VW K70 Sonntagsfahrer – Koteletten und Gold
Während die Blätter an den resignierenden Bäumen langsam erbraunen (und ich jeden verregneten Morgen Patti Smith im Kopf habe, die unentwegt “Summer has gone, I can’t believe – it went so fast” singt) behält mein altes Auto seine verblassende goldene Grundfarbe. Eine letzte kleine Konstante in diesen unruhigen Zeiten, alt, etwas angerostet, ohne Radio. Was vor fast 40 Jahren anmutete wie eine kantige Zukunftsvision von besseren Zeiten, ist heute ein König Midas in einem gleicher werdenden, rundgelutschten Straßenbild. Die Menschen freuen sich, wenn wir an ihnen vorbei fahren. Mein VW K70 ist wieder auf der Straße – noch nicht ganz, aber schon ein ganzes Stückchen mehr als noch vor einem Jahr. Heute habe ich meinem Töchterchen einen Sonntagsausflug versprochen, mit unvergleichlichen Unkenrufen unser Unikat untermalend, U-Boot und Udo Jürgens…
Doch noch ist es nicht so weit. Beim 1A Autoservice Menzel in Kiel steht Menzel Senior noch kopfschüttelnd unter dem güldenen Fahrzeug. Mission: Tauschen Sie die Bremssättel und Radbremszylinder und stellen Sie bitte den Solex Doppelvergaser einigermaßen sauber ein. Randvoll mit Optimismus hat der gute Mann, der vor vielen Jahren einmal bei VW gelernt hat und den Wagen durchaus kennt, sich an die Arbeit gemacht und findet die Folgen langjähriger Vernachlässigung durch den Vorbesitzer und die Ludolfs vor. Allein die hinteren Bremsschläuche sind komplett zugewachsen. Dicht. 3 Bar Druck, und nichts kommt durch! Der Bremskraftregler auf der Hinterachse ebenso, aber den kann man überbrücken. Auch der Vergaser scheint komplett verstellt, der Choke nahezu nicht funktionabel und ich traue mich überhaupt nicht mehr, da anzurufen…
Freitag Abend ist es dann soweit! Die 5 Tage lang gültigen Kurzzeitkennzeichen werden montiert, und während ich noch bei Woolworth in der Auslage nach irgendwelchen goldenen Accessoires für Örgs 40. Geburtstag wühle klingelt mein Telefon. Menzel Junior, Chef der Werkstatt, fragt: “Na Sandmann, Lust auf Autofahren?” Hierauf gibt es keine zwei Antworten. Schließlich soll der alte K70 nicht erst Mitte diesen Monats die Tour nach Dänemark meistern, sondern ist fest für einen herbsteinleitenden Trip nach Hamburg morgen Vormittag eingeplant. Er schnurrt wie ein Uhrwerk. Er schaltet sich präzise und er bremst, wie die Ingenieure vor 40 Jahren es geplant hatten. Und er hört damit sogar wieder auf. DAS unterscheidet sein Bremsverhalten erheblich von unserer Tour in den Pfälzer Wald…
Ich komme nicht umhin, mich regelmäßig über modernes Design und neuzeitliche Automobilkultur zu wundern. Am hamburger Jenisch-Park steht der KaSi neben einem Smart und wirkt wie ein Saurier aus einer anderen Zeit. Er ist weder sehr groß noch sehr speziell ausgestattet. Vielleicht sind es einfach das komplette Fehlen jeglicher Aggressivität in seinem Äußeren, seine klaren kantigen Formen, seine großen Fensterflächen und sein übersichtliches Handling? Was für geniale Menschen waren damals bei NSU am Werk, die in den ausklingenden 60er Jahren ein Fahrzeug entworfen haben, was heute noch den Grundbedürfnissen eines Autofahrers genügt und einfach glücklich macht? Eine Ente schafft dies nicht. Ein Käfer auch nicht. Da fehlen ein paar Komponenten, die mit Komfort zu tun haben. Der VW K70, das ungeliebte wassergekühlte Erbe von NSU, schafft das. Ich kann den Smart nur auslachen…
Szenenwechsel. Es ist besagter Sonntag. KaSi und ich haben uns in neuem Gewand aneinander gewöhnt. Ich fahre den alten Herren zügig und gut am Gas hängend durch das Land. Der Tank ist voll (Super statt Normal, kostet ja inzwischen gleich viel), die Heizung funktioniert wahnsinnig gut in diesen stürmischen Herbsttagen voller Regen und das noch fehlende Radio wird mit dem Navigationssystem überbrückt. Nicht wegen der Navigation, sondern wegen des eingebauten mp3-Players. Stilsicher singen uns Udo Jürgens und Dieter Thomas Kuhn die Schlager vergangener Jahrzehnte vor, der NSU Vierzylinder schnurrt seinen trockenen Bass als Untermalung und draußen malt die Oktobersonne die ohnehin bunten Bäume herbstlich golden. Mein Töchterchen darf vorne sitzen. Hinten gibt es keine Kopfstützen und keine Gurte. Vorne gibt es nur keine Kopfstützen. Also ein veritables Sicherheitspaket für eine fast 9-jährige, oder?
