Führerschein bestanden???
Guten Morgen nach Deutschland. Haben Sie heute schon Ihren Führerschein gemacht? Nein? Ach – Sie haben schon einen??? Na gut, es gibt Bundesbürger, bei denen das noch nicht so ist. Das mag teilweise an einer Lebenseinstellung liegen, teilweise an hier nicht zu nennenden Gründen, die eine Fahrprüfung verhindern und teilweise – am Alter! Ich weiß nicht, ob es Ihnen als Teenager auch so ging: Sie konnten es kaum erwarten, endlich einmal fahren zu dürfen! Sie haben schon vor der Fahrschule mit allen möglichen schwer zu überzeugenden Verwandten auf Nebenstrecken in die Pedale getreten, und der Fahrlehrer hatte in Ihren Augen einen Traumjob. Oder? Nein? Sie fanden autofahren schon immer doof, auch damals? Was machen Sie dann hier? Ab auf die Kochrezeptseiten der Brigitte! Alle anderen: Herzlich willkommen, bitte blättern Sie weiter.
Schon vor einem Jahr konnte die Welt dabei sein, wie meine Tochter Khania ihre ersten Fahrversuche machte. Damals 13, kam sie schon ganz gut an die zwei Pedalen des Audi V8 an. Heute geht die neue Runde deshalb vornehmlich von ihr aus. “Papa, kann ich nochmal Auto fahren?” Na gut, warum eigentlich nicht. Aber dann gleich Nägel mit Köpfen, wir müssen ohnehin noch einkaufen, also überbrücken wir die kurze, wenig befahrene Strecke nach Henne Strand zum Kaufmann mit unserer jetzt 14jährigen Pilotin. Souverän wird der Sitz eingestellt (”Kann ich jetzt auch einen eigenen Memory-Platz haben...?”), noch einmal sicherheitshalber nachgefragt, welche der beiden Pedalen denn nun Bremse und Gas seien und das Triebwerk gestartet. Rückwärts aus der Einfahrt herausfahren ist noch sehr ungewohnt, ich muss ihr mehrmals erklären, dass sie bitte auch nach hinten gucken sollte. Schon auf dem Schotterweg wird sie aber wieder ganz der Löwe, lässt nicht nur die Automatik im Standgas kriechen sondern gibt auch ein bisschen Gas. Das kurze Stück übersichtliche Landstraße ins Dorf hinein meistert Khania mit Bravour, treibt den V8 auf die hier vorgeschriebenen 80km/h und gleitet relativ entspannt auf einen Parkplatz hinter dem Kobmand Hansen. Fahrzeug steht. Getriebe auf P. Okay. Ich löse meine leicht verkrampften Finger, schalte den Hochaufmerksamkeitsblick ab und lächel sie stolz an. “Lass uns einkaufen gehen.”
Eine hin, einer zurück. Floschi ist neu in diesem Auto, aber in Sachen autofahren etwas erfahrener. Er bewegt den V8 von Kobmands Partkplatz zurück quer durch die Touristenmeile der dänischen Westküstenmetropole. “Wieviel PS hat der jetzt nochmal?” Es verwirrt die jüngere Generation ständig, dass bei meinem Auto die angegebene PS-Zahl identisch mit der auf den Tacho gedruckten Höchstgeschwindigkeit ist. Traumatisiert so etwas, wenn es bei anderen Autos nicht so ist? Vielleicht. Jedenfalls steuert Floschi mit seinen 14 Jahren den Boliden souverän die Landstraße hinauf, bis zu einem kleinen Abzweiger, der in einen kleinen Weg nach Vejers quer über den Truppenübungsplattz mündet. Mürrisch gibt er das Steuer wieder frei. Warum? Na – jetzt wollen die anderen beiden da hinten auf dem Rücksitz auch!
