Tod auf der Autobahn
Ay liebe Blog-Gemeinde.
Grausame Videos und schockierende Berichte prasseln seit Jahren nahezu täglich auf mich ein. Nachrichten bekommen mit reißerischem Entertainment die wichtigen Einschaltquoten. Schnelle Wege und millionenfache Verteiler im Netz sorgen mit Nachdruck dafür, dass ich auch jedes allerkleinste Detail brühwarm präsentiert bekomme. Ich stumpfe ab und filter die Ereignisse im Kopf, manchmal träume ich davon, manchmal lassen sie mich aber auch eine lange Zeit gar nicht mehr los. Fast nebenbei bekam ich von meinem Arbeitskollegen ein kleines, stilles Video gezeigt. Die tonlosen Dokumente einer fest installierten Autobahnkamera an der A4 in Italien bei Cessalto, ein Tag wie jeder andere, PKW, LKW, ein ruhig dahin fließender Verkehr wie ein träger Fluss in der Mittagshitze. Die anschließenden Bilder lassen mich seit Tagen nicht los und haben mich sehr nachdenklich gemacht. Mein Leben kann innerhalb von Sekunden einfach vorbei sein. Obwohl ich doch gerade noch mitten drin stehe.
Es gibt verschiedene Berichte und Diskussionen über den Unfallhergang im Netz. Hat der polnische LKW-Fahrer Alkohol getrunken? Ist ihm ein Reifen geplatzt? Sechs völlig unbeteiligte Menschen und der Fahrer des Unglückslasters sterben an jenem 8. August des Jahres 2008 im Flammeninferno auf der Autobahn. Das Video zeigt weder Details noch hat es einen Ton, aber die Realität krempelt meinen Magen um. Blättern Sie bitte weiter, wenn Sie solche Bilder nicht sehen möchten.
Ich weiß nicht mehr, was ich an jenem Tag gemacht habe. Angesichts der globalen und persönlichen großen und kleinen Schrecklichkeiten, die weiterhin auf mich niedergehen, verblasst auch so eine Meldung irgendwann und macht neuen Nachrichten platz. Im Moment sehe ich die Mittelleitplanken der A7 mit anderen Augen. Und ich setze mich abends, bevor ich schlafen gehe, an die Bettchen meiner beiden kleinen Töchter und höre zu, wie sie leise atmen. Das fühlt sich so gut an. Lebendig.
Sandmann

Schockierende Bilder, mein lieber Sandmann…
Es gibt im Leben Momente/Bilder, die einen daran erinnern, wie schnell es vorbei sein könnte.
Deswegen bin ich (vor allem als gläubiger Katholik, davon gibts nicht mehr viele) Gott dankbar für jeden vorüber gegangenen Tag und bete gleichzeitig, dass mir und meinen Liebsten noch viele solcher Tage geschenkt sein mögen.
Amen.
Ay espial,
dabei weiß ich ja noch nicht mal, ob es gut ist oder mich weiter bringt, wenn ich mich regelmäßig daran erinnere.
Ich lebe mein Leben ohnehin seit einigen Jahren sehr bewusst und intensiv, ich erfreue mich auch an banalen Kleinigkeiten und begegne vielen Dingen mit einer gewissen Leichtigkeit. Nicht immer im Sinne meiner Mitmenschen, aber immer mit offenen Augen.
Ich glaube, es ist die Ohnmacht, die einem bei der Betrachtung solcher Bilder überfällt. Ich mein – die Autos auf der Gegenfahrbahn haben alles richtig gemacht und werden einfach ausradiert. In solchen Momenten wird man auch schlecht nach einem “Warum” sichen können. Die Zeit war einfach gekommen.
Ich bin schon wieder ganz aufgewühlt…
Sandmann
Letzten Samstag…
ich fuhr gerade von Daniel K. (Forenmitglied) nach Hause… eine wunderschöne kurvige Strecke… man kommt aus nem Dorf raus, fährt ne Kuppe hoch, dann runter, leichte linkskurve…. da steht ein Volvo links neben der Strasse, kurz vor einer Stützmauer “putt?”… auf der rechten Seite steht ein Mann in Leuchtweste und winkt dem Verkehr “tempomindern” eine handvoll Leute stehen bissl abseits von ihm… man sieht nun im Rückspiegel den Volvo von vorne “nichts”… “warum steht der da und winkt?” vor mir cruisen eine Menge Mopeds und biegen gerade ab, “aha, wohl ein Treffen oder so..?!?”…
meine Blicke gehen wieder zurück zum linken Fahrbahnrand, dort steht ne Kappelle… bei dieser Kappelle steht ein BMW entgegen meiner Fahrtrichtung, Front zur Kappelle zeigend, einige Meter Abstand zur Kappelle “ei ist der putt, aber wer stellt so einen da hin, der gehört doch aufn Schrott, als Schlachter ist der doch nicht mehr zu gebrauchen!?! (selbst sämtliche Bleche am Heck hats deformiert)…. öhm… aber der stand doch vorher nicht da!?!… ”
es dämmert im Kopf, dass das wohl gar nicht so harmlos war wie es den Anschein hatte… naja, es wurde sich bereits um die Sache gekümmert, standen genug Leute rum was taten und solche die nichts taten… also brauchte ich nicht zurückzufahren um auch dumm rum zu stehen…
später dann in den Nachrichten:
“Umfall zwischen Finstersee und Menzingen, BMW fuhr frontal in die Kappelle, der Beifahrer verstarb an der Unfallstelle, der Fahrer später im Spital”
NICHTS hat den Anschein erweckt, dass der BMW DORT verunfallte… man meinte auch, das Auto sei leer… und doch, wäre das zu einer andern Zeit passiert wo sonst keiner ausser einem selbst dort unterwegs gewesen wäre… man wäre wohl daran vorbeigefahren und hätte die Leute sterben lassen (wenns denn noch zu retten gewesen wären)… da ist mir echt bewusst geworden, dass ich in Zukunft auf Sachen die irgendwie ulkig erscheinen reagieren werde, wer weiss, ob aus Ulk nicht Tragik werden würde… wie oft fährt man in nem enggewundenen Waldstück rum mit Schluchten und so, wie oft könnte irgendwo eine klitzekleine Schneise darauf hindeuten, dass da gerade wer runtergedonnert ist… und wie oft deutet auch nichts darauf hin, dass da wer unten liegt und Hilfe bräuchte… man kann nicht ALLES sehen, aber seither ists mir irgendwie ganz anders auf der Strasse, nicht dass ich selber weniger gern Gas gebe, vielmehr, dass ich NOCH mehr schaue was links und rechts passiert, mit dem Gedanken, dass hoffentlich nichts abnormales zu sehen ist…
hingegen Gedanken um das eigene Ableben, dass die Zeit als Lebendiger auf dieser Welt vorbei sein könnte, solche Gedanken sind mir fremd… wenns mich erwischt, dann erwischts mich halt… Schicksal… Hauptsache es wird nicht ein zu schmerzvoller Tod…
Ay roy,
offene Augen sind gut. Sehr gut, sowohl im Blick auf sich selbst als auch in der Betrachtung der anderen.
