Abgelegt in Sandmanns Audi V8

Audi V8 Quattro – Retter von UPS

Montag, 1. Februar 2010 um 22:39 Uhr
von Sandmann

Quer und zu zweit...“Papa, kann ich noch die Simpsons gucken?” Direkt vor unserer Haustür kurbeln meine kleine Tochter und ich den alten Audi in die letzte, komplett zugeeiste Parklücke mitten in diesem nicht enden wollenden Winter, als mein Blick ein wenig weiter oben in der Straße von einem gruselig beleuchteten Szenario angezogen wird. Das gibt’s ja gar nicht. In meinem kleinen Vorörtchen, wo außer Schlaganfällen und wallenden Wogen von Spießigkeit eigentlich nichts passiert, steht ein großer brauner UPS-Laster quer. Kollabiert am verschneiten Hang, quergestellt und mit brachialer Gewalt rückwärts in eine Garteneinfahrt gerutscht. Und auf der Mauer mit dem Heck zum Stehen gekommen. Der perfekte Feierabend für den armen Fahrer. Ein Kollege ward bereits herbeigerufen, emsige Nachbarn schaufeln mit großen Schippen Schnee vom Bug des Paket-Schiffes weg und Sand unter die hilflos drehenden Hinterräder. Neugierig stapfen meine Tochter und ich zum Ort des Geschehens, und ich biete meine Hilfe an. Noch braucht man sie nicht. Noch nicht.

Einen vor und zwei zurückEine offensichtlich im Verbandskasten mitgeführte Stahltrosse verbindet die beiden 3,5-Tonnen-Boliden semi-elastisch miteinander. Der eine zieht rückwärts fahrend den anderen aus der Schneewehe und von dem vermaledeiten Mauervorsprung herunter. Soweit scheint der Plan aufzugehen. Meine Nachbarn müssen nun ihre Hecke nicht mehr zurückschneiden, der leichte Blechschaden an dem LKW lässt sich richten und niemand wurde verletzt. Doof: Der rettende Kollege steht nun seinerseits rückwärts am Hang und betrachtet ungläubig seine unmotiviert drehende Hinterachse. Was ist das eigentlich für ein Winter, in dem schon am kleinsten Hang der gesamte Verkehr zum Erliegen kommt, weil die Autos bei der leichtesten Steigung abglitschen wie eine Schnecke an einer öligen Fensterscheibe? Insgesamt fünf emsige, aber zunehmend verzweifelte UPS-Boten schieben, fachsimpeln und frieren. “Soll ich vielleicht außen rum fahren und dich rausziehen…? Mit dem Audi da… Quattro und Winterreifen und so…?” Stuzige Blicke. “Ja klar, mann! Super!!!” Sandmann hat endlich wieder eine Mission. Wie schön!

Lotse beglückwünscht KäptnNachdem das seit Wochen nicht geöffnete Garagentor von einer Schneewehe grob befreit ist fische ich die abnehmbare Anhängerkupplung heraus, pflanze mein Töchterchen nebst Fotoapparat auf den gut geheizten Beifahrersitz und umrunde das Szenario ortskundig auf einer Nebenstraße, um rückwärts an den havarierten Laster heranzufahren. Der gesamte feierabendliche Durchreiseverkehr ist inzwischen zum Erliegen gekommen. Betroffene Nachbarn haben resignierend ihr Auto am Straßenrand abgestellt oder sind einen großen Umweg gefahren. Einer der freundlichen, selbstleuchtenden Fahrer schlingt die Trosse um den Haken am Heck des V8, und wir bereden noch kurz die Vorgehensweise. Man wolle nicht den ganzen Hang hoch, um möglichst früh umdrehen und endlich wieder geradeaus fahren zu können. Okay. Schwierig ist nebenbei das Vorhandensein diverser parkender Autos am Straßenrand. Ich denke kurz darüber nach, wie sich eigentlich die Haftung gestaltet, wenn ich einen UPS-Laster eine vereiste Straße raufziehe und dieser dabei den Straßenrand verformend umgestaltet… Aber genug gedacht für heute, ich lege die Fahrstufe ein, lasse 400NM an den vier Rädern drehen und fordere die 280 ansonsten eher gelangweilten Pferde endlich einmal wieder richtig heraus!

