Abgelegt in Sandmanns Audi V8

Warten

Sonntag, 1. November 2009 um 23:18 Uhr
von Sandmann

Ay liebe Blog-Gemeinde.

Sekunden werden zu StundenWarten. Warten bedeutet Zeit verbringen, während ich hoffe, dass sich ein Zustand ändert. Das kann ein Zustand der Einsamkeit sein, ein Zustand der Angst, ein Zustand der Unsicherheit – aber immer mit dem Wissen, dass sich etwas ändern wird. Warum sonst sollte ich warten? Ich stehe inmitten einer fremden Stadt, inmitten einer herbstlichen Dunkelheit, unter einer mir fremden Laterne im Scheinwerferlicht eines mir vertrauten Autos. Der abkühlende Motor tickt leise. Ich warte. Heutzutage warten wir nicht mehr sehr oft. Warum eigentlich nicht? Hat die Welt sich in einen Perfektionismus hineingedreht, der Leerlauf überflüssig macht? Nutzen wir alle verbliebenen freien Minuten aus, um Dinge zu machen, die uns erst die neuen Kommunikationsmittel gegeben haben? Wohl kaum. Während eine nordische Kälte langsam meinen Rücken hinaufkriecht werden mir ein paar Dinge klar.

Menschen warten nicht mehr!

Die Zeit will nicht vergehenIhre Mobiltelefone haben sie immer und überall zu jeder Zeit erreichbar gemacht. Wenn ich mich aus irgendwelchen Gründen verspäte, rufe ich schnell an, damit mein Gegenüber nicht warten muss. Dabei ist es heute schon echt schwer, sich zu verspäten, außer vielleicht, ich reise in einem ICE der Deutschen Bahn. Navigationssysteme berechnen Ankunftszeiten minutengenau, kalkulieren Staus in Echtzeit und entwickeln Strategien, doch noch irgendwie pünktlich anzukommen. Und wenn nicht – ja Himmel dann rufe ich halt an. Ich rufe ja auch drei Minuten vor einem geplanten Treffen an, wenn ich es gar nicht schaffe. Hauptsache bescheid sagen. Am liebsten der Mailbox, mein Gegenüber ist ja selbst Schuld, wenn es nicht ans Handy geht. Die Welt ist flexibel und grenzenlos unverbindlich. Verabredungen sind erst ab dem Zusammentreffen der Verabredeten eine Verabredung. Bis dahin kann man sie immer noch kurzfristig absagen.

Unbarmherziges VoranschreitenWenn man die 25 überschritten hat, kennt man so etwas wie “Lange Weile” nicht mehr. Lange Weile ist ein Begriff der Kinder und Teenager, die in ihrer Suche nach permanentem Entertainment nicht befriedigt werden. Ich bin schon groß, Lange Weile heißt bei mir Wellness oder Entspannung. Aber wo finde ich sie? A7 Richtung Hamburg, der klassische Stau vorm Elbtunnel. Schnell Handy raus, bescheid sagen, ich wusste ja eigentlich dass hier immer Stau ist aber egal es wird ein bisschen später. Alles steht. Nochmal die Neuigkeiten bei Facebook checken, das bietet sich ja an. Ein paar Freunde anrufen, die ich lange nicht angerufen habe. Gottseidank nur die Mailbox, dann sehen die wenigstens, dass ich es versucht habe. Mehr ist nicht drin. Effektives Stauzeit-Management, bloß nicht nachdenken oder Musik hören, dafür ist keine Zeit. Ich schaffe ja ohnehin schon nicht das Pensum an Aufgaben, welches ich mir in den Tag gelegt habe.

Dornige Rosen - aber für eine gute SeeleWo kann ich noch Zeit sparen? Mit meinem Internethandy checke ich die Mails von überall in der Mittagspause. Auf langen Autobahnetappen telefoniere ich meine Verwandten durch oder die Menschen, die mir wichtig sind. Dafür ist ja Abends zu Hause keine Zeit mehr. Im Urlaub buche ich nur noch Ferienhäuser mit W-LAN, ich möchte nichts verpassen. Außerdem verlassen sich andere darauf, dass ich erreichbar bin. Ein Blick auf die Uhr. Nicht zu fassen. Ich habe noch 20 Minuten Zeit, bevor der Zug ankommt. Da habe ich mich wohl verschätzt…….. Schön ist es hier. Der Zeitschriftenkiosk in dem uralten Bahnhof verströmt einen spröden Charme und führt sogar einige deutsche Magazine. Der herbstliche Wind riecht frisch und unverbraucht und weht ein bisschen Sehnsucht vom Meer herüber. Mein Herz klopft unmerklich schneller, ich fühle mich wieder einmal wie ein Teenager. Die in einem “Motor-Florist” gekauften roten Rosen stechen mit ihren Dornen in meine Finger und beweisen mir, dass ich hier und jetzt existiere.

