Abgelegt in Sandmanns Audi V8

Vollverzinkt? The Rusty Horror Picture Show

Sonntag, 16. August 2009 um 15:55 Uhr
von Sandmann

Ay liebe Blog-Gemeinde,

Da legst di nieder12 Jahre Garantie gegen Durchrostung! So konnte man es damals lesen, als Audi begann, seine Karosserien komplett zu verzinken und ein Denkmal der Langlebigkeit zu setzen, was Schule machte. Eigentlich keine Wunderidee, legt sich doch der Zink uneigennützig als unedleres Metall auf den so geliebten Stahl und korrodiert aufopfernd zuerst. Was aber nicht so schlimm ist. Schlimmer ist lediglich, wenn man sich darauf verlässt und dann in den Internetforen von Durchrostungen an eigentlich vollverzinkten Karosserien liest. Es hat sogar schon Fälle gegeben, da hat Audi auf Kulanz die betroffenen Stellen auch nach einem Jahrzehnt noch ersetzt. MIR kann so etwas ja zum Glück nicht passieren. Schließlich ist der Audi V8 ein begnadeter Vorreiter in Sachen Zink, als Oberklasselimousine und damaliges Konzernaushängeschild qualitativ hochwertig verarbeitet und darüber hinaus vor ein paar Jahren untenrum komplett neu lackiert worden. Und ein Lackierer findet angehende Rostherde und beseitigt diese, bevor er grundiert. Dachte ich. Manchmal täuscht man sich auch auf ganzer Linie.

runter mir dem ChromDie Garantiezeit ist längst vorbei, mein Audi befindet sich in seinem 17. Lebensjahr. Ich will mich nicht beschweren, nach fast 450.000 Kilometern läuft er noch immer tadellos und sieht auch im Gegensatz zu mir noch immer sehr gut aus. Bis auf ein paar kleine braune Pustelchen, die sich in der polierten Edelstahlleiste oben auf der hinteren Stoßstange spiegeln. Die fielen mir in diesem Frühling erstmalig auf. Da kann ich mir ja einmal den Nachmittag für verbuchen und das kurz mit der Drahtbürste wegmachen, bevor es weiter rostet. Und ich möchte auch gleich noch unter den rechten hinteren Radkasten schauen, ich erinnere mich, dass ich da beim Einbau der LPG Flüssiggasanlage einen kleinen oberflächlichen Rostherd entdeckt hatte. Die Stoßstange hängt nur mit sechs kleinen Schrauben am Träger und lässt sich wartungsfreundlicherweise nach hinten komplett abziehen. Lustigerweise ist eben jene funkelnde Zierleiste an der Karosserie angeschraubt und nicht, wie man vermuten möchte, an dem Stoßfänger. Aber auch hier lassen sich ein paar Kreuzschlitzschrauben und Plastikmuttern schnell entfernen, und nach wenigen Minuten ist der attraktive Hintern des V8 nackt und bloß.

Die braune Pest ist überall!Der Schrecken sitzt tief. Ich hatte im Forum wie gesagt schon viel gelesen. Aber was ich hier an meinem eigenen Auto tief verborgen hinter Zierleisten und fern dem Auge des Betrachters vorfinde erinnert mich eher an den Zustand meines Ford Granadas, damals, 1994. Auf der gesamten Fahrzeugbreite hat die Zierleiste durch Verwindungen und Vibrationen in jahrelanger akribischer Kleinarbeit erst den Lack, dann die Grundierung und zuletzt die Verzinkung abgeschabt. Hier ein Kratzer, da ein Schubbern, und dieser kleine fiese Blechzierat zog am längeren Hebel. Und hat dem Rost freien Eintritt auf das Blech gewährt. Rund um die Schraubenaufnahmen aus Kunststoff und an der Falzkante blüht hemmungslos die braune Pest wie ein nässendes Krebsgeschwür, und so wie es aussieht tut sie das schon seit Jahren. Mir kommen Fragen bezüglich der Qualität der Vorarbeiten meines Lackierers in den Kopf, aber das ist eine andere Geschichte. Ich muss handeln. Schnell. Mit einer Drahtbürste komme ich hier nicht weit, da muss die Flex und die Schruppscheibe ran. Na super. Habe ich heute Abend noch etwas vor? Nein. Gut so. In diesem Moment sehe ich resigniert mein Wochenende komplett dahinschwinden.

Da hilft nur die Flex!Neues vom Flexer. Schruppscheiben bestehen aus grobkörnigem, unter Wasser mundgefaltetem Schleifpapier und sind auch in der Lage, nennenswerte Mengen an Metall wegzuhobeln, wenn man zu lange drauf hält. Wie geschaffen, um Flugrost und etwas tiefer sitzende Rostnester einfach zu pulverisieren und mit dem Westwind über die Autos der Nachbarn zu verteilen. Wenn es denn nur solche schlichten Rostnester sind. Je länger ich muskelverschleißend auf dem Rücken liegend über Kopf das Audiheck bearbeite und mir kiloweise Funken, Lackreste und glühende Metallspäne ins Antlitz fliegen, desto mehr schwindet meine Hoffnung, dass ich hier nachhaltig (und mal eben nebenbei) etwas konservieren könnte. Auch wenn mein Audi sich ansonsten bester Blechgesundheit erfreut, ich denke mal, die Tage dieses Heckblechs dürften gezählt sein. Als ich an der linken Falznaht (dem Übergang zum Seitenteil unter dem Rücklicht) ankomme, erhalte ich die Gewissheit: Durchgerostet! Leider komme ich dafür 5 Jahre zu spät, Audi wird mir nicht mehr helfen können.

