Der Geist der Mille Miglia… im 2.5-Tonnen-Benz
Teil 1 einer Selbsterfahrung
Hart waren sie, die tollkühnen Fahrer jener berühmten Rallye über 1000 Meilen runter und rauf durch Italien. Schnell und teuer waren ihre Autos, brutal und unübersichtlich die abgesteckte Route über Land von Brescia über Ferarra nach Roma und wieder zurück über Firenze, Siena und Maranello nach Brescia. Eine Herausforderung für Mensch und Maschine. Seit 1927 hat sich bei diesem Event einiges getan. Heute sind die teilnehmenden Autos noch immer schnell und teuer, aber vor allem alt. Die abgesteckte Route ist noch immer brutal und unübersichtlich… oder? Einen guten Monat vor dem eigentlichen Start machen Chef Nikolaus und ich uns auf die breiten Gummisocken, um den Geist der Mille nachzuempfinden. Unser Autowagen ist ein 17 Jahre alter Mercedes Benz 400 SEL Typ W140. Das klingt komfortabel, jedenfalls komfortabler als ein 50 Jahre alter Ferrari. Wir gleichen den vermeintlichen Komfort aus mit einer Verdoppelung der Fahrtstrecke. 3700 Kilometer, also 2312 Meilen, in 4 Tagen. Noch immer eine Herausforderung für Mensch und Maschine?
Dieser erste Teil beschäftigt sich vornehmlich aus noch zu nennenden Gründen mit den Phänomenen Wetter, Mercedes und Männergesprächen. Dem eigentlichen Geist des Ereignisses kommen wir im zweiten Teil auf die Schliche.
Der Start der Mille findet traditionell an einem Donnerstag im norditalienischen Städtchen Brescia (sprich Brescha) statt. Brescia ist von unserem Etappenstart Hamburg knapp 1300 Kilometer entfernt, was uns den Tourstart auf Mittwoch Vormittag hat legen lassen. Um Punkt 10.00 Uhr rollt die mächtige Karosse aus Sindelfingen vor der Wohnung meines halbfinnischen Fräulein Altonas vor, wird mit mannigfaltigem Gepäck, der Gitarre und Unmengen von Superbenzin beladen und richtet sich kompassgleich gen Süden aus. Der Verkehrsfunk berichtet nur Gutes, und mit dem Picknicker der Fanta 4 rollt das Selbsterfahrungsteam die A7 in Richtung München.
Zwischensequenz. Neustadt am Rübenberge. 12.00 Uhr. Mein Opa wird beerdigt. Nikolaus wartet geduldig im Auto, wird aber von der Trauergemeinde noch zum Kaffee gebeten und sitzt mit fragenden Augen inmitten von fremden trauernden Menschen dem Geistlichen suppeschlürfend direkt gegenüber. Er denkt noch heute über eine Konteraktion nach. Weiter….
Sind Sie schon einmal eine alte S-Klasse gefahren? Wenn nicht – holen Sie dieses bitte nach. Man sitzt gepflegt im neuwertigen, straffen Gestühl in Kaptain-Blaubär-blau und schaut auf eine Unzahl Instrumente. Alle analog. Da ist ein Zeiger für den Durchschnittsverbrauch, einer für den Tankinhalt (beide bewegen sich zusehends), viele kleine manchmal leuchtende Warnlampen und eine Mittelkonsole, die ihres Gleichen sucht. In herrliches Echtholzfurnier gebette, Rubiks Zauberwürfel nicht unähnliche innen beleuchtete Knöpfchen lassen mich die Zwei-Zonen-Klimaanlage, die Sitzverstellung und -Heizung und diversen sinnvollen und überflüssigen Nippes regeln. Ich darf nicht schneller als 140 fahren, denn ab da drückt der Öldruck aus dem undichten Peilstabstutzen raus und verdampft am weiter hinten liegenden Auspuffkrümmer. Alles andere soll aber angeblich funktionieren.
Süddeutschland. Was machst du denn schon hier? Wir erreichen Bayern schneller als erwartet und entspannter als nach einem Wellness-Abend in meinem lokalen Saunabereich. So eine pneumatische Lordosenstütze erscheint mir retrospektiv unverzichtbar für den attraktiven Mann Ende 30. Obwohl ich den Verbrauchsrekord mit diesem aus einem Stück gefrästen deutschen Bollwerk der automobilen Überheblichkeit locker getoppt habe (11,5 Liter auf 100, jeder Passat nimmt mehr), muss hier und da nachgeladen werden. Und die Mille hat noch nicht einmal begonnen. Der Motor sollte bei der Betankung lieber nicht laufen, der Tank wird dann niemals voll. Verstörte Passanten machen uns auf die starke Rauchentwicklung unter dem Auto aufmerksam, aber wir wissen ja, wo es herkommt. Man gewöhnt sich an alles.