Schleswig-Holstein platzt förmlich vor schönen Orten, die man mit seinem Kind und einem alten Auto besuchen kann. Gerade, wenn das Wetter mitspielt. Seien es die Landhotels im gutbürgerlichen Charme alteingesessener Dorfgemeinschaften, markige Fischbuden mit umfangreichem Lollidisplay und echter Strandmuschelauslage oder – ja, oder das gute alte U-Boot bei Laboe. Auf dem Kieler Ostufer.
Sollten Sie aus dem Norden der Republik kommen oder hier oben einen Urlaub planen – Laboe ist eine Reise wert. Am Rande der Kieler Förde steht das alte U 995 und das Ehrenmal, beide begehbar, beide nicht nur für kleine Mädchen ein echtes Highlight. Der K70 stiehlt zugegebenermaßen hier und da die Schau, es ist mir fast peinlich, wie viele Menschen auf dem Parkplatz stehen bleiben und in Entzücken ausbrechen. Ist es die Farbe? Ist es die Form? Oder hatte wirklich JEDER über 40 schon mal so ein Auto oder einen Vater, der so ein Auto hatte? Mira und ich essen unser Backfischbrötchen und beschließen, ins U-Boot zu klettern!
Aye (und ich schreibe es zu Ehren einer bestimmten Person einmal seetechnisch richtig) Kameraden! Das muss das Boot abkönnen! Zwei mal 1400 Diesel-PS!!! Johann, läuft der Diesel? Hin- und hergerissen zwischen dem Tod von 135.000 Menschen allein auf den Kriegsschiffen im 2. Weltkrieg, der Faszination der uralten Technik dieses Bootes und dem pädagogischen Wunsch, meinem Kind klarzumachen, dass so etwas nie wieder passieren darf gleiten wir zwei durch die Geschichte. Gänsehaut garantiert.
Einmal den K70 von oben sehen? Kein Problem. Das Ehrenmal in Laboe beherbergt einen weit zu sehenden Turm, der erklimmbar ist. Einen Fahrstuhl soll es wohl geben, doch habe ich diesen seit meines ersten Erscheinens hier (1984???) niemals von innen gesehen. 339 Treppenstufen zählen wir bis auf die obere Plattform, die wegen der ganzen psychopathischen Runterhüpfer inzwischen vergittert werden musste. Innen im Turm kann man sich allerdings noch immer unverdrahtet das Leben nehmen, wenn man es möchte. Hier geht es ECHT hoch nach oben, nichts für Menschen, die manchmal träumen, dass sie auf einem hohen Gebäude stehen, welches gerade umkippt. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich schmelze in dem wunderbaren Gefühl, was sich in mir ausbreitet, als meine Tochter von einem großartigen Tag spricht, von einem wunderschönen Erlebnis und von dem besten Papa der Welt. Abstieg. Rückweg. Udo Jürgens, ständiger Wegbegleiter meiner Kindheit, hat schon viel zu lange gewartet…
Gute Nacht Freunde. Es ist Zeit für mich zu geh’n. Was ich noch zu sagen hätte dauert eine Zigarette und ein letztes Gals im Steh’n. Nicht Udo Jürgens sondern Reinhard M., aber trotzdem treffend.