Mira fährt das erste mal Auto. Das allererste mal in ihrem Leben. Ich hatte damals im Blog schon einmal herumgefragt, und viele von Ihnen hatten recht klare Erinnerungen an ihr erstes mal. Also… das im Auto. Also… ich meine… die ersten Fahrerlebnisse. Sie verstehen schon. Es scheint ein prägendes Erlebnis zu sein, diese allerersten Erfahrungen. Wenn man die Macht über die zwei Tonnen Stahl begreift. Wenn man spürt, welche Kraft sich entfaltet, wenn man das Gaspedal drückt. Ja – das geht auch kleinen Fräuleins so, das ist keine Jungsdomäne! Mira stellt den Sitz nach ganz vorn und nach fast ganz oben. Jetzt kommt sie gut an Gas und Bremse ran. Mit dem linken Fuß tritt sie ein paar mal die Fußablage, ich erkläre ihr, dass sie weder den Fuß benötige noch die Ablage irgend ein Pedal sei. Sie kann knapp über das Lenkrad gucken und lässt den gestarteten Wagen vorsichtig den Strandweg entlang kriechen. “Das macht ja Spaaaaaaß!!!!” Und schon fahren wir mit 60km/h über Land. “Papa, da kommt ein Auto von vorn…” Egal, hinter uns ist auch eins, was seit einiger Zeit vorbei möchte. Na und? Ich helfe der kleinen Fahrschülerin ein bisschen weiter an den Fahrbahnrand, und alle sind glücklich. Mira strahlt wie ein Honigkuchenpferd. “Wann kann ich noch mal?” Bald. Jetzt fehlt nur noch Emma, die Zahnfee.
Kleine Mädchen in großen Autos. Selbst mit dem Sitz ganz vorn und ganz oben muss sich Örgs Tochter noch ziemlich lang machen, um raus gucken zu können! Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an die ersten Koordinationsprobleme am Steuer? ENTWEDER lenken ODER bremsen ODER gasgeben, und wenn man das Pedal nicht richtig trifft guckt man natürlich suchend im Fußraum umher. Und vergisst dabei, dass man vorwärts fährt und vielleicht lenken sollte. Nun – früh übt sich, und nach ein paar Metern trocknen die Schweißperlen auf meiner Stirn langsam. Emma (sitzt nicht aber) lächelt erhaben, lässt den V8 pre-souverän über die Straße gleiten und schweigt ohne jede Mimik, als uns ein Pulk strandsuchender Deutscher entgegenkommt. Kurz vor der Hauptstraße beenden wir dann alle unseren kleinen Turn. “Emma, langsam rechts ran und bremsen. Bremsen, Emma. Bremseeeeen!” Na, geht doch.
Sind wir ein bisschen zu früh im Leben dran? Ach nööö. Insgesamt sitzen hier auf meinem Kofferraum 45 Lebensjahre, und alle vier haben sie ihre ersten Fahrerfahrungen nun auf einem Audi V8 4.2 Quattro gemacht. Das hat doch Stil. “Aber das ist ja nicht ein besonders gut geeignetes Anfängerauto, oder?” fragt Floschi. Recht hat er. Auch wenn sich der angegraute neckarsulmer Oberklasseschlitten dank butterweichem ZF Getriebe und straffem, sportlich angehauchtem Komfort fast fährt wie ein Autoscooter – er ist viel zu groß und hat viel zu viel Leistung, um ihn als Erstkarosse durch die Fahranfängerwelt zu lotsen. Was waren denn bei mir, vor 20 Jahren, so die Anfängerautos? Golf 1 und Kadett D, Käfer, R4 und Ente, Taunus und Rekord. Alles Raritäten auf heutigen Straßen. Was fährt die mobile Jugend heute? Sagen Sie es mir. Und in 4 Jahren, wenn Sie mir hier treu bleiben, erfahren Sie Details zu den ersten eigenen Autos meiner Kinder…
Sandmann
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Ay Jens
Da sitzen sie. Auf den Kofferraum Deines 4.2 Liter Boliden. Zwei “fast” Erwachsene und zwei Kinder. Für die beiden großen einmal mehr ein einschneidenes Erlebniss. Für die kleinen ein cooles Abenteuer.
Analyse der Photos:
Khania sehr konzentriert am Steuer. Fast schon zu ernst. Man könnte meinen, daß sie ein “Opfer” sucht. Irgendso ein Plastikbomber, der lieblos durch Klebe zusammengehalten wird.
Wehe wenn sie losgelassen wird. Ein V8 kann und wird verführen. ;)
Floschi absolut entspannt. Eine Hand am Steuer, eine auf dem Oberschenkel. Dazu ein dickes Grinsen im Gesicht. Hier macht Autofahren Spaß. Der Sound des Wagens, der angedeutete Schub von unten. Soweit man darf bei Euch in Dänemark. Wenn der Wagen mit ALLEM außer dem Anschaffungspreis nicht so teuer wäre…Floschi? Schon mit dem Gedanken gespielt sich irgendwann einen V8 anzuschaffen?
