Stage 14: Santa Rosa de la Pampa – Buenos Aires
Unsere letzte Nacht im Camp war sehr ruhig. Fern von allen Stromaggregaten und arbeiteten Mechanikern zelteten wir direkt am nahen Seeufer. Gut erholt machen wir uns früh morgens auf den Weg nach Buenos Aires. Durch eine breite mehrere km lange Allee verlassen wir Santa Rosa de la Pampa. Ganz anders als am Vortag ist die Landschaft sehr grün. Auf den weitläufigen Wiesen und Feldern grasen hunderte Rinder und Pferde mit ihrem Nachwuchs.
Nach der Hälfte unserer Tagesstrecke erreichen wir die Zieleinfahrt der finalen Wertungsprüfung. Ein Pflichtstopp, da die Ausgangsposition spannender nicht sein könnte. VW-Routinier Carlos Sainz hat nur 2:48 Minuten Vorsprung auf seinem katarschen Teamkollegen Nasser Al-Attiyah.
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m Ziel warten mehrere Tausend Zuschauer auf die Rennwagen. Plötzlich wird es lauter hinter den Absperrungen. Mit geöffneter Fahrertür und erhobenen Zeigefinger rauscht Nasser Al-Attiyah mit seinem Beifahrer Timo Gottschalk heran und jubelt. Doch als der Tagessieger aussteigt, ist ihm die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Er hat es nicht geschafft den Rückstand aufzuholen. Die Spanier Carlos Sainz und Lucas Cruz sind Dakar-Sieger 2010. Das Duo folgt mit kurzem Abstand. Werkspilot Sainz sind die Strapazen der letzten Wochen deutlich anzusehen. Es dauert einige Momente bis ihn die Freude überkommt. Zusammen mit Landsmann Cruz und VW-Motorsportchef Kris Nissen erklimmt er das Dach seines Race Touareg und reißt die Hände in die Höhe. Nach zahlreichen Gratulationen und Interviews springen die Teams in ihre Autos und treten den „Heimweg“ nach Buenos Aires an.
Auch wir nehmen wieder in unserer Mercedes R-Klasse Platz um die noch ausstehenden 336 Kilometer zu absolvieren. Was wir allerdings mal wieder nicht beachten, ist unsere Tankanzeige. Seelenruhig fahren wir an zwei Tankstellen vorbei, fest in dem Glauben, dass die Route zur argentinischen Hauptstadt mit solchen übersäht sei. Dieser Gedanke stellte sich jedoch schnell als irrtümlich heraus. Fast hätten wir am letzten Tag noch schieben müssen. Mit verbrauchsarmer Fahrweise und etwas Glück erreichen wir dann doch noch eine Tankstelle, die abseits jeglicher Zivilisation an der Landstraße auf uns wartet. Wir nehmen Sprit auf und bringen unser großes Abenteuer, die Rallye Dakar 2010 zu Ende.
