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Nichts ist schlimmer als automobiler Einheitsbrei. Das musste ich im Laufe meiner Zeit als Golf-Besitzer leidvoll anerkennen. Als ich vor vier Jahren vom alten, gammeligen Zweier-Golf in den schicken Vierer umstieg, war ich begeistert. Leise war er, komfortabel und mit viel Technik-Schnickschnack versehen. Wirklich cool war diese Karre allerdings nie. Da gibt es andere Kandidaten. Das BMW E30 Cabrio ist so einer. Kantig und schnörkellos gezeichnet, und dann diese unverkennbare Front! Zeitlos elegant, egal ob offen oder geschlossen, ein wahres Kind der Achtziger. Schnell stand für mich fest: So einen will ich. Problem: Unverbastelte Exemplare sind rar, allzu oft wurde der schöne Dreier Opfer jugendlicher Tuningsünder, besonders die stärkeren Modelle mit dem klangvollen Reihensechser unter der Haube. zum Beitrag »
Die Natur holt ihn sich zurück.
Ay liebe Blog-Gemeinde,
die einen fotografieren Erlkönige, die anderen schöne neue Autos, wieder andere lichten die allgegenwärtige Natur ab. Manchmal gelingt dies alles in einem einzigen Objekt! Tatort Neumünster, Schleswig-Holstein, irgendwo in irgend einem Gewerbegebiet. Mein Arbeitskollege Andreas und ich sind auf dem Rückweg von einem Meeting und schnorcheln mit seinem Audi Cabrio durch eine Nebenstraße, als mir ein ziemlich großes Auto mit einer ziemlich seltsamen Farbe in der letzten Reihe des Hofes einer Werkstatt auffällt… Und wieder einmal denke ich an Stephen Kings “Christine”, als Arny auf dem Heimweg aus dem Auto seines Freundes den verrotteten ’58er Plymouth Fury in einem Garten entdeckt. “Halt mal an, los halt mal kurz an, den will ich fotografieren!” Ein wunderschöner Mercedes Benz 280 SEL. Damals ein Erlkönig. Dann ein Neuwagen. Heute ein Stück Natur. Ein großes Auto am Ende seines Lebens.
Sind es nur die guten Erinnerungen…?
Liebe Blog-Gemeinde. Gestern Abend war es wieder einmal um mich geschehen. Während ich die notwendigen Kämpfe im Web2.0 ausfechte und zwischen Blog, Facebook und Motorkultur.com pendel stolper ich über dieses kleine, nette Programm, das mein Töchterchen immer zum Pimpen ihrer Handyfotos verwendet. Picasa. Ich probiere es aus und gucke fasziniert zu, wie es frech meine Festplatte auf Fotos durchsucht und sie säuberlich in eine Ordnerstruktur einbindet. Ich höre Sie beherzt gähnen? Okay. Worauf ich hinaus will: Plötzlich erscheinen längst vergessene Fotos meiner kleinen, goldenen Zeitmaschine, die mich gemeinsam mit Örg im letzten Herbst zurück in die Kindheit gebracht hat. Er steht da draußen und wartet immer noch. In meiner kleinen Garage. Der vergessene, wassergekühlte VW von 1971. Es zieht mich wie magisch zu ihm.
Ay liebe Blog-Gemeinde,
ich bin gezeichnet. “Solange man Äpfel nicht faxen kann, fahre ich vor dir”. Wer hat es nicht schon gelesen? Aber was habe ich verbrochen, dass alle Laster dieses Landes vor mir fahren? Ich höre sie tuscheln. Ich höre förmlich ihren CB-Funk, wie damals bei Robber Duck im Klassiker der 70er Jahre “Convoi”… Sie verabreden sich, nachdem irgend jemand meine geplante Route herausbekommen hat. Sind sie in der Lage, meine Zieleingaben aus dem Navi auszulesen? Ja. Sie verfolgen mich, tracken meine ID über GPS, Bond wäre neidisch. Und dann warten sie in Lauerstellung, bis ich mit meinem Audi am Horizont auftauche. Um dann, wie ein verhaltensgestörtes Reh in der Abenddämmerung, genau vor meiner Motorhaube auf die Straße zu springen!!! Die Trucker des Nordens haben Vorfahrt – vor mir. Werde ich nun paranoid oder ist das wirklich so? Szenen eines einzigen Morgens.
Ay liebe Blog-Gemeinde,
wie viele Kilometer schafft ein Auto in seinem Leben?
