Ay liebe Blog-Gemeinde,
längst vorbei scheinen die technologiebefreiten Zeiten, an denen man nach einer längeren Tour mit dem Kraftwagen voller geheuchelter Schamesröte die Verspätung auf veraltetes Kartenmaterial, einen nörgeligen Beifahrer oder womöglich auf eine unvorhergesehene Verkehrssituation schieben konnte. Moderne Navigationssysteme scheinen unbestechlich, holen sich über das Internet immer die neuesten Karten, kennen jeden Stau gefühlt noch vor den Unfallverursachern selbst und wissen ziemlich genau, wann ich vor der Tür stehen werde. Unelektronische Bedienfehler eingeschlossen. BMW hat noch einen drauf gesetzt und ein System geschaffen, was den Fahrer und seinen Lebensraum über das Internet und das Telefon mit seiner Umgebung auf mehreren Ebenen vernetzt. ConnectedDrive. Ich stelle mir hier und heute (noch) nicht die Frage, ob so etwas notwendig ist. Ich probiere es lediglich zwei Wochen lang aus und bringe in Erfahrung, wie es sich anfühlt. Für mich. Als Fahrer…
Was haben wir denn hier eigentlich? Ich zitiere einmal die BMW-Website: “BMW ConnectedDrive ist wie ein persönlicher Assistent für Sie. Er bedient sich der neuesten Technologien. Mit dem Ziel, Sie mit all den Informationen zu versorgen, die Sie wünschen und benötigen‚ wo auch immer Sie mit Ihrem BMW unterwegs sind”.
Beginnen wir mit einem Navigationssystem. Einem SEHR guten Navigationssystem. Ist man die Sprachkennung oder den Touchscreen eines TomTom & Co. gewohnt, maßt die Zieleingabe über den iDrive Knopf altbacken an. Aber nein – schon nach einigen Versuchen gelingt es mir, mein Ziel fast ohne den Blick von der Straße zu nehmen locker mit der rechten Hand in den Bildschirm zu klicken. Das Navi stellt mir nicht nur die Sehenswürdigkeiten in meiner Nähe in 3-D-Gebäuden dar, es meldet auch alle über den Verkehrsfunk hereingekommenen Staus, zeigt sie mir im Splitscreen-Verfahren an, schlägt mir (auch grafisch angezeigte) Alternativen vor. Und wenn ich während der Zielführung (bis Finnland sind es übrigens, wenn man “Fähren vermeiden” eingibt, entspannte 2800 Kilometer) lieber von der eingebauten Festplatte meine eigene Musik hören möchte, wird über das Head-Up-Display auf der Windschutzscheibe alles Wissenswerte zur Routenplanung dezent und unaufdringlich angezeigt. So konnten wir einen Rückstau an der Elbfähre Glückstadt/Wischhafen von 2 Stunden umgehen, indem wir alternativ nach Sankt Peter Ording fahren. Ist ja auch ganz nett, so ein bisschen Nordsee. Beide Daumen hoch. Dieses Navi überzeugt mich.
Aber Navi können die anderen auch.