Ich halte IMMER an, wenn irgendwo jemand wirklich Hilfe benötigen sollte. Ich habe die betrunkene Frau im Januar bei Schneetreiben von der Wiese gezogen, wo ich sie Nachts um 23.00 Uhr nur gesehen habe, weil sich in einem Reflektor ihres umgekippten Fahrrades meine Scheinwerfer reflektiert haben. Und sie ins nächste Dorf gebracht.
Ich habe vor drei Jahren den total besoffenen Obdachlosen daran gehindert, sich auf den Mittelstreifen der B76 zum Schlafen zu legen und die Polizei gerufen – zu seinem eigenen Schutz.
Ich habe mit 17 den Rettungshubschrauber gerufen, als der Passat dem Golf ausgewichen ist und dabei dem entgegenkommenden Porsche das Dach und die Oberkörper der Insassen abgerissen hat. Unterm Strich waren es dann vier Tote und zwei Hubschrauber und ein am Ende der Geschichte ohnmächtig werdender Sandmann.
Ich habe einfach Angst davor, dass irgend etwas mitten im Leben passiert, was alles verändert. Wäre nicht das erste mal. Und wenn mir solche Gedanken kommen, besinne ich mich auf meine Liebe, meine Freunde, meine Familie, unsere Gesundheit und die guten Dinge, die wir haben.
Und dann werden viele Sachen, die man als problematisch angesehen hat, plötzlich ganz klein.
Lass uns weiter die Augen offen halten und vorsichtig fahren…
Sandmann
Das MUSS man einfach verdrängen, mann DARF es nicht an sich ranlassen..
Diesen Gedanken das es jeden Tag vorbei sein kann. Sonst kann man nicht mehr Leben, nicht mehr Autofahren!
Speziell als Berufskraftfahrer ist es so oft hart an der Grenze, da muss man echt viel wegstecken können.
Wir können nur eins hoffen, das der Kelch des unglücks an uns und unseren Lieben vorbeigeht..
Jeden Tag!
Ay daemonarch,
natürlich darf man nicht mit dem ständigen Gedanken an ein bevorstehendes Unglück leben. Dann wird man auch nicht glücklich. Aber es gibt ja dieses gruselige Wort des “Lebensrisikos”. Ich komme einfach nicht damit klar, dass irgend jemand, auch wenn ich ihn oder sie vielleicht gar nicht kenne, abrupt, brutal und für mich völlig unsinnig aus dem Leben gerissen wird.
Und wenn das dann womöglich auch noch ein Kind ist…………
Bei Berufskraftfahrern ist es ja fast nur eine Frage der Zeit, wann sie in einen schweren Unfall verwickelt werden. Genau so wie es bei Motorradfahrern fast unausweichlich ist, dass sie sich in ihrer Zeit irgend wann einmal kräftig langlegen. Ich kenne keinen, dem das nicht schon mindestens einmal passiert ist. Und einen habe ich eben dann auch während der Berufsschulzeiten auch beerdigen müssen.
Ich glaube ich zünd mal wieder ein Lichtlein in meiner Lieblingskirche an, das habe ich schon lange nicht mehr gemacht…
Sandmann
Hey Sandmann!
Ja, du hast Recht. Von einem Moment auf den anderen. Man könnte sagen “hätte er nicht noch den Lieferwagen abwarten können der ihn überholte??”
Aber ich denke das der Fahrer des Lieferwagens da noch einer der Glücklichen bei diesem Unfall war. Der kann nun wirklich seinen 2. Geburtstag feiern (ich gehe davon aus das er überlebt hat).
Ich war noch nie Zeuge eines solchen Unfalls und war auch nie in so einem verwickelt. Und ich hoffe dies wird auch nie passieren.
Da sieht man aber auch mal wieder, selbst wann man selber vorsichtig und vorrausschauend fährt, kann einem soetwas passieren. Ich denke mir gerade: “Am besten zu Hause bleiben!”
Ay Sascha,
der Fahrer des kleinen Lieferwagens, der am Ende des Films im Vordergrund liegen bleibt wird vermutlich auch noch seinen dritten und vierten Geburtstag feiern. Nicht nur den zweiten.
Da drin war eine vierköpfige Familie aus Österreich, und alle vier haben als einzige Unfallbeteiligte überlebt, und das nahezu unverletzt. Ich glaube so etwas muss einen ziemlich verändern, ist Luther nicht Mönch geworden, weil er ein heftiges Gewitter überlebt hat?
Der von mir weiter oben beschriebene Unfall ist zum Glück auch der einzige dieser Art, den ich vor Ort miterlebt habe. Alle anderen waren nur Blechschäden. Und der auch schon mal vor einiger Zeit andiskutierte Fast-Unfall am Stauende mit dem 30-Tonner und den schreienden und aus den Autos rausspringenden Menschen hat auch nur den Trucker einen Satz neue Reifen und eine Reinigung seiner Hose gekostet. Und keine Leben.
“Zu Hause bleiben” kann es nicht sein. Erstens kann dir da auch eine Menge passieren, und zweitens ist die Welt da draußen einfach zu großartig, um sie nicht zu erleben.
Ich nehme mir jetzt noch ein gutes Glas Rotwein und setze mich ohne Facebook und ohne Internet vor meinen knackenden Kaminofen. Weil jeder Tag zählt.
Sandmann
Ich habe vergangenes Jahr, genauer am 19. Juni, mit ansehen müssen, wie mein vor mir fahrender Kumpel mit dem Motorrad verunglückte. Die Maschine hat es meterweit in die Luft geschleudert, Teile der Verkleidung, Armaturen, Scheinerfer, Tank flogen davon, prasselten auf die Fahrbahn zurück – ich bemühte mich ruhig da durch zu kommen, sicher an zu halten und zu ihm zurück zu rennen….
ALLE Bilder, die darauf folgten, Markus ohnmächtig mit einem ganz dünnen Rinnsal Blut am Mundwinkel, der Dritte unserer kleinen Gruppe hysterisch schreiend am Straßenrand, der geborstene Helm, die verdrehten Gliedmaßen, dann sein Augenaufschlag und der völlig ferne, fremde Blick….
Schließlich der Start des Rettungshubschraubers und später dann das fassungslose und grausam wissende Gesicht seiner Frau Nicole als ich spät Abends vor der Türe stand….