München. Freistaat-Hauptstadt, wir sind müde und es sind noch immer 400 Kilometer bis Brescia. Aber es gibt Gründe, die erste Etappe hier zu beenden. Katze, hier im Blog nicht ganz untätig, verwöhnt die beiden Italienreisenden mit einer extrem schmackhaften
kroatischen kaukasischen Hühnersuppe und einem einzigartig köstlichen Bohnensalat. Dazu wird frisches Brot und guter Wein gereicht, mal rot, mal rosa. Auch Mutter Katze frönt dem exotischen Mahl und zieht sich am späteren Abend dezent zurück, um das Feld zu räumen für wortgewaltige Gespräche über V8s, Schiffstypen, Segelinsider und Auslandserfahrungen. Leicht schläfrig von den mille Meilen schaue ich wie beim Tennis nach links und rechts und wundere mich, was Nikolaus und die Katze für gemeinsames Wissen austauschen. Wobei – es sollten nicht die letzten verwunderten Blicke von mir auf dieser Reise sein, aber das sind andere Geschichten. Ich bin begeistert, wie unverfangen man mit dieser Audi V8 fahrenden Frau über klassische Männerthemen sabbeln und lachen kann. Manches Themengut bleibt aber vielleicht lieber fortan im Inneren der Fahrgastzelle des Mercedes…
Satt, leergesabbelt und noch eine lange Reise vor uns habend begeben wir uns in den frühen Morgenstunden in das Hotel Easy Palace am Münchener
Staccus Stachus. Die Lage und der Name lassen Großes erwarten, aber wir bleiben unserem Motto treu: Keine Bleibe über 50,- Euro! Hier, in zentraler Lage, berechnet man uns sagenhafte 38,- Bayern-Dollar für eine 60cm breite Pritsche, ein Nachtlicht und die Möglichkeit, den Koffer abzustellen. Ich selbst nächtigte unkompliziert und angenehm, meinem Chef und Redaktionsleiter fehlte es an Entfaltungsmöglichkeiten und in der Frühe an warmem Wasser. Na. Beim optionalen Frühstück prostet uns der Nachtportier nach Schichtende um 7.30 Uhr mit einem frischen Hefeweizen zu. Was soll ich sagen… auf nach Brescia!
Italiens Sonne und Wärme erwartet uns voller Zuversicht!
Allgemein lässt sich die Distanz München – Brescia mit den Schlagworten Nahrungsaufnahme, Tankvorgänge und Telefonate umschreiben. Für Nikolaus Eickmann ist dies eine strapaziöse Dienstreise, von daher kümmert er sich als beflissener Beifahrer im 4-Minuten-Takt um die redaktionellen Belange des bekannten Onlinemagazins, bei welchem er beschäftigt ist. Musikalisch umschmeicheln uns aus dem Becker CD Radio von Nikolaus importierte Frechheiten wie die BILD Hits 2001 oder die frustrierten Predigten des Herrn Naidoo.
Brescia! Ich kenne es nur von der Mille Miglia, und auf einmal sind wir da. Ein bei eBay viel zu teuer erworbenes Roadbook (das ist bei einer Rallye die Streckenplanung und das Verzeichnis der Zeitprüfungen und Stempelpunkte) der Mille von 2008 bringt uns an den vermeintlichen Startpunkt der historischen Rallye. Strömender Dauerregen und der Verdacht, vielleicht doch nicht genau da zu sein, wo es losgehen soll (nirgends eine Spur dieses in einem Monat startenden Ereignisses) lassen Chef Nikolaus und mich deprimiert und nass einen Straßenplan aufsuchen. Doch, hier sind wir schon richtig. Keine Touristen-Kiosks, roten Hinweispfeile oder Denkmäler berichten von diesem seit 1927 stattfindenden Wirtschaftsmotor. Kommt das alles noch?