Wie ein geübter Pianist ertaste ich ein paar Tage später fast blind das Menü und wähle die BMW Dienste. Hier befindet sich das kommunikative Zentrum meiner Selbst, meines Autos und meiner Ziele. Hier finde ich Informationen über mein Auto, hier kommen meine über Google Maps am Heim-PC ausgesuchten Ziele (und als E-Mail-versendete) Navi-Etappen an, hier finde ich eine Support- und Auskunftshotline und einen Internetzugang. Gewürzt wird alles durch die SOS Taste im Wagenhimmel, über die umgehend ein Notruf abgesetzt und die Fahrzeugkoordinaten weitergegeben werden. Die Hotline schlägt mir vor, auch das einmal zu testen und bei Verbindung umgehend klar zu machen, dass es sich nur um einen Test für autobild.de handle… Aber da hatte ich dann doch zu großen Respekt. Von meinem regelmäßig wiederkehrenden Alptraum über einen lebenswichtigen Notruf, den ich nicht absetzen kann, mal ganz abgesehen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Schauen wir doch mal, ob das, was mir die Hotline so alles vorgeschwärmt hat, wirklich so einfach ist. Ich rufe über das eingebaute Autotelefon gebührenfrei den BMW Auskunftsdienst an. Man muss dazu sagen, dass in diesem Moment einige Daten über das Auto und seinen Standort übertragen werden. Aber für Volkszählungsboykottierer würde ich einen BMW 750 Li ohnehin nicht empfehlen. Dem unfassbar freundlichen Mann am anderen Ende der Republik erläutere ich, dass ich gern zur Martini Bar in Rendsburg möchte. Da feiert nämlich “Seine Kleine Schwester“, eine Freundin von mir, heute ihren Geburtstag. Und ich habe nicht die geringste Ahnung, wo genau das da ist. Wer will schon nach Rendsburg? Der gut gelaunte Bayer recherchiert mir das Ziel, schlägt Parkmöglichkeiten in der Nähe vor und sendet sie zu meinem Auto. Ob er noch etwas für mich tun könne? Nein, für heute war das schon eine große Hilfe, denn die Innenstadt von Rendsburg birgt viele Geheimnisse, die sich mir mit diesem freundlichen Individuum in München ein wenig mehr erschließen können.
Tja. Dieses Auto kann nicht nur E-Mails bekommen, sondern auch Nachrichten aus jenem München. Und die beinhalten die gewünschten Zielkoordinaten. Das alles hat nun keine 2 Minuten gedauert. Okay, was mein münchener Gegenüber nicht wusste: In Rendsburg lief gerade die “Stadtwette” unseres Lokalsenders NDR, von daher war mit den vorgeschlagenen Parkplätzen kein Blumentopf zu gewinnen. Aber dieser Service ist mir dennoch sehr sympathisch. Die Hotline wird für drei Jahre mit dem System zum Fahrzeug dazu gekauft. Der telefonische Auskunftsdienst recherchiert außerdem Hotels in vordefinierten Preiskategorieen, Restaurants, Sehenswürdigkeiten… eben alles, was Sie gern entlang Ihrer Route noch abklappern möchten. Weiterhin bietet BMW geführte Touren an, die über das Navi zu besonderen Orten und Plätzen leiten und eine kleine Rundreise zeichnen, wenn man das möchte. Allerdings nicht in Norddeutschland. Da besteht noch Nachbesserungsbedarf
Showtime. Ich höre und lese immer “Internet“. Vorn nur im Stand, über das gleiche System im Fond und über zwei in den Sitzen integrierten Monitoren aber auch während der Fahrt lassen sich (mit Google als Startseite…) über den iDrive Suchbegriffe eingeben. Ich als täglicher Anwender von Touchpad und Maustasten finde die Bedienung über die herausgefischten Buchstaben und den wie mit einem Joystick bewegten Mauszeiger sehr mühsam, bis ich mir wieder einmal klar mache, dass ich hier in einem AUTO sitze. Mir fällt eine Szene ein. Es war so um 1993. Mein Freund Heiko hatte als einer der ersten um mich herum in seinem Golf II ein C-Netz Telefon, und ich rief eines Abends eine Freundin aus diesem Auto heraus an. “Hey, rate mal, von wo aus ich dich gerade anrufe?! – Aus Heikos AUTO!!!” “Waaaas? Abgefahren!” “Ja, das ist doch echt krass oder???” Heiko: “Mach mal langsam Schluss, das ist extrem teuer!”. Das ist erst 15 Jahre her. Heute kann ich mich nicht zwischen Internet, den Privatsendern und einer DVD aus dem 6-fach-Wechsler entscheiden. Kinder Kinder, was geht denn hier alles noch?
