Abgelegt in Sandmanns Audi V8

Nicht wirklich ein Winterauto! K70 zu Hause.

Montag, 8. Februar 2010 um 01:00 Uhr
von Sandmann

Eigentlich kein WinterautoAllen Unkenrufen zum Trotz habe ich mich entschieden, meinen Plan für das Wochenende durchzuziehen. Plan? Ja. Nach einigen mehr oder weniger interessanten Träumen, die samt und sonders in meiner Heimatstadt Uelzen in Niedersachsen spielten, will ich da nach langer Abstinenz einmal wieder hin. Mein kleines Töchterchen ist Feuer und Flamme (wohl ob der Schlüsselwörter “Schwimmhalle“, “Eis” und “Hotel“) und erklärt sich fröhlich zur offiziellen Beifahrerin. Schließlich habe sie noch nie in einem Hotel geschlafen, ihr Tigi auch nicht, und ein Papa/Tochter Ausflug sei schon längst wieder einmal dran. Okay. Das sehe ich auch so. Wenn da nicht die schwächelnde Lichtmaschine meines ansonsten treuen Audi V8 wäre. Mit dem können wir nicht fahren, sie ist zwar bestellt, aber noch nicht da und erst recht noch nicht eingebaut. Alternativen? Für den normal Sterblichen keine. Für uns? Nun… in der Garage schläft ein fast 40 Jahre alter, seit 7 Jahren abgemeldeter und seit 1 Jahr nicht bewegter Fronttriebler, eigentlich ein NSU, aber von VW gekauft. Gold. Prinzipiell fahrbereit. Hm… Sollen wir…?????

Das PilotenteamJa. Wir sollen! Das 5 Tage geltende Kurzzeitkennzeichen ist am Freitag flugs besorgt und angebaut, und wie bestellt beendet die Nacht von Freitag auf Samstag das entspannende Tauwetter mit kräftigem Frost. Wenigstens nicht mit neuem Schnee. Ausgestattet mit neuester Sicherheitstechnik steht der 1971er VW K70 auf seinen 4 nicht mehr nagelneuen Reifen in einer extra für ihn freigeschaufelten Schneebucht vor unserem Haus. Beladen, betankt. Bewundert – weil er aus eigener Kraft ansprang, mit einer winzigen 44AH-Stunden Batterie nach einem langen Winter in der Garage. Okay, es gibt nun verschiedene Überlegungen, wie Mira und ich in das 200 Kilometer entfernte Schafwedel kommen. Da wohnt mein Papa. Zunächst könnte man in Erwägung ziehen, den Beifahrerairbag auszuschalten, aber das Steuergerät ist ohnehin eingefroren. Bei Blitzeis ist ABS gar nicht gut, das macht aber nichts, irgend jemand hat damals vergessen, es rechtzeitig zu erfinden. Pyrotechnische Gurtstraffer funktionieren nur bei Automatic-Gurten, der K70 hat fest eingestellte mit Karabinerverschluss. Zumindest vorn. Extreme Glätte macht Servolenkungen überflüssig. Der Kopfstützensimulator in der Softwareversion 2.0 ist real existent am Kindersitz meines 9jährigen Schützlings. Bei allem Fun. Und Tigi ersetzt die Alarmanlage. Es kann losgehen!

