: Um nochmal auf die Fernbeziehungen zurück zu kommen…
22.04.10
03:37
markus1975
Ay Jens
Nr.43
Mit der Musiktruhe ist gar kein Problem. Steht ja warm und trocken bei mir.

Das ich jetzt schon wieder eine Woche frei habe ist ehrlich gesagt mehr als öde. Aber die Firma macht meine Abteilung wieder zu. So langsam machen wir uns alle ein wenig Sorgen.
Hm. Ich möchte mir tatsächlich das Heckblech vornehmen. Wie Du das doch immer weißt. Hehe
Ich bin extra bei VAG gewesen und habe mir meinen Lack und Klarlack besorgt. Aber wieso soll ich Zinkspray vergessen? Das müssen wir noch einmal klären.
Und glaube mal dran. Der Wagen wird in Plastik eingewickelt, das kein Pups mehr dahin gerät wo er nicht hingehört.
Fernbeziehung. Ich persönlich könnte dies irgendwie nicht. Eine ganze Woche warten, so wie Du jetzt und nur am Wochenende seinen Schatz sehen ist doch irgendwie doof. Klar freut man sich auf das Wochenende an dem man seinen Partner wieder in den Arm nehmen kann, seine Nähe spüren. Einen gewissen Reiz hat das warten ja auch, aber auf Dauer? Naja. Ihr beiden arbeitet ja daran, aus einer Fernbeziehung eine “Nahbeziehung zu machen.
V8 mäßige Grüße
Markus der seine Sommerreifen mitsamt Felgen aufgezogen hat. Sieht endgeil aus. Hehe
22.04.10
07:37
Sandmann
Ay Markus,
klar ist das Heckblech dran. Wenn der V8 rostet, dann schließlich da…
Das mit dem Zinkspray habe ich behauptet, weil du schon SEHR tief den Rost mit der Flex runterholen musst, damit nicht alles wieder aufblüht. Wenn du Pech hast ist das Blech schon durchgerostet, dann kannst du dir die Arbeit sparen, dann muss es ausgetauscht werden. Ich bloggte ja davon…
Also fang nicht an mit Drahtbürste und Schleifpapier, das kannst du dir sparen. Das ist vertane Zeit. Da brauchst du schweres Gerät, Flex, Schruppscheibe, Schutzbrille…
Sommerreifen kommen bei mir erst nächste Woche drauf, wenn ich die neuen Bremsscheiben bekomme.
Sandmann
22.04.10
08:32
steffeng
Moin die Herren!
Sandmann, das passt schon. Von außen sagen viele, dass wir super zusammenpassen. Klar kriselt es hin und wieder mal, aber sonst ist das schon ok. Ich bin halt auch nicht so ein einfacher Mensch…
Da meine Frau studierte und ich arbeitete, waren wir an unsere Wohnorte gebunden. Sie hat dann in meiner Heimatstadt ein Praktikumssemester gemacht. Da konnte man sich schon mal aneinander gewöhnen. Damals hatte ich eine doch recht kleine Wohnung….
Und seit wir hier im “Westen” wohnen haben wir uns schon einiges geschaffen und ziehen auch meist an einem Strang. Das geht auch nicht ohne Vertrauen.
Steffen.
22.04.10
08:42
Sandmann
Ay Steffen,
ich könnte jetzt ein paar Nähkästchen aufmachen und munter im kleinen kreis plaudern, halte mich aber zurück… Zusammenleben ist tatsächlich etwas ganz anderes als auf Distanz befreundet zu sein. Oh ja. Das kann ich bestätigen, während ich gedankenverloren die Stelle unter meinem rechten Auge berühre, wo einmal ein Weinglas zerschellt ist. Ooooh ja. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ich sehe schon, die Meinungen laufen hier aber einigermaßen kongruent. Ich selbst bekomme im Moment beides hin. Viel Zeit gemeinsam verbringen und gemeinsam lachen und gemeinsam weinen ohne dass es abnutzt, oder aber auch 7 Tage warten… Das geht.
Weitermachen.
Sandmann
22.04.10
09:16
calimero
Tach zusammen mal wieder,
@MarkusV8 hey kein Problem. Wenn ich austeile muß ich auch einstecken können. Und das kann ich.
Zum Thema Pendelverhältnis:
Ich selbst hatte rund zwei Jahre lang eine Freundin in Freiburg. Die war so ungefähr meine erste richtige große Liebe. Ich hab während der Ausbildung fast mein ganzes Geld für Benzin oder Bahntickets ausgegeben um sie jedes Wochenende zu sehen. Zu mir wollte sie nicht so gern kommen, weil, ich hab da noch bei meinen Eltern gewohnt (peinlich) also bin ich immer da runter. Hat mich ganz schön gequält. Aber hat viele gute Gefühle auch aufrecht erhalten, die in einer engen Partnerschaft schnell abschleifen. Wie Sandmann schrieb, man verabredet sich nicht mehr denn der andere ist ja sowieso jeden Abend da. Das stimmt schon.
Und dann kommt ne sms bei ihr aufs Handy als ich neben ihr sitze und sie wird ganz komisch. Ich würde nie an ihr Handy gehen aber wollte wissen was los ist. Na ja. Die Nacht wurde lang, sie hatte seit einem Dreivierteljahr einen Freund parallel zu mir, für in der Woche, vor Ort in Freiburg. krass. Ich hab mich morgends um 5 Uhr in mein Auto gesetzt und bin wieder hoch nach Niedersachsen gefahren und hab sie seit dem nie wieder gesehen oder gesprochen.