Aber ich habe mich gehen lassen. Wo waren wir? Ach ja – Internet. Nun, das funktioniert. Über das Mobile Office könnte ich mir noch meine Kontakte und meine Mails auf das Auto routen lassen, aber so weit geht meine Liebe heute nicht. Er gehört ja nicht mir. Auch die Bluetoothverbindung zum Handy, das Kopieren der Telefonbücher und die Telefonie selbst klappt (wie schon zuvor beschrieben) einwandfrei. Eingehende SMS werden auf Wunsch auf dem Display angezeigt. Während der Fahrt ist es nebenbei möglich, sich Informationen über den Zielort, das Wetter am Zielort (mit 4-Tages-Prognose) oder schlicht die neuesten erschütternden Nachrichten auf dem Bildschirm anzeigen zu lassen. Hier macht es sicher Sinn, einmal die Bedienungsanleitung zu studieren, sicherlich geht noch sehr viel mehr. Und mich wundert auch nicht, dass die während der Fahrt recherchierte Schanzenviertel-Kneipentour meiner Freundin auf einmal als (zum Glück ignorierte) Zielkoordinate im Navi ist. Da hat sie wohl irgendwo den falschen Knopf gedrückt. Oder den richtigen. Wer kann das schon so genau sagen?
Nach einigen Tagen in diesem Auto komme ich langsam zu dem Schluss, dass es wie geschaffen für Menschen ist, die täglich lange Strecken zurück legen müssen. Ich bin so einer nicht. Aber ich kann mir vorstellen, dass sowohl der Komfort als auch das Entertainment des ConnectedDrive in dieser Disziplin punkten können. Der abschließende Test: Ich lasse den freundlichen Herren in München die Adresse meines Freundes Jan in Flensburg heraussuchen. Da soll heute Abend Einweihungsparty sein, und ich brauche noch einen Parkplatz für das Auto. Alles funktioniert bestens, auch der Wetterbericht orakelt mir eine ruhige Nacht. Man könnte an dieser Stelle über die totale Vernetzung nachdenken, speziell über einen Internetdienst wie Google. Ich kann nur berichten, dass das, was ich ausprobiert habe, einwandfrei funktioniert und mich bei meinen eigenen Zielsetzungen immer da hin gebracht hat, wo ich hin wollte. Und dass die diversen Eierliköre mit Jan auf dem Rücksitz des BMW, während Vienna Teng zur rötlichen Ambient-Beleuchtung “Nothing without you” durch das Surround-System hauchte, zu einem der Highlights meines Abends gehörten.
ConnectedDrive bietet BMW nicht nur in seinen Oberklasse-Modellen an. Es ist in allen Modellen erhältlich. Wer die angesprochenen Features auf häufigen, langen Reisen benötigt, dem spreche ich meinen Segen aus. Es macht Spaß, es unterhält und es bringt einen ans Ziel. Aber ich habe auch schon in den 80ern keine Barrikaden angezündet, weil jemand von oben wissen wollte, ob ich da bin. Im Zeitalter von Google Maps und Facebook ist dieses System im Trend. In einem Auto. Man lasse es sich auf der Zunge zergehen.
Ich gewöhne mich jetzt wieder an meinen 16 Jahre alten Audi. Was denken Sie?
Sandmann
30.07.09
23:15
stefanh
Hallo Sandmann!
Was ich denke? Ganz simpel: braucht kein Mensch! Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, mich jahrelang vom Navigationssystem in Vaters 7er lotsen zu lassen – eine wahre Katastrophe! Mal davon abgesehen, dass mich das dauernde Gequatsche tierisch nervte, war defintiv Schluss, als das nette Fräulein mir auf der Autobahn ernsthaft empfahl: “Wenn möglich, bitte wenden!” …
Ich vertraue auf die gute alte Landkarte, plane meine Route vorgängig und drucke allenfalls einen Ortsplan rund um mein Ziel übers Internet aus. Punkt.