Erfolgversprechende Drehmomente Wahnsinn! Es fühlt sich an, als ob der V8 an einem Berg befestigt wäre. Was für ein unglaublicher Klotz von einem trägen Laster, was für eine unglaubliche Glätte! Immer wieder graben sich die Winterreifen durch das Eis und lassen Qualm und Gestank nach Gummi aufwirbeln, es riecht wie auf einem Dragsterrennen. Meine Tochter steht fasziniert am Straßenrand und vergisst fast das ihr aufgetragene Fotografieren. Flüche und Schreie von ganz hinten hinter der Nase des Lasters. Ich lege den Rückwärtsgang ein, rolle ein Stück zurück und versuche es mit leichten Rucks. Irgendwann, ich habe gefühlt inzwischen allein mit der Motorwärme die halbe Straße abgetaut, bewegt sich das Gespann kontinuierlich den Hang hinauf. Triumphierende Rufe von den armen Paketboten, die eigentlich seit einer Stunde Feierabend haben sollten. Der Audi hat den gewaltigen Laster bis auf den obersten Punkt der kleinen Steigung gezogen, wir haben keine parkenden Nachbarn angekarrt und es scheint sogar noch ein Rest Profil auf meinen noch nicht wirklich alten Winterreifen zu sein! Sieg auf der ganzen Linie!

Ende gut, alles gut.Der brave braune Mann ist glücklich und voll des Dankes. Ich fahre noch ein Stückchen vor ihm her die schmale Straße entlang, bis es ihm gelingt, die rollende Paketbox zu wenden. Hupend und winkend und noch lange aus den offenen Fenstern rufend fahren die beiden LKW mit ihren hilfsbereiten Insassen davon in ihren heute sehr wohl verdienten Feierabend. Meine kleine Tochter und ich driften zurück durch die seit Tagen nicht geräumte Nebenstraße, um zufrieden festzustellen, dass auch der letzte öffentliche und für den Audi passende Parkplatz von einem der Nachbarn belegt wurde, die zu träge sind, die eigenen vorm Haus mal freizuschaufeln. An dieser Stelle nochmals vielen Dank. Aber es gibt Schlimmeres. Der V8 steht jetzt tickend und zischend zwischen zwei gewaltigen Schneehügeln vor dem Haus eines weiteren, als eher anstrengend bekannten Nachbarn, direkt vor seinem Zaun. Gewagt, gewagt. Aber ich glaube, heute Abend schwebt über dem Auto der Schutzengel der rutschigen Nebenstraßen. Mein Helferkonto ist nun langsam ganz gut gefüllt. Eigentlich hatte ich heute Abend schon eine bebilderte Schimpftirade über den endlosen Winter fertig, aber die kann ich ja immer noch posten. Wenn man der Wettervorhersage Glauben schenken kann, geht das noch lange so weiter.

Wie weit geht denn Ihre Hilfsbereitschaft, gerade in diesen kalten, nassen Tagen? Sind Sie so genervt, dass Sie alle anderen ignorieren? Oder helfen Sie spontan mit schieben und ziehen? Erzählen Sie doch mal, das Feuer brennt im Kamin, das Popcorn duftet und der Abend ist noch jung genug für Erlebnisberichte…

Sandmann

UPS, Quattro, Audi V8, Schnee, Winter

19 Kommentare zu “Audi V8 Quattro – Retter von UPS”


  1. sascha schrieb am 2. Februar 2010 um 02:01

    Heyyyy Sandmann!

    Ich habe heute, mal wieder, große Hilfsbereitschaft aus Legan erfahren.

