Alle Beiträge von Februar 2010

Ein Fall für den Retter

Gleich oder nicht gleich?“Original Bosch Lichtmaschine, im Austausch, 699,- Euro für Ihr Auto.” Ach? Brutto oder netto? Ich möchte doch nur ein neues Kraftwerk unter den Audi V8 setzen lassen, nach 464.000 Kilometern einigermaßen legitim. Ich möchte kein neues Auto kaufen. “Ja nun, Sie fahren ei…” Ja, entschuldigen Sie, dass ich ins Wort falle. Ich weiß, ich fahre ein Oberklasse-Fahrzeug, ein sehr altes Oberklasse-Fahrzeug, welches damals den Gegenwert eines Einfamilienhauses hatte. Klar, dass da die Ersatzteile nicht auf Golf II Niveau sind. Aber eine Lichtmaschine? Das ist doch kein V8-spezifisches exotisches Must-Have. Das ist ein Serienverschleisteil. “Hinzu kommen rund drei Arbeitsstunden je 100,- Euro netto, an das Ding ist beim Audi V8 echt schwer ranzukommen!” Wie bitte? Drei Stunden? Der ETKA gibt 1,5 Stunden vor. Bühne rauf, Pappe ab, alte raus, neue rein, anschließen, Pappe wieder ran, fertig. “Nein, der Meister sagt, das sei komplizierter.” Wir reden hier von 1100,- Euro für den Tausch einer normalen Lichtmaschine? Moment, ich muss einmal telefonieren. Das klingt nach einem Fall für … DEN RETTER!

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Requiem für den Frühling

Sehr geehrter Herr Frühling,

Beladen und belastetwie Sie vielleicht wissen, mag ich keine Verspätungen. Nein, nein, fühlen Sie sich nicht gleich angegriffen, kalendarisch gesehen sind Sie noch gar nicht dran. Aber sehen Sie… wir Autofahrer, wir glaubten bis dato, Sie hätten vielleicht eine Vereinbarung mit dem Winter. Eine heimliche. Der hat sich nun ziemlich breit gemacht und erweckt nicht den Eindruck, als wolle er gehen. Stört Sie das denn nicht? Ach nein, warum auch? Sie stehen ja nicht morgens in aller Frühe auf, gucken aus dem Fenster und sehen fast täglich gefühlte 10cm Neuschnee. Sie stolpern nicht durch ein dunkles, kaltes Haus auf der Suche nach dem Knopf für die Kaffeemaschine, noch bevor Sie das Licht anmachen. Haben Sie schon einmal bei Dunkelheit am Morgen im nassen Schneeregen stehend die neuen, schweren, feuchten Massen von Ihrem Weg geschoben, nur um zu sehen, dass ein Räumfahrzeug Ihr Auto in einem Schneehaufen hat verschwinden lassen? Und damit fängt mein Morgen ja erst an!

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SAFE – Radio Code vergessen?

P2115453“Äääh… Hey Endstufen, spürt ihr das? Plötzlich ist wieder Strom da. Das war eigentlich ganz angenehm ohne, scheint so, als müsst ihr wieder arbeiten!” – Jaaaaaaah wir haben es auch mitbekommen. Rückmeldung mit einem satten Schmatz. - “Gut. Alles macht sich bereit. Wir müssen aber davon ausgehen, dass der Idiot mal wieder den vierstelligen Code irgendwo hingelegt hat, wo er ihn nicht wiederfindet. Sicherheutsmodul?” – Hi Radio. Ja, kann ich bestätigen, der hat mal wieder irgend eine Nummer eingegeben, weil er sich damals eine Eselsbrücke gebaut hat, an die er sich aber nicht mehr erinnert. Ich hab noch immer SAFE drin. Wir kennen das ja. – “Also wenn es nach mir ginge, könnte man diese vier Zahlen auch weglassen, uns klaut ja sowieso niemand mehr im Zeitalter der Multimediakisten. Aber nach mir geht es nicht. Kann mir jemand melden, was er macht?” – Hi Radio, hier ist der Fahrertürsensor. Er ist wutschnaubend und fluchend in ein Geschäft gegangen und kauft solche Klemmen, mit denen er dich aus dem Schacht ziehen kann. Das ist glaube ich das dritte mal. – “Was für ein Trottel.” – Hi Radio, hier Diagnosestecker 1. Hat er nicht vor einem halben Jahr erst den Code bei Audi auslesen lassen? Lernt der denn gar nichts dazu? – “Er ist halt ein bisschen…” – Jungs, sorry dass ich unterbreche, hier ist der Temperatursensor Mittelkonsole. Er hat den Code letztes mal mit Edding auf das Gehäuse geschrieben… – “So ein Fuchs. Aber ich wette mit euch allen, dass er nicht mehr weiß, wie man ihn eingeben muss!” – (alle zusammen) Top, die Wette gilt!