Auch wenn wir nicht über den Wolken sind, sind wir doch trotzdem auf einem hohen Retro-Niveau. Was geht schon über Pflaumenkuchen bei Mama (Oma), ein Auto aus der Zeit, als meine eigene Familie noch eine kleine intakte Familie war und einem 8-jährigen Kind des neuen Jahrtausends, was alle Texte von Udo Jürgens mitschmettert? Die Welt ist schön. Dieser VW (NSU) K70 reißt immer und immer wieder alte Geschichten auf, aber vielleicht sind es nicht die schlechtesten. Und wenn ich einmal überlege, wieviel Geld mich meine Krankenkasse ein Psychotherapeut kosten würde… Der 1971er VW K70L in Goldmetallic bekommt nun noch ein Finish in Örgs und meiner Werkstatt, bevor das H-Kennzeichen ihn zu weiteren Reisen in die Vergangenheit legitimiert. Bleiben Sie geduldig und dabei. Es ist vielleicht nicht alles Gold, was glänzt. Aber der KaSi glänzt ja auch nicht. Er ist matt. Mit 38 Jahren (da fängt das Leben an) darf er das auch sein.
Sandmann

Ahoy Kaleu! (Kicher)
Ich liebe deine K70 Storys.. Ich fürchte nur wenn du so weitermachst wird deine Tochter deine Störung in Richtung alter Autos erben!
(Nicht das das was negatives wäre)
In Laboe hab ich mich vor 2 Monaten auch noch vom Grauen des Kriegswahnsinns berühren und von der Technik des U-Boots faszinieren lassen..
Meine Güte, wenn die Menschen diese Geistesleistung und das Geld in sinnvolle Kanäle geleitet hätten, unvorstellbar was für positive Dinge dabei hätten rauskommen können…
Wir können nur hoffen das diese unfassbar vielen Opfer den Menschen gemahnen nie wieder so dumm zu sein und offenen Auges in einen Krieg zu laufen..
Nachdenkliche Grüße, Maik
Ay daemonarch,
meine beiden Kinder haben jeweils schon ihren Auto-Knall… Die Große mag den Sound der acht Zylinder (Papa, wir fahren doch nicht etwa mit dem KASI nach Dänemark oder?), die Kleine die Einfachheit und die goldene Farbe… Aber wie du schon schreibst, das ist nicht wirklich negativ ;-)
Und Krieg finden beide doof, nicht erst seit Laboe.
Ich habe sehr beeindruckende Fotos unter dem Ehrenmal gemacht, vor der Wand, auf der die ganzen versenkten Schiffe eingelassen sind. Aber ich wollte den Rahmen eines Auto-Blogs nicht sprengen.
Ich bin heute Morgen wieder einmal mit dem V8 unterwegs und sehne mich schon jetzt zurück in den K70…
Sandmann
Hi Sandmann,
schöne Story und tolle Bilder! Weisst Du was, irgendwie gefällt mir die Landschaft bei Euch “oben”, auch wenn da die Berge fehlen. Die Nähe zum Meer hat was…
Zum Thema Kinder: mein kleiner Neffe (2) hat leider das Pech mit/in einem Smart aufwachsen zu müssen; nun bin ich eifrigst dabei ihm den automobilen Horizont zu erweitern. Wie man sieht ist er mit Freude dabei ein “richtiges” Auto zu erkunden: http://www.postimage.org/image.php?v=Ts23Rvei
Gruss, Stefan H.
Ay Stefan,
die Landschaft ist rauh, aber wunderschön. Bei euch wären mir zu viele Berge, als Gast mag ich das sehr, aber im Alltag brauche ich die klare Horizontlinie des Meeres.
Sei gern mein Gast, wenn es dich einmal in den Norden zieht.
Und setz deinen Neffen mal öfter in Granada & Co., das kann ja nicht angehen, in einem Smart aufwachsen. Der Junge wird sein Leben lang traumatisiert sein. Früher hatten wir derartige Autos als Spielzeug in der Sandkiste, und heute fahren da Arbeitnehmer mit zur Arbeit!
Sandmann
Ay Jens
Was für eine schöne Tour Du da wieder unternommen hast. Finde ich echt klasse, daß Deine Kleine den Kasi so lieb hat.