Gruss, Stefan H.
31.07.09
11:41
Sandmann
Ay Stefan,
okay, das sind schlechte Erfahrungen… Man kann der Dame allerdings das Wort entziehen, dann sieht man nur noch die Route und die Pfeile.
Irgendwie habe ich jetzt schon vermehrt gehört, dass auf einer Autobahn zum Abbiegen geraten wurde. Das ist mir weder bei TomTom noch bei Falck jemals passiert. Komische Routenberechnungen, hahnebüchene Alternativberechnungen, alles da gewesen. Aber ich sollte noch nie irgendwo langfahren, wo gar nichts war. Außer natürlich, ich befand mich auf einer noch nicht katalogisierten Straße…
Sodenn. Heute zum Kännchen Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen ins schöne Hamburg. Den Weg kenne ich inzwischen. Und morgen geht es nach Frankfurt, diesmal im ICE, auch da werde ich kein Navi, nicht mal eine Landkarte benötigen
Gruß in die Schweiz
Sandmann
31.07.09
17:30
stefanh
Hallo nochmal,
alle im Urlaub?
Nun, einmal lotste uns das Navi im Mercedes ML direkt vor eine steile Treppe (“noch 100 m, und Sie haben das Ziel erreicht!”); was zwar stimmte, mit dem SUV vielleicht sogar möglich gewesen wäre, jedoch bestimmt nicht Sinn der Sache war…
Viel Spass in Frankfurt & schönes Wochenende!
Gruss, Stefan H.
31.07.09
19:08
Sandmann
Ay Stefan,
Tomtom unterscheidet das einigermaßen, zum Glück.
Aber die nächste Navi-Absurdität kommt bestimmt…
Ja, ich glaube Deutschland ist in den Ferien. Na ja, der Herbst kommt bestimmt…
Sandmann
31.07.09
20:29
steffeng
Hi Sandmann!
Fahre einfach noch ein Stück weiter nach Darmstadt. Morgen ist Grillen am Rhein angesagt!
Gruß
Steffen.
01.08.09
08:11
Sandmann
Ay Steffen,
es wird schwierig sein, das dem ICE-Piloten klar zu machen. Aber danke für die Einladung. Das können wir ja so oder so nachholen, ich bin ja recht reisefreudig und seit Februar nicht mehr allein mit dem Auto unterwegs gewesen.
Vorteil heute im Zug: Ich bauch kein Navi und kann mal wieder was lesen!
Sandmann
01.08.09
10:57
steffeng
…stimmt, noch fährt der ICE an Darmstadt vorbei.
Aber mit der S-Bahn dauert es von Frankfurt auch nur 15 minuten….
Lesen… so richtig in Büchern? Wow! Das mache ich immer im Flieger….
Steffen.
01.08.09
13:29
royf
klar liest er Bücher… Taschenbücher…. die lustigen davon…
Navi brauch ich eigentlich nur wenn ich dann von der AB weg bin… dann wirds mal aktiviert damit ich das jeweilige Kaff ohne Umweg finde oder eben halt in ner Stadt um nicht Stunden mit Suchen zu verbringen…
02.08.09
18:49
Sandmann
Ay ihr zwei,
klar lese ich Bücher, und sogar welche mit richtigem Text drin. ich brauche nur immer sehr lange für eins, weil ich nach ein paar Seiten einschlafe…
Ich glaube, den letzten harry Potter habe ich sozusagen in Echtzeit gelesen, hab fast ein Jahr gebraucht.