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K70 auf der Straße! 40 Jahre goldene Zeiten…

Der Name ist ProgrammVon wegen die Goldenen Zeiten sind vorbei! Ha! Mit diesem Auto bewegen wir uns permanent in Goldenen Zeiten. Es erfreut die Menschen, lässt sie lachen oder schwärmen und – es macht einfach einen riesen Spaß, es zu fahren! Ein paar technische Details? Okay. Design von Claus Luthe, entwickelt von NSU, gebaut von VW in Salzgitter in den Jahren 1970 – 1975, längs eingebauter 4-Zylindermotor mit 1,6 Litern Hubraum, 75PS und kettengetriebene, oben liegende Nockenwelle. Neupreis damals: 9450DM. Das war eine Menge Geld. Der K70 war zeitlebens das ungeliebte Kind von VW, der Passat stand in den Startlöchern und die sehr geniale NSU-Entwicklung hatte nichts mit der Modellpalette von Volkswagen gemeinsam. Das nannte man unrentabel. Die kurze Bauzeit ist einer der Gründe, warum man heute nicht mehr viele K70 sieht. Aus dem Straßenbild sind sie nahezu komplett verschwunden. Aber nicht dieser! Mission Kindheit, Ziel Uelzen. Gestern sind wir im Hotel Stadt Hamburg abgestiegen, heute soll es wieder zurück nach Kiel gehen. Es ist glatt. Es hat geschneit.

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Nicht wirklich ein Winterauto! K70 zu Hause.

Eigentlich kein WinterautoAllen Unkenrufen zum Trotz habe ich mich entschieden, meinen Plan für das Wochenende durchzuziehen. Plan? Ja. Nach einigen mehr oder weniger interessanten Träumen, die samt und sonders in meiner Heimatstadt Uelzen in Niedersachsen spielten, will ich da nach langer Abstinenz einmal wieder hin. Mein kleines Töchterchen ist Feuer und Flamme (wohl ob der Schlüsselwörter “Schwimmhalle“, “Eis” und “Hotel“) und erklärt sich fröhlich zur offiziellen Beifahrerin. Schließlich habe sie noch nie in einem Hotel geschlafen, ihr Tigi auch nicht, und ein Papa/Tochter Ausflug sei schon längst wieder einmal dran. Okay. Das sehe ich auch so. Wenn da nicht die schwächelnde Lichtmaschine meines ansonsten treuen Audi V8 wäre. Mit dem können wir nicht fahren, sie ist zwar bestellt, aber noch nicht da und erst recht noch nicht eingebaut. Alternativen? Für den normal Sterblichen keine. Für uns? Nun… in der Garage schläft ein fast 40 Jahre alter, seit 7 Jahren abgemeldeter und seit 1 Jahr nicht bewegter Fronttriebler, eigentlich ein NSU, aber von VW gekauft. Gold. Prinzipiell fahrbereit. Hm… Sollen wir…?????

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Stromlos reloaded.

Ay liebe Blog-Gemeinde.