Es ist doch schon komisch. Allewelt will neue Autos fahren, aber kommt da so ein Urgestein der Automobilen Geschichte angefahren, wollen irgendwie alle einen haben. Und mit Sicherheit auch fahren.
Und jetzt mal ehrlich. Der Kasi ist doch kein Vergleich mit so´n ollen Smart. Plastikkarosse, Plastikmotor und der Fahrer besteht mit seiner Kleidung höchstwahrscheinlich ebenfalls zu 80 Prozent aus Plaste.
Dein Mech gefällt mir im übrigen.Das scheint wirklich noch so´n Typ zu sein, der keine Angst hat, sich die Finger schmutzig zu machen. Hier wird repariert und nicht ausgetauscht.
Bevor ich es vergesse: Für Deinen Gesang mit Deiner “Kleenen” bekommst Du fünf Kasis von mir. :)
V8 mäßige Grüße
Markus
Ayyy Markus,
das Auto begeistert die Passanten sehr. Ob sie aber auch alle einen haben und fahren wollen wage ich an dieser Stelle nicht zu beurteilen. Am Ende des Tages ist es ein altes Auto, wo man noch einigen Muskelschmalz zum Fahren benötigt und bei 130km/h eine Unterhaltung nur noch schwer möglich ist. Für die heutige hektische Welt, in der der Weg schon lange nicht mehr das Ziel ist und alle nur noch möglichst schnell und komfortabel ankommen wollen ist ein K70 eigentlich nicht zeitgemäß.
Spätestens, wenn bekannt wird, dass es keine Ersatzteile für dieses Auto mehr gibt…
Meine Begeisterung für “meine” Werkstatt wächst ebenfalls von Besuch zu Besuch. Wenn das so weitergeht, schraub ich bald gar nicht mehr selbst ;-)
Zum Smart: Ja, ich finde Smart furchtbar. Aber eigentlich weniger wegen seines Designs oder seiner Größe, das soll jeder für sich selbst entscheiden, das ist Geschmackssache. Ein Smart ist für das, was er bietet, in meinen Augen schlicht zu teuer. Für das gleiche Geld bekommt man auch einen kleinen einjährigen Wagen mit einem Kofferraum, wo vier Personen drin sitzen können. Aber wie gesagt: Jeder wie er meint.
Sandmann
Huch, ein K70. Bin wohl etwas zu jung um Kindheitserinnerungen an solch ein Auto zu haben. Am besten sind mir noch der VW Passat B2 (mit einem 40kw Diesel, der noch richtig genagelt hat) und der BMW E28 mit dieser unglaublich langgezogenen Motorhaube und dem schrägen Kühlergrill in Erinnerung, an dessen durchweg “böser” Front meine Blicke förmlich kleben blieben. Und danach prägten immer mehr rundgelutschte Fahrzeuge das Straßenbild.
Eine schöne Tour die sie da gemacht haben. Ist es nicht beeindruckend sowie ein wenig beängstigend solch ein U-Boot zu betreten, welches man aus aus Wolfgang Petersens “Das Boot” kennt?
Wünsche noch viel Erfolg bei der anstehenden Oldtimerzulassung für den K70.
Grüße, Marcello
Ay marcello,
den K70 haben sehr viele Leute nicht mehr (oder noch nie) auf der Rechnung. Er ist zwischen ‘70 und ‘75 nur rund 200.000 gebaut worden, das ist nicht so viel. Und aus dem Straßenbild verschwand er schnell, weil er sehr rostanfällig war (IST…). Nach wenigen Jahren waren die Autos schon nichts mehr wert!
Ich mit meinen zarten 38 Jahren kann mich im Übrigen auch nur noch an den Blick vom Rücksitz nach vorn auf den spektakulären Aschenbecher und die darüber befindliche Innenleuchte erinnern. Der Rest ist auf Fotos von damals festgehalten…
“Das Boot”… Ich muss den Film unbedingt wieder einmal sehen. Es ist wahnsinnig beengt in der U-995, und man bekommt einen guten Eindruck, was die Seemänner durchmachen mussten. In guten wie in schlechten Zeiten. Der Geruch von Stahl und Maschinen ist allgegenwärtig! Meine kleine Tochter hat überall große Augen gemacht, besonders bei den vielen Toten während der Seegefechte…
Sandmann
ALTER!!!!