Verzweifelte VersucheDurchgerostet! Er ist DURCHgerostet.

Nun schwinden sowohl meine gute Laune als auch der Elan, hier gute Arbeit abzuliefern. Das Blech wird im kommenden Jahr ohnehin rausfliegen, also gilt mein Hauptaugenmerk nun nur noch der Konservierung über den Winter. Das ist mit Sprühzink, Rostschutzgrundierung und dem originalen Panthero-Schwarz einigermaßen schnell gemacht. Auch vor meiner Tür auf der Straße, die Hebebühne für unsere Werkstatt haben wir irgendwie noch immer nicht gekauft.

Vorsorge, wenn auch nur temporärSieht aus wie neu. Wird aber ausgewechselt

Ein Astrafahrer, der seinen Radlauf spachtelt und dann rot ansprüht, fährt erst einmal ein Jahr so rum. Warum weiß ich auch nicht. Ist Ihnen das auch einmal aufgefallen, dass viele alte Autos mit nicht beendeten Ausbesserungen unterwegs sind? Nein, ich ziehe es durch, ohne Lackschichten rostet es gleich wieder weiter. Trotzdem muss die Stoßstange noch einen Tag ab bleiben, die Gewinde für die Schrauben der Chromleiste lassen sich nicht entfernen, ohne zerstört zu werden. Ich gehe jetzt einmal ganz blauäugig davon aus, dass ich die am Montag bei Audi käuflich erwerben kann…

Die nächste KatastropheIrgendwann in grauer Vorzeit, als ich den Einbau der Gasanlage beaufsichtigte und auch aktiv daran teilhaben durfte, bemerkte ich ein weiteres Rostnest im rechten hinteren Radkasten. Hervorgerufen wohl von Benzinresten, die den hier verlaufenden Tankeinfüllstutzen unplanmäßig verlassen haben, gammelt der Audi hier unbemerkt, heimlich, still und leise vor sich hin. Unbemerkt, weil der innere Radkasten aus Plastik hinter der BBS Felge sowohl den Blick auf die Stelle verwehrt als auch schön nächtliche Feuchtigkeit und Spritzwasser so lange festhält, bis erst der Unterbodenschutz und dann das Blech porös werden und sich nicht mehr wehren können. Also? Wagen aufgebockt, Felge runtergenommen, Radkasten abmontiert. Noch immer ein fröhliches, hoffnungsvolles Liedchen auf den Lippen. Und? Erneute spitze, damenhafte Schreie meinerseits! Ja nimmt das denn gar kein Ende hier? Abendbrotzeit, langsam grenzt das an eine kleine Restauration! Vollverzinkt…

ROST ROST ROST. Was von Retter Tom damals noch liebevoll mit Fett eingejaucht wurde, gammelt nun unverhohlen großflächig weiter, und das an einer Stelle, die ein normal sterblicher Autofahrer eigentlich niemals zu sehen bekommt. Wer schraubt denn schon seinen Radkasten auf, wenn er kein Drogenschmuggler oder Restaurator ist?

Wo soll das enden?Wo die Flex nicht hinkommt

Natürlich handelt es sich um ein tief innenliegendes Formblech mit schönen Sicken, um die Stabilität zu erhöhen! Das wiederum bedeutet, dass ich mit der Flex und der Schruppscheibe nicht in jede einzelne Ecke komme und zum Akkuschrauber mit Spezialaufsatz greifen muss. In der Garage finde ich ganz tief unten noch Aluminiumoxid-Schleifaufsätze, und die sind für die kleinen korrodierten Kanten ganz hervorragend geeignet! Wahrscheinlich ist der Abrieb das krebserregendste, was es auf der Welt gibt. Irgendwo habe ich auch noch eine Schutzbrille und eine Staubmaske. Wo denn bloß?

Nachverzinkung, fast wie ab WerkNun ist es doch noch ein kleiner Korrosions-Workshop geworden. Im Gegensatz zum maladen Heckblech gebe ich mir hier allerdings mehr Mühe, denn hier ist das Blech nicht so ohne weiteres auszutauschen. Allein die Nähe zum Tank könnte diesbezüglich für Probleme sorgen… Nach einer ausgiebigen Flex- und Bohrmaschinen Entrostungs-Aktion blicke ich auf blankes, gesundes Blech. Kein Karies mehr zu sehen, Herr Doktor. Und das blanke, gesunde Blech blickt auf mich und fragt sich vermutlich, wer mich so zugerichtet hat und ob das alles jemals wieder abzuwaschen geht. Nun gut. Was einmal verzinkt war, soll auch wieder verzinkt werden! Im Schichtbetrieb sprühe ich zeitversetzt zwei Lagen Zink, danach zwei Lagen korrosionshemmende Rostschutzgrundierung, anschließend zwei Schichten Lack, zwei Schichten Klarlack und am Ende zwei dicke Lagen Unterbodenschutz in den Radkasten. Jeweils mit 15 Minuten Zeit zum Aushärten dazwischen, genug, da es sich um schnelltrocknende Produkte handelt. Die Dämmerung ist inzwischen in vollem Gange, einige Abendvögel gucken mich verwundert an und vergessen, zu singen.