Zeitgenössische MusikEiszeit. Nicht nur draußen. Als Annette Humpe noch nicht das Pflaster auf die lästigen Lippen von Adel Tawil klebte, schwamm sie mit der Guppe Ideal Anfang der 80er auf der New Wave, der Neuen Deutschen Welle. Es war die Zeit, in der ich begann, Musik zu hören und auch zu fühlen. Jeder halbwegs Verrückte machte damals Karriere, indem er auf ein Spielzeug-Keyboard eindrosch und möglichst einfache, zwielichtige Texte ins Mikrofon schrie. Musik, wie geschaffen für die Ohren minderjähriger Töchter. Musik, wie geschaffen für den K70. Er war damals schon ein altes Auto, eine Dekade lang rollte er schon in seinem nicht hohlraumkonservierten Blech über die Straßen. Musik, wie geschaffen für mich, denn ich war damals nur unerheblich älter als meine mitsingende Beifahrerin! Wenn schon zurück in die Vergangenheit, dann aber auch richtig. Der KaSi schnurrt wie ein Uhrwerk, und hey – plötzlich funktionieren tatsächlich die eigentlich kaputte Uhr und der Kilometerzähler des Tachos wieder!!! Wir haben kein Radio, aber ein Navi mit mp3-Player. Ich will Spaß, Tretboot in Seenot, Ich Will und Katharine… Überland weg von der Waterkant. Uelzen – wir kommen!

Eine Art ErstbesitzerWenn es einen Verantwortlichen für meine gesamten emotionalen Anmaßungen, meine Kindheitstraumata, meine nicht enden wollenden Heimkehrereien, meinen gräßlichen Humor und meine Liebe zum Rotwein gibt – dann ist das dieser Mann hier! ER hat damals einen VW K70 gekauft und ist mit uns damit in den Urlaub gefahren. ER hat mit mir den Audi 100 vor der Haustür gewaschen. ER ist mir in Erinnerung geblieben als der Typ, der immer gelacht hat, und der das Auto immer heil zurück gebracht hat. Und was danach kam … das war nicht so lustig, aber das ist eine andere Geschichte. Nun… ER ist immer noch da, der Fels in der Brandung, der Titan der CDs, LPs, VHSs und DVDs und Mogul der fettfreien Ernährung: Mein PAPA. *schwärm* Nach 35 Jahren wieder einmal hinter dem Steuer seines damaligen Autos. Wie die Zeit vergeht. Sie vergeht so unbarmherzig, dass er wie jeder andere auch aus dem alten Auto nicht ohne weiteres rauskommt. Der Griff für die Entriegelung der Tür ist eben doch recht gut versteckt…

Angekommen in der HeimatNa gut. Verlieren wir nicht allzu viele Worte über die geschlossene Eisdecke auf dem Rückweg von Schafwedel (was anerkanntermaßen das kulturelle Zentrum der Lüneburger Heide ist) und widmen wir uns adäquaten Schlafmöglichkeiten in der Stadt der Eule und der Zuckerrübe. Waren Sie schon einmal in Uelzen? Ja? Uelzen? Nordzucker?? Hundertwasserbahnhof??? Also wenn ich dort nicht einen elementaren Teil meiner verdrängungsintensiven Kindheit verbracht hätte, ginge mir dieses verschlafene Nest links drei Meter am Ars** vorbei. Altstadt mit Fachwerkhäusern? Suuuuper. Pfad der Steine und ein nach Hunderwasser’s Tod in seinem Stil gestalteter ehemals grottenhässlicher Hauptbahnhof? Toooll. Sterbende innerstädtische Einzelhändler, florierende 1-Euro-Shops, Handy-Distributoren und Back-Factories… neee, was soll man hier, wenn man nicht seine Kindheit aufzuarbeiten hat? Immerhin gibt es ein Hotel in der Innenstadt!

Obelix fassadentauglichHotel Stadt Hamburg. Warum? Ich mach doch auch kein Mietbettenetablissement in Kiel auf und nenne es Stadt Berlin? Aber egal, google hat mir dieses im Jahre 1985 neu aufgebaute Mittelklasseschlafangebot als einziges hervorgehoben, und die Kritiken waren durchweg harmonisch. Ein Parkplatz direkt vor der Tür ist nicht schwer zu finden, wir haben Samstag und der gemeine Niedersachse ist irgendwo, aber nicht in Uelzen. Vielleicht ist es auch nicht so recht die Jahreszeit, angeblich sind im Sommer hier wesentlich mehr Touristen. Mir soll es recht sein, ich freue mich über ein gemütliches Doppelzimmer zur Hauptstraße raus, eine warme Heizung und ein gratis W-Lan, welches von der Erreichbarkeit irgendwo in einem benachbarten Bundesland zu sein scheint. 1985??? Seit dem ist hier nichts passiert. Was den Preis nicht rechtfertigt, aber egal. Sauberkeit und Gemütlichkeit, kombiniert mit einer funktionierenden Heizung und flauschigen Bettdecken. Töchterchen, lass uns einziehen.