Und dann die beiden Kiddis
Suuuperkonzentriert. Mit einem Heidenrespekt wird der Wagen, der für sie so unübersichtlich ist wie für mich ein 30Tonner beim rückwärtsparken, über die Straßen gelenkt. Aber am Ende wird auch hier fröhlich gegrinst. Toll! Wo sind die Chips und die Gummibärchen?
Tja. Wenn ich da an meine ersten Fahrversuche denke… . Den schweren Mercedes von meinem Papa ausgeliehen. Da war ich 12!!!! Hat zwar Spaß gemacht, aber es gab einen bitteren Nachgeschmack in Form eines 1.95 Meter großen Mann, der sagen wir mal, etwas gereizt war. Den Handabdruck in meinem Gesicht sieht man heute noch im dunkeln leuchten. :) Aber ich hatte es verdient!!!!
Ein paar Jahre später durfte ich dann offiziell einen Golf eins mein eigen nennen. Diesem folgte ein Golf eins mit der 72 PS Maschine. Marsrot und dezente Alus. Wenn ich heute darüber nachdenke, hätte ich ihn mal doch behalten sollen. Es war wirklich ein geniales Auto zu selberschrauben. Und der kleine hatte überraschend viel Biss für seine 72 PS.
Aber man(n) entwickelt sich ja weiter. Allso kaufte ich mir irgendwann einen Golf zwei mit einer irren Ausstattung für damalige Verhältnisse. Für richtig günstig Geld, da der Besitzer Geld brauchte.
An diesen habe ich dann am Motor rumschraubt, Fahrwerk eingebaut etc. . Er hat ganz genau 3,5 Jahre bei mir überlebt. Dann war mein Golf der Meinung zu versuchen ein Reh von der Straße zu schubsen. Leider hat der Fahrer falsch reagiert und das Steuer verrissen. Schöne Sch…! Das Reh hat überlebt, mein heiß geliebter Golf irgendwie nicht. Er hat sich über die Dachkante abgerollt und hat sich mit abgestorbenen Motor und fiesen Ölgeruch verabschiedet. Weitere Autos folgten. Käfer, zwei VW-Passat und wieder Käfer den ich eigentlich aufbauen wollte. Dieser ist dann einem Audi gewichen. Diesen will ich auf jeden Fall behalten. Es sei denn, er wird dermaßen deformiert, daß er einfach nur tot ist. Dann heißt es nur noch Teile retten. Wofür? Höchstwahrscheinlich für den nächsten V8. Alles klar?!
V8 mäßige Grüße
Markus der mit Örg mitfühlt. Wie war das noch mit “ausdrucken”?
Ay Markus,
wau, wenn dein erstes Auto ein Benz war, dann hast du ja auch sehr prominent begonnen :-) Ich hätte VIEL zu viel Respekt vor meinem alten Herren gehabt, als dass ich ihm das Auto entwendet hätte…
Der gute Golf 1. Inzwischen ein gesuchter Klassiker, ich spiele noch immer mit dem Gedanken, mal einen von ‘74-’76 zu ergattern und wieder aufzubauen. Das ist ja mehr oder weniger noch ein Käfer mit Frontmotor…
Ich bin sehr gespannt, wie es mit deinem V8 weitergehen wird. Örg und ich machen uns nach dem urlaub an den KaSi. Die DS macht sich hier vor dem Ferienhaus schon SEEEHR schön…
So, ich muss ein Holz nachlegen…
Sandmann
Ooooohh.. Die ersten Fahrversuche…
Glänzende Erinnerungen an meine Jugend.
Die ersten zarten Fahrversuche auf dem W123 250 meines Vaters auf privatem Gelände mit Papa daneben.
Bis in den zweiten Gang hochgejagt, mit sagenhaften 30 km/h über den Platz geflogen.. Herrlich!
Dann zwei Jahre später legal auf deutschem Straßengrund im Golf1 Post-Edition 50ps Diesel mit freiem Blick durch den Boden auf die Straße..
Dann verblendet einen abgeklatschten und zusammengepfuschten 2′er GTD erworben für 10.000 Mark..
Ein paar ATS-Alus und eine schicke cremefarbene Sportlederausstattung können den Blick für Qualität schon verschleiern.
Das die Kiste auf 10.000km zwei linke Antriebswellen gefressen hat war dann nicht so lustig..