Lichter, die ich nicht sehen willDa schreibe ich erst lange nichts, weil einfach nichts passiert ist. Der Audi lief wie ein Uhrwerk und beschwerte sich über seine seit Monaten nicht praktizierte Pflege nur durch gelegentliche Hinweise, dass ihm nach Öl oder Hydraulikflüssigleit oder Kühlwasser düstete. Das stimmt glücklich und gönnt den flinken Fingerchen eine kleine, kreative Pause. Ich beschränkte mich aufs Pendeln, zog dicke UPS-Laster aus dem Schnee oder regte mich – heute erst – über den nicht enden wollenden Winter auf! Und da das hier kein Best-Of werden soll, beschert mich seit heute Morgen ein neues Problem: Die Ladekontrolle und die ABS Lampe gehen nicht mehr aus! Auch nicht beim kurzen Gas antippen, auch nicht, wenn ich alles aus und wieder an mache. AAAAHHHH. Dieser Winter kennt keine Gnade! Ich drifte von einem Déja Vu zum Nächsten, V8 Forum Kenner werden sich vielleicht an meine Havarie-Geschichte auf einer sauerländer Autobahn erinnern. Das war vor meiner Blogzeit, mit einem neuen Regler ließ sich das Problem relativ preiswert lösen. Preiswert? Diesmal offensichtlich nicht. Mir wird wieder gewahr, dass ich eine Limousine aus dem damaligen Premiumsegment bewege. Und was lerne ich? Vergleichen lohnt sich!

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Schnee adé! – Ich habe die Schnauze voll!

Erschwerte NahrungsmittelsucheWeiße Weihnachten? Hach – was war das schön. Frostiges Silvester, langsam fahrende Autos, eine in Watte gepackte Welt. Märchenhaft anmutend, irgendwie friedlich, kindlich wunderschön. Diese Wonneausbrüche sind inzwischen 6 Wochen her! Der Winter hat den Norden Deutschlands noch immer gepackt, und was anfangs einen Riesenspaß gemacht hat geht mir inzwischen gehörig auf die Nerven! Es schneit. Und das nicht erst seit gestern. Wer sein Auto einmal ein paar Tage stehen lässt, findet es anschließend kaum wieder. Schnee von oben, schnee von den Schneepflügen (wenn sie denn überhaupt bis in ihr Wohngebiet vorgedrungen sind), Schnee von überall. Der Weg zur Arbeit wird zur Rutschpartie, weil Petrus sich noch ein paar weitere gefährliche Späßchen erlaubt. Tagsüber Tauwetter mit Plusgraden, abends überfriert dann alles wieder. Ich will nicht mehr. Und Sie?

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Audi V8 Quattro – Retter von UPS

Quer und zu zweit...“Papa, kann ich noch die Simpsons gucken?” Direkt vor unserer Haustür kurbeln meine kleine Tochter und ich den alten Audi in die letzte, komplett zugeeiste Parklücke mitten in diesem nicht enden wollenden Winter, als mein Blick ein wenig weiter oben in der Straße von einem gruselig beleuchteten Szenario angezogen wird. Das gibt’s ja gar nicht. In meinem kleinen Vorörtchen, wo außer Schlaganfällen und wallenden Wogen von Spießigkeit eigentlich nichts passiert, steht ein großer brauner UPS-Laster quer. Kollabiert am verschneiten Hang, quergestellt und mit brachialer Gewalt rückwärts in eine Garteneinfahrt gerutscht. Und auf der Mauer mit dem Heck zum Stehen gekommen. Der perfekte Feierabend für den armen Fahrer. Ein Kollege ward bereits herbeigerufen, emsige Nachbarn schaufeln mit großen Schippen Schnee vom Bug des Paket-Schiffes weg und Sand unter die hilflos drehenden Hinterräder. Neugierig stapfen meine Tochter und ich zum Ort des Geschehens, und ich biete meine Hilfe an. Noch braucht man sie nicht. Noch nicht.

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