Grundiert und beschichtetEines langen Tages Früchte. Uff. Mit dieser Stelle bin ich durchaus zufrieden und schätze, dass sie nun den gesamten Rest des Autos um ein paar Jahrzehnte überleben wird. Guckt man sich die Restaurationsberichte von wirklich alten Autos an, dann komme ich sehr gut weg. Selbst das Heckblech, so man es denn noch erwerben kann, ist an einem Tag eingeschweist und versiegelt. Vielleicht finde ich ja noch ein kulantes Audizentrum, das um das Image seines ehemaligen Premium-Produktes besorgt ist? Haha. Bei Audi hätte man den V8 inzwischen am liebsten gar nicht gebaut und behandelt ihn nicht wie den Einstieg in die Oberklasse, sondern wie das schwarze Schaf unter den Single-Frame-Herden. Schade.  Am Rande dieser Dokumentationen habe ich (während der Trockenzeiten) noch drei Rostnester auf der Motorhaube beseitigt und endlich, ENDLICH einmal die Fensterdichtung der Beifahrertür neu eingepasst. Nun kann man rechte Fenster auch wieder runter- UND hochfahren… Ich bin wie im Sog. Wieder ein Stückchen weiter, wenn auch mit der Option auf eine größere Operation im kommenden Jahr. Wer weiß, was dann noch alles zum Vorschein kommt?

Haben Sie auch Rostsorgen an Ihrem Auto? Man liest ja selbst von Neuwagen, die Kantenrost haben… Ich geh jetzt mal duschen.

Sandmann

56 Kommentare zu “Vollverzinkt? The Rusty Horror Picture Show”


  1. steffeng schrieb am 16. August 2009 um 17:10

    Hi Sandmann,

    das klingt nach viel Spaß…. kenne ich irgendwie noch von meinen D-Kadetten. Da haben wir auch einige Karosseriestellen nachgebaut…

    Naja, mein Mondeo hat eben jene Kantenrosterkrankung, die vom Werk mangels hochwertiger Dichtmasse mitgegeben werden. Aber da ist ja auch Audi, VW und Mercedes nicht von verschont geblieben.
    Sollte Ford das nicht mehr auf Kulanz machen(wurde scheinbar schon mal, Klarlack blättert schon ab), dann muss ich auch mal bei und entrosten. Noch habe ich aber 5 von den 12 Grantiejahren über. ;-)

    Also dann… schönen Abend! Muss den Grill anheizen und den Wein kalt stellen. Soll mal ein weißer sein….

    Steffen.

  2. Sandmann schrieb am 16. August 2009 um 17:27

    Ay Steffen,

    die Kanten des V8 sind zum Glück alle nahezu makellos, unten drunter fängt er hier und da so langsam an.
    D Kadett. Wow. Fand ich mal grottenhässlich, war irgendwann froh dass die alle wegrosten. Inzwischen bleibe ich ehrfürchtig stehen, wenn ich mal einen irgendwo stehen sehe. und freue mich über die klaren eckigen Kanten…

    Dann grill mal schön. Ich bin in Hamburg, schätze mal wir gehen noch essen. Das Wetter läd zum draußen sitzen ein. Und: Weißwein hat weniger als halbsoviel Kalorien wie Rotwein :-)

    Sandmann

  3. steffeng schrieb am 17. August 2009 um 05:29

    ja, die Kadetten. Der D war immer das hässliche Entlein. Irgendwie gab es D und E auch als Modelle zu kaufen, den D nicht. Naja, Zeiten ändern sich. Waren gute Autos, damals. Hier gibt es auch noch zwei die scheinbar Saisonal bewegt werden. Da wird man manchmal sentimental. Wobei diese Autos immer für viel Schrauberei gesorgt haben – Spaß hats gemacht.

    Jo, der Grill ist mittlerweile aus. Vino war ganz gut. Gab dann doch nen Rosé. Die Woche hat mich wieder und irgendwie freue ich mich, dass ich am Mittwoch meinen letzten Trainingstag habe. Meine Stimme wird es mir danken!

    Gruß

    Steffen.

  4. steffeng schrieb am 17. August 2009 um 05:29

    Also ich meinte C und E gab es….. sorry.

  5. Sandmann schrieb am 17. August 2009 um 06:07

    Ay Steffen,

    hier um die Ecke ist ein Modellbauladen, ich meine, dort einen D Kadett in grün gesehen zu haben. Das werde ich nachher in der Mittagspause gleich mal eruieren.

    Am D hänge ich aus ganz persönlichen Gründen… Ich habe einige Jahre lang Jugendfreizeiten geleitet, nach Sylt, Ketzendorf, Wingst… Und der verantwortliche Diakon (ja, Kirche, wer hätte das gedacht???) fuhr einen D Kadett in blau und Basisausstattung. Aber mit einem wie ich damals fand großartigen Radio drin.

    Ich hatte meinen Führerschein gerade neu und durfte den Wagen auf Sylt zwei Wochen bewegen. Das waren die ersten Erfahrungen in einem Auto ohne einen “Erwachsenen” daneben, ich weiß nicht, ob ich mich danach jemals wieder so frei gefühlt habe…

    Der Diakon ist letztes Jahr gestorben, der Kadett wohl noch sehr viel früher.