Nein, ich brauche solche Videos, Berichte und Warnungen nicht mehr, zweifle aber inzwischen vehement an ihrem Sinn, bin überzeugt davon, dass das zur Abstumpfung ordentlich beiträgt!
Ay DER Jens,
wer braucht so was schon? Von brauchen kann diesbezüglich wohl kaum die Rede sein, wenn man am eigenen Leib noch nicht erfahren hat, was im Straßenverkehr möglich ist, helfen einem Videos dieser Art sicherlich auch nicht weiter. Das ist klar.
Ob das eine oder andere Augenöffnen einer Abstumpfung gleich kommt kann ich nicht beurteilen. Mich stumpfen nicht enden wollende laute Werbeblöcke im Radio, hektische Szenenwechsel in Spielfilmen und PowerRangers-Manga-Müll auf SuperRTL ab, deshalb drücke ich in letzter Zeit immer öfter den großen Knopf am Gerät.
Es gibt diese Gattung Mensch, die Formel 1 nur wegen der Unfälle guckt, die sich im Flugzeug bei irgendwelchen Pannenshowsendungen einnässt, weil kleine Kinder sich auf ihrem Fahrrad zerlegen und Papa das filmt, statt zu trösten und die sich bei einem quer stehenden Fahrzeug am Straßenrand aufbaut und glotzt, statt Hilfe anzubieten. Denen ist bestimmt nicht mehr zu helfen.
Ich glaube ich bin da anders…
Sandmann
P.S.: Wie geht es denn deinem Kumpel…?
Ay DER Jens
Blöde geschrieben ich weiß.
Das solche Aufnahmen von Unglücken abstumpfen, kann ich eigentlich nur bestätigen. Wenn ich mir dann einige Jugendliche und auch junge Fahrer von Autos so anschaue, schüttel ich eigentlich nur mit dem Kopf. Der Sohn von einem Freund von mir hatte sich vor gar nicht so langer Zeit mit einigen Kumpels eben solche Videos angeschaut. Zur allgemeinen Belustigung wohlgemerkt. Da wurde ohne Ende gelacht über die Abflüge von Motoradfahrern oder derben Autounfällen. Dies weiß ich aber nur, weil ich “eingeladen” wurde auch mal zu schauen. Weil ich ja auch so einen großen schweren Wagen habe. Gelacht habe ich wirklich nicht. Ich fand es echt einfach nur zum kotzen. Die Jungs sahen einfach nur Blechteile etc. durch die Luft fliegen. Mehr aber auch nicht. Die Menschen die dabei eventuell ums Leben kamen, wurden höchstwahrscheinlich hingenommen. Als ich meine Meinung dann kunt getan hatte, war ich auch nicht mehr cool mit meinem V8. Drauf geschissen!!! Einfach nur unreife Bengels, die sich keinen Kopf machen. Irgendwann werden sie ihren Unfall miterleben und werden dann hoffentlich reifer. Es wäre wirklich wünschenswert. Weil verkehrt sind die Jungs eigentlich nicht.
Unfälle selber habe ich noch nie selber Live mitbekommen. Dies brauche ich auch nicht. Es reicht mir schon, daß ich über ein Jahr gebraucht habe, um bei einer Hilfestellung bei einem Unfall hinwegzukommen. Ich hatte derbe Alpträume und brauchte tatsächlich Hilfe von einem Fachmann. Mensch ich war damals keine 19 Jahre alt und habe eine schwere Beinwunde abgedrückt, weil der Sani nicht rankam. Der Fahrer mußte mit der Schere aus dem Wagen geschnitten werden und schrie fast die ganze Zeit. Kaum lag er auf der Trage hat er einfach aufgegeben. Und ich stand da. Naiv von oben bis unten. Ich kann ja autofahren. Dieses arme Schwein damals hat mir echt die Augen geöffnet. Abschütteln kann man soetwas nicht. Ich möchte aber NIE wieder kopfüber in einem Fußraum hängen, beide Arme fast bis zum Ellenbogen voller Blut haben und dann mitansehen, daß jemand einfach so stirbt.
Sehr nachdenkliche Grüße an Euch allen. Haltet Euch die Stoßstangen sauber
Markus
Und was mache ich mit den Fahrern im Straßenverkehr, die man eigentlich als “reif” bezeichnen sollte?
- Der BMW, der in der kurvigen Waldstraße von ganz hinten beginnt, eine lange Schlange von Autos haarscharf durch den Gegenverkehr zu überholen. Alle müssen wiederholt bremsen, der Gegenverkehr blinkt permanent auf und der Idiot macht einfach weiter? Und ist am Ende an der nächten Ampel 10 Sekunden vor mir da. Hol ich den aus dem Auto? Und dann? Ist es an mir, ihn zu erziehen und eine Anzeige zu fangen?
- Der Mercedes, der noch unbedingt an mir vorbei will, obwohl er als Ortsansässiger weiß, dass die Straße da vorne einspurig wird? Wegen dem ich eine Vollbremsung machen muss und der sich noch nicht mal entschuldigt? Zeige ich den wegen verkehrsgefährdendem Verhalten an, um dann Aussage gegen Aussage und einen Haufen Kosten zu haben?
- Der Audi im Rückspiegel, der mir einen Meter hinter der Stoßstange klebt und aufblendet, obwohl ich schon 170 fahre und eine Reihe Autos gerade selbst überhole? Trete ich da kurz auf die Bremse und beobachte, wie er sich hinter mir erschrickt, verreißt und die Kontrolle verliert und sich in den Gegenverkehr reindreht?
Es sind so viele Psychos auf den Straßen unterwegs, und es hat so wenig Sinn, zu “erziehen” oder womöglich zu “strafen”. Es geht einfach immer weiter und wird mit der Zeit und den voller werdenden Straßen immer schlimmer.
Mein Fazit daraus: Ruhig und achtsam fahren, die Leute auch reinlassen, wenn sie keine Vorfahrt haben und dem verrückten Überholer eine Lücke anbieten. Bisher bin ich immer recht entspannt und vor allem in einem Stück wieder zu Hause angekommen, und das ist mir wichtiger als das Abstrafen von Unbekannten.
Soweit meine kleine Morgenandacht. Auf in einen grauen Donnerstag!
Sandmann
Nachtrag:
Servus meine Lieben!
Sandmann, dem Kumpel geht es soweit wieder gut, es fehlen ihm knapp 4 Wochen seines Lebens und einige Organe, er hat einen gelähmten linken Arm, keinen Job mehr und sieht mit entblöstem Oberkörper aus, als hätte man ihn schon seziert.
Aber Nicole steht zu ihm, die Ehe zumindest hat das Unglück überstanden.