Frankfurt ist ja ECHT schön, wer hätte das gedacht? Und es fahren un-glaub-lich viele docke und teure Autos da rum! Immer wieder erheiternd, vor einem Ökoladen eine Handvoll Cayennes, Q7s und Ferraris zu sehen…
Okay. Bin wieder da wollte ich sagen. Auf in die neue Woche :O)
Sandmann
02.08.09
21:53
royf
Solltest vielleicht mal interessante Bücher lesen damit dir das Gesicht dabei nicht einschläft… Harry Potter… käm mir im Traum nicht in den Sinn sowas zu lesen…
mein bisheriges absolutes Lieblingbuch: Tai-Pan, von James Clavell
da wars richtig doof, dass es schon fertig war… einige verlängerte Nächte hats eingebracht^^
02.08.09
22:42
Sandmann
Ay Roy,
lesen ist bei mir pure Unterhaltung. Ich muss den ganzen Tag managen, schreiben und denken, wenn ich dann Abends nicht irgend etwas triviales lese platzt mir der Kopf.
Stephen King oder die Micky Maus bieten sich da auch ganz hervorragend an
Kann ein navigationssystem einem eigentlich auch Hörbücher vorlesen? Ich glaube schon…
Sandmann
03.08.09
05:40
steffeng
@Sandmann: Frankfurt schön? Naja, ich schiebe es mal auf die lange Bahnfahrt…. Ich kann dem Nest nix abgewinnen. Ich muss zum Glück meist nur bis zum Flughafen oder zu einem recht großen Kunden. Mehr muss ich nicht von Frankfurt haben.
Bücher? Wie analog!
Auf eine Neue Woche!
Steffen.
03.08.09
09:43
Sandmann
Guten Morgen Steffen,
doch, ich fand die Ecke, in der wir waren (irgendwas mit Schweiz) echt nett. Und der Blick von diesem runden Hochhaus runter auf das Umland, den Taunus… dazu noch gutes Wetter und eine schöne Frau an der Hand. Ich habe schon schlechtere Zeiten gehabt 8-D
Und unten in den Straßen habe ich sogar ein paar 7er BMWs in freier Wildbahn gesehen, einen weißen 730d und einen dunkelblauen 750i. Mächtig, mächtig.
Auf dem Rückweg im Zug las ich vom 760 mit dem V12. Mehr Auto geht dann aber wirklich nicht, oder?
Sandmann
03.08.09
10:55
steffeng
Da musst Du mal in den News bei Autoscout blättern, gibt da ein Testvideo vom 760iL.
Du meinst das Hochhaus mit dem Studio pben drin? Den Maintower. Hat man wirklich nen guten Blick. Grillen am Rhein war auch gut. Muss jedoch noch ein wenig an meiner Technik beim Einweggrill-grillen feilen.
Wenn Du schon mal in FFM bist, tut auch ne Tour durch Alt-Sachsenhausen not! Gibt dort tolle Pubs…
Gruß
Steffen.
03.08.09
11:15
Sandmann
Ay Sreffen,
ah – ich lese namen, die ich auch schon an jenem Abend hörte. Ja, mal schauen, der Abend in Frankfurt war wirklich sehr nett. Die beiden, die wir besucht haben bekommen jetzt erst einmal ein wenig Nachwuchs, ziehen diesbezüglich in eine größere Wohnung – und werden dann ab demnächst bestimmt auch wieder Besuch empfangen. In der Ruhe liegt die Kraft.
Ich grillte noch nie auf diesen Einweg-Grills. Meine Tochter hat damit meinen halben Vorgarten weggekohlt, scheint demnach zu funktionieren.