    Mein V8 zickte heute ein wenig mit der Ladekontrollleuchte rum. Ein kurzer Tritt aufs Gaspedal konnte diese aber wieder ausschalten. Da ich in der Stadt zu tun hatte habe ich den Wagen immerwieder abgestellt, gestartet, abgestellt, gestartet. Von einem Punkt zum nächsten gefahren. Die Leuchte ging immer später aus… bis zum Schluss gar nicht mehr….
    Das Licht wurde schwächer…. Der Blinker sah eher US mäßig aus. Vielleicht noch mehr Drehzahl??? Aber nicht hier!! Ab auf einen abgelegenen Parkplatz. Der Motor stotterte nur so vor sich hin.
    Einmal Vollgas bitte…… WWWRRRROOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOMMMMMMMMM!!!!
    Der Audi quittierte diesen rapiden Drehzahlanstieg mit einem sofortigen Ausschalten des Motors……….. TOLL!! GANZ TOLL!!!
    Der nächste Startversuch blieb natürlich erfolglos….
    Also schnell einen Kollegen angerufen der in der Nähe wohnt. Der hat mir aber dann auch nur Gesellschaft und ein warmes Auto beschert, in dem ich dann Thomas angerufen habe.
    Er hätte Zeit, wolle nur noch kurz aufessen und dann losfahren. Er bringt mir sogar nen Regler für die LiMa mit.

    Während sich Thomas in Legan für die Fahrt nach Büdelsdorf fertig macht, habe ich noch schnell bei Peugeot in RD angerufen um zu fragen ob ne Bühne frei wäre… so in ca. 45 min. “Ja klar, komm vorbei!” Alles klar, ist das auch geregelt.

    Kurz darauf stieg ich aus dem wärmenden Lupo aus, um meine Abschleppöse zu suchen…. KEINE DAAAAAAA!!!!! Scheisse…… das ganze Auto durchwühlt…. nichts….. mist…… Nochmal Thomas anrufen: “Ääääh, Thomas, also…. ich hab irgendwie keine Abschleppöse!”
    O-Ton Thomas: “Och nöööööööö! Naja, wir lassen uns was einfallen, bin gleich da!”

    Und da war er auch schon. Die Idee: Abschleppstange an seine Anhängerkupplung, SEINE Abschleppöse an meinen V8. Schön und gut…. wenn denn die Stange an die Anhängerkupplung passen würde…..
    Aber, natürlich hatte er noch das Abschleppseil dabei ;-)

    Kurz vor der Abfahrt sagte er noch: “Fahre mich nicht hinten rein!!!!” :-P

    So schleppte er mich quer durch Büdelsdorf und Rendsburg, bis hin zu meinem Arbeitgeber.

    Thomas drückte mir den Regler in die Hand und verabschiedete sich. Ich bedankte mich mit dem Gefühl, nicht genug gedankt zu haben.

    Thomas fuhr vom Hof, ich baute den Regler ein, überbrückte die Batterie. LÄUFT!!!!

    Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Thomas!!!! SUPERGEIL!! ECHT!!! Ich bringe demnächst mal wieder was zum Kaffee vorbei :-P

  2. Sandmann schrieb am 2. Februar 2010 um 02:05

    Ay Sascha!

    Er heißt nicht umsonst “der Retter” …

    Deine Geschichte erinnert mich dramatisch an meine Havarie damals im Sauerland. Autobildblog.de berichtete…
    Nur dass in meinem Fall der Tod des Reglers langsamer kam und mir immer und immer wieder das Gefühl gab, ich würde schon noch ein paar Kilometer weit kommen. Grrr. Mit dem Effekt, dass ich einen neuen einbauen lassen musste und entsprechend Geld gelassen habe.
    In diesem Sommer werde ich die ganze Lichtmaschine einmal zerlegen und überholen. Die hat beim V8 dermaßen viel zu tun, die sollte man ab einem gewissen Alter im Auge behalten!