Gute Nacht, KaSiWeitere kindheitliche Ereignisse des Tages folgen im kommenden Blog. Zu viel Emotionen auf einmal sind dann vielleicht doch nicht so ganz okay, ein Auto von damals, die Orte von damals, ich inzwischen 30 Jahre älter und eine Tochter, die auf den alten Kram genau so viel Bock hat wie ihr Vater – neeee das kann Tränen produzieren. Nicht heute. “Warum schlaft ihr denn im Hotel??? Ich/wir haben doch ein Gästezimmer…” ja nee. Trotz der Angebote von Freunden und Verwandten nur zwei Tage Zeit, jede Menge Schnee und ein Auto, was eigentlich längst im Museum stehen sollte… da bleibt kein Platz für abendliche Diskussionen. Und ein Hotel mitten in der Stadt ist doch fein, zumal sich mein Freund Olaf noch für das Abendmahl angekündigt hat. Das nehmen wir unten im gleichen Gebäude ein. Im “Astefix“. Will ich wissen, woher der Name kommt? Nein, ich schau auch nicht im Internet nach, das Essen ist lecker, keine Hinkelsteine in Sicht und auch kein Barde, der schräge Lieder singt. Und die Preise sind erstaunlich günstig! Der Abend geht sehr entspannt zu Ende, während meine Tochter im Bett noch einen Trickfilm schaut quatschen Olaf und ich in einer Art Lounge im Korridor auf bequemen Ledersesseln noch ein bisschen zu sardischem Rotwein und einer guten Pfeiffe.

Bloggen in der NachtBloggen. Das geht immer dann gut, wenn das Internet rund läuft. Tut es das nicht, muss man Alternativen finden oder es sein lassen. Es soll Hotels geben, in denen der Nachtportier ab 23.00 Uhr einfach zu Hause und über Anrufweiterleitung im Notfall erreichbar ist. Ist dies ein Notfall? Netz da, Internet nicht? Kann ich vielleicht selbst den Router resetten? Egal, da ist ja auch noch der UMTS Stick, so ein Ding, was es auch vor 30 Jahren noch nicht gab. Wie so einiges andere. Viel zu viele Eindrücke in meinem Kopf, während unten vor der Tür ein uraltes Automobil leise tickend abkühlt und auf den morgigen Tag wartet. Meine Tochter schläft neben mir mit tiefen Atemzügen den zufriedenen Schlaf eines glücklichen Kindes. Sie wird ernst genommen in einer schneller werdenden Welt voller Brutalität. An einigen Plätzen hier ist noch alles in Ordnung. Zu ihnen zurück zu kehren bedeutet, den Blick in die Zukunft zu schärfen und gewappnet zu sein. Ein altes goldenes Auto rettet nicht diese Welt. Aber eine Reise in diese Gegend festigt vielleicht den Glauben eines Kindes an das Gute. Wir werden sehen. Morgen. Und wir hören Fred vom Jupiter.

Sandmann

12 Kommentare zu “Nicht wirklich ein Winterauto! K70 zu Hause.”


  1. steffeng schrieb am 8. Februar 2010 um 06:52

    Guten Morgen Sandmann!