Nach 3 Jahren gegen einen halb ausgeschlachteten Scirocco 2 GTX getauscht, diesen schön hergerichtet und 6 Jahre lang gefahren.
Dann der erste Mercedes-w124, teuer erkauft, dann noch eine Überholung des Automatikgetriebes nachgereicht..
dann ein saftiger Einschlag eines Ford Sierra mit 50 in die Fahrertür wo ich froh bin zu der Zeit nicht im Scirocco gesessen zu haben.
Ich bin nicht sicher ob ich diese Zeilen noch schreiben könnte.
Der Wagen ist immmer noch in der Familie und fährt seit 20 Jahren problemlos bei Mama.
Danach der erste Audi.. Ein 200′er Quattro Turbo.. Herrlich ausgestattet mit Klima, EFH, E-Schiebedach, Velours ohne Makel für lächerliche 2000 Mark.
Ein tolles Auto das ich 3 Jahre gefahren habe, bis die K-Jetronic so rumsponn das ich das Ding für 500 Euro verkauft habe.
Darauf folgte ein 100′er Quattro Sport Avant mit Chiptuning..
Für 500 Euro gekauft, heruntergekommen bereitete mir das Auto doch drei Jahre lang extrem viel Spaß..
Leider beendete ein Freund dem ich das Auto einmal geliehen habe die Existenz durch einen Motorschaden, vielen Dank!
Dann einen 200 20v Avant geschnappt für wenig Geld.. Viel geschraubt, viel reingesteckt, viel Spaß gehabt..
Dann wurde mir die Schrsuberei aber zuviel, daher :
Jetzt wieder Benz – w124t – Klima, Sitze, Automatik, Lenkrad, kurbelbare Scheiben – perfekt ausgestattet..
Ein Ausstattungsmerkmal fehlt allerdings, das dauernde Schrauben müssen, und dafür bin ich extrem dankbar.
Wenn mal was anliegt kommt man eigentlich überall gut dran und alles ist durchdacht und logisch durchkonstruiert. Herrlich!
Ich muss mich dennoch dauernd zusammenreißen wenn ich einen günstigen V8, 7′er e32 oder Opel Calibra sehe..
Nee, ich bin zu alt für die Bastelei! ;)
Ay daemonarch,
das ist ja eine echt lesenswerte automobile Vita, ich musste mich da erst einmal durcharbeiten!! Es scheint, dass einige von euch den Benz-fahrenden Vater haben. Meiner hatte immer VW und Audi, inzwiswchen ist er glaube ich recht wahllos. Aber mein Stiefvater hat immer die aktuelle E-Klasse vor der Tür, und mein Lieblingsschwager Andreas schwört auch auf den guten Stern am Himmel. Ich war da nie so affin. Mein halbfinnisches Fräulein Altona wünscht sich einen Strich 8 in braunmetallic. Daran kann man arbeiten…
Und am Golf scheint man als Fahranfänger nur schwer dran vorbei zu kommen :-) Ist aber auch echt zuverlässig, da kann man nicht geteilter Meinung sein. Oder kennt hier jemand irgendeinen Golf älteren Semesters, der dauerhaft Probleme gemacht hat?
Dass du keine Lust mehr auf die Schrauberei hast kann ich verstehen. Bei mir ist es anders, ich habe Lust drauf, aber mir fehlt die Zeit. Ich würde mir gern mehr Zeit kaufen. Deshalb will ich ja auch ein Bestsellerautor werden :-D
Autos an Freunde verleihen… da kommen mir viele Gedanken. Aber die hebe ich mir mal auf, da mach ich dieser Tage einen neuen Blog draus…
Sandmann
Ay Jens
Der Golf 1. Ein super Auto. Aber Teilemäßig kommt man auch nur noch über Händler oder Schrottis ran. Audi/VW sperrt sich mit Teileausgabe. Schade über solche Ignoranz der eigenen Geschichte.
Und wie es mit meinem Audi weitergeht…? Wir zwei müssen ja erst einmal diese verdammte Klima wieder in Gange bringen. Den neuen Motor werde ich per Spedition abholen lassen. Kostenpunkt: 150 Euro
Für dieses Geld kann ich keine 1300 Kilometer (hin-zurück) fahren. Nicht zu vergessen der Zeitfaktor. So lehne ich mich entspannt zurück, warte auf einen Anruf und lotse den Anlieferer zu meiner Garage. Den Tank werde ich mir nächsten Monat bei Rainer abholen. Dann wird der Audi auch nicht mehr stinken, wenn der Tank eingebaut ist.