Hast de da etwa graue Haare am Bart?
Greetz
Andinho
Der noch immer zufriedene Mini-Fahrer
Andinho!
Alter Clubman-Fahrer.
Ja, die Haare sind… äh, wie soll ich sagen… ein wenig farblos. Das kommt bestimmt von der Sonne auf Sardinien, glaube ich (öh).
Grüße er einmal seine entzückende Familie von mir!
Sandmann
Tja mit den grauen Haaren…das ist eben so bei “Enddreißigern”. Oh mein Gott! Ich bin 34 und sehe Haarmäßig, was die Grautönung angeht, auch so aus! Ay Jens. Ich glaube ich alter einfach schneller als Du. Hoffentlich setze ich keinen Rost an. :)
P.s.- OT Geber wechseln ist scheiße! Ich habe aufgegeben. Ich kann ihn sehen, fühlen und riechen. Aber ich komme nicht richtig ran. Aber ich bleibe dran. Das Wochenende kommt.
V8 mäßige Grüße
Markus
Ay Markus,
du kommst beim V8 am besten an den OT-Geber: Von UNTEN durch den vorderen Radkasten (dazu muss der Wagen auf der Bühne oder sonstwie sehr hoch vorn sein), durch die Gummilippen an der Antriebswelle vorbei. Du brauchst mindestens ZWEI Gelenke für die Knarre oder ein weiteres im Unterarm (was erfahrungsgemäß schwierig ist). Und viel Geduld.
Alle anderen Wege, von oben, von der Seite, solltest du getrost vergessen. Ist so. Du bist nicht der erste mit dem Problem, such mal im Forum :O)
Viel Erfolg
Sandmann
Ay Jens
Das mit dem zweiten Gelenk im Unterarm, hätte heute beinahe gepaßt. Ich hatte die “Finger” in der Maschine und mein Meister hat sie gestartet. Der Blödkopf. Nur weil die Kiste beim Anlaufen ein komisches Pfeiffgeräusch macht, habe ich dies noch rechtzeitig gemerkt und konnte meine Arme samt Flunken in Sicherheit bringen. Meister hin oder her. Danach wurde ich zum Kastenteufel und wir standen uns “gegenüber”. Morgen werden wir dann nen Kaffe darauf trinken und alles ist wieder gut. ;)
Und jaaa! Der Radkasten. Au nö. Damit sollte es eigentlich klappen Jens. Vielen Dank für den Tipp. Und das hochpumpen des Auto´s sollte eigentlich nicht das Ding sein. Ich habe da einen astreinen Rangierwagenheber aus Vollalu, der dementsprechend hoch kommt und 1,5 Tonnen trägt. Am Wochenende ist der alte OT-Geber Geschichte. Au warte Junge. Dich kriege ich. :)
Was macht eigentlich jetzt Dein Kasi? Wartet er “heckwedelnt” in Deiner Garage? Genieße bloß noch ein paar “salzfreie” Tage Jens. Tue es ihm bloß nicht an und jage den fahrenden Goldklumpen in die Salzwüste des winterlichen Straßenverkehrs. Eine Tour hast Du und der Örg ja noch im Programm: Dänemark!
Schicke mal Daten rüber. Dann wird ein kleiner Weidenkorb mit….gepackt. Hehe
V8 mäßige Grüße an Deine Familie, dem halbfinnischen Fräulein, dem Örg….
Markus
Ay Markus,
das ist ja eine böse Geschichte! Eigentlich sollte so etwas in der heutigen Zeit nicht mehr passieren können… *grusel*
Mein KaSi fuhr bis gestern einschließlich mit mir durch den Alltag! Ganz großer Spaß! Heute Abend bringe ich ihn in unsere Werkstatt, und wir schauen einmal, ob noch was geschweißt werden muss. Und die Lenkwellenmanschetten müssen getauscht werden, dann sollte alles okay sein.
Wahrscheinlich werden wir allerdings nicht mit dem KaSi nach Dänemark fahren. Ein weiteres entscheidungsberechtigtes Mitglied meiner Familie hat zu bedenken gegeben, dass es nicht so wahnsinnig klug sei, mit zwei eigenen Kindern und einem “fremden” Kind eine Strecke von über 200 Kilometern ohne Kopfstützen und ohne hintere Gurte zurück zu legen. Womit sie nicht ganz unrecht hat.