    Sandmann

  6. espial schrieb am 17. August 2009 um 09:57

    Ave Rostmann,

    vollverzinkte Oberklasselimousine… soso :)

    Mein Focus hat Gott sei dank noch nirgendwo die braune Pest gefangen. Er stammt auch aus der letzten Baureihe, die schon ausgereift und wo der Rostschutz erheblich besser geworden ist. Ich lese immer wieder von rostenden Türen etc. aber bei mir ist da nur eine geradezu jungfräuliche Lackschicht zu sehen. Jegliche tiefe Steinschläge oder Kratzer werden von mir recht schnell ausgebessert und die regelmäßige Pflege mit Liquid Glass & Co. tut ihr übriges zum Erhalt des Autos. “Untenrum” schaut’s auch ganz gut aus, bis auf gaaanz leichten Kantenrost an paar Stellen. Wäre vllt gut den auch zu beseitigen, ehe sich das Ganze zu mehr entwickelt… aber ich hab ja noch 6 von den 12 Jahren Durchrostungsgarantie.
    A propos Zierleiste: da gab’s beim Focus auch Probleme mit, an der Heckklappe gibt es da so eine Edelstahlleiste mit Fordlogo, die schabt ebenfalls am Lack. Da hat Ford aber im Rahmen einer Inspektion jedem Auto eine dicke Lackschutzfolie druntergeklebt, ich hoffe die reicht auch :)

    Viel Spaß beim weiteren entrosten,

    Niko

  7. Sandmann schrieb am 17. August 2009 um 10:12

    Ay espial,

    ich hätte so gern mal ein neueres Auto, was ich dann mit Hohlraumwachs volljauchen kann. Gibt es DINOL noch?
    Aber nein, ich würde da natürlich auf CARAMBA zurückgreifen. :O)

    In den späten 90ern hatte ich einen 1978er Audi 100 L 5E, da lief das Wachs aus allen Ritzen und der sah aus wie aus dem Showroom. Man konnte es hier auch mal irgendwo weiter vorne lesen…

    Der V8 hat, soweit ich das überblicken kann, ansonsten keine weiteren Stellen. Im Steinschlagbereich der Kotflügelkanten und eben vorn auf der Haube, aber das ist ja normal. Ich bleib auf jeden Fall dran. Nicht, dass ich ihn irgendwann nochmal “restaurieren” muss ;-)

    Sandmann

  8. sascha schrieb am 17. August 2009 um 14:32

    Hey Sandmann!

    Von Rost kann ich eigentlich nur am Fiesta reden. Wobei der seeeeeeeeeeeeeehr wenig davon hat. Er rostet momentan nur am Heckklappenschloss. Die typischen stellen wie Radläufe, Schweller und Tankstutzen sind bei mir nicht befallen.
    Mag das an der Nutzung liegen?? Er hat jetzt gute 170tkm auf der Uhr. 80.000km davon bin ich gefahren. Überall hin, egal wohin, er musste ALLES mitmachen.

    Nun steht er schon 5 Monate und wartet darauf endlich wieder fit gemacht zu werden. Nächsten Monat, nach dem Südseecamp, gehts los. Heisst für dich Sandmann: Bald gehts zu Kiesow ;-)

  9. Sandmann schrieb am 17. August 2009 um 16:11

    Ay Sascha,

    ich freu mich auf des Nordens größten Schrotter!
    Zu deinem Fiesta:
    Warum rosten denn die allermeisten rund um den Tankstutzen so dermaßen doll? Ich habe Spachtelmöhren gesehen, da ist das Blech fast rausgefallen!

    Ich freu mich schon ziemlich doll auf das Südseecamp! Nun ist es ja bald soweit… Convoi, denn?

    Sandmann

  10. sascha schrieb am 17. August 2009 um 16:22

    Hey!

    Beim Fiesta ist auf der Rückseite des Tankstutzens so eine “Blechlasche” die sich bei der Montage in das umliegende Metall “eingräbt” und auf diese Weise den Tankstutzen mit der Karosserie verbindet. Dabei wird natürlich sämtliche Oberflächenversiegelung weg gekratzt und an der Stelle rostet es dann eben.
    Ist also mehr Glück wenns bei einem selbst nicht rostet. Ist halt das Blech nicht so doll oder gar nicht beschädigt worden.

    Zudem sollen die Fiestats ab Modelljahr 98′ mit weniger Hohlraumversiegelung behandelt worden sein. Daher rosten diese um einiges schneller. Meiner hat Erstzulassung 1998, vielleicht hab ich ja das Glück das er noch 1997 gebaut wurde ;-). Denn Rost findest an ihm nicht. Noch nicht einmal untendrunter.

  11. sascha schrieb am 17. August 2009 um 16:23

    Nachtrag:

    Klar, hab schon bei Thomas angefragt. In Legan gehts am 04.09. um 15 Uhr los :-)

  12. Sandmann schrieb am 17. August 2009 um 17:09

    Ay Sascha,

    klingt nach genau so einem Konstruktionsfehler wie der Falz hinter den Radläufen des Opel Kadett E. Da sieht man ja auch fast keine mehr, die keinen Rost haben.
    Wobei… Man sieht ohnehin fast keine mehr. Finde ich das schade…? Hm. Ich glaube nicht.

    In Legan bin ich dabei…

    Sandmann

  13. steffeng schrieb am 17. August 2009 um 17:20

    Hi Sandmann,

    An diesem Falz haben die schon fleißig am D herumprobiert. Beim E haben sie den Rostfangfalz perfektioniert…

    Steffen.

  14. Sandmann schrieb am 17. August 2009 um 17:30

    Das scheint eine gut durchdachte Ingenieursleistung gewesen zu sein. Man muss allerdings den Jungs von damals zu Gute halten, dass sie nicht wissen konnten, dass es auch mal irgendwann regnet. Sowas gabs damals ja noch nicht.

    Die Kadetten sind weg. Fast komplett.

    Sandmann

  15. sascha schrieb am 17. August 2009 um 17:42

    Selbst bei Kiesow findest du kaum noch die Kadetten ;-)

  16. Sandmann schrieb am 17. August 2009 um 18:42

    Auch Schrott rostet und ist irgendwann nicht mal mehr Rohstoff…

  17. steffeng schrieb am 17. August 2009 um 20:01

    Die, die überlebt haben, sind wohl trocken und Rostfrei gelagert und warten auf das H-Kennzeichen….