    Irgendwie habe ich mir schon gedacht, dass der Eintrag in diese Richtung geht…
    Es gibt erstaunlich viele Menschen wie Dich, die einiges in ihrer Kindheit/Jugend erlebt haben, was nich so schön war. Aber andererseits habe ich auch genug Menschen kennen gelernt, deren Familie bis heute intakt ist, aber trotzdem nicht gern nach Hause fahren.

    Ich kann das zum Teil nachvollziehen. Und irgendwie ist es doch immer wieder schön “nach Hause” zu kommen und die verbliebenen Freunde zu treffen. Mal wieder in alte Zeiten abtauchen. Früher war es sowieso schöner! Und die Erinnerung an die schlechten Erlebnisse der Vergangenheit verblasst ebenso wie die Erinnerung an die schlechten Eigenschaften der Freunde, die schon länger nicht mehr da sind….

    Gruß

    Steffen.

  2. Sandmann schrieb am 8. Februar 2010 um 07:42

    Guten Morgen Steffen,

    was ist schon “intakt”? Wenn ich heute früh meinen Blog nochmal lese (und das geht nicht so gut, weil ich furchtbare Kopfschmerzen habe – werde ich dann doch in diesem Winter endlich einmal krank…???), denke ich mal wieder, dass hier vielleicht nicht der richtige Ort für eine schriftliche Therapie ist ;-)

    Du hast meine beabsichtigte Botschaft allerdings richtig verstanden. Ich reite bestimmt nicht auf Sachen rum, die irgendwann mal irgend jemand in den Augen eines weiteres falsch gemacht hat. Wir machen ja alle Fehler, wichtig ist, daraus zu lernen *pathos* *dramatische Musik einblenden*
    Irgend etwas scheint ja auch richtig gelaufen zu sein, wenn man gern “nach Hause” kommt. Und den alten Papa drücken kann.

    Und du hast recht, unschöne Erlebnisse verblassen mit der Zeit. Allerdings glaube ich nicht daran, dass “früher” alles besser war. Die Augen eines Kindes sehen es im Rückblick so, aber als Kind hast du auch nicht die Probleme der Erwachsenen, hast keine Rechnungen zu bezahlen, keine Anwaltsgeschichten und keinen permanenten Ärger mit Vodafone. Vielleicht kehre ich deshalb so gern in diese Zeit zurück. Uelzen verbinde ich mit Kindheit und einigen unbeschwerten Sommern als bereits ausgewanderter Teenager.
    Und da meine Tochter mich wissbegierig mit Fragen löchert, unternehme ich diese Touren so gern. Der KaSi ist dafür wie geschaffen…

    Wir haben heute auch schöne Zeiten, und Kinder können heute auch eine schöne Kindheit haben. Das geht. Manchmal wird es für uns Erwachsene vielleicht ein bisschen viel auf einmal. Aber das lässt sich schon regeln, und wenn es gar nicht mehr geht – dann gibt es ja diese kleinen Auszeiten an Orten, wo Ruhe ist.

    Einen guten Wochenstart euch allen. Ich werd wohl grad grippig :-(

    Sandmann

  3. steffeng schrieb am 9. Februar 2010 um 07:41

    Moin Jens!

    Irgendwie habe ich den Eindruck, die Kommentare wären eingefroren….

    Gute Besserunge!

    Steffen.

  4. Sandmann schrieb am 9. Februar 2010 um 18:23

    Ay Steffen,

    das liegt zum einen an der Jahreszeit, zum anderen am Thema :O) Was soll man dazu schon groß schreiben? Ist ja fast alles gesagt. Lesen tun das genau so viele…
    Ich kenne das aus vergangenen Retro-Blogs, da wird mal ständig per Mail zur guten Geschichte und den tollen Fotos beglückwünscht, aber niemand weiß so recht was zu kommentieren.