Markus: blöde geschrieben ist das nicht, ich kann es nachvollziehen. Sowohl die Jugendparty mit Crash-Kucken als auch Dein Erlebnis mit der ersten Hilfe…. beides muß man nicht wirklich haben. Und die Bilder, respektive den “Kurzfilm” des Unfalls sehe ich auch immmer mal wieder in unruhigen Nächten – das knipst man nicht einfch so aus.
Grüße
Jens
ppphhhhhhhh….
Okay, das nenne ich wahre Liebe und Charakterstärke. Puh. Sowohl hier als auch im Forum, wo ich den Blog hin verlinkt habe, lese ich gemeinhin mehr, als ich eigentlich lesen wollte. Es scheint so, als wenn tatsächlich unter jedem Dach ein Ach schlummert.
Heute wurde ich gerade wieder mit der These konfrontiert, dass der Maya-Kalender nur bis 2012 geht und danach umwälzende Veränderungen kommen. Okay. Aber das geht hier vielleicht jetzt auch ein bisschen zu weit. Schließlich will ich mir noch zeitnah meinen Midlife-Crisis-911er kaufen…
Alles Gute für deinen Freund und seine Partnerin. Und meine große Bewunderung.
Sandmann
@Sandmann: Ich habe das mal gemacht, einen Idioten an der Ampel gestellt. Er überholte wie ein Irrer und hat nicht nur mich gefährdet. Es hat mir einige Sozialstunden eingebracht und viel Geld gekostet. Der andere hat nur hämisch gegrinst!
Aber auch ich durfte einige Freunde und Bekannte zu Grabe tragen. Leider meist wegen zu viel PS auf zu wenig Hirn!
Meine “Reifephase” begann als ich Kurier fuhr. Nachts 8 Stunden unterwegs, immer unter Zeitdruck. Ich denke, ich habe in der Zeit einiges übers Autofahren gelernt. Und ich hatte auch das Vergnügen einen besoffenen durch die Cops von der Straße zu holen, der dachte, er kann dort die Nacht verbringen! Ich denke da auch an den Minderjährigen, der sich mit nem Golf ins Feld abgerollt hat und partout keine Polizei wollte! Ich denke, es war ihm eine Lehre, dass ich sie doch geholt habe.
Wenn man mitten in der Nacht von Eis in einer Kurve überrascht wird, ist das auch sehr einschneidend.
Wenn man jung ist, lebt man sein Leben. Wenn man älter wird, genießt man sein Leben. Wein und Kamin sind da neben guter Musik das Mittel der Wahl. Leider habe ich noch keinen Kamin….
Und zu den Idioten da draußen – ich habe 8 Airbags und ein sicheres Auto. Ich fahre mittlerweile eher defensiv. Ich weiß, dass mein Auto jenseits der 200 auf der Straße liegt wie ne Eins. Aber ich kann nur hoffen, dass die sich lieber nen Brückenpfeiler oder nen Baum suchen um sich umzubringen.
Steffen.
Ay Steffen,
ich habe zwar nur zwei Airbags, dafür aber einen eigenen Kaminofen ;-)
Mit dem Eis sagst du was… Trotz Winterreifen und Quattro bin ich bisher in jedem Winter in mindestens eine Situation gekommen, in der mein Auto ein gewisses störrisches Eigenleben entwickelt hat und partout nicht da hin wollte, wo ich es gern hin hätte. Zum Glück ist nie etwas passiert!
Als Führerschein-Neuling hab ich mich mit meinem heckgetriebenen Taunus in einem Waldgebiet in einer vereisten Linkskurve einfach rausgedreht. Ohne Vorwarnung. Einmal komplett um mich selbst, dann über die Gegenfahrbahn zwischen zwei Autos durch und wieder zurück an den eigenen Straßenrand. Niemanden berührt, nichts kaputt. Aber ich habe erstmal in den Graben gekotzt, das war ein bisschen zu viel Adrenalin für mich.
Sandmann (der überlegt, ob er seine Winterreifen bald mal aufzieht)
Ay Jens
Gegen Drängler etc. ist man nie richtig sicher. Auch nicht gegen Schleicher auf der Fahrbahn. In solchen Momenten und das hast Du ganz richtig geschrieben, sollte man einen kühlen Kopf bewahren. Es bringt niemanden etwas, wenn man für zwei Minuten eher zu Hause sein Leben und das des anderen auf´s Spiel setzt. Laß sie doch drängeln. Wer bei Tempo 170 der Meinung ist aufblenden zu müssen, sollte zu fuß gehen.
@-Der Jens
Das blöde geschrieben bezog sich auf die Anrede. Zweimal einen Jens im Blog zu haben…
Zum Glück hat die Frau Deines Freundes zu Ihm gehalten. In solchen Momenten ist ein Partner der zu einem steht mehr als nur Gold wert.
@-Steffen
Der letzte Absatz von Dir trifft den Nagel auf den Kopf. Solche “Lebensmüden” sollten niemals andere mit in den Tod reißen. Leider passiert dies nur allzu oft. Und selbst der neue Bußgeldkatalog wird dies nicht ändern können. Wir alle können nur hoffen, daß wir niemals in so einen Unfall selber verwickelt werden. Alles andere ist einfach nur “das Leben”. Wir Menschen sind als Fußgänger geboren worden. Und dann kam die Technik die uns höher, schneller, weiter “laufen” läßt.
V8 mäßige Grüße
Markus
Technik…
Ich muss gestehen, dass ich mit Hilfe des 7er BMW eine interessante Selbsterfahrung gemacht habe:
Du gewöhnst dich an ein hohes Tempo. Es wird normal, dass du auf der Autobahn mit 180 unterwegs bist, denn es fühlt sich langsamer an, du hast bessere Bremsen und eine gefühlt höhere passive Sicherheit. Das ist soweit ja okay.
Aber erstaunlicherweise empfindest du Autos vor dir, die es wagen, langsamer als du zu sein, als Provokation. Der vor dir, obwohl er mit 160 dahinbraust, will dich doch bestimmt ärgern, schließlich könntest du ja noch einen 100er drauflegen. Und schwupps – klebt man hinten dran.
Das war heftig. Ich bin dankbar für diese Lehre, ich bin anschließend selbst mit dem BMW sehr passiv und zurückhaltend gefahren. Alles eine Sache der Gewohnheit und der Aufmerksamkeit…
Sandmann
Tach die Herren,
den Clip kannte ich noch nicht. Auch wenn ich jetzt sehe, dass er hier und da schon mal im Netz gepostet wurde.