Doch, hier auf der Piazza werden in 6 Wochen die Klassiker ihre Motoren starten und mit verbleitem Benzin einen Hauch von Straßenromantik in den blauen italienischen Himmel blasen. Heute pladdert es wie aus Eimern, und alles was wir riechen ist das katalysierte Abgas von vielen vielen Kleinwagen, die hier vor ehrwürdigen Säulenportalen im Kreis fahren und Menschen zu ihrer Arbeit bringen. Einer von diesen Kleinwagen steht furchtbar geschrottet und schrecklich verbeult in einer Art Kunstwerk mahnend auf der Mitte des Platzes. Ich kann kein italienisch. Aber auf dieser Mahntafel, da steht bestimmt sinngemäß, dass so eine Katastrophe hätte vermieden werden können, wenn man mit einem alten Mercedes SEL unterwegs gewesen wäre. Resetten wir die analogen Stoppuhren, schützen wir das Roadbook vor dem Regen und beginnen wir, den Geist dieses Rennens zu erfahren!
Na? Kommen Ihnen solche Bilder nicht bekannt vor? Okay – denken Sie sich ein paar brüllende rote teure italienische Autos, besseres Wetter und tausende von krakeelenden Menschen dazu vor. Aber der Platz ist zumindest authentisch. Für mich gilt es nun, einige Lanzen für diesen von mir bisher belächelten dicken Benz zu brechen. Ich sah ihn immer als überhebliches, hässliches und unproportioniertes Helmut Kohl Dickschiff, welches beim Rückwärtsfahren Peilstäbe am Hintern benötigt, weil es so unübersichtlich ist. Aber nein – das wird dem alten Herren aus Sindelfingen nicht gerecht. Er ist sehr groß. Und sehr breit. So breit, dass man als Fahrer das auf der Beifahrerseite festgepfropfte Navi nicht lesen kann, weil es so weit weg ist. So breit, dass man zum Sitznachbarn rüber rufen muss oder ihn besser gleich anruft, wenn man mit ihm sprechen will. So lang, dass man vom Fahrersitz aus nicht den Rücksitz erreicht, um eine Dose Cola zu holen. Nicht mal mit Verrenkungen. Der Stern vor einem auf der Haube scheint bei Nebel mit Sichtweiten unter 50m zu verschwinden. So lang. Wahnsinn. Aber er beschleunigt turbinenartig nach vorn. Und er klingt dabei richtig GUT!
Eickmann fährt, ich navigiere mit dem Roadbook. Lisa, unser vorsichtshalber mitlaufendes digitales TomTom-Roadbook, orakelt verzweifelt die italienischen Straßennamen und entwickelt sich nebenbei zu einem humoristischen Nebenplauderer. Ganz weiblich fällt sie allerdings lautstark jeder Unterhaltung ständig ins Wort, bis wir ihr dieses dann verbieten. Eine wahrhaft schöne Strecke hat man da 2008 ersonnen. Würde der Dauerregen nicht so gnadenlos auf die Erde prasseln, könnten wir sogar etwas von der Landschaft sehen. Schön, dass die Lieben daheim in Hamburg und Kiel uns berichten, dass sie schwitzend auf den Terassen sitzen, angrillen und braun werden. Wir versuchen, mit Klimaanlage und Sitzheizung dagegen anzuarbeiten. Nächstes Ziel: Desenzano del Garda, am gleichnamigen See.
Ja. Schön hier. Glaube ich. Es ist zum Verzweifeln, der Regen nimmt kein Ende und mit jedem Kilometer wird unsere Laune schlechter. Wer hat denn bitte gestern seinen Teller nicht abgegessen, dass uns hier und heute in Italien solche Wassermassen den Tag verderben? Wer will da noch Fotos machen, wenn man nur beim reinen Aussteigen trotz Retrotour-erprobter Barbour-Wachsjacke klatschnass wird? Wir nicht, und so beschließen wir, in erster Linie voran zu kommen. Morgen soll das Wetter besser sein, das ist natürlich völlig klar, denn morgen habe ich Geburtstag :-) Aber morgen ist nicht hier und jetzt. Also fahren wir, verzweifelt an Oltimer fahrende ältere Männer denkend, weiter durch nasses Grau mit dem guten Gefühl, es kann nicht mehr schlimmer werden.