Was für ein Luxus, zu warten. Ich schließe meine große Liebe in meine Arme, als der ankommende Zug sie freigibt. Ich spüre ihre Wärme. Und ich erzähle ihr von meiner Warterei. Ich bin nicht mehr einsam, ich habe keine Angst mehr und ich bin nicht mehr unsicher. Es sind gute Zeiten. Atmen Sie mal durch. Legen Sie Ihr Handy beiseite. Warten Sie mal wieder.

Sandmann

26 Kommentare zu “Warten”


  1. royf schrieb am 1. November 2009 um 23:59

    Alter Alter… WochenEnde heisst für mich WARTEN… aber bei wunderbarklarer frischer Luft, blauem Himmel und Sonnenschein puuuur in ner Nussschale auf nem See… gut, mal den Boden bissl geschrubbt, Musik ins Ohr gestöpselt, mal was gelesen… aber eben auch mal NUR gewartet… aber der einzige Zustand der sich änderte war, dass es kalt wurde und ich die Sachen zusammen packte und wieder in den Hafen eingelaufen bin… oder eher Bootssteg neben dem Puff… da könnte man sich doch DA was angeln wenn man schon keinen Fisch gefangen hat… och nöö… bezahlte Zeitbegrenzte Liebe ist irgendwie nicht das Wahre, oder? also ins kleine schwarze Rennpferd gesetzt und nach hause…

    und verdammt… schon ist das WE rum und ich hab nur gewartet… und jetzt warte ich auf das nächste WE aber vertreib mir die Zeit mit Arbeiten oder so…

  2. Sandmann schrieb am 2. November 2009 um 00:06

    Ay roy,

    oh jemineh. Scheints, als wenn du dich über zu viel Hektik und Zeitmangel nicht beklagen könntest. Zumal, wenn du dich auch noch von deinem V8 trennst, der ja durchaus ein Zeitfresser sein kann…

    Das sind diese Gründe, warum ich nicht in einem Ort wie Einsiedeln leben wollen würde. Der Name ist Programm, oder? In einer ohnehin schon sehr beschaulichen Schweiz, die ich als Gast nach wie vor sehr schätze (ich muss mir eine neue Vignette besorgen), geht vermutlich alles einen etwas ruhigeren Gang. Vielleicht nicht im Zentrum von Bern oder Zürich, aber die Städte meidest du bekanntermaßen ja sowieso.
    Nimm dir rund um den Vatertag (spätestens) mal ein bisschen Zeit, dann zeig ich dir mal ein paar richtig große Schiffe ;-) Und wenn dir vorher vor lauter Warten der Himmel auf den Kopf fallen sollte, denk nicht über bezahlte Liebe nach (ich bin da deiner Meinung) sondern fahr doch mal in den Norden von Deutschland. Es gibt hier sehr schöne Frauen…

    Sandmann

  3. markus1975 schrieb am 2. November 2009 um 01:15

    Ay Jens mein Gutster

    Die Welt um uns herum ist hektisch und wird es auch immer bleiben. So richtig ausspannen kann ich eigentlich nur, wenn ich mich mit Freunden treffe, angeln gehe oder am Auto schraube. Dies lenkt mich persönlich vom Alltag ab. Dies sind die Momente, wo ich mich wirklich entspannen kann. Beim Autoschrauben wird immer wieder ein wenig rumgemotzt, wegen der engen Hütte, aber gleichzeitig freut man sich auf das Endresultat.
    Wenn ich mich mit Freunden treffe, wird meistens gegrillt, ein Bierchen getrunken und “Männergespräche” geführt. Dabei geht es um Autos oder ganz banale Probleme des Alltags, die man in der Gruppe zu lösen versucht. Aber immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen. Schön schwarzer und hintergründiger Humor.
    Und angeln kann ich eigentlich nicht so recht erklären. Man ist für sich allein oder mit einem guten Freund unterwegs und läßt die Gedanken schweifen.
    Und die nächste Woche mit neuen Aufgaben steht schon in den Startlöchern. Irgendwie freue ich mich schon darauf. Es ist doch schon irgendwie pervers, daß ich ohne ein wenig Stress nicht auskomme. ;)