    Macht doch nichts…

    Sandmann

  5. jule schrieb am 10. Februar 2010 um 23:23

    Stimmt,was soll man dazu schreiben? Gelesen habe ich es mal wieder mit sehr viel Freude, wie die anderen sicher auch,aber es ist wirklich alles gesagt, man kann es nur sacken lassen…..! Jeder für sich so weit er will. Alle weiteren Kommentare von mir würden zu sehr ins Eingemachte gehen, private Dinge gehören hier nicht hin. Glück nur für diese Retro-Tour, dass sie nicht dieses Wochenende stattgefunden hat. Ich hab echt keinen Bock mehr auf Weiß von oben!! Was macht der Grippe-Anflug – erfolgreich abgewährt?!?

    Drück Dich
    Die ” Große Schw. “

  6. Sandmann schrieb am 11. Februar 2010 um 10:28

    Liebste Schwester,

    da ist sie ja mal wieder!
    So allmählich höre ich sogar auf zu jammern und kippe wettermäßig in Richtung Verzweiflung. Meine Heizung sagt seit gestern “Störung 12″, bestes Wetter für defekte Vorlauffühler! Klasse. Ein Hoch auf meinen Ofen.

    Dem KaSi hätte ich allerdings auch dieses weiterhin verschneite Wetter zugetraut. Die dünnen Reifen in Verbindung mit Frontantrieb haben erstaunlich viel Grip! Als ich am Montag Morgen das total vereiste Hamburg Altona verlassen wollte, versuchte ein dicker Mercedes E Kombi nahezu vergeblich, seine Parklücke zu verlassen. Er hat sich dann irgendwann driftend rausgedreht. Ich hab den KaSi angeworfen, bin rückwärts in eine Einfahrt gefahren und an dem Boliden vorbeigetuckert. Schööön. Kasi:Mercedes 1:0

    Aus der Grippe ist zum Glück keine geworden. Danke der Nachfrage. Heute scheint die Sonne auf Kiel, der Audi fährt wieder, der K70 ist mal wieder unter einer dicken Schneeschicht begraben. Viel zu tun.

    Grüße nach Niedersachsen und in den Rest der Welt!

    Sandmann

  7. michi schrieb am 11. Februar 2010 um 23:24

    Hallo lieber Sandmann,

    das ist mal wieder eine herzerwärmende Geschichte von Dir… Wärest Du 800 Jahre früher geboren, hiessest Du wohl Wolfram von Eschenbach ;) Hach, ich liebe den Konjunktiv – in diesem Fall sogar Konjunktiv II Präsens!

    Toll, dass Du die Ei** hast, den K70 trotz diesem Wetter zu fahren. Ich verrecke langsam vor Sehnsucht, die D11er mal wieder zu bewegen, hole sie aber trotzdem nicht raus… man möchte ja keinen salzigen Schneematsch an den Fahrzeugen sehen. Ist das eigentlich schon Paranoia?

    Jedenfalls gibt mir dieses Wetter so langsam, aber sicher auch auf den Kecks. Besonders jetzt, da mein Schneeschipper in die Ferien ins Tirol verschwunden ist :) Naja, lass’ ich mich halt selbst von der Schneefräse durch die Gegend ziehen. Dafür hab’ ich nun für den Audi A-Big während dieser Zeit ne Garage. Wenn ich so 1,5 cm an die Wand ran fahre, kriege ich sogar das Tor geschlossen :)

    So long & bis bald mal wieder,
    Michi

  8. Sandmann schrieb am 11. Februar 2010 um 23:42

    Bester Michi,

    Konjunktiv II Präsens erinnert mich an die Deutschklausuren ab der Mittelstufe, mit denen meine große Tochter sich rumschlägt. Was bin ich froh, dass ich damit nur noch indirekt zu tun habe. Auch wenn man bei meinen Artikeln und Kommentaren häufiger einmal Tippfehler findet, aber ich kann versichern, dass das nur an der großen 17-Zoll-Laptop-Tastatur liegt, an die ich mich nach fast einem Jahr noch immer nicht gewöhnt habe ;-)

    Ob du paranoid bist? Ja, ich glaube in dieser Hinsicht schon ein bisschen. Der D11 ist voll verzinkt, hat Quattro und ABS und ist extrem schwer. Ein perfektes Winterauto, möchte man meinen. Und Salz und Schnee lassen sich im Frühling wieder abspülen, der Rest entwickelt sich zu gesunder Patina. In diesem Sinne werde ich mich morgen mit meinem in den Neuschnee stürzen und meine kleine Tochter aus Plön abholen.