    Den Rest hat der Zahn der Zeit weggemampft.

    Steffen.

  18. Sandmann schrieb am 17. August 2009 um 20:11

    Ay Sreffen,

    an dieser Stelle kommt dann demnächst vielleicht unser guter Stefan H. ins Spiel.

    Er findet einen E-Kadett aus erster weiblicher Rentnerhand, 12.000 gelaufen, alle Inspektionen, noch die Einfahrvorschriften als Aufkleber an der Wundschutzscheibe, keine Kratzer im Lack und auf dem Glas, er riecht sogar noch wie neu von innen und kostet rund 700,- Euro.

    Ich bin gespannt.

    Den GSI mit dem Digitaltacho finde ich übrigens gar nicht SO schlecht, ein klassischer Vertreter seiner Zeit…

    Sandmann

  19. steffeng schrieb am 18. August 2009 um 07:48

    Sowas habe ich auch schon gesehen. Jetta II, 1.Hand, 1.+2. Gang benutzt. Noch original Folie auf den Sitzen. 60PS, 12000km, 300 Euro. So einem Bekannten untergekommen. Hätte ich den Wagen nicht gesehen, ich hätte es nicht geglaubt. Die Besitzerin ist den Berg herunter zum einkaufen und wieder hoch gefahren. Zum Arzt war schon zu weit. In die Werkstatt hat der Sohn gefahren.

    Selten, aber es gibt die berühmten Rentnerautos….

    Steffen.

  20. Sandmann schrieb am 18. August 2009 um 10:19

    Ay Steffen,

    ich glaube, es wird sie auch immer geben.
    Örg und ich sind in den 90ern den damals brandneuen Scorpio (mit den Glubschaugen und dem sehr amerikanischen Heck) probegefahren und haben rumgefrotzelt, dass man den irgendwann mal als “Resttüv-Scorpio” für 300 Mark antesten sollte.
    Und jetzt bekommst du sie hinterhergeworfen.

    Alles in mir sträubt sich zwar gegen einen scheckheftgepflegten Ersthand-Ka mit 15.000 Kilometern vom Rentner… aber auch hier wird es Menschen geben, die so etwas goutieren…
    *grusel*
    Oder einen neuwertigen Chevi Matiz aus Erstbesitz. *aaah*

    Sandmann

  21. stefanh schrieb am 18. August 2009 um 10:22

    Ah…wie wo was? Kadett? Nicht doch, ich hab bereits einen Opel…
    Solche rentnergepflegten rostfreien Youngtimer findet man (also ich ;-) ) schon, wenn man danach sucht. Letzte Woche gesehen: MB 250 CE /8 mit 36′000 km im Neuzustand, Vorbesitzer 92-jährig. Leider nicht mein Budget.
    Aber ich hab eh keinen Platz mehr, seit ich mein neuestes Projekt erworben habe…

    Gruss, Stefan H.

  22. Sandmann schrieb am 18. August 2009 um 10:24

    Projekt?
    Habe ich etwas überlesen…?
    *nachguck*
    Erzähl……..

  23. stefanh schrieb am 18. August 2009 um 10:34

    Ach, frag nicht welcher Teufel mich da geritten hat: http://www.postimage.org/image.php?v=aV1Dchji
    Aber die Historie ist so einzigartig und die Technik derart skurril, dass ich nicht widerstehen konnte. Und ja: günstig war er! ;-)

    Sajonara,
    Stefan H.

  24. Sandmann schrieb am 18. August 2009 um 10:54

    WOOOOOOOOOOOW!

    Der sieht ja traumhaft aus. Und wie aus dem Ei gepellt, wie man es von dir kennt.
    Ich muss mal in diesem Herbst wieder nach Zürich kommen, glaube ich…

    Wenn du mal eine Fotostrecke hast, gib doch bitte einmal den Link her. Den Wagen habe ich ja seit Ewigkeiten nicht mehr in freier Wildbahn gesehen :O)

    Sandmann

  25. stefanh schrieb am 18. August 2009 um 11:06

    Naja, sooo perfekt wie die andern Autos ist er nicht, aber sicher erhaltenswert. Es wartet noch einige Arbeit, bis er nächstes Jahr wieder auf die Strasse darf.
    Einige Infos findest Du hier: http://www.carsablanca.de/Oldtimer-Youngtimer/honda-prelude-1600–1
    Du bist natürlich jederzeit herzlich willkommen, aber das weisst Du ja ;-)
    Stefan H.

  26. Sandmann schrieb am 18. August 2009 um 11:22

    Ay Stefan,

    ich komme ins Schwärmen. Die Cockpitgestaltung der alten Japaner ist einzigartig. Diese Skurrilität, dieser Hauch Amerika. Klasse. *schwärm*

    Ich träumte lange Zeit von einem Datsun Laurel. Immer belächelt und verramscht, inzwischen ein teurer Klassiker. Die ersten Serien nicht mehr zu bekommen. Schade.
    Aber mir fehlt ja zum Glück der Platz…

    Wir sehen uns! Ich freu mich drauf.

    Sandmann

  27. Örg schrieb am 18. August 2009 um 21:28

    Moin Sandmann,
    is ja unglaublich, wie Deine alte Möre am rosten is. Zink schüzt vor Alter nicht..Aber das ist nix im Gegensazz zu den sargdeckelgroßen Löchern in meinem Schraddelgolf, die ich aber allesamt geschweißt habe. und der bekommt Donnerstach TÜV! Ich glaub, ich komm ma morgen aufn Bier vorbei…
    Ersma!

