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Alpenrallye: Hurra, wir sind die Lautesten!

Donnerstag, 4. Juni 2009 um 22:51 Uhr

kitzbuehl_03.jpgEs ist angerichtet in Kitzbühel. 22. Alpenrallye, 550 Kilometer über die schönsten Alpenstraßen, am Start sind 182 Oldtimer. Begehrte wie Jaguar E-Type, Volkstümliche wie Käfer Cabrio, Seltene wie Mercedes 300 SL Flügeltürer, Wertvolle wie ein Bentley Speed Six von 1929. Ach so, unser Wagen mischt auch mit: Ein Opel Commodore B von 1972, per Auflieger transportiert aus dem Opel-Museum in Rüsselsheim direkt nach Tirol. Gut so, denn keinem Fahrer der Welt möchte man die lange Reise zutrauen: Das Ding ist knallhart, saulaut ‚Äì und sehr launig.

Weißt Du, wie man so eine Rallye fährt?‚Äú, fragt Wolfgang Scholz. "Ähh.‚Äú- "Na gut‚Äú, sagt er, "ich auch nicht.‚Äú Scholz arbeitet in der Presseabteilung von Opel, kümmert sich um die historischen Autos. Der Commodore ist ihm besonders ans Herz gewachsen. Walter Röhrl und Jochen Berger, diese beiden Namen stehen an den Türen des roten Blitzes. Die beiden Rallye-Ikonen haben mal so einen Wagen bewegt, bevor sie auf Opel Ascona Europameister geworden sind. Die Schrauber von Opel-Tuner Irmscher haben das Modell nachgebaut, nach historischem Vorbild. Rausgekommen ist unser Commodore mit der Startnummer 74: Roter Lack, schwarzes Vinyldach, unter der Haube arbeitet ein Reihensechser mit 2,5 Litern Hubraum und 157 PS. Er tut dies im Zusammenspiel mit seinen drei (!) Weber-Doppelvergasern und der Edelstahl-Auspuffanlage so laut, dass es sich in den engen Gassen Kitzbühels so anhört, als würde hier gerade eine Weltraumrakete gezündet. "Hurra, wir sind die Lautesten‚Äú, sage ich. Und der Opel-Mann erinnert zur Freude der vielen Zuschauer an den Straßen regelmäßig daran.

kitzbuehl_08.jpgGanz nebenbei: Im Inneren gibt es zwei Recaro-Schalensitze, Hosenträgergurte, Überrollkäfig und einen Tripmaster, desen Kilometerzähler wir nach Bedarf nullen können. Warum ich das hier sage: Weil Röhrl und Berger damit um den Sieg bei der Kitzbüheler Alpenrallye fahren würden. Scholz und May nicht. Mussten wir uns jetzt schon eingestehen, nach dem Prolog und zwei Zeitprüfungen. Wir hätten eigentlich 45 km/h im Schnitt fahren müssen, 13,40 Minuten lang. So haben wir es im Roadbook errechnet. Hätten! Aber es geht nicht mit unserem Commodore. Das Biest will Gas, es will brummen und brabbeln.

Zwei Tage sind es noch bis zum Ziel. Und wenn wir Letzter werden? Egal! Hauptsache, wir sind die Lautesten.

Ein Kommentar zu “Alpenrallye: Hurra, wir sind die Lautesten!”


  1. Sandmann schrieb am 5. Juni 2009 um 17:19

    *schwärm*

    Na ihr zwei, meine ganze Sehnsucht sitzt bei euch auf dem Rücksitz!
    Ein wundervoller Autowagen.
    Habt Spaß!

    Sandmann



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