    Hab ich eigentlich eine Abschleppöse im Bordwerkzeug? Ich muss morgen direkt mal schauen…

    Sandmann

  3. markus1975 schrieb am 2. Februar 2010 um 02:18

    Ay Jens

    Einfach unglaublich was unser in die Jahre gekommender Wagen doch noch zu leisten vermag. Andere Auto´s hätten die Traktionskontrolle reingeschoben und das wäre es dann gewesen. Bei unseren Fahrzeugen geht es eigentlich immer irgendwie vorwärts. ;)
    Helfen ist bei mir vor allem im Winter Pflicht. Bei minus 10 Grad am Straßenrand stehen und keine Hilfe zu bekommen ist mehr als beschissen. Eher komme ich etwas später wo an, weiß aber das derjenige in Sicherheit ist.

    @-Sascha

    Wau. Ich ziehe vor Thomas echt den Hut. Mal eben so mit einem zum Glück vorhandenen Ersatzteil vorbeikommen, Dich zu einer Werkstatt abschleppen und dann wieder zu verschwinden…coole Nummer. Gott sei Dank läuft Deine Zicke ja wieder.
    Ich halte mal eben für die Jung´s aus Legan beide Daumen hoch. Super Nummer

    V8 mäßige Grüße

    Markus

  4. Sandmann schrieb am 2. Februar 2010 um 09:08

    Ay Markus,

    leider ist ja nicht immer direkt die Zeit zum Helfen da. Wenn es einen Unfall gegeben hat, stellt sich die Frage natürlich nicht, und wenn jemand winkend am Straßenrand steht auch nicht. Aber ein paar mal bin ich schon an dem einen oder anderen vorbei gefahren, weil ich es aus diversen Gründen echt eilig hatte.
    Diese Leute sahen allerdings auch alle nicht akut hilfebedürftig aus, und im Zeitalter der Mobiltelefone mache ich mir nicht mehr sehr viele Sorgen.

    Tom ist einfach ohne Worte. Ich habe ihn auch schon öfter mal angerufen, weil irgendwas an meinem Auto nicht rund lief und er ja für alles eine Idee parat hat! Ich freu mich schon wieder auf den Vatertag…

    Sandmann

  5. calimero schrieb am 2. Februar 2010 um 11:00

    Ay zusammen,

    ich widerum hab diesen Winter das Gefühl, daß die Leute sich nicht so helfen wie sonst. Die sind alle nur noch mit sich beschäftigt. Aber vielleicht täusch ich mich da, ich weiß nicht.
    Helfen ist doch Ehrensache.
    Und jetzt auf in die neue “Schneewalze” (wie FFN sie nennt) mit 30-40cm Neuschnee. Klar.
    Abel

  6. Sandmann schrieb am 2. Februar 2010 um 12:11

    Ay Calimero,

    Schneewalze, ja? Ach neeeee!!!! Hier tanzen schon erste Flocken, ich mache bereits fleißig Fotos… Wie schon geschrieben, eigentlich wollte ich ja einen Winter-Hass-Blog machen. Material habe ich jetzt genug, und es sieht so aus, als würde es jeden Tag mehr…

    Sandmann

  7. Espial schrieb am 2. Februar 2010 um 16:39

    Geile Aktion, Sandmann, mehr davon :D
    An sowas sieht man, was richtige Autos sind.

    Meiner Gegend ist das Schneechaos ein wenig erspart geblieben. Es liegt zwar Schnee, aber er schmilzt sehr schnell und selbst die Nebenstraßen sind recht gut befahrbar. Deine Straße sieht eher nach Tiefschneepiste aus ;) Es gibt hier deswegen eigtl kaum Liegenbleiber, die Hilfe benötigten, aber sollten welche vor meiner Motorhaube auftauchen, werd ich anhalten. Da können sich durchaus lustige Geschichten ergeben ;)
    Ich weiß noch damals, in Polen, als Winterreifen noch nicht so bekannt waren, und mein Vater einer der ersten in der Stadt war, der welche hatte. Spätestens als wir mit nem 65PS Fronttriebler die Geländewagen, ja selbst den Winterdienst beim Bergauffahren eingeholt haben (alle anderen hatten Schneeketten), haben die Leute dann eingesehen, dass Winterreifen doch was Feines sind ;)
    Damals war’s aber ein richtig krasser Winter. Es fiel so viel Schnee, dass man auf manchen abgelegenen Straßen auf (!) zugeschneiten Autos ging… hach *schwelg*