V8 mäßige Grüße an Euch alle. Wünsche eine geruhsame Rücktour
Markus
Ay Markus,
VW gibt auch für den Golf 1 keine Teile mehr raus??? Ernsthaft???
Und beim Schrotti werden sie ja auch langsam rar.
Zu deinem neuen Motor… Ich habe mal gelesen, dass du sperrige Güter auch für 60 Euro pauschal auf einer Europalette versenden kannst. Hab aber gerade zu viel um die Ohren, als dass ich da genauer recherchieren könnte.
Und so wie es klingt scheint dein V8 nach und nach wieder unter die Lebenden zu kommen. Das mit dem Klimakasten bekommen wir noch vorm großen Frost hin, versprochen.
Man liest sich…
Sandmann
Hallo Fahrlehrermann,
Respekt für Deinen Mut, die Kids fahren zu lassen, und Gratulation an eben diese zur bestandenen Feuertaufe!
Meine Eltern hätten mir nie und nimmer erlaubt auch nur einen Meter mit dem Auto zu fahren bevor ich den Lernfahrausweis besass.
Na gut, in deren Abwesenheit wurde schon mal der 29 kW Polo 86c für ne kleine Runde durchs Quartier entführt… ;-)
Ich erinnere mich aber noch gut daran, dass ich stets ein Heidendurcheinander mit dem Choke, dem Getriebe und der Kupplung hatte.
Die ersten “offiziellen” Fahrten machte ich dann im elterlichen Golf II und in Grossmutters Ascona C.
Gruss, Stefan H.
Ay Stefan, großer Hüter der heiligen Hallen,
nun – ich musste mir auch schon ein paar Sätze zu verschiedenen Erziehungsansätzen anhören, die ich auch alle nachvollziehen konnte. Ich möchte auch noch mal betonen, dass wir auf sehr sehr abgelegenen Straßen gefahren sind… äh, und dass im Zentrum von Henne zu der zeit auch fast nichts los war…
Mit Choke, Getriebe und Kupplung hat man ja jeweils im V8 weniger Probleme, da er das alles fein automatisiert hat. Letztendlich fährt er sich wie ein großer Autoscooter, die Dosierung mit den 280PS gelingt auch zumeist recht gut.
Darüber hinaus war es für mich eine kleine Sozialstudie mit dem Ergebnis: Floschi bekommt mein Auto NIE alleine ;-) Wir wollen mal schauen, was so in vier Jahren ist.
Viele liebe Grüße in die schöne Schweiz
Sandmann
Jo,
also Sandmann, ich kam am Golf vorbei! Naja fast… war ein Jetta. Aber nicht mein erstes Auto!
Trabant – naja ein abgelegtes Auto meines Vaters. Dann irgendwann auch mal Fahrversuche auf nem Transit. Später Wartburg 353W Tourist. Das Auto wollte meine Schwester nicht mehr haben. Platz ohne Ende! Naja und dann hatte ich schon den Führerschein. Naja und dann fing es erst richtig an. Ein ‘81er Kadett D 1,3N. Der hielt bis nach der Bundeswehr. Dann kam ein ‘84er 1,3N. Dem habe ich erst einmal Tieferlegung und Alus spendiert. War ein gutes Auto. Dann kamen in loser Reihenfolge B1000, 2x Polo 86, Fiat Tipo, Jetta, Fiat Marea und jetzt Ford Mondeo.
Gefahren bin ich allerdings auch schon einige andere Fahrzeuge. Darunter auch V8. Aber das ist ne andere Geschichte.
@Sandmann: Transe wird Misserfolg. Es scheint so, als ob es keine wirklichen Schnäppchen mehr gibt. Wahrscheinlich muss ich tiefer in die Tasche greifen um was Erhaltenswertes zu bekommen. Und das kann ich im Moment nicht…
Aber ich halte die Augen offen.
Steffen.
Ay Steffen,
was du aufzählst sind alles recht kleine, wendige Autos. Nett. Besonders die D-Kadetten sind ja inzwischen nahezu ausgestorben. Auf einem Basis D-Kadett 1.3 habe ich auch auf Sylt meine ersten offiziellen Ausritte MIT Führerschein gemacht. Später war es dann ein E-Kadett 1.6i. Einen eigenen Opel hatte ich nie.
