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Stage 9: Copiapo – La Serena

Montag, 11. Januar 2010 um 20:48 Uhr
von shoepfner

stage 6 055Mit der Nacht kommt auch die Kälte über das Camp in Copiapo. Die Temperaturen fallen deutlich ab und ich bin froh einen warmen Pullover eingepackt zu haben. Der Himmel ist glasklar und über mir scheinen die Sterne so hell, wie ich es noch nie gesehen habe. Im Hintergrund schimmern die Dünen der Atacama-Wüste im Mondlicht. Ein wirklich malerischer Anblick. Der Sternenhimmel über der Atacama-Wüste ist weltbekannt. Hier gibt es zahlreiche Sternwarten. Auf unserer Tagesetappe von Copiapo nach La Serena sind die drei wichtigsten Himmelbeobachtungsstationen der südlichen Hemisphäre angesiedelt. Sie heißen Las Campanas, La Silla und El Tololo.
stage 9 025 Trotz meiner nächtlichen Observation bin ich heute Morgen gut ausgeruht, denn wir brechen erst gegen 9.30 Uhr auf. Wieder geht es auf der Ruta 5 in Richtung Süden durch die Wüste. Kakteen säumen den Highway auf beiden Seiten. Teilweise sind diese stacheligen Monstergewächse größer als ich. In der Ferne entdecken wir eine rastende Lokomotive mit laufendem Motor. Vor dem gelben Schienengeschoß sitzen die beiden Lokomotivführer, vespern gemütlich und füttern einen kleinen Wüstenfuchs. Die Beiden freuen sich über unseren Besuch und beginnen sofort mit ihren Handys Beweißfotos zu schießen. Anschließend erlauben sie uns sogar auf ihr Arbeitsgerät zu klettern. Dann geht die Reise weiter.
stage 7 029Nach 354 Kilometern erreichen wir unser Tagesziel La Serena. Die 150.000-Einwohner-Stadt am Pazifik ist ein beliebter chilenischer Urlaubsort. Viele Chilenen verbringen ihre Ferien gerne im eigenen Land. Deshalb sind die feinen Sandstrände am acht km langen Uferstreifen zur Ferienzeit gut gefüllt. Auch heute ist einiges los auf den Straßen der Küstenstadt. Mit Spannung erwarten Jung und Alt das Eintreffen des Dakar-Tross und bereiten uns einen herzlichen Empfang. An einer Brücke wurden sogar Plakate, welche uns in La Serena willkommen heißt. Nach nur wenigen Minuten erreichen wir das Camp, welches mitten in der Stadt gelegen ist. Alle Dakar-Teilnehmer werden auf einer eigenen Spur am Stadtverkehr vorbeigeschleust. Zahlreiche Polizisten regeln den Ablauf. Die Organisation ist echt klasse. Allerdings lassen wir das Biwak erstmal rechts liegen und fahren zur nahe gelegenen Strandpromenade. Leider wird die Sonne von dichtem Nebel verdeckt. Das drückt die Temperaturen auf magere 20 Grad. Wir gehen also nicht baden, sondern suchen uns ein gemütliches Strandcafe.

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