    Ög

  28. Sandmann schrieb am 18. August 2009 um 22:16

    Ög,

    Hüter der heiligen Hallen mitten in Kiel.
    Vergiss morgen nicht das Geburtstagsgeschenk für meine große Tochter, und zieh dir was ordentliches an, wenn du hier ab 15.00 Uhr in die gesammelte buckelige Verwandtschaft rauscht :-)

    Aber ein kühles Astra ist selbstverständlich für dich da. Immer.

    Sandmann, heute ein wenig melancholisch…

  29. steffeng schrieb am 19. August 2009 um 08:19

    Ich würde ja auch vorbei kommen, aber erstens weiß ich nicht ob ich Astra trinke, zweitens kann ich nur mit leicht gebräunten Türkanten aufwarten, das ist nix gegen Deinen Lochfraß und Örgs Renntrecker, und drittens kenne ich Deine Tochter nicht….

    Lasst euch das Bier schmecken!

    Steffen.

  30. Sandmann schrieb am 20. August 2009 um 07:08

    Ay Steffen,

    wir hätten auch Brause und Weißwein da gehabt und werden vermutlich noch die nächsten drei Wochen Nudelsalat essen. Alles wie immer :-)

    Ich habe gestern bei Audi in Kiel vorgesprochen, man bekommt dieses Heckblech tatsächlich käuflich erworben, zum Schnäppchenpreis von 329,- Euro netto. Tz. Scheint der gesamte Kofferraum noch dran zu hängen… Ob Örg das vielleicht lieber selbst kantet?

    Sandmann, am heißesten Tag des Jahres

  31. steffeng schrieb am 20. August 2009 um 08:32

    Ist das gerade oder macht es einen Bogen?
    Wahrscheinlich ist das originale Blecht auch verzinkt. Gut, an der Schweißnaht bringt Dir das nicht viel, aber sonst… 329 Euro ist schon ne Hausnummer für ein Stück Blech…

    Hatte auch Glück als meine Frau eine Studie über Kaltverformung von Blech anstellte, habe ich im Netz ne neue Tür (ooginaaaal) für nen 100er bekommen. Ford ruft 550Euro dafür auf.

    Übern Winter vielleicht zuzinnen?

    Steffen.

  32. Sandmann schrieb am 20. August 2009 um 08:42

    Ay Steffen,

    ich hab das Blech ordentlich mit Farbe eingekleistert. Da ich es ohnehin raustrennen werde, ersparte ich mir weitere Mühen. Ansonsten bin ich ein großer Freund der verzinnten Schweißnähte!

    Nun muss ich noch vor dem Wochenende alles wieder zusammenbauen, die Simple Minds spielen in Büsum am Strand auf! Momentan sieht der Audi von hinten aus wie die Karre von Mad Max :-)

    Sandmann

  33. calimero schrieb am 20. August 2009 um 09:41

    Das stimmt nachdenklich, daß der Rost hier so brutal zugeschlagen hat. Was sagt denn Audi dazu? Werden die auf sowas aufmerksam gemacht? Oder sind die zu viel damit beschäftigt, das Image ihres R8 aufzublasen und konstruieren jetzt einen W20 Motor, der dann in den neuen TT kommt?
    Der Griff zu den Sternen, und unten auf der Erde werden wir total vergessen.
    Abel

  34. Sandmann schrieb am 20. August 2009 um 10:30

    Ay Calimero,

    Audi wird nach so langer Zeit keine Kulanz mehr anbieten. Da frage ich gar nicht erst nach, ist ja auch okay, andere Autos rosten schon ab Werk oder an völlig unmotivierten Stellen wie dem Dach oder der Motorhaube!

    Ich werde vielmehr mal schauen, ob es im Zubehör so ein Heckblech gibt. Hat das vielleicht schon mal jemand gefunden? Kommt ja nicht auf eine Woche mehr oder weniger an.

    Sandmann

  35. ralfk schrieb am 20. August 2009 um 12:08

    Simple Minds,
    au man, da haste aber wieder ne Welle an Erinnerungen ausgelöst.

    Viel Spass dabei. Ich schwelge jetzt erstmal.

    Man liest sich,
    Ralf

  36. Sandmann schrieb am 20. August 2009 um 12:20

    Ay Ralf,

    ja nun, es kommt langsam der Herbst. Da greift eine gewisse Grundmelancholie wieder um sich, und ich beginne, in alten Kisten zu wühlen. Wie zum Beispiel hier:

    In der alten Fotokiste

    Die Simple Minds in Büsum sind der Aufhänger für Sonntag, da ist ein persönliches sehr schönes Ereignis, das es zu feiern gilt.

    So. Weiterschwelgen und auf melancholische Vergangenheitsberichte hoffen ;-)

    Sandmann

  37. Nikolaus Eickmann schrieb am 20. August 2009 um 13:12

    Was soll ich da sagen? Mercedes S-Klasse. 17 Jahre, kein Rost. Noch Fragen?

  38. Sandmann schrieb am 20. August 2009 um 13:20

    Bester… Chef?

    Dafür war Mercedes Benz nicht immer berühmt. Sollte dem in deinem Fall so sein, dann sage ich meinen Respekt und Glückwunsch.

    Wobei… gesehen hat man es bei meinem Audi ja auch nicht. Wollen wir mal deine Plastikverkleidungen abnehmen und drunter gucken? Oder mal unter das Auto legen? Da finden wir bestimmt etwas.

    Ansonsten drücke ich mehr als meine Daumen, dass dir nicht ständig die nächsten vierstelligen Reparaturen in Sachen Steuergeräte und ähnliches ins Haus stehen. Fährt er denn jetzt? Also, ohne Notprogramm, meine ich?