Bis dahin. Autoscout schau ich mir an, ist aber bestimmt nur halb so gut wie meine Berichterstattung
Sandmann
03.08.09
11:40
royf
“lesen ist bei mir pure Unterhaltung”
klar, was denn sonst? wennde ja nunmal einschläfst dabei unterhaltet es dich ja nicht… Stephen King ist natürlich ne gute Wahl… Mickey Mouse… naja… hab da lieber Abenteuerromane, weg ausm tristen Alltag…
03.08.09
11:54
Sandmann
Ay Roy,
lesen kann man ja auch, wenn man sich weiterbilden möchte. Hattest du nicht im Winter die gesamte Urgeschichtliche Versteinerungsenzyklopädie am Start? So ein Lesen ist für mich nicht unterhaltsam
Ich würde gern mal wieder eine halbe Nacht durchlesen. Dann müsste ich allerdings meine Tage entspannter gestalten, sobald es draußen dunkel wird fallen mir die Augen zu…
Abenteuerromane schreibe ich mir immer selbst. Mit oder ohne BMW. Demnächst auf diesem Sender…
Sandmann
03.08.09
15:06
steffeng
@Sandmann:
naja, die Feuergefahr is im Sand gering, daneben gibt es auch noch nen Rhein, der mit 2330m¬?/s auch genug Löschwasser liefert. Wenn man nicht kaltgrillen will, muss man lange “vporglühen”. Aber ist genial! Solltest Du mal Lust dazu haben – melde Dich. Ist von Frankfurt nen Katzensprung. Gästezimmer habe ich auch.
Natürlich war Dein Erlebnisbericht besser! Ich habe mir das 760er Video nicht angeschaut, kenne ja Deinen Bericht.
Und lesen – Stephen King ist ganz meine Wellenlänge.
So, Feierabend!
Gruß
Steffen.
03.08.09
15:10
Sandmann
Ay Steffen,
ah, noch ein Freund von Herrn King
ich werde mir mal wieder eines seiner Bücher im September mit nach Sardinien nehmen. Da komme ich dann auch endlich mal dazu, hier reicht’s zumeist nur für die Auto Bild, die Youngtimer oder ein PC Spielemagazin. Schön häppchenweise Artikel…
Grillen o.Ä. machen wir mal. Oder du kommst mal hoch, am ersten Septemberwochenende ist das legendäre Südseecamp in Soltau!
Sandmann
03.08.09
15:15
barolo
Hallo ihr Leseratten….
Mein letztes Buch (In den Ferien am Strand innert 4 Tagen) war Der Buick. Von Stefan König.
Auf die eine Seite spannend, aber zeitweise etwas Langatmig….Von den knapp 500 Seiten hätten die 1.100 und die letzten Hundert gereicht….
So bin auch wieder an der Arbeit
(nicht am arbeiten, sondern an der Arbeit)
Grüsse aus der Schweiz
Barolo
03.08.09
15:42
Sandmann
Ay großer Pilot,
mit Stephen King scheint das sich so zu verhalten wir mit Mc Dinald’s. Da behauptet auch jeder, er gehe da nicht hin und die setzen Millionen um.
Den Buick habe ich auch gelesen. Ich schätze an seinen Büchern durchweg die dichte Atmosphäre und die detaillierte Präsentation der Hauptfiguren (die eigentlich immer am Ende alle tot sind). Was ich nicht so mag ist dann das teilweise alberne Übernatürliche. “Es” ist meiner Meinung nach eines der besten, dichtesten Bücher von ihm, bis dann am Ende beim Showdown auf wenigen Seiten alles monstermäßig albern und peinlich wird.
Was schreibt er denn gerade so? Ich muss mal schauen, was ich mit in den Urlaub nehme.
Was für ein Luxus…
Ein Buch lesen…
Grüße zurück in die schöne Schweiz!
Sandmann
03.08.09
15:58
holzfred
Hallo,
also meine Tomine hat mich auch schon mal aufgefordert auf der AB zu wenden. Aber das bedeutet doch nicht SOFORT?!? Oder tut hier jemand alles gleich und sofort wenn einem irgendjemand irgendwas so von der linken oder rechten Seite an die Backe nagelt? Also ich nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand bei dieser Aufforderung unmittelbar die Handbremse hochreißt um im KnightRider-Style die 180¬? Kehre einzuleiten… Also stay cool… Lasse labern die Tante.