DOCH. Ha.
Ein Ascona B in feuerrot, den habe ich für ganz kleines Geld bekommen… vom Bruder? meines Schwagers? War das so? Der war allerdings so durchgerostet, dass ich ihn gleich weiter verkauft habe.
Bleib am Transit etc. dran. Und halt mich auf dem Laufenden. Spannend, finde ich. Der Bus-Markt ist mir dieser Tage gänzlich unerschlossen…
Sandmann
Hmmm…
Angefangen habe ich mit 10… Mit richtig viel PS und richtig viel Gewicht: mit einem Traktor nämlich…
Rasen Mähen, Zeugs hin und herschieben etc.
Dann mit 14 Umstieg in unseren Toyota Corolla…
Testfahrten für einige Jahre, mit 18 hab ich dann den Wagen auch bekommen, da war dieser auch schon 16 Jahre alt.
Lief ansich noch sehr gut, nicht schneller als 140 allerdings hab ich noch kein so bequemes Auto wieder gehabt. Und auch kein so praktisches wieder. Ein kantiger Liftback (Fließheck) in den verdammt viel rein passte. Urlaub: Kein Problem, Bundeswehr auch nicht…
55.000 Kilometer hat er mich weit getragen, bis dann sein nachfolger der Carisma gekauft wurden.
Ein bisschen weine ich dem alten Corolla sicherlich noch nach, mittlerweile bin ich an dem Punkt angekommen, dass ich meine alten Autos für immer behalten werde. Der Corolla lief nur nicht mehr so gut, wegen der Abgasverordnung musste der Motor und Vergaser so streng eingestellt werden, das war nicht gut für das Gesamtsystem… nun fährt er sichelrich immer noch in Afrika!
Ay mrkane,
die alten Japaner finde ich auch echt begehrenswert. Ich schrieb schon mal irgendwo, dass mein Papa später nach seinen Audis einen Mazda 929 hatte. Ein absolutes Raumschiff aus den späten 80er Jahren! Bekommt man heute für eine Handvoll Euros!
Ich habe ewig keinen alten Datsun Laurel mehr im Netz gefunden…
Eine schöne Einstellung, die Autos nicht mehr her zu geben. Mit meinem V8, dem Granada und dem K70 bin ich inzwischen auch auf einem schönen harten Kern gelandet. So wie es aussieht werde ich allen dreien treu bleiben…
Sandmann
Ich glaube es war ein Datsun Laurel den ein Kumpel 1991 für 300 Mark kaufte..
Für die Zeit überirdische Ausstattung incl. Klima..
Wir haben uns nur gewundert warum der vorne so komisch federte..
Dann haben wirs von unten geshen : Längsträger des Motors komplett von der Stirnwand abgerostet!
Naja, nach einem Tag schweißen fuhr er wieder, sein Leben hauchte er dann ein paar Wochen später zum Glück durch Hecktreffer aus! ;)
Ay Daemonarch…
“zum Glück durch Hecktreffer”??? AAAAAHHHHHH…. vermutlich gab das für euch Geld, aber sei doch mal ehrlich, der Laurel ist ein großartiges, nahezu amerikanisches Auto. Oder?
Ooooh ich wünschte ich hätte Platz und Geld…
Sandmann
Hehe, der Kumpel war echt Happy, der hat sich für die Versicherungskohle erstmal einen gepimpten Scirocco gegeönnt..
Also meinen Erinnerungen nach war die Kiste gigantisch..
Die Kiste IST gigantisch.
Es ist einer der amerikanischten Japaner überhaupt, fast schon ein Chevy Caprice.
Im Netz gibts nur noch die aus den 80ern, aber dafür auch für um die 1000 Euro…
Himmel ich wünschte ich hätte mehr Platz!
Sandmann
Tach Sandmann,
eine großartige Geschichte!
Man kann gar nicht früh genug anfangen, autofahren zu lernen. Ich denke, da sind wir uns hier alle einig.
Bring es ihnen weiter bei. Ich wünsche mir ein jährliches Update bis zum Führerschein :-)
Abel
Ay Calimero,
na das könnte vielleicht ein bisschen langweilig werden, die Bilder sind ja im Prinzip immer die gleichen. Nur die FahrerInnen werden immer älter und das Auto immer seltener. Und mein Bart immer grauer *heul*
Sandmann