    Beste Grüße, und in Erwartung auf ein Wiedersehen

    Sandmann

  39. Nikolaus Eickmann schrieb am 20. August 2009 um 13:26

    Wühle nie in offenen Wunden! Nach 3300 Euro in der Werkstatt sollte die Karre mal wieder fahren, eventuell schneller als ein Radfahrer; d.h. nicht im Notprogramm.

  40. Sandmann schrieb am 20. August 2009 um 13:29

    Ich werde mich davon überzeugen.
    Und mit Lob und Wohlgefallen die offene Wunde verschließen.

    Hat er vielleicht einmal darüber nachgedacht, am ersten Wochenende im September zum Südseecamp nach Soltau zu kommen und den Örg und viele andere V8-Fahrer bei Wurst, Fleisch, Bier, Lagerfeuer und Männergesprächen kennen zu lernen? 8 Zylinder sind immer herzlich willkommen…

    Sandmann

  41. Nikolaus Eickmann schrieb am 20. August 2009 um 13:46

    Oha, klingt sehr interessant! Er wird dies mit der Gattin besprechen.

  42. Sandmann schrieb am 20. August 2009 um 15:25

    Näheres per Mail, Telefon oder vielleicht nochmal hier als Ankündigung. 4.09. – 06.09. Capmingplatz “Südseecamp” bei Soltau.

    Ich war bisher jährlich dabei,
    klick HIER.
    Man kann da auch Hütten mieten, sollte man nicht im Hotel Sindelfingen o.Ä. übernachten wollen. Eine herrliche Männerveranstaltung, selbstverständlich aber auch frauenkompatibel, wenn sie ein bisschen autoaffin ist.

    Sandmann

  43. Örg schrieb am 20. August 2009 um 21:20

    Moinsen Gemeinde.

    Ja Sandmann, ich hab das dann doch nich mehr geschafft zu kommen…
    Aber Dein Heckblech kann ich Dir auch kanten,
    auch mit Wölbung. Wär doch gelacht, für son Klotzauto nich n Blech hinzukriegen, auch in verzinkt und dann machste eben Zinn drauf.

    Hab übrigenz eine Hebebühne gekauft!!
    Eine gbrauchte Nussbaum…Juhuuu.
    ALTER..da brechen völlig neue Zeiten für uns an…wenn DU mal rumkommst…irgendwann…:)

    Ersma!
    ÖG

  44. Sandmann schrieb am 21. August 2009 um 18:30

    Ah. Hebebühne!!!
    Ich war gerade da, aber du triebst dich wohl irgendwo rum.

    Ich habe nun fertig mit Viskolüfter. Und werde berichten.

    Sandmann

  45. eggy schrieb am 23. August 2009 um 19:08

    Hey Örg.

    wenn ich dann mal probleme haben sollte melde ich mich auch bei dir ;) (aber erstmal will ich eindlich einen V8 in meinem Besitz haben) hast du den Kühler nun rausbekommen Sandmann???

  46. Sandmann schrieb am 24. August 2009 um 09:57

    Ay eggy,

    kannst dich auch bei MIR melden, die Werkstatt und die Hebebühne gehören uns beiden ;-)

    Den LÜFTER (nicht den Kühler…) habe ich inzwischen gewechselt, siehe neuer Blog. Hab noch immer Dreck an den Fingern…

    Auf in eine neue Woche!
    Sandmann

  47. royf schrieb am 24. August 2009 um 12:05

    Wer ist MIT? :P

  48. Sandmann schrieb am 24. August 2009 um 12:22

    Ups? Sorry, danke für den Hinweis. T ist neben R, ich habe noch nicht so viel Kaffee getrunken und es ist sehr warm hier.
    Hab’s korrigiert :-)

    Sandmann

  49. deichgraf63 schrieb am 24. August 2009 um 18:31

    Auch mein 1987er Audi 80 (496.000km)hat leichte Rostprobleme, da ist das Blech rund um die Befestigungsschrauben für das hintere Kennzeichen weggegammelt, entweder hat man im Werk nach Anbringen der Ausbrüche den Zinkschutz nicht wieder herstellt oder die Kunststoffdübel haben, wie bei deinem V8 die Edelstahlleiste, die Schäden verursacht. Sei’s drum, dicke Kunststoffscheiben sorgen nun erst einmal für den Halt der Schrauben…

    Eine weitere Schadstelle ist die Kante des hinteren Radlaufs, hier war der Wagen vor vielen Jahren bei einem Ampelunfall derart getroffen worden, dass es zu einer 270°-Pirouette reichte, die Reparatur erfolge in einem Audi betrieb, nun wohl Spätschaden wie der abblätternde Lack auf dem hinteren Kotflügel.

    Auch an der hinteren, rechten Tür ist etwas Kantenrost gewesen, nach dessen Entferung und gründlicher Arbeit ist dort aber offenbar Ruhe.

    Viel mehr Sorgen macht mir die Innenausstattung, eine durchgewetzte Fahrersitzwange istg normaler Verschleiß, günstige Felle drauf und gut ist. Übel ist aber, dass sich der Stoff des Formteilhimmels löst und nun langsam herunterhängt. Auch die Stoffspiegel der Türverkleidungen wellen sich.

    Grund ist, dass sich der Schaumstoff einfach auflöst und zu einer eklig, schmierigen, rot-orangenen Masse wird.

    Nun geht es mir wie den berühmten Galliern: Ich habe Angst, dass mir eines Tages der Himmel auf den Kopf fällt.