    V8 mäßige Grüße an Dich und Deine Familie

    Markus

  4. Sandmann schrieb am 2. November 2009 um 08:26

    Ay Markus,

    ich WÜRDE mich gern mal wieder beim Autoschrauben entspannen, aber dafür fehlt mir ironischerweise die Zeit…

    Auch ich brauche immer einen gewissen Zeitdruck um mich herum. Schon im Studium habe ich mit Stress im Nacken die besten Hausarbeiten abgeliefert. Aber ich werde nicht jünger und ertappte mich dieser Tage bei den angesprochenen “Zeittotschlägern”. Es kann echt nicht angehen, dass ich über die A7 fahre und parallel mit dem Handy, was auf einmal internetfähig ist, über die verschiedenen Seiten browse. No way. Das muss ich mir dringend abgewöhnen bzw. gar nicht erst angewöhnen, zumal es extrem ablenkt.
    Da arbeite ich dran…

    Sandmann

  5. daemonarch schrieb am 2. November 2009 um 10:49

    So ist es leider heutzutage, ein riesen Freundeskreis ohne Beziehungen..
    Belangloses geplänkel über das Internet mit Menschen die man meint zu kennen, aber die man noch nie getroffen hat.

    Eine kalte Welt!
    Zum Glück bin ich da auch noch anders gepolt.. Die Leute die ich bei Facebook oder VZ drin habe kenne ich zu 98% persönlich..

    Mitten drin im Leben – statt nur dabei!

  6. Sandmann schrieb am 2. November 2009 um 10:59

    Dann gehöre ich wohl seit heute zu den 2%? ;-)

    Generell stimme ich dir zu, muss allerdings für mich persönlich einmal eine Lanze für Facebook brechen. Dank Facebook habe ich Kontakt zu meinem kleinen Schwesterchen in Amerika und zu einem meiner “Exfreunde” in Hamburg, wir hatten uns vor langer Zeit aus den Augen verloren. Und jetzt nehmen wir wieder ein bisschen am Leben des anderen teil, ich finde das gut.

    Schlimm wird es, wenn die virtuelle Welt die reale ablöst und du dich nur noch im Internet mit den vermeintlichen “Freunden” auseinandersetzt. Auch da muss ich die eine oder andere Bremse ziehen, ich lebe den Blog und die Motorkultur-Seite ziemlich intensiv und fotografiere inzwischen nahezu alles und jeden. Mir macht das sehr viel Spaß, ich darf nur den Blick auf das reale Leben um mich herum nicht verlieren. Wenn ich mir dessen bewusst bin (und das bin ich) muss ich nur noch entscheiden, was hinten aus dem tagesplan raus fällt, wenn die 24. Stunde des Tages rum ist.

    Ich wünschte, ich könnte mir mehr Zeit kaufen…

    Sandmann

  7. espial schrieb am 2. November 2009 um 11:21

    Schöner Eintrag, lieber Sandmann!

    Regt zum Nachdenken an, weiter so. :)

  8. Sandmann schrieb am 2. November 2009 um 11:42

    Mich selbst auch, werter espial. Mich selbst auch…

    Ich mach weiter. Ich hab gar keine andere Wahl ;-)
    Sandmann

  9. stefanh schrieb am 2. November 2009 um 11:59

    Hallo Sandmann

    Warten kommt bei mir infolge häufigen Zeitmangels auch eher selten vor. Oft warte ich aber – wie Roy – einfach aufs Wochenende. Lästig ist das Warten auf dringend benötigte Ersatzteile; beim Durchschnittsalter meiner Autos dauert das leider manchmal Wochen.
    Das Kapitel “Beziehung” habe ich mir irgendwie nie eröffnet, und ich lebe gut damit. Wichtig sind mir gute Freunde, die zahlreich vorhanden sind. Auf Pseudo-Freunde à la Facebook etc. kann ich gerne verzichten…

    Gruss, Stefan H.