    Den KaSi werde ich morgen Nachmittag auch erst einmal wieder vom Schnee befreien und dann in die Garage stellen. DER leidet nämlich wirklich ein bisschen. Aber da er ohnehin geschweißt werden muss…
    Wann wird’s mal wieder richtig Sommer???

    Sandmann

  9. markus1975 schrieb am 11. Februar 2010 um 23:57

    Ay Jens

    Ich kann wieder!!! Hatte “leichten Virusbefall”

    Da hat Dein Kasi Euch ja gut behütet durch die Lande gebracht. Ist doch schön, wie er sich gold schimmernd von der Schneelandschaft abhebt. Stell ihn aber wieder in seine Garage, nachdem Du ihn liebevoll abgefegt hast. ;)

    Das Wetter soll demnächst wärmer werden, um kurz danach wieder in den Keller zu stürzen. Vielleicht haben wir ja Glück und die “Wärmeperiode” reicht aus, um den vorhandenen Schnee zu schmelzen. BITTE!!!!!!!!!!!!!!!!

    V8 mäßige Grüße

    Markus

  10. Sandmann schrieb am 13. Februar 2010 um 12:24

    Ay Markus,

    jaaaaa da kommt heute Nachmittag sogar noch ein kleines Video dazu ;-) Gold in weiß, schön schön…

    Ich habe es tatsächlich aus Trägheit versäumt, den Wagen wieder unterzustellen… Jetzt ist er draußen unter einer DICKEN Schneehaube, und ich weiß nicht so recht, wie ich den nun in die Garage bekommen soll. Na mal sehen…

    Wir lesen uns. Die Winterfreuden scheinen uns nun ja doch noch ein wenig erhalten zu bleiben.

    Sandmann

  11. calimero schrieb am 15. Februar 2010 um 11:00

    Tach Sandmann,

    gerade stoße ich auf deinen neuen KaSi Bericht und wünschte, ich könnte mich bequem zurücklehnen und alles in Ruhe vorm Kaminfeuer auf mich wirken lassen. Gerade diese Geschichten, wo du mit einem alten Auto in deine Kindheit zurück fährst lese ich immer besonders gern. Und jetzt ist auch noch deine Tochter dabei, dann wohl in dem Alter, in dem du damals deine Erinnerungen gesetzt hast oder?
    Ich finde man kann da noch eine Menge zu sagen, traut sich aber nicht, weil keiner weiß, was in dir vorgeht und ob alles wirklich so lustig ist wie es scheint. Also bin auch ich lieber ein stiller Genießer wie die meisten anderen.
    Schreib gerne mehr solche Berichte aber vergiß den Blick nach vorne nicht.
    Abel

  12. Sandmann schrieb am 15. Februar 2010 um 12:18

    Ich vergesse nicht den Blick nach vorn. Keine Sorge, da gibt es so viele schöne Sachen zu sehen und zu entdecken, das wäre ja blöd wenn nicht.

    Aber du hast recht, mir ist ziemlich häufig der Satz “Als ich in deinem Alter war…” über die Lippen gekommen, und ich habe mich gefühlt wie mein eigener Opa, der mir Lausbubengeschichten von damals erzählt. Jemineeh. Ich werde alt, oder?

    Zeit, sich einen Porsche 911 oder eine Harley zu kaufen und sich selbst zu bemitleiden ;-)

    Sandmann



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