Ich erinnere mich, dass man in den 70er Jahren sagte, nach 100.000 sei Schluss. Entweder war da der Motor schon aus den Lagern gerostet oder bläute den Öltod hinten raus. Papas Audi 100 starb ziemlich exakt bei dieser Laufleistung irgendwo auf der Autobahn, mit 5 in der Motorhaube steckenden Kolben. In den 80ern begannen die Motoren, die korrodierenden Karossen zu überleben. Man sieht heute kaum noch Autos aus dieser Epoche. Sie waren hässlich, und sie vergammelten schneller als sich der Tacho drehen konnte. Ich glaube ja, dass die 90er das echte Jahrzehnt der Kilometerfresser waren. Die Technik in den Autos war ausgereift, die Rostvorsorge meistens okay und die Elektronik hatte noch nicht so weit Einzug gehalten, dass Sie ihre Limousine (wie heutzutage) mit einem Virus im Steuergerät oder einem Platinenbruch im Drehzahlmesser entsorgen müssen. Juchheissa Audi V8! Wer von Ihnen hat denn schon einmal SO eine Zahl auf seinem Tacho gesehen?
Liebe Opel-Leute, Ihr müsst jetzt mal ganz stark sein. An dieser Stelle muss ich es einfach tun. Einen Spruch aus der Manta-Zeit rezitieren: "Opel fahn is wie wennze fliechst.‚Äú Der Kleber prangte an den Heckscheiben der aufgemotzten Kadett und Ascona, klar, und an den Mantas und GTs. Mensch, waren das Zeiten. Unser Opel, den wir bei der Kitzbüheler Alpenrallye bewegen dürfen, der gehört auch in die Kategorie "Das ist wie Fliegen.‚Äú Glauben Sie nicht? Stimmt aber. Der Rallye-Commodore von 1972, der soviel Lärm macht wie drei Porsche zusammen, durfte heute mal zeigen, was er kann. Oder anders: Mit uns gingen die Gäule durch. zum Beitrag »
Hallo, hier melden sich Walter Röhrl und Jochen Berger. Kleiner Gag. Die Namen stehen natürlich nur an den Türen unseres Opel Commodore B, mit dem wir die Kitzbüheler Alpenrallye fahren. Die Rennsport-Legenden Röhrl und Berger prügelten so einen Rallye-Commodore in jungen Jahren über sämtliche Pisten. Wir müssen gleichmäßig fahren, meist gleichmäßig langsam. Aber Wolfgang Scholz, Opel-Klassik-Sprecher und der Fahrer unseres roten Blitzes, und ich, der AUTO BILD-Reporter, haben Blut geleckt. Ja, so eine Rallye macht Spaß. Und wie! zum Beitrag »
Es ist angerichtet in Kitzbühel. 22. Alpenrallye, 550 Kilometer über die schönsten Alpenstraßen, am Start sind 182 Oldtimer. Begehrte wie Jaguar E-Type, Volkstümliche wie Käfer Cabrio, Seltene wie Mercedes 300 SL Flügeltürer, Wertvolle wie ein Bentley Speed Six von 1929. Ach so, unser Wagen mischt auch mit: Ein Opel Commodore B von 1972, per Auflieger transportiert aus dem Opel-Museum in Rüsselsheim direkt nach Tirol. Gut so, denn keinem Fahrer der Welt möchte man die lange Reise zutrauen: Das Ding ist knallhart, saulaut ‚Äì und sehr launig. zum Beitrag »
Ay liebe Blog-Gemeinde,
Kombi? – Braucht man nicht. Ohne alte Kamellen wieder aufwärmen zu wollen, aber in diesem Fall hätte wohl tatsächlich auch ein sonstwie gearteter crossover Familiensport Kleingelände Van¬†nicht geholfen. In der Casa Sandmann mangelt es an Platz zum Wohnen, nicht aber an Quadratmetern Gartenfläche. Also? Bauen wir flugs für das Töchterchen ein Kinderzimmer an. Dem fehlt noch das Dach. Aber das ist eine andere Geschichte. In diesem architektonischen Zusammenhang jedoch kommen mir zwei Fragen, die auch für Autofahrer von einer gewissen Bedeutung sind: Was ist eigentlich die Dachlast? Und… wie unglaublich schwer können ein paar popelige vier Meter lange Stahl-Profilbleche sein? Wieder einmal lege ich mein Auto unkonventionell tiefer…