  10. Sandmann schrieb am 2. November 2009 um 15:52

    Ay Besteller der schwer lieferbaren Ersatzteile,

    ich bin in der komfortablen Situation, dass meine besten Freunde, nachdem sie sich in den letzten 10 Jahren quer durch die Republik verteilten, nach und nach wieder zurück in den Norden diffundieren. Es gab eine Zeit, da habe ich einmal im Monat mit einer Handvoll lieber Menschen einen schönen Weinabend gemacht. Auf dem Fußboden sitzen, guten Wein verkosten, leckeres Essen dazu und von Tori Amos bis Mark Knopfler alles im CD-Player, was irgendwie schmachtig ist.
    Irgendwie mach ich das seit Jahren nicht mehr.

    Ich muss telefonieren…

    Sandmann

  11. royf schrieb am 2. November 2009 um 18:46

    Auch wenn der V8 (hoffentlich) verkauft ist bis Ffaddadaag denke ich werde ich gen Norden unterwegs sein wenn Tom ruft, sofern ich nicht dafür gelyncht werde von der Sippe des AudiV8 :/

    Schiffe guggen? Bin dabei!! Weibchen guggen? klaro ;) abba mitnehmen sollte ich von da oben besser nix… wenns zurückgebracht werden muss wegen Rückgaberecht und so, dann ists wiederum recht weit… und hier gibts auch recht niedliches Zeug, aber irgendwie sind die guten alle schon weg…

    Bis denne

  12. Sandmann schrieb am 2. November 2009 um 19:06

    Ay Roy,

    ich glaube nicht, dass dich jemand lynchen würde, weil du keinen V8 mehr hast :-) Guck dir Touranus an, der ist mit seinem Touran auf das Südseecamp gekommen. Und lebt auch noch…

    Wenn du hier jemanden direkt in die Schweiz mitnimmst, nenne ich dich aus dem Stand “mein Held”. Und wenn’s nicht klappt kannst du ja UPS bemühen ;-)
    Wenn (ich zitiere) “die Guten schon weg” sind bei euch in den Bergen, dann warte so bis Mitte 30. Dann kommt die erste Trennungswelle nach den ersten Kindern, wenn Frau merkt, dass sie auch noch ein Eigenleben hat und Mann zum fußballguckenden Sesselpupser mutiert ist. Dann geht der ganze Spaß wieder von vorn los.

    Falls du so viel Geduld hast.
    Aber das wird Off-Topic hier. Ich jetzt: Hamburg. Konzert der White Lies. Bis moooorgen!!!

    Sandmann

  13. royf schrieb am 2. November 2009 um 22:07

    Mitte 30ig? nun… das wären dann nur noch 10 Jahre… so lange wie es bis jetzt eh schon dauer kommts auf n Jährchen mehr oder weniger wohl nicht mehr drauf an… ey, als Angler kann man warten… nur ists manchmal arg kalt, da vergeht einem die Lust aufs Warten…

  14. Sandmann schrieb am 2. November 2009 um 22:42

    Ay Roy,

    allein schon wegen der Kälte möchte ich im Herbst und Winter nicht angeln oder irgend etwas anderes in dieser Richtung tun.
    Ich HASSE Kälte. Kälte tut weh. Wenn es im Sommer so richtig bruttig warm ist, regen sich immer alle auf und stöhnen, während ich mich zurück lege und die kleinen Schweißperlen einfach laufen lasse.
    Gegen Hitze hilft Bewegungslosigkeit.
    Wenn du aber erst mal anfängst zu frieren hilft dir nichts mehr.

    Ich habe Josef Beuys erst verstanden, als ich das erste mal so richtig gefroren habe.

    Sandmann, der noch ein bisschen Holz am Kamin nachlegt

  15. steffeng schrieb am 2. November 2009 um 22:54

    Nabend Sandmann

    wie ich schon schreiben tat – NEID! Da wäre ich auch gern hingegangen.
    Leider ist bei mir die Zeit für Konzerte und Wartereien sehr knapp. Es warten so 2 bis viele Projekte auf die Realisierung.

    Aber Boden sitzen, gute Mucke, Wein??? Klingt gut… Bist herzlich eingeladen!