Ich find diese Helferlein, sofern sie funktionieren eigentlich genial. Entspannung pur und Kopf frei fürs Wesentliche… Frei für die, die sich mit der Beifahrerin über die verpasste Ausfahrt streiten und den kleinen unscheinbaren 40 Tonner rechts übersehen und unvermittelt auf die Überholspur schleudern. Man bedenke nur man würde mal kurz auf die Karte sehen um sich zu orientieren…
Servus… Uwe
03.08.09
21:56
Sandmann
Ay Uwe,
schöne entspannte Einstellung.
Gibt es sie noch, die Streitereien mit der Beifahrerin / dem Beifahrer? Die Krisen im Stau (“hättest du auf mich gehört, wären wir…”)? Die falsche Wegfindung, die dem anderen angelastet wird?
Das würde mich sehr interessieren.
Ich vertraue da sehr auf die Worte meines halbfinnischen Fräulein Altonas. Wenn sie sagt, dass wir da vorne rechts müssen und mein Navi sollte anderer Meinung sein… dann fahre ich im Zweifelsfall rechts.
Es geht doch nichts über weibliche Intuition
So. Ein Glas Wein, drei Kerzen und noch ein paar Lieder auf dem Klavier. Und dann ins Bett.
Sandmann
04.08.09
09:03
steffeng
@Sandmann:
September iste gaaaaanz schlächt!
Coldplay will mich in Düsseldorf sehen und dann auf in die Emirate etwas urlauben.
Wenn ich wieder da bin, geht es gleich an die FH für die erste Veranstaltung und dann, ja dann habe ich eventuell wieder Zeit.
Vom Herrn King lese ich alles, was mir so in die Hände fällt. Der Klassiker ist in meinen Augen auch “The Stand”. “ES” mag ich da nicht so. “Christine” gehört aber auch zum Standartbücherschrank wie die Kurzgeschichten.
Uwe,
meine Planungen laufen meist so ab, dass ich erst auf der Karte das Ziel suche, um zu sehen, wo ich hin muss. Navis haben bei “dynamischer” Zielführung die Angewohnheit Staus zu umgehen. Bei einem Großzügigen Navi kann es dann mal passieren, dass man in München steht, wenn man nach Hamburg will. Mühlhausen gibt es auch öfter. Deswegen sollte man wissen, wo man hin will. Außerdem ist eine grobe Streckenplanung immer sinnvoll.
Steffen.
04.08.09
09:20
royf
Richtig… grobe Streckenplanung… Fixpunkte merken… nur sollte man wenn man an nem AB-Kreuz aufschlägt nix durcheinander bringen wie z.B. HEIdelberg hätte es sein müssen, auf der Tafel an besagtem AB Kreuz stand dann HEIlbronn… ah da issses, klingt so wie vorher eingeprägt… nur dass dann die Sonne mitten in die Fresse scheint anstatt zum Beifahrerfenster rein (kurz nach Sonnenaufgang)… oookay… das nächste Mal wirds dann doch ein Navi…
05.08.09
13:16
Sandmann
Ay ihr beiden,
das ist wie erwähnt der Grund, warum ich auch immer auf längeren Touren einen Atlas zusätzlich zum Navi dabei habe. Um die Strecke grob abschätzen zu können.
Mein TomTom fragt mich zum Glück immer, ob es den Stau umfahren soll. Bzw. neuerdings fahre ich ohne TMC Empfänger und höre lieber Verkehrsfunk. Es ist inzwischen erwiesen, dass es in den meisten Fällen besser ist, bei einem Stau auf der Autobahn zu bleiben…
*hach* Heute ist ein Morgen Tag. Liebe ist schön. Aber das ist eine andere Geschichte.