Die Kommentare bei youtube sind ja von superpeinlich bis überflüssig. Haben die Leute denn nichts zu tun als sich gegenseitig zu beschimpfen? Schlimm. Und die Kinderfraktion, die Markus1975 beschreibt ist auch gut vertreten. Schön Craschfilmchen schauen und dann erstmal *lol* drunter schreiben. Ich versteh die Welt nicht mehr.
Danke Sandmann für den Denkanstoß, auch wenn er mit dem großen Vorschlaghammer kam. Ich weiß zwar nicht was das mit mir macht aber ich setz mich heute Abend mal ein wenig intensiver mit meinem Umfeld auseinander. Vorher habe ich aber noch ein paar Kilometer A7 Hannover – Soltau vor mir. Oh mann.
Abel
Ay Calimero,
na deine Tastatur hat ja wohl schon virtuelle Spinnenweben angesetzt, oder? ;-)
Die Kommentare habe ich gepflegt überlesen, als ich sah, in welche Richtung das geht. Da könnte man ja einen kompletten Blog draus machen. Aber wenn du dir das deutsche Nachmittagsprogramm der Privatsender anguckst, kannst du nicht mehr erwarten. Alles sehr Zielgruppen-orientiert.
Carpe diem. Wieder einmal mehr.
Sandmann
Ich habe selbst einmal aus blosser Dummheit einen Unfall gebaut und bin in nen LKW reingerasselt! Seit dem mach ich meine Scheiben immer vollkommen frei von Eis und warte lieber noch ein bisschen, bis die Lüftung läuft!
Und der erste Gedanke nachdem es geknallt war: Oh mein Gott, mein Bruder! Der sass nämlich neben mir und ich hätte mir nie verziehen, wenn ihm etwas passiert wäre.
Das hat dann ein anderer besorgt, der auf einer eigentlich geraden und übersichtlichen Strecke einen Bus überholen musste und in meinen Bruder reingekracht ist. Der hatte einen Lungenriss und grössere Folgenschäden konnten nur vermieden werden, weil der Notarzt sofort da war und erkannt hat, dass er punktieren muss. Der Unfallfahrer selbst verstarb noch am Unfallort. Und als sei das alles nicht schrecklich genug, kannte mein Bruder ihn und hat sich im Nachhinein noch lange Vorwürfe gemacht, ob er nicht hätte ausweichen können.
Und dann ist da noch die Angst: Als Feuerwehrfrau wirklich mal einen Unfall zu erleben, wo mehr ist als nur einen brennenden Motor zu löschen, den Verkehr zu sichern, eine eingequetschte aber grossartig sonst nicht verletzte Person rauszuschneiden.
Und das Bild: Mitten im Ort, 14 Uhr nachmittags wundere ich mich über einen Stau und die Autos, die irgendwas ausweichen. Ich seh es nicht genau, es ist auf der Gegenfahrbahn. Doch in dem Moment, wo ich vorbeifahre, sehe ich, dass ein Fahrrad daliegt und daneben ein Mann. Und selbst als ich mit Warnblinkanlage anhalte und über die Strasse will, fahren Autos weiter. Als ich bei dem Mann ankomme und durch mein Auto natürlich noch mehr Verkehrsaufkommen verursache, halten endlich auch andere an. Und im nächsten Moment ist ein Handy zur Hand, der Notruf gerufen und ein zufällig vorbeikommender Arzt kniet schon neben dem Verletzten. Und ich frage mich, ob die Autos auch weitergefahren wären, wenn es nicht ein alter, “versiffter” Mann mit Tüten am Fahrrad gewesen wäre, der da auf der Straße liegt, sondern ein schnieker Rennradfahrer!
Ay Susi,
mit einem Heiligenschein über meinem Kopf denke ich auch gerade an die Sehschlitze in der Windschutzscheibe, die meine Lüftung mir manchmal freibläst, wenn ich zu faul oder zu ungeduldig bin, noch ein wenig zu warten… oooh….
Die Geschichte mit deinem Bruder ist schrecklich. Vermutlich macht man sich in solchen Situationen immer Vorwürfe, auch wenn man unschuldig am Tod oder den Verletzungen des anderen ist. Weil immer etwas anderes hätte passieren können, wenn man anders reagiert hätte.
Das Prinzip Butterfly-Effekt, kennst du das? Die Geschichte, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings mit den entsprechenden Kettenreaktionan am anderen Ende der Welt ein Erdbeben auslösen kann…
Immer, wenn ich solche Gedanken habe, überlege ich mir im Gegenzug: Was könnte an einem normalen Tag, an dem alles richtig gewesen und gut gegangen ist alles passieren, wenn irgendwo irgend jemand etwas anders gemacht hätte? So rum geht das ja auch… Wenn wir mal ehrlich sind, ist es ein Wahnsinn, dass nicht sehr viel mehr im Gewusel des Individualverkehrs passiert, oder?
Meine beiden besten Freunde sind beide jahrelang auf dem Rettungswagen mitgefahren. Und auch sie kannten beide die Angst, eines Tages vor dem Kind zu stehen, das von einem abbiegenden LKW übersehen wurde. Es ist zum Glück nie passier. Den beiden jedenfalls nicht.
Auch über das Thema Hilfe bei Unfällen könnten wir vermutlich noch viele Abende philosophieren! Ich kann mir nicht vorstellen, jemals eine hilfebedürftige Person zu sehen und einfach weiter zu fahren. Dass muss nicht die süße Lady in Hotpants am Straßenrand sein, die lasziv an der geöffneten Motorhaube ihres Audi TT lehnt und mit dem Warndreieck Luft fächelt… die braucht vermutlich noch ganz andere Hilfe.
Ich selbst habe in 20 Jahren Straßenverkehr so viel Hilfe und selbstlose Aufmerksamkeit erfahren, da gebe ich sehr sehr gern etwas von zurück, wo immer ich kann!
Und heute Abend? Heute Abend kommt Sascha von Flammable Gas :-) in die Casa Sandmann. Wir werden vor beschriebenem Kaminofen sitzen, ein paar unvernünftige Mengen Rotwein trinken und uns am Klavier und der Gitarre ein paar Geschichten erzählen. Sie werden allesamt von Liebeskummer, Frauen, die einen verlassen und unerfülltem Glück handeln. Manchmal scheint dies echt nötig. Ich hoffe, es wird ihn ein bisschen ablenken…
Sandmann
Susi,
also ich weiß, dass man NIE ausweichen kann! Ich hatte auch schon 2 unverschuldete Unfälle, noch mit dem Moped – Man kann nicht ausweichen.
Es ist immer diese eine Sekunde, die man später losfahren könnte oder die Ampel, die hätte grün sein können. Aber da kommen wir wirklich in die Chaostheorie rein.