    Roy, kommt Zeit kommt Weib, oder so. Irgendwann wachst Du morgens neben ner Frau auf und bist verheiratet… ;-)

    Steffen.

  16. Sandmann schrieb am 3. November 2009 um 09:47

    Ay Steffen,

    war DAS ein großartiges Konzert!!!
    Guckst du hier ein Beispiel:

    Klick die White Lies

    Auch wenn wir quer durch die Hamburger Innenstadt radeln mussten, weil am Bunker unten ein kleines Schild klebte: Konzert verlegt in die Markthalle! Na dann. :-)

    Die Weinabende sollte ich wieder kultivieren. Noch einen im Dezember…? Ach – warum eigentlich nicht?

    Sandmann

  17. Der Jens schrieb am 3. November 2009 um 12:18

    Hey Sandmann,

    also ich warte gern und regelmäßig :-)

    Beispiel: Kinder zum Schwimmunterricht fahren, ein paar Einkäufe erledigen und dann – WARTEN! bis die Beiden fertig sind und wieder in den Wagen hopsen… Immer Montags und Mittwochs ein herrlicher Moment der Ruhe, in welchem es sich vortrefflich über all die Dinge nachdenken läßt, an die man oft schon gar nicht mehr denkt.

    Ähnlich schön ist das Warten auf Bekannte an einem Treffpunkt, der einem nicht die Möglichkeit sich Abzulenken aufzwingt. Zuletzt vergangenen Sonntag gehabt – Motorradtour der Anti-Bruch-Stricher :-)
    Man steht da auf dem Parkplatz, die Kiste tickert leise vor sich hin und man WARTET! – Darauf, dass der Nächste Teilnehmer der Gruppe auftaucht, dass irgendwer anruft, dass…. Und man grübelt in dieser Zeit wieder über Dinge nach, an die man sonst… jaja… Du weißt schon :-)

    Also ich liebe diese Momente, sie bieten Zeit zu träumen, zu planen, unfertige Gedanken weiter zu spinnen, neue Ideen zu formen.

    GLG
    Jens

  18. Sandmann schrieb am 3. November 2009 um 23:58

    Ay ferner Jens da unten südlich der Elbe,

    als meine kleine Tochter Schwimmen lernte bin ich auch mit ihr jeden Dienstag ins Meerwasserwellenbad gefahren. Während sie das Hüpfen vom Startblock ins Wasser übte und ihre Bahnen unter der herrschenden Hand einer sehr korpulenten Schwimmlehrerin zog, erlaubte ich mir eine kleine Auszeit auf einer bequemen Liege mit Blick auf die verschneite Ostsee. Das Stimmengemurmel, das Plätschern des Wassers, der Geruch von Chlor und Schampoo… es waren unglaublich entspannte Momente des spontanen Tiefschlafs!

    Dann der Rückweg bei Dunkelheit im V8, sie schleckt ihr Eis auf dem Rücksitz und plappert munter vor sich hin, die Sitzheizungen brutzeln unsere Hintern und im Radio kommt irgendwas von Sarah McLachlan.

    Momentan nehme ich mir meine Auszeiten auf der Autobahn, morgen geht es erneut nach Tellingstedt und ich habe Zeit, ein paar neue CDs durchzuhören. Die neue Westernhagen und was älteres von Ben Folds sind auf dem Programm.

    Bis demnächst in diesem Land.
    Sandmann

  19. markus1975 schrieb am 4. November 2009 um 00:27

    Ay Jens

    Diese Momente des zur Ruhe kommen habe ich fast jeden Abend bei unseren “Biertreff”. Dann stehen wir Maschinenführer zusammen für ungefähr eine Stunde und lassen den Tag an uns vorbeiziehen. DIES kann Entspannung pur sein. Muß es aber nicht. Dort wird zum Teil doch recht heftig diskutiert, was aber immer humormäßig endet.
    Der gute alte Marius hat eine neue CD rausgebracht? Mensch! Ich erwarte ein Feedback von Dir. Schön rockig oder eher schnulzig? Ich bin gespannt.

    Markus der jetzt Abendbrot essen geht.

    V8 mäßige Grüße an Euch alle da draußen an einen kalten und windigen Novemberabend.