Und es wurde schlimmer. Nicht einmal die trockenen Beats von Fettes Brot und Thomas D. können unsere Laune noch aufheitern. Irgendwo da draußen fliegen Ferrara, San Marino und Assisi vorbei. Die Kilometer ziehen sich in nicht enden wollenden Schildermonologen dahin. Ist es physikalisch überhaupt möglich, bei so einem Wetter diese Strecke in der vorgegebenen Zeit zu bewältigen? Ewig dankbar ob der Tatsache, nicht in einem Roadster der 50er Jahre zu sitzen, verbringen wir andächtig schweigende Minuten mit großem Respekt vor den eigentlichen Piloten der Mille Miglia. Ein wenig bessert sich die Stimmung, als wir die einheimische Küche in einem Restaurant mit den goldenen Bögen genießen. Man soll ja die Kultur von Land und Leuten studieren, wenn man zu Gast ist. Es ist inzwischen dunkel, und wir erreichen die Vororte der ewigen Stadt Rom!
Finden Sie mal mitten in italiens Hauptstadt ein Zimmer unter 50 Euro! Wer ist eigentlich auf diese Schnapsidee gekommen? Das hat nicht ganz geklappt, also müssen wir uns für morgen Nacht etwas ganz anderes überlegen, um den Durchschnitt zu halten. Ich sehe uns schon unter einer Brücke nächtigen… Aber der Nachthimmel reißt auf und gibt den Blick auf ein paar Sterne über den antiken Mauern frei. Wird gar alles gut? Mitternacht verbringen wir in einer rührigen, lauten und bunten Lokalität, wo ich mit Hilfe der englischen Speisekarte Nikolaus gerade noch davon abhalten kann, Spaghetti mit Fischeiern zu bestellen. Der preiswerte Hauswein mundet, sämtliche anwesende weibliche Personen entpuppen sich als Augenweide und ich kann mich nicht entsinnen, schon einmal ähnlich in ein neues Lebensalter übergegangen zu sein. Es ist schön hier, freundlich, fröhlich, wuselig. Italienisch!
In München verließen wir mit einem Funken Restverantwortung (ob des notwendigen Schlafs) noch freiwillig der Katze Haus, hier kehrt man uns freundlich, aber bestimmt gegen 1.00 Uhr hinaus. Wieder erstaunlich gut gelaunt und optimistisch stiefeln Chef Nikolaus und ich durch die Gassen Roms in Richtung Hotel und philosophieren über den morgigen Tag, die angedachte Route und das Leben eines 38jährigen. Zwischen Vespas, Fiats und Alfas brummt die Stadt, auch jetzt so spät noch. Sie brummt die ganze Nacht. Ein leichter, milder Frühlingswind ist leise zwischen den grünen Bäumen zu vernehmen, und einige nachtschwärmende Singvögel piepen verwegen ihre kleine Nachtmusik. Das Leben ist schön.
Gute Nacht für heute, Mille Miglia. Das war es bis jetzt irgendwie noch nicht so recht. Erstaunlich, wie einem der Regen die Tour verderben kann. Das wird morgen aber anders werden! Beim Wegschlummern gehen mir mehrere Fragen durch den Kopf. In welchen Hotels nächtigen denn wohl die eigentlichen Teilnehmer? Wäre ich vom heutigen verlorenen Regentag extrem genervt, wenn ich eine Startgebühr von 5775,- Euro gezahlt hätte? Warum hat der Redaktionsleiter von Autobild.de, im ersten Stock ein schmales, muffiges Zimmer schon wieder ohne warmes Wasser bekommen, welches ihn an die Familiengruft in Wien 19 erinnert? Während ich als kleiner Blogger zum gleichen Preis im vierten Stock die großzügige Suite mit Marmorbad, Minibar und sonnenseitigem Eckbalkon bewohne? Und ob jemand in Hamburg mich gerade in ihre Träume einbaut…?
Wie ist Ihr erster Eindruck dieses Events? Wenn Sie den Regen einmal ausblenden (falls das geht)? Haben Sie sich mit den Dimensionen eines Mercedes 400 SEL anfreunden können? Waren Sie schon einmal in den genannten Örtlichkeiten? Versäumen Sie nicht Teil 2, da fahren wir klassisch über die Bergstraßen driftend von Rom über Siena nach Florenz. DAS ist Rallye live! Und *pssssst*… es wird sogar Filmmaterial geben…
Sandmann

Hach Sandmann,
es war eine kaukasische Suppe und der Stachus, an dem Ihr schlieft…
Ay Katze,
ich habe korrigiert… Danke…
Sandmann
Ein Glück, danke :-)
Schöne Eindrücke von Eurer Fahrt durch Deutschland und Italien. Ich denke, auch mit Regen war es doch die Reise wert, oder ?