    Aber herrliches Wetter, wie ich finde :)

    Gruß aus der Kaiserpfalz,

    Niko

  8. Sandmann schrieb am 2. Februar 2010 um 17:42

    Ay Espial,

    “damals in Polen”… hihi. Das klingt wie der Beginn einer Landsergeschichte, vorgetragen von meinem Opa am offenen Kamin…

    Tiefschneepiste ist gar kein Ausdruck! Zwei feste Fahrspuren, gefühlt knietief, vereist und wieder drüber geschneit. Da der Schnee nicht wegtaut werden die Berge an den Straßenrändern immer höher. Und hier bei uns ist seit einer Woche kein Räumfahrzeug langgefahren. Ich frage mich, ob der UPS-Mann die Stadt dafür in Regress nehmen könnte…?

    Der Quattroantrieb in Verbindung mit meinen ein Jahr alten Winterreifen ist tatsächlich sehr genial! Ich hatte diese Geschichte (und ihr Pendant von Motorkultur) auch auf motor-talk.de verlinkt, und da diskutiert man derweil über die Unterschiede von Quattro und 4-matic und 4-motion. Das Torsen Differential der Quattros schneidet nicht schlecht ab :-)
    Meine Karre fährt wie auf Schienen. Das stimmt mich fröhlich!

    Auch wenn ich keine Lust mehr auf Winter habe. Aber was soll man machen? Sonnentanz? Teller abessen?

    Sandmann

    P.S.: Meine Oma wäre heute 98 geworden, und zu ihren Ehren trägt mein halbfinnisches Fräulein Altona gerade das letzte real existierende Paar von ihr selbstgestrickter bunter Socken! Gegen die kalten Füße. Aber das ist eine andere Geschichte.

  9. stefanh schrieb am 2. Februar 2010 um 18:56

    Ay Sandmann!

    Ein dickes Lob an solche Helfer wie Dich und den freundlichen Landwirt, welcher mich gestern aus dem Schnee gezogen hat!
    Ich wie immer auf dem Weg zum Elternhaus die kleine Abkürzung genommen, erst ging’s gut, dann wurde der Schnee etwas tiefer und plötzlich sass mein Passat fest. Unverrückbar, keine Chance mich zu befreien. Als ich ausstieg stand mir der Schee bis zu den Knien, die Tür liess sich kaum öffnen.
    Nach ca. 30 min. kam ohne Aufforderung der Bauer des rund 300m entfernten Gehöfts mit seinem Ford Bronco zu Hilfe; er hatte mein Missgeschick durchs Fenster beobachtet und meinte, ich wäre heute bereits das 4. Opfer an derselben Stelle…
    Nochmals ein herzliches Dankeschön!

    Gruss, Stefan H.

  10. Sandmann schrieb am 3. Februar 2010 um 18:31

    Ay Hüter der heiligen Hallen,

    da bin ich aber froh, dass du nicht aus irgend einem Grund mit einem deiner Klassiker unterwegs warst! Aber ich gehe mal davon aus, dass du diese im Winter und vor allem im Schnee nicht bewegen wirst…

    Sehr löblich von dem Landwirt, dir sogar unaufgefordert zu helfen! Klasse. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass ein Bronco bei Eis und Schnee auch recht heftig schlingern wird, mit den dicken Reifen. Ich denke da so an den Pickup vom Schmied und die verschneite Schweiz vor einem Jah…
    Aber der hatte auch nur Heckantrieb. Oder? Ich glaube ja.