  20. Sandmann schrieb am 4. November 2009 um 06:04

    Ay Markus,

    ihr macht jeden Abend ein Biertreff? Na holla, lass das mal nicht deine Leber wissen
    ;-)
    Ein Pils unter Männern ist tatsächlich sehr entspannend. Wenn Frauen anwesend sind, und ich kenne so einige die auch sehr gern Bier trinken, ist das auch gut aber die Thematiken sind anders. Tiefer gehend. Außerdem muss man sich unter Männern nicht so benehmen *g* und kann hier und da auch mal schön an der ironischen Oberfläche bleiben. Der Rest der Welt ist schließlich tiefgründig genug…

    Die neue Marius ist ganz okay. Ich hab sie erst einmal gehört…

    Sandmann

  21. steffeng schrieb am 4. November 2009 um 07:58

    Guten Morgen Werter Herr Sandmann!

    Wäre er so freundlich und schreibt eine kleine Rezension zum Thema Westernhagen?

    Mich stört die Werbung die er macht ein wenig. Allerdings klingen die Klanghappen, die ich aufgeschnappt habe irgendwie schon nach “altem” Westernhagen”. Das wäre für mich der einzige Grund die CD beim Plattendealer meines Vertrauens zu erwerben.

    Ruhe, also nicht warten, finde ich momentan in den ersten 1-2 Stunden auf Arbeit, wenn noch niemand da ist. Und wenn ich mich abends hinsetze zum lernen. Für mich artet sowas nicht in Stress aus, das ist wahrscheinlich der Grund, warum ich da Ruhe finde…

    Steffen.

  22. Sandmann schrieb am 4. November 2009 um 23:12

    Ay Steffen,

    eine Rezension? :-)
    Der Blog driftet schon wieder ab… Nee, kann ich nicht. Ich habe die Scheibe heute das zweite mal auf dem Weg von Kiel nach Tellingstedt an die Westküste gehört, und meine “Insgesamt-Meinung” ist: Viel besser als der Schrott der letzten Jahre. Aber nie mehr der alte Marius, der Wir waren noch Kinder oder Taximann gesungen hat. Aber durchaus hörenswert, tatsächlich wieder ein bisschen der Alte.

    Klickst du hier

    So. *schnurr* ab vor den Kamin…
    Sandmann

  23. markus1975 schrieb am 5. November 2009 um 00:53

    Ay Jens
    Jau. Wir haben jeden Abend unseren Biertreff. Ich persönlich trinke dann super entspannt meine zwei 0,3 Bierchen und dann ist auch gut. Eine knappe Stunde ist dann rum und ab nach Hause.
    Das Lied von Marius samt Video…genial. Ein bißchen rockig ein bißchen schnulzig. Vor allem mit dem Video echt hintergründig. Beim Lied konnte ich mir direkt vorstellen, die ganzen alten und aus den Augen verlorenen Kumpels von damals auf eine schöne Grillfeier einzuladen und dann die ganzen alten Anekdoten… .

    V8 mäßige Grüße

    Markus der jetzt zum neuen Blog schwirrt

  24. Sandmann schrieb am 5. November 2009 um 08:34

    Mach die Grillfeier!

  25. calimero schrieb am 5. November 2009 um 13:16

    Tach Markus,

    Hintergründigkeit kann ich bei Marius nicht finden, auch wenn ich lange suche. Aber vielleicht kuckst du ja mit anderen Augen ;-)

    Nachdem ich grad den Blog mit dem LKW Unfall gelesen hab werde ich heute Abend auch mal einfach nur so rumsitzen und nachdenken. Mir Zeit nehmen. Kein Fernsehen, kein Radio, etwas rauskucken, vielleicht kann ich ja ein paar Sterne sehen?
    Abel

  26. Sandmann schrieb am 6. November 2009 um 20:36

    Ay Calimero,

    was ICH heute Abend mache hab ich ja in dem betreffenden Blog geschrieben. So einen Abend nur mit Gerede und Musik hatte ich lange nicht mehr. Der Ofen ist schon an, die kleinen französischen Leckerlis wandern gleich in die Backröhre und der Wein wird schon mal entkorkt.
    Hoffentlich findet Sascha das hier überhaupt…

    Ein schönes Wochenende euch allen da draußen!
    Sandmann



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