So werde ich doch mit dem V8 fahren, es gibt schlimmeres :-)
Daten: So 18.10. – So 25.10.
By the way, Örg sollte in diesen Minuten das H-Kennzeichen für seine DS in den Händen halten…
Sandmann
so…
Tour endlich geschafft! War teilweise ein tiefes abtauchen in die Vergangenheit…
Noch preiswert für 1,02 den Liter Super getankt und dann auf den Heimweg gemacht.
Heute Training und morgen gehts schon wieder an den Bosporus.
Btw, mit dem ganzen Retrokram – habe heute meine Brombeere bekommen. Habe jetzt mehr Rechenleistung am Ohr als im Auto! Mein Fazit nach nem halben Tag – Brombeeren am Ohr braucht man nicht! Gibt Flecken am Kopf!
Steffen.
Dann werden wir jetzt ja alle ein wenig digitaler…
Ich versuche mich noch immer an mein HTC G3 Handy zu gewöhnen, parallel schraube ich meine Bedürfnisse in Sachen Auto immer weiter zurück. Zu viel Elektronik macht mich glaube ich krank…
Sandmann
Ay Jens
Hm. Kein Kasi? Grübel…hat der Örg die hintere Sitzbank frei? Vielleicht hat ja die DS hinten Gurte. Und der Kasi wäre dann verantwortlich für die Koffer.
Schmeiß Dein Handy weg! Fehlt noch das Du sagst, daß Du jetzt genug Elektronik in der Tasche hast und deshalb auf den “Elektronikbomber” mit 4,2 Liter Hubraum verzichten kannst. Uuah. Gänsehautfeeling.
Steffen
Du hast für 1,02 Euro den Liter getankt?!!! Kann man die Tankstelle importieren? Wie geil ist das denn? Etwas mehr als ein Euro der Liter…ich brauche mehr Hubraum. :)
V8 mäßige Grüße
Markus
Ay Markus,
ich glaube die DS hat nicht mal VORNE Gurte ;-)
Und mein “Elektronikbomber”, die letzte Audi-Bastion, wo man die Steuergeräte noch von Hand nachlöten kann, bleibt. Da mach dir keine Sorgen. Ich fahre ihn ja nicht wegen der elktrischen Komponenten, sondern wegen des Motors und dem Sound. Und bis ein Handy das ersetzen kann braucht es noch ein paar C-Bits…
Das Handy gabs übrigens zusammen mit einem neuen Vertrag. Ich zahl jetzt im Monat weniger als vorher und hab Flat zu D2 und D1 mit SMS und MMS und Internet… wer kann da nein sagen?
In Dänemark werden wir übrigens Internet haben. Also können wir auch bloggen ;-)
Mal wieder ein paar Zähne mit dem V8 ziehen…
Sandmann
Ach mensch Jens
Die alten Kallauern der vergangenen Zeit. Einfach nur schön, diese alte Geschichte. Für ein wirklich breites Grinsen meinerseits immer noch gut. Ganz im Ernst. Und das ist superlieb gemeint! Deine Kleine ist ja nun auch schon etwas gewachsen. Mal sehen. Vielleicht wackelt ja in Dänemark der nächste Zahn. ;)
Und die DS hat selbst vorne keine Gurte? Mann! Das war noch echte “Freiheit”. Hehe. Den Freiflug gab es mit Sicherheit gratis oben drauf, wenn es denn mal krachte.
Und schön das Du den V8 wegen dem Sound und wegen dem Motor weiter fahren wirst. So sollte das sein. Halt ein echter Liebhaber. Und nicht einer, der den Wagen wegen des “Prolls” fährt. ;)
Lebe er noch lang der D11. Schön über die Straße cruisen lassen und nicht in irgendeiner Autosammlung verstauben lassen. So ein Auto WILL gefahren WERDEN.
V8 mäßige Grüße
Markus
Das ist NICHT MEINE Kleine!!!
Das ist Emma, die Tochter von Örg! Warum denken immer alle (auch auf facebook), es würde sich um meine Tochter handeln? Tz. :-) Meine heißt Mira… Aber das kann man ja nicht wissen.