Meinen Kollegen hat es auch als Rennradfahrer erwischt. Ein LKW fuhr ihn beim abbiegen an – absichtlich, nachgewiesenermaßen! Er wollte noch abhauen, zum Glück gab es jemanden der anhielt… Begründung des LKW-Fahrers war, dass mein Kollege keinen Platz für ihn gemacht hat!
Die Mentalität ist halt so, dass das Leid anderer Leute besser ist, als jede Quizshow. Man schaue nur auf die Autobahnen, dort sind die Staus auf der Unfallfreien Seite um so länger, je schwerer der Unfall ist.
Hey Sandmann,
Wir haben uns immer auf vereisten Parkplätzen gedreht. Hat Spaß gemacht und ein gutes Gefühl fürs Auto gebracht…
Frontscheibe ist bei mir beheizt – glücklicherweise.
Du erinnerst mich übrigens gerade dran, dass meine Winterräder auch noch in der Garage parken… mist!
Und dieses so genannte “Unterschichtenfernsehen” bezahlt meinen Sprit im Tank. Ich fühle mich deswegen manchmal ein klein wenig schuldig…
schönen Abend wünsche ich euch!
Steffen.
Ay Steffen,
das haben wir auch gemacht. Ich glaube, das hat mich damals mit meinem Taunus in die glückliche Position gebracht, nicht hektisch am Lenkrad zu kurbeln sondern den Wagen drehen zu lassen. Wer weiß, was sonst noch alles passiert wäre…
Ich will gar nicht gegen das aktuelle fernsehprogramm pöbeln, das ist hier nicht die Plattform dafür. Dann müsste ich mir schon eine kleine Sozialkritik-Kolumne an anderer Stelle reservieren, wir d+rfen nicht vergessen, dass wir hier bei AutoBild.de sind :-)
Aaaber…. nein, ich fang nicht schon wieder an.
Der gute Sascha ist jedenfallls wieder unterwegs, aktuell macht er vermutlich beim Lev die Bremsen am Polo. War alles gar nicht so verheerend… Also, der Abend, meine ich.
Na dann. Mal gucken, was passiert, wenn ich nachher einkaufen fahre und NICHT tanke und NICHT…
Sandmann
ich werde noch weitere Quellen zu Rate ziehen… aber was ich bis jetzt darbüer gelesen hab, hat unser Physiklehrer hier wohl den Butterfly-Effekt missverstanden ;)
Ich empfehle auch den gleichnamigen Film als kurzweilige Unterhaltung.
Er hat seine Langen zwischendurch, aber ist insgesamt durchaus beeindruckend. Wie ich als Laie finde.
Wisst ihr, was ich jetzt mache, an diesem grauen Samstag? Ich fliege mit dem Flugsimulator ein wenig über Sardinien herum, esse ein paar Schnittchen und freue mich, dass ich lebe.
Sandmann
Ay Jens mein Gutster
Warum “wunderst” Du Dich, in welche Richtung der Blog geht? Dazu ist das Video einfach …sagen wir mal ein wenig zu aufwühlend. Wir alle dürfen nicht vergessen und das tuen die meisten zum Glück nicht, daß dies Originalaufnahmen sind. In diesen paar Sekunden wurden Existenzen und Leben ausgelöscht. Soetwas kann täglich auf unseren Straßen passieren. Gerade jetzt zur anfänglichen Herbst/Winterzeit. Eine Senke mit Glatteis, ein Stauende welches sich hinter einer dicken Nebelwand verbirgt und und und.
Es gibt einfach zuviele Möglichkeiten sich im heutigen Straßenverkehr das Leben unnötig schwer zu machen. Und jetzt mal ehrlich. Wer von uns hat sich denn schon mal nicht beim drängeln, schneiden etc. erwischt? Na?! Jetzt sollten mal alle gaaanz tief in sich gehen. ;)
V8 mäßige Grüße
Markus der sich bei seiner Tochter angesteckt hat und sich ein wenig erholt.
Ay Markus,
Nebel ist auch immer wieder ein schönes Thema!
Irgendwann wird es bestimmt Navigationssysteme geben, die andere Fahrzeuge auf der Route zeigen, auch jene, die uns entgegen kommen.
Das könnte hilfreich sein, wenn man in einer unübersichtlichen Kurve waghalsig überholen möchte. Oder wenn man trotz dichtem Nebel mit 140 über die Autobahn brennen will.
Wenn ich’s mir recht überlege scheinen solche Systeme schon auf dem Markt zu sein…
Sandmann
Ey Sandmann
Den Film werde ich mir trotz schlechten Kritiken (unter anderem eben auch die, dass im Film jener Effekt falsch dargelegt wird, also reine Unterhaltung und nicht als lehrreich anzusehen) reinziehen, weiss zwar nicht genau um was es genau geht, aber wäre ja blöd im Vornherein Bescheid zu wissenm, aber der Titel klingt trotzdem interessant ;)
Ay Roy,
ich habe ihn damals im Kino gesehen…
Anfangs war ich regelrecht erschüttert. Irgendwann hatte man sich an den “Vorgang” gewöhnt (ich gebe jetzt mal keine Details), dann wird es ein wenig nervig und albern. Aber ich meine mich erinnern zu können, dass er mir gegen Ende wieder gut gefiel.
Auf jeden Fall habe ich anschließend viel nachgedacht. Von daher kann er nicht so sehr schlecht sein. Oder?
Visuelle Grüße in die Schweiz
Sandmann
“Das könnte hilfreich sein, wenn man in einer unübersichtlichen Kurve waghalsig überholen möchte. Oder wenn man trotz dichtem Nebel mit 140 über die Autobahn brennen will.”
daher beides völliger Schwachsinn ist, sollten solche System NIE auf den Markt kommen, kann man ja gleich Blindflug machen… schluss und endlich ists der Fahrer der das Steuer im Griff hat, wenn DER meint man müsse es mit Waghalsigkeit übertreiben würde ihn (bzw. die andern Verkehrsteilnehmer) auch so ein System nicht schützen, denn dann sieht man zwar dass was kommt, aber weils ja so schön ist überholt man trotzdem, der Kick ist dann nimmer das unvorhersehbare Auftauchen von Gegenverkehr sondern der AdrenalinSchub beim Überholen wo man wissen will obs trotzdem noch reicht….
Ay Roy,
klar ist beides völliger Mist. Ich meinte das nicht ernst ;-) Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Blindflug im eigentlichen Sinne irgendwann mal im Auto möglich sein wird. Dann sollte man doch vielleicht lieber wieder auf die Schiene ausweichen!
Sandmann
Ay Jens
Wenn ich mich recht entsinne, hat BMW und Mercedes so eine Art Nachtsichgerät in einigen Modellen eingebaut. Ich habe mal einen Bericht gesehen, wo Fahrer auf Teststrecken in abgedunkelten Fahrzeugen fahren mußten. Völlig abgefahren, mit was für Technik wir heute doch den Blindflug üben können.