    Ich bin gestern Abend noch fast daran gescheitert, den VW T3 Bus in eine einfache, leicht vereiste Parklücke vor unserem Haus zu kurbeln. Nicht zu fassen!!! Der Wagen steht und die Achse dreht einfach. Vor. Zurück. Vor. Und irgendwann mit Schmackes in die Lücke und knapp vor Nachbarchens dauergeparktem Auto zum Stehen gekommen.
    Da bleibt er jetzt erstmal!

    Irgendwann werde ich in der Abendsonne sitzen, ein kühles Glas Grauburgunder in der Hand und eine Pfeife im Mundwinkel, und mir nicht mehr vorstellen können, dass hier mal sooo viel Schnee (so lange) lag.
    Aber ich glaube, dieser Moment ist noch weit weg…

    Sandmann

  11. susi schrieb am 4. Februar 2010 um 11:49

    Ja, ja die Helferlein!!! Ich war auch mal sooo froh, als ich in einer Kurve langsam in die Schneewehe driftete, wie in Zeitlupe und natürlich nich mehr rauskam!! Und das so, dass ich mit Heck nach bergauf stand, vorne der Fels und ganz hinten der Abgrund (Sandmann, vielleicht erinnerst Du Dich an die Strecke Berau – Witznau!).
    Aber mein 2m-Kollege aus der Musik kam vorbei, schaut kurz, meint: “Setz Dich rein, ich schieb!” ich weise ihn noch drauf hin, dass ich inzwischen im Matsch angekommen bin und das dementsprechend spritzt, er meint nur:”Egal!Langsam Gas geben!” und schiebt mich locker raus, allerdings nicht ohne neuen Belag an Schuhen und Jeans. Dann krieg ich ein Lächeln von ihm, und ein:” Wenn jetzt vor mir fahrsch, cha do nüt me bassier bis unnä bisch!” *G* Hach!!!
    Meine Hilfe in diesen Dingen in Sachen Winter begnügen sich zum Glück auf Autos raus-, anschieben und drumrum schippen.
    Und dann sind da noch so Geschichten mit Menschen, die Tankanzeigen für überbewertet finden, leere Batterien in Duplexgaragen überbrücken und kaputte Anschlasser per Anschleppen verarschen!! ;)

    Ja, ansonsten der Winter: Wenn ich heut so in den blauen Himmel schau und unten der weisse schnee liegt, find ich das gar nicht sooo schlimm!!! *G*

    Susi

  12. Sandmann schrieb am 4. Februar 2010 um 13:58

    Ayyyyyyyyy Susi,

    heute Morgen kamen bei mir alle Helferlein zu spät. Hätte nicht gedacht, dass ich auch noch dran bin. Nach 464.000 Kilometern hat sich nun meine Lichtmaschine endgültig verabschiedet. Der V8 läuft, aber wie lange weiß ich nicht.

    Fazit? Retter Tom wird es richten, und ich fahre ab morgen mal wieder 5 Tage den VW K70. Aber das ist eine andere Geschichte, man wird sie hier lesen können…

    Ein genervter
    Sandmann

  13. susi schrieb am 4. Februar 2010 um 15:24

    Jaja, die Lichtmaschine!!!
    Da könnte man bei mir mal ein Heil an alle Superhelferlein des ADACs anbringen!! So von wegen Abschleppen, Verteilerfinger neu machen, wieder Abschleppen, mitten in Freiburg die Benzinschläuche wechseln….ich mag die gelben Engel!!
    Peinlich wirds nur, wenn “mein” heimischer gelber Engel mich schon so gut kennt, dass er nicht mal mehr nachfragen musste, wo er in muss, als er meinen Namen gehört hat!! Und das trotz anderem Auto!!*LOL*

    Also, viel Glück mit dem Lichtmaschine installieren und viel Spass beim VW fahren!!*G*

    Susi

  14. Sandmann schrieb am 4. Februar 2010 um 15:54

    Jaja, die Lichtmaschine!!! :-(
    Da hätte bei diesem Auto auch kein gelber Engel helfen können, von oben kann man die noch nicht mal sehen! Tz.
    Dank Autobild.de bin ich ja auch im AVD und nicht im ADAC, und das war heute das erste mal, dass ich die Jungs rufen musste.