Ich freu mich auf abgefahrene neue Erlebnisse im Pölserland. Hab gerade die Hausbestätigung bekommen.
Wer von euch da draußen hat denn noch alles so Dänemarkerfahrungen? Gibt es da welche???
Sandmann
Dänemark… ist das nicht das Land, welches hinter Flensburg beginnt? War bis jetzt nur auf Romo (finde das Sonderzeichen grad nich…)
Markus: Teschechien hat solche Preise. Ist gerade von Dir aus näher nach Polen zu fahren als da hin….
Die Emma – dem Örg wie aus dem Gesicht geschnitten! Wirklich! ;-)
Steffen
Ay Steffen,
Emma hat noch nicht ganz die Koteletten wie Örg. Ich hoffe, das bleibt auch so.
Römö (soweit zu den Sonderzeichen…) ist ja schon ein gutes Stück Dänemark, was will man mehr?
Meine Tochter nörgelt nun seit einer Woche vor sich hin, dass sie “Das Boot” sehen will. Ich versuche ihr dabei jedesmal zu erklären, dass der Film grausam und lang und auf keinen Fall für ein 9-jähriges Gemüt gedacht war. Beim Betrachten des Nachmittagsprogramms von Super RTL frage ich mich dann parallel, ob Wolfgang Petersens Blockbuster von 1981 vielleicht die beruhigendere Alternative sein könnte. Aber nein…
Sandmann
Ay an die Förde…
ich bin dafür! Liegt wahrscheinlich daran, dass ich rieswn Fan dieses Films bin. Grönemeyer war damals schon etwas speckig aber noch nicht so aufgequollen, Westernhagen sah auch noch etwas Jünger aus – und der Rest erst recht! Einer der Besten Antikriegsfilme!
Btw. Ich (besser meine Frau) plane einen Kurztrip in die Bretagne… Ich weiß, wo ICH hin will!
Steffen.
La Rochelle? ;-)
Melde dich vorher mal, ich kenne da ein paar schöne Ecken. Sehenswert beispielsweise: Die Ile d’Oleron… Schön da.
Ich denke trotzdem, dass 9 Jahre ein wenig zu jung für den Film ist…
Sandmann
Ebendahin.
Naja, ich bin da noch nicht so begeistert. Auch wenn ich gern dort hin möchte. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich in einem französichen Unternehmen arbeite, die ausserdem noch in Brest ein Werk haben – das ist man dann, naja, ich sag mal nicht so richtig ein Franzosenfreund.
Wir haben auch keine Ahnung, welche Jahreszeit die beste Reisezeit ist. Die Atlantikküste ist ja nicht sooooo Sonnenverwöhnt wie zum Beispiel die Mittelmeerküste. Also sicher kein Sommerurlaubsziel.
Doch, Kinder müssen früh lernen, was damals abging. Aber bitte nicht Operation Walküre schauen. Typischer Amifilm, schlecht recherchiert und gespielt.
Montagmorgen nach keinem Wochenende, Kaffee, wie immer eben…
Steffen.
Guten Morgen Steffen,
wenn du NICHT im Sommer an den Atlantik fährst, kannst du genausogut nach Dänemark an die Westküste fahren. Ähnlich viel Wind, vergleichbare Brandung, aber preiswerter und nicht so weit weg :-)
Für einen entspannten Nachsaisonurlaub empfehle ich ja Sardinien, aber das hat sich vermutlich bereits rumgesprochen.
Und mit dem “Boot” warte ich definitiv mindestens bis zum 12. Lebensjahr. Die Gute spielt noch mit Stoffpferden und klebt aus gepressten Herbstblättern hübsche Kärtchen. Da kommt die Grausamkeit des Lebens noch früh genug…
Sandmann
Naja, Frankreich ist für mich fast näher als Dänemark…
Aber es gibt so Ecken, die man schon mal gesehen haben muss…
Steffen.
Henne Strand zum Beispiel…
Und Ribe.
Oder die Fußgängerzone von Esbjerg…
;-)
Hallo Sandmann und der Rest :)
Ich verfolge deinen Blog schon seit geraumer Zeit – mit großer Begeister- und Belustigung!