Strandmann
05.08.09
14:15
holzfred
Aloah Steffen…
klar schau ich mir auch immer vorher mal in Google Maps die grobe Richtung an. Ausserdem gehöre ich ja zu der Generation, die in der Schule noch das Fach “Erdkunde” hatte und die Deutschlandkarte eigenhändig zu Papier bringen musste. Also ist ein wenig Grundkenntnis über die Lage der großen Städte noch vorhanden. Mein Sohnemann weiß ja noch nicht mal mehr wo das 30km entfernte Karlsruhe liegt…
Meinem Tom hab ich die Antenne auch gezogen, nachdem er mir immer wieder gleich welchen Stau erst dann angezeigt hat, als ich schon gemütlich neben dem Auto auf der Überholspur stand… Dafür bracuhe ich keine zusätzliche Wäscheleine an der Scheibe, an der sich Kleinstlebewesen genüsslich ihre Netze spannen können.
@Sandmann
Ja, es soll sie noch geben, die sich im Auto streiten ob des Weges… Ich nicht. Erstens gehört meine neue Liebe schon der Generation an, die “Geographie” hatte und dadurch schon etwas weniger Ausbildung genoss und zweitens, tja… was soll ich sagen, es ist zu frisch zum streiten
Liebe ist schön…
So, jetzt warte ich auf den Aufruf zum Einsteigen und dann freu ich mich auf die Lusthansa nach Frankfurt… Wie isn das Wetter zuhause? 25¬?? Brrr ist das kalt…
Bis moooogen…
Uwe
05.08.09
15:05
Sandmann
Ay Uwe,
gibt es zu frisch zum Streiten? Ja, vermutlich…
Hm, was soll ich sagen, bald ist ein Jahr rum, und selbst wenn man wegen der fernbeziehung Brutto und Netto Rechnungen aufmachen könnte, war ich noch nie so lange so doll verliebt.
Ist schon was feines, in der Tat
So. Meine Tochter ruft an, ich soll uns zum Strand fahren. Na gut, warum nicht?
Sandmann
07.08.09
19:06
royf
man soll vielleicht zanken und streiten voneinanderhalten… ohne sich zu zanken isses doch langweilig… aber streiten muss nicht sein
07.08.09
21:20
Sandmann
Hm…
… das könnte man auch genau andersrum sehen. Ein guter Streit wegen zweier verschiedener Meinungen sollte drin sein, ohne dass man sich gleich trennt. Wenn man sich streiten KANN, dann ists doch hinterher eigentlich immer besser als vorher. Selbst, wenn man den anderen nicht überzeugen konnte.
Zanken wiederum finde ich absolut überflüssig. Kann schnell kindisch werden. Da bin ich zu alt zu, dann halte ich lieber meinen Mund, denk mir meinen teil und gucke heimlich fremden Autos hinterher
Sandmann
13.08.09
09:56
calimero
Hallo ihr Bücherwürmer,
da treibt der Blog wieder interessante Blüten in off-topics
Ich bin fasziniert von den Möglichkeiten, die das Navigationssystem im BMW bietet. In Verbindung mit den Internetdaten kann ich mir nicht vorstellen, was man noch mehr brauchen sollte. Alles darüber hinaus wären Karten von Google Maps und Blindflug nur mit den Instrumenten.
Als Lektüre empfehle ich die Scheibenweltromane von Terry Pratchett.
Abel
13.08.09
10:24
Sandmann
Ay Calimero,
vielleicht kommt irgendwann ein aktives Lenksystem und die Möglichkeit, satellitengestützt zu erkennen, ob hinter der Kurve gegenverkehr kommt oder ob man jetzt überholen kann…?
Terry Pratchett habe ich vor ein paar Jahren mal gelesen, als es nach dem Tod von Douglas Adams für mich keine Alternativen mehr gab. Sehr spaßig und klug geschrieben. Irgendwo habe ich noch eins…
Ich werde dem mit Priorität 1 nachgehen…
Von der Kundenkommunikation von BMW habe ich nach Studium dieser Kommentare ebenfalls einen Lektüretipp bekommen
Sandmann