    Morgen bekommt der alte 89er aber mal einen neuen Endschalldämpfer. Mist, den habe ich doch irgendwann schon einmal gewechselt, keine Qualität ;-)

    Was das Enfernen von Rost angeht, empfehle ich sogenannte “Negerkekse”, auch CSD-Scheiben (Merkbegriff: Crack und Speed Dealer) genannt. Das harte Nylon beschädigt das Metall nicht so wie übliche Scheiben und es gibt eine wunderbar glatte Oberfläche. Staub und Dreck sind auch hier reichlich “im Angebot”, also auch auf persönliche Schutzausrüstung achten.

    Gruß

    Deichgraf63

  50. Sandmann schrieb am 24. August 2009 um 21:01

    Ay Deichgraf,

    so gesehen werden wir wohl bei allen alten Autos früher oder später Rostprobleme haben, es sei denn, sie sind aus Edelstahl…
    Aber selbst ein DeLorean korrodiert, und wenn ich mir da die Teilepreise angucke… nein nein. Alles gut mir meinem Audi.

    Ist es denn normal, dass sich deine Inneneinrichtung auflöst? Haben andere Fahrer dieses Typs das auch, oder ist das vielleicht farbabhängig? Oder hast du zu viele Wunderbäume hängen ;-) ?

    Bei meinem Audi V8 ist die Inneneinrichtung noch sehr gut. Die Ledersitze bekommen einmal im Jahr ein Pflegemittelchen und haben nach fast 450.000 Kilometern die üblichen kleinen Risse, die sie erhaben erscheinen lassen.
    Die Türpappen sind aus einem robusten Kunststoff, das Armaturenbrett ist ohne Risse und der (leider helle) Himmel spannt sich wie am ersten Tag. Da ist alles gut. Nur die Formschaumfußmatten verschleißen langsam, aber der Ersatz ist unbezahlbar. Also lebe ich mit den reingescheuerten Abdrücken meiner Fersen.

    Mit den CSD-Scheiben wäre ich bei meinem Heckblech nicht weit gekommen. Zu tief sitzt da der Karies. Also raus damit.
    Aber ich werde sie im Oktober antesten, wenn wir dem K70 den letzten “Schliff” geben.

    Weiterfahren!
    Sandmann

  51. royf schrieb am 24. August 2009 um 22:14

    einfach ne Folie unter die Chromleiste beim Heckblech und gut… ist bei meinem so und kein Zeichen von Rost… aber ehrlich… mir wärs lieber Heckblech würde weggammeln, das kann man ganz gut selber flicken… aber die Radläufe… herrje… zum davonlaufen…

    der Innenraum ist soweit auch noch i.O. aber im Fond, in der Kopfpartie, löst sich der Dachhimmel… schade schade… bis jetzt hängt er nicht weiter runter als die Ausbuchtung ist, somit schön unauffällig… aber wie lange noch?

  52. Sandmann schrieb am 25. August 2009 um 06:30

    Guten Morgen Roy,

    das lese ich beim V8 zum ersten mal…? Vielleicht solltest du mit dem Haarwasser sparsamer sein, auch wenn es die Wespen verscheucht ;-)

    Bei meinem Audi 100 war der Himmel noch richtig mit Metallstäben eingespannt. Wenn der Falten geworfen hatte, konnte man ihn nachsetzen. Ich hatte ihn einmal komplett herausgenommen, um am Schiebedach Hohlraumwachs aufzutragen. Und faltenfrei wieder hereinbekommen. Das geht bei geklebten Himmeln nun wirklich nicht, jedenfalls nicht, wenn man kein professioneller Sattler ist…

    Sandmann

  53. royf schrieb am 25. August 2009 um 13:46

    wie auch bei den 100ern und 200ern ists auch beim V8 eher eine Seltenheit, aber kommt vor… und wie soll ich das mitm Haarwasser verstehen?

    1. kommt da ausser frisches Quellwasser und Shampoo nix wässriges drauf

    2. sitz ich nicht hinten (rechts) sondern vorne (links) am Steuer… wäre das umgekehrt wärs ne Langversion und ich würde kaltlächelnd den grossen Geldbeutel zücken und die Sache würde erledigt werden…wir sind hier aber alles arme Schweine, also muss ich das irgendwannmal selber angehen… zumal die Bespannung vom SSD auch bissl angeschlagen ist…

  54. Sandmann schrieb am 25. August 2009 um 17:30

    :O)

    Ay Roy,

    ich gelobe, deine Beiträge besser zu lesen. Ich fand die Vorstellung nur ganz charmant, dass über deinem Kopf sich langsam der Dachhimmel abblättert. Ein bisschen wie die pomadeversiffte Tapete bei den Ludolfs ;-)

    Sandmann

  55. markus1975 schrieb am 15. September 2009 um 12:40

    Oh mein Gott!!!

    Mensch Jens! Der Po von Deinem V8 besteht ja eigentlich nur noch aus Rost. Auf Deinen Rat hin, besprühe ich jetzt schon seit drei Tagen einmal täglich die sehr rostigen Schrauben, die die Stoßstange halten, um jene mit zusammengebissenen Zähnen aus der Verankerung zu ziehen. Rost erbarme Dich. Bitte!!!!
    V8 mäßige Grüße

    Markus

  56. Sandmann schrieb am 15. September 2009 um 15:02

    Ay Markus,

    na ja, nicht ausschließlich. Es ist tatsächlich (mal von der maladen Stelle im Radkasten abgesehen) nur der Falz am heckblech, der aber dann gleich so RICHTIG.
    Falls die eine der sechs Schrauben, die die Stoßstange halten, abreißen sollte… gräm dich nicht. Meine wird auch nur noch von fünfen gehalten, wahrscheinlich reichen auch vier…

    Sandmann, derzeit auf Sardinien



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