    Immerhin kam ich aus eigener Kraft wieder nach Hause, aber nun steht er erstmal. Ich kann ihm nicht böse sein, denn nach 464.000 Kilometern darf eine LiMa sich auch mal verabschieden, und der V8 hat nun schon ewig lange keinen Ärger mehr gemacht. Obwohl er seit Weihnachten, also seit dem beginnenden Schneefall, keine Pflege mehr bekommen hat! KEINE. Nur Gas und Öl. Brrr…

    Wo du von “Lichtmaschine installieren” schreibst… der Kunde vor mir hatte Probleme mit dem Rückwärtsgang… Und was wird gemacht? Ein Softwareupdate! Und dann geht’s wieder.
    *grusel*
    Da lobe ich mir doch so eine ehrliche, verschlissene Lichtmaschine von Retter Tom!!!

    Sandmann

  15. markus1975 schrieb am 4. Februar 2010 um 17:34

    Ay Jens Du “Schlittenabholer” :)

    Mit Deiner Lichtmaschine ist natürlich doof. Meine Frau ist da um Längen besser.
    Sie hat gestern versucht meine Lady in Black zu töten. Ergebniss: Eine schief zu öffnene Motorhaube, Fahrerseite Scheinwerfer nach innen gedrückt, Stoßstange mitsamt Blinker platt, beide Radhausschalen nach innen gedrückt. Zierleiste im Arsch. Von der Mauer bei den Garagen fehlen kleine Teile. ICH KÖNNTE SOWAS VON KOTZEN!!!!!!!!!!!!!!! Von der Bremse gerutscht und Gas gegeben.
    SCHEIßE! Nicht´s passiert außer dem Schaden
    an MEINEN Auto.
    Ich hänge extrem an diesen Wagen und dann soetwas!

    V8 mäßige Grüße von einem sehr zerknirschten Markus

  16. Sandmann schrieb am 4. Februar 2010 um 20:24

    NEIIIN!!!

    Das kann doch nicht wahr sein! Kaum richtig zugelassen und schon zerknickt. *aarghhh*

    Hm.

    Aber wenn du dich beruhigt hast, sage dir einfach: Blech kann man richten. Und deiner Frau ist nichts passier. In einem Dacia hätte sie sich wahrscheinlich das Genick gebrochen ;-)

    Das sieht mir sehr nach Schrauberworkshops in diesem Jahr aus…

    Sandmann

  17. markus1975 schrieb am 4. Februar 2010 um 21:55

    Leider DOCH!!!!

    Aber wie gesagt. Meiner Madam und klein Leonie ist nicht´s passiert. Und richtig. Blech kann man richten. Nur die Sitution ist mehr als bescheiden. Mann!!! Melanie kann mit dem V8 wirklich umgehen und dann soetwas bescheuertes.
    Ich könnte echt heulen.

    V8 mäßige Grüße

    Markus der jetzt dem nächsten Blog entschwindet

  18. Sandmann schrieb am 5. Februar 2010 um 18:56

    Ay Markus,

    ich wundere mich hier vor Ort jeden Zag ein bisschen mehr, dass nicht sämtliche in den vereisten Spurrillen umherschlingernden Autos alle anderen am Straßenrand ankratzen! Kaum zu glauben. Das ist der Winter der Blechschäden!

    An mir ist der Kelch vorbei gegangen, das wird auch hoffentlich so bleiben. Der KaSi hat ja immerhin vorn Gurte, und ich werde mein Töchterchen brav im Kindersitz anschnallen…

    Sandmann

  19. calimero schrieb am 15. Februar 2010 um 11:23

    Winter go home. Mehr fällt mich nicht mehr ein. So ein Dreck.
    Abel



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