Da ich gerade in Neuseeland für ein Jahr auf dem Kopf stehe, eine schöne Bettlektüre für einsame Nächte.
Jetzt hat mich allerdings ein Ereignis dazu veranlasst auch mal einen Kommentar zu verfassen.
Es ergab sich nämlich dass Bekannte, die einen wunderschönen KaSi besitzen, eben diesen loswerden wollen. Als mir meine Mutter das am Telefon erzählte, bin ich aus allen Wolken gefallen (komisches Gefühl wenn man auch noch auf dem Kopf steht..) und habe sofort alles in die Wege geleitet um den guten in meinen Besitz zu bringen.
Ich bin noch etwa 3 1/2 Monate hier, aber ich hab gestern ALLE deine KaSi-Berichte nochmal gelesen und jetzt kann ich es kaum erwarten wieder nach Hause zu kommen :)
Allerdings hab ich keine so enge Kindheitsbeziehung zu dem Auto, andererseits bin ich aus der Kindheit auch noch nicht allzu lange raus, so dass ich das noch nachholen kann ;)
Das einzige was mich traurig stimmt, ist dass wir scheinbar irgendwo eine Verbindung in unserem Stammbaum haben. Mir fehlt nämlich auch ein guter Zentimeter um mir vernünftige Kotletten wachsen zu lassen… (Ansonsten bin ich natürlich froh darüber ;) )
Gruß
Jonathan
Ay feuerfuchs und willkommen bei den Kommentierenden :-)
gut, dass deine Bekannten DIR den KaSi vermachen und ihn nicht bei Stefan Raab als Stock Cars verheizen. *gruuusel*
Wenn es denn soweit ist gebe ich dir gern die Daten vom internationalen K70 Club. Ohne den Club bekommst du kein, ich wiederhole KEIN Ersatzteil mehr für dieses Auto. Weder bei VW noch im Zubehör, der teilepool ist komplett ausgelagert. Meld dich einfach.
Wenn du noch nicht so alt bist wirst du vielleicht deine ganz eigene Beziehung zu so einem alten Auto aufbauen können. Dann bist du in einer Welt aus Plastikbombern und Kleinwagen aufgewachsen, da ist so ein alter NSU ja wie ein Saurier :-) Es macht einen Höllenspaß, den Wagen zu fahren, und er ist sehr zuverlässig. Mein Kumpel Carsten war neulich auf der Party vom Örg, er hat selbst einen K70 über 7 Jahre im Alltag gefahren. Immer nur benzin in den Tank, es war nie etwas kaputt. Am Ende war er leider komplett durchgefault, das ist das Hauptproblem bei den Autos.
Deine Koteletten-Löcher kannst du geschickt mit den anderen Haaren kaschieren ;-) Ich steuer momentan mit einem Vollbart dagegen…
Grüße ans andere Ende der Welt und bis bald hier mal wieder!
Sandmann
Halloho nochmal.
Meine Bekannten wuerden das Auto niemals an Stefan Raab vererben. Ich musste versprechen dass sie noch ab und zu kommen duerfen und ein bisschen mit dem KaSi kuscheln koennen :)
Den Club hatte ich auch schon erspaeht und werde mit Sicherheit Mitglied werden. Die Bekannten allerdings meinten sie beziehen die Teile von einem Privatmann der wohl alles noch hat – werd mal sehen was da dran is..
Ich bin zwar in einer Plastikwelt aufgewachsen, war allerdings schon immer ein Metallmensch. Ich besass in meinem Leben zwei Autos – einen 88′er 320er E30 BMW komplett Original und unverbastelt in bronzitbeige metallic (klasse Farbe!) und einen 91′er Volvo 245. Was neueres kommt fuer mich nicht in Frage und ich wollte schon immer was aelteres! :)
J.
Ay Feuerfuchs,
das klingt gut. Ich bin sehr gespannt auf das Auto! Hier und da findet man in den Kleinanzeigen ja noch immer gut erhaltene Exemplare, die scheinen regelrecht unzerstörbar zu sein!
Mich würde der Bekannte von deinem Bekannten interessieren, wenn er noch reichlich Teile haben sollte. Vielleicht ist ja auch hier und da was für meinen KaSi dabei? Gib ihm doch mal meine Daten…
Sandmann