V8 mäßige Grüße
Markus
Ay Markus,
die meisten von uns fahren wohl ihr auchto auch, weil es einfach SPASS macht. Ich habe irgendwann in den 70ern mal in einem “Was ist was” Buch etwas über Individualverkehr gelesen. Da stellte der Autor die Prognose, dass in 30 Jahren niemand mehr lenken muss und die Autos computergelenkt durch die Straßen schweben…
Aber neeee. Dafür fahren wir doch alle viel zu gern Auto! Es ist doch gerade dieses Quäntchen Freiheit, selbst zu lenken und selbst Gas zu geben.
Ich schau mir das an…
Und by the way: NEIN, keine Sorge, mir geht es gut. Mir fehlt vielleicht ein bisschen Licht in diesem trüben Herbst und mein Audi fährt einfach ein bisschen zu pannenfrei für dramatische neue Geschichten, aber sonst ist alles Gold ;-)
Sandmann
Ay Jens
Es gibt Menschen, die das Auto als Gebrauchsgegenstand sehen. Dies ist ja auch! Die Golffraktion außer dem Einser ist für mich ein Gegenstand. Warum dies jetzt? Weil der einser Geschichte und einfach nur Kult ist. Und genau hier hängt der Haken. Es gibt Autos zum einkaufen oder um zur Arbeit zu kommen. Und es gibt Autos, die damals zu Massen vom Band liefen und im heutigen Straßenbild kaum noch zu finden sind. Solche Autos sind Spaßmaschinen. Und mir geht es nicht um PS oder ähnlichem.
Käfer
Golf 1
Einige Modelle von Ford und Opel
NSU Prinz
Bei solchen Modellen FÄHRT man noch und wird nicht gelenkt. In solchen Autos wird selbst der triste Herbst…schön. Welches Auto ohne Klima heizt bitte so schnell auf wie ein Golf eins? Und dann noch dazu die alte Lüftung die so schöne Geräusche von Eigenleben hat. Hach!
Autofahren ist schön.
Und sei mal froh, daß Dein Audi pannenfrei ist Jens. Oder “Sie” sammelt. Und im Sommer gibt der V8 dann wieder richtig Gas mit diversen Kleinigkeiten. Ich hoffe das Beste.
V8 mäßige Grüße
Markus
Ay Markus,
im Sommer können gern die Reparaturen kommen, da ist es bis 22.00 Uhr hell und warm und ich könnte die ganze Nacht schrauben!
Aber die kleinen und großen Macken kommen ja mit Vorliebe in der Vorweihnachtszeit, wenn draußen so 4 Grad und Nieselregen sind… Wo bleibt eigentlich mein Kühlwasser so im Laufe der Tage ab? Ich muss mal suchen gehen… Das alte Problem.
Ansonsten ist es jeden Morgen wieder eine Wonne, mit diesem Auto durchs Land zu gleiten. Seit drei Wochen zu einem Großkunden an der Westküste, einsam und grau dort. Aber ich habe ja den Audi ;-)
“Kult” Autos… mein allererstes Fahrerlebnis hatte ich in einem Fiat 131 Supermirafiori. Ich hab mal bei Mobile geguckt… nicht zu bekommen, und wenn dann teuer oder in Italien. Lustiges Auto eigentlich, kennt hier heute niemand mehr.
Sandmann, der jetzt in die Einöde fährt
Hallo Sandmann,
ein heikles Thema was Du hier aufgreifst. Auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache und unverstanden bleibe, möchte ich meine Meinung dennoch kund tun.
Emotionen sind nicht meine Stärke, ich bin ein sehr rational denkender Mensch. Das Schicksal anderer Menschen, sofern sie mir nicht nahe stehen, berührt mich in der Regel wenig, wenn überhaupt. Zutiefst verurteile ich die von vielen Leuten praktizierte Modeerscheinung, vordergründig Trauer und Mitgefühl zu demonstrieren, auch wenn sie keinen Bezug zu den betroffenen Personen gehabt haben. Ich erlebte das an der Beerdigung meines Vaters vor einem Jahr. Da kamen massenweise Personen zur Trauerfeier und heulten sich die falsche Seele raus, dabei hatten sie seit 30 Jahren keinerlei Kontakt mehr zu ihm. Das nervte gewaltig!
So mache ich mir auch keine Gedanken, was alles überall passieren könnte. Ich lebe heute und hoffentlich auch morgen. Sollte es abrupt zuende sein, dann war’s das eben. Mir kann’s dann ja egal sein. Würde ich stets in Furcht leben, es könnte mir etwas zustossen, ich glaube das nähme meinem Leben den Sinn.
Diese Einstellung bedeutet natürlich nicht, dass ich im Falle eines Unfalls auf der Strasse nicht helfend eingreifen würde. Und selbstverständlich hätte auch ich die Geschehnisse danach zu verarbeiten, das ist ja klar.
In diesem Sinne: erfreut Euch des Lebens und zermürbt nicht an dessen Gefahren! Und fahrt schön vorsichtig…!
Gruss, Stefan H.
Ay Stefan in der fernen Schweiz, die nahe an Italien dran ist,
was du schreibst schließt ja nicht das pauschal aus, was ich auch geschrieben habe. Auch wenn ich ein sehr bauchbetonter und emotionaler Mensch bin (ich kann auch hervorragend im Kino flennen), lebe ich bei dem Anblick eines solchen Films nicht in Furcht vor dem, was kommen könnte.
Da stimme ich dir zu, da würde man ja im wahrsten Sinne seines Lebens nicht mehr froh werden.
Dennoch empfinde ich von Zeit zu Zeit aufrichtige Trauer auch bei Ereignissen, die mit meinem Leben und meiner Person nichts zu tun haben. Ob ich auch mir fremden Menschen dann Mitgefühl ausdrücken würde kann ich nicht sagen, das habe ich noch nie gemacht.