Ich glaub ich will nie wieder sowas erleben und ich glaub ich kann seit dem nicht mehr vertrauen. Geht nicht mehr.
Wünsch euch allen gute Gedanken an diesem kalten, sonnigen Morgen. Menschen sind so drecksverletzlich. Bah.
Abel
22.04.10
12:20
Sandmann
*gruuuuusel*
Da sag ich mal nicht viel zu… Da läuft es mir eiskalt den Rücken runter.
Da wir aber in einem Autoblog sind… Wie war der Rückweg morgens um 5.00 Uhr? Was für Musik hast du gehört?
Sandmann
22.04.10
12:46
calimero
An den Rückweg erinnere ich mich nur schemenhaft.
“Mad World” von Gary Jules. Endless Repeat. Seit dem kann ich das Radio nicht mehr ertragen, wenn das Lied gespielt wird. Aber genug geflennt, die SOnne scheint!
Abel
22.04.10
16:36
Sandmann
Ui. Jetzt hab ich das als Ohrwurm im Kopf…
Vermutlich gibt es bei jedem von uns solche Lieder, mit denen man ganz bestimmte Situationen im Leben für immer verbinden wird.
Musik ist schon was sehr spezielles…
Aber um das Thema mal wieder auf fröhlichere Ebenen zu lenken, *jippie* meine neuen gelochten Bremsscheiben für die vordere HP2 Bremse sind heute angekommen! Das bedeutet ab dem Wochenende neue, flatterfreie Bremsen und neue Sommerreifen. Mit entsprechend sauberen Felgen, mein Auto sieht aus, nein oh nein…
Heute Abend werde ich den V8 nach Hamburg bewegen und mit dem ehemaligen S-Klasse-Fahrer ein paar schöne geschichten des Lebens in einem sardischen Restaurant austauschen. Ab auf die Autobahn!
Sandmann
22.04.10
19:55
markus1975
Ay Jens
Nun mach mir mal keine Angst. Ich will in der Woche wo ich gezwungenermaßen frei habe die Sache in Angriff nehmen. Scheiße! Hoffentlich reiße ich keine Schrauben ab bzw. finde die Teile. Hehe
Das Leben ist schön, wenn man weiß das man einen Freund eventuell das Leben gerettet hat.
:Markus kannst Du mal eben mit zu meinem A8 kommen? Der macht vorne so komische Geräusche, nachdem ich auf Sommerreifen hab wechseln lassen. Gesagt getan. Ab zum Auto und ca. einen Kilometer zu meiner Garage gefahren. Der Wagen machte echt komische Geräusche, allerdings braucht der Mann auch einen kompletten Satz Querlenker für vorne.
Bei der Garage angekommen habe ich mir das Radkreuz geschnappt und wurde wirklich blass. ALLE Bolzen vorne waren soetwas von lose, daß ich sie einfach aus dem Handgelenk weiter lösen konnte!!! Jetzt sind sie wieder fest und mein Freund hat ein “komisches” Geräusch weniger. Das gefährliche war, daß der Wagen überhaupt nicht auffällig war, wie z.B. ein Flattern in der Lenkung oder etwas ähnliches.
@-Calimaro
Schön das Du einstecken kannst.
Du hast mich mit dem Spruch aber auch ganz schön gefoppt. Irgendwann kriegst Du dies wieder. Hehe
V8 mäßige Grüße
Markus
23.04.10
11:11
Sandmann
Ay Markus,
die Stoßstange ist hinten an den Längsträgern mit je vier Schrauben befestigt. An den Radläufen werden sie nur aus den Kunststoff-Trägern rausgezogen. Die Chromleisten sind direkt mit der Karosserie verschraubt, daher auch der Rost, die schaben im Alter den Zink runter. Viel Erfolg, wenn du Fragen hast ruf gern an!
Die Geschichte mit den Radbolzen ist hart. Ich hatte ja ein ähnliches Erlebnis mit der Frau an meiner Seite, wobei ICH in dem Fall offensichtlich der Verursacher und nicht der Retter war… Dabei könnte ich schwören, immer alle Bolzen fest anzuziehen, bevor ich die Kappen drauf mache. Immer. Tücken der Alufelgen.
So. Auf in den Freitag! Hat jemand noch eine Fernbeziehungs-Pendel-Geschichte? Ich lese, ich lese…
Sandmann
17.05.10
18:29
smn35i
Wie das Leben so spielt…
Ich dachte, 959 km sind viel. So wie es ausschaut hab ich ab Sommer so ziemlich die grösste Distanz die auf unserem schönen Planeten überhaupt möglich ist – Freundin geht nach Australien (Auslandssemester) :/
Dann wird’s wirklich schwierig…
Simon
17.05.10
19:28
Sandmann
ARGH!…
DAS ist hart. Tipp: Je nach Telefonanbieter bekommst du Auslands-Flatrates für kleines monatliches Geld dazu gebucht. Beispiel Arcor (jetzt Vodafone): Für 5,- Euro mehr im Monat Flat in 13 europäische Länder.
Das wird es auch für die andere Seite der Erde geben… Dann könnt ihr wenigstens sprechen…
Sandmann