Oder ist das dann vielleicht Selbstmitleid, weil das eigene Leben einem plötzlich endlich erscheint? Dass man für einen kurzen Moment das greifen kann, was man lange erfolgreich verdrängt? Hm. Sehr psychologisch alles…
Um dem Thema so langsam mal ein bisschen die Traurigkeit zu nehmen: Ich habe noch zwei Wünsche. Der eine ist, ich möchte dass meine Kinder auf jeden Fall länger leben als ich und ich möchte bitte, WENN du mal abrupt abtreten solltest, das Coupé und den Granada haben ;-)
Sandmann
“auch wenn sie keinen Bezug zu den betroffenen Personen gehabt haben.”
genau… was eben nicht aussschliesst, dass wenn du eben an nen Unfall ran fährst, der direkte Bezug dann gegeben wird, weil du bist dann ja dort, mittendrin… somit dir dann nicht egal sein wird…
wurde letzthin gefragt ob ich zu ner Beerdigung mitgehe von nem weit weg Verwandten dessen Namen ich noch nie gehört hatte… hab dankend abgelehnt…
Zudem…
So blöde Foskeln dann den Hinterbliebenen gegenüber kotzen mich dann erst recht an…
oder was sagt ihr denn nem Vater dessen Sohn mitm Motorrad aufm Heimweg in nen LKW rauschte kurz nach Lehrabschluss? Ich konnte ihm nur die Hand drücken… und hoffen nicht selbst gleich in Tränen auszubrechen… weil es nunmal keine passenden Worte für sowas gibt!
äh… also die Beerdigungs”einaldung” hat nix mit dem Motorradfahrer zu tun… das ist als eigenes Thema zu sehen… denn der Vater ist ein Arbeitskollege und somit kenn ich den Typen und dann tuts mir auch wirklich leid was ihm mit dem Verlust seines Jungen passiert ist… weil das ist einfach etwas vom hässlichsten… da könnte man direkt Angst bekommen selber mal Kinder zu haben… er hats recht gut überstanden, aber ich weiss nicht ob ich das so könnte…
Ay Roy,
glaub mir… wenn du mal eigene Kinder hast, ist eine deiner größten Ängste, dass mit ihnen irgend etwas passieren könnte!
Meine große Tochter rutscht jetzt langsam in das Alter, wo man auf Roller abfährt und es das allergrößte für die Jungs ist, einen zu haben. Erst Mofa, dann 50er. Ich werd ganz nervös. Aber das ist wohl normal…
Wenn ich sehe, was ich alles damals geritten habe… Erst eine Vespa Boxer2 Mofa von 1975, dann ne 50er Yamaha (Roller fand ich schon immer doof, auch wenn Juny das hier jetzt mitlesen sollte), dann eine Hercules. Parallel mit 15 Jahren erst den Fiat, dann den alten Taunus für 100 Mark zwei Jahre über den Acker gescheucht und irgendwann mit 18 den “richtigen” Taunus, das Coupé. Dass meine Mutter nicht vor Sorgen gestorben ist kann ich aus meiner heutigen Sicht gar nicht nachvollziehen.
Die Mofa hab ich immer noch :-)
Sandmann
Ay Jens
Einen Fiat 131 …? Von so einen habe ich noch nie gehört. Vielleicht habe ich ja mal einen gesehen, aber nicht regestriert. Gibt es irgendwo Photos von diesen Modell?
Und Dein V8 verliert wieder irgendwo Wasser? Versteh ich nicht. Du hast doch erst die Klima repariert. Sollte es diesesmal Dein Kühler samt Geweih oder die Kopfdichtung sein? Ich sollte aufhören so schwarz zu sehen. ;) Nur weil bei mir im Geweih ein kleiner Riss außen ist, der akribisch beobachtet wird. Hehe
V8 mäßige Grüße
Markus der heute recht früh ins Bett geht. Schlaft alle schön
Ay Markus,
klar gibt es Bilder. Allerdings nicht von meinem, der war metallic-blau. Er sah ungefähr SO aus:
Klickst du für den Fiat 131
Ja, mein V8 drückt irgendwo Wasser raus. Kann man auch riechen. Natürlich nur sporadisch, mal bleibt es ewig alles drin, mal fehlt gleich ein halber Liter über Nacht. Die Kopfdichtung habe ich nicht im Verdacht, eigentlich ist das Geweih mit neuen O-Ringen versehen und ja, ich habe den Wärmetauscher und das Heizungsabsperrventil erneuert. Dann muss ich wohl nochmal von vorn anfangen. Bleibt halt spannend…
Ich werde mich auch gleich wie eine Raupe in meinen Cocon einmummeln und Illuminati gucken. Gute Nacht allesamt…
Sandmann
Ay Jens
Ich habe mir mal das Photo vom Fiat angesehen. Und hey! Ich werde doch immer wieder gerne überrascht. Dieses Modell kenne ich noch nicht. Aber von der Formgebung finde ich den Wagen nicht schlecht. Er haut mich zwar nicht aus den Socken, aber trotzdem steht er eigenständig mit Ecken und Kanten da. Schön
Mit Deinem Wasserproblem…vier Augen und zwei Nasen sehen bzw. riechen mehr. Weißt bescheid?
V8 mäßige Grüße
Markus
Ay Markus,
wenn ich dan Wagen nicht in den frühen 80ern als komplett durchgerostetes Exemplar hätte selbst über den Vorhof des Autohändlers lenken dürfen – ich wüsste heute auch nicht, dass es ihn gab.
Irgendwie hab ich Lust auf so ein Auto… Hm… ist das jetzt schon wieder so eine verkappte Vergangenheitsbewältigung oder was??? Ich muss mir mal einen Therapeuten suchen.
Sandmann
Nabend die Herren,
ich bin gestern etwas aus den Latschen gekippt, als ich hier in Zagreb das Angebot an Einser Golfen gesehen habe. Alles da. Von Zustand 2 bis unendlich! Hier kann man sowas noch kaufen.
Und den131 kenne ich auch… lang ists her!
Steffen.
Ay Steffen,
wenn ich eine Bestellung aufgeben darf: Bitte den 1974er Ur-Golf im ehrlichen Zustand 2 mit einfachem Tacho in der Grundausstattung, am Liebsten die kleine Maschine. Und nicht mehr als 1000 Euro. Dann bin ich dabei…
So. Auf in den neuen Blog.
Sandmann
Ay Jens
Auf was Du so alles Lust hast. ;)
Wenn es danach ginge, hätte ich eine Halle mit diversen Modellen. Und ein Dauerkennzeichen für Bewegungsfahrten. ;)
Drei Probleme wären dann aber noch zu lösen. Zeit, Geld und Platz. ;)
@-Steffen
Einser Golf wie Sand am Meer? Wau! Bei uns gibt es einfach zuviel Salz und Leute die keine Autos mögen (Abgasnorm etc. )
V8 mäßige Grüße
Markus
Ay Markus,
Zeit und Platz wiegen fast noch schlimmer als das Geld. Ich muss dringend berühmt werden und ganz viel geld verdienen und dann all die Autos fahren, die ich schon immer haben wollte… Soooo teuer ist das gar nicht, aber mit fehlt die Zeit.
Und JA ich stehe zu meiner Liebe zum Ur-Golf-1
Sandmann
*freu*
Ich fühle mich angesprochen…
Abel
Ich vergesse immer dass du einen Golf 1 hast :-)
Halt ihn dir warm.
Sandmann