Bezüglich Navi habe ich mich ja im letzten Block schon ausgelassen “nervig, zickig, stoisch, weiblich halt”.Dazu muß ich mehr wohl nicht erläutern.
@Sandmann: Hab heute Schröder zum Aquarium umfunktioniert ( leider ungewollt ). Bin in meine Stamm-Waschanlage gefahren, ausgestiegen und hab den Startknopf gedrückt. Dumm nur, dass Schröder ein Schiebedach hat, ich daran ÜBERHAUPT nicht mehr gedacht habe und es auch erst gemerkt habe, als er fertig war ( hab telefoniert…grmpf) und zu allem Übel hab ich dann auch noch das längste Programm gewählt mit Hochdruckreinigung ( schöööön in den Innenraum ), Heißwachs und extra viel Schaum *heul* Ich mußte es danach auch beichten, weil ich ihn ja heute polieren wollte und es nicht zu übersehen war, dass er innen überflutet war *rotwerd*
Und zum Thema Therapeut: Geld bekommt ein Therapeut nur, wenn er hilfreiche Tips gibt. Diese Plattform ist eher eine Kommunikationsplattform für uns geworden, weil wir uns ja nur zwischen den Diensten kurz sehen, dann aber in Ruhe alles lesen können. Solange ich noch keinen Einkaufszettel hier poste… sag sonst bescheid, wenns zu privat für Deinen Geschmack wird * nochmalnachlese*
Eine stolze Glanzlack-Schröder-Fahrerin ( sieht echt hammergut aus nach der Politur )
PS: Hier im Norden hat es übrigens nicht geregnet, vielleicht solltest Du mal eine 1000 Meilen-Tour durch Deutschland auf die Beine stellen und bei jedem Blogger gibts einen Zwischenstop ( zum V8 und Co. gucken ). Na wie wärs ???
eine leidende Miss Horch ( Arm tut aua vom polieren )
Wie setze ich hier ein Bild ein? Vorher- Nachher-Vergleich von Schröder ???
Ay misshorch,
die Idee mit der Deutschlandtour zu allen Kommentatoren gefällt mir. Da bin ich ja momentan an einem Vormittag durch :-)
Wenn ich euch als Therapeut den Tipp gebe, einfach mal wieder miteinander zu SPRECHEN, bekomme ich dann Geld? ;-)
Und auch wenn ich die Schiebedachgeschichte sehr charmant finde… hier geht es um die Mille Miglia, maximal um das Phänomen 400SEL. Deshalb verrate ich dir auch jetzt nicht, wie man vorher-nachher Bilder von Schröder hier postet… ;-)
Aaaaber ich habe da so eine Idee… mal sehen, ob ihr zwei da mitspielt…
Sandmann
Ay Sandmann
3700 Kilometer. Das ist schon eine Zahl. Und das ganze in nur vier Tagen. Wau. Respekt die Herren.
Aber was durfte ich hier in diesem Reisebericht lesen? Der Ölpeilstab ist undicht? Leidet an Inkontinenz? Öh? Und ich habe gedacht, daß das Dickschiff wieder dicht ist, nachdem der Peilstab ausgetauscht worden war (?). Oder waren die Rohdiamanten für den Griff ausgegangen (ich erinnere mich dunkel an den Preis, den Mercedes haben wollte)? ;)
Das ein Teil Eurer Tour regenverhangen war…schade eigentlich. Aber es kann ja nicht alles eitel Sonnenschein sein. Wo wir doch mal zum Thema Hotel kommen. Hehe. Du schläfst in einem kleinen Palast und der Herr Eickmann darf sich mit harten Pritschen und Zugluft begnügen. Hehe. Cool. An Deiner Stelle hätte ich mit Nikolaus getauscht. So richtig kumpelmäßig. Oder lieber doch nicht? ;)
Und dann im Restaurant…Spagetti mit Fischeiern! Oh mein Gott! Lach! Völlig abgefahren. Das Gesicht hätte ich sehr gerne gesehen, als Du Nikolaus aufgeklärt hast. Hehe. Aber es soll ja schmecken….schüttel
Auf den zweiten Teil der vergangenen Tour, die noch so frisch ist, daß sie für Euch noch greifbar zu sein scheint, bin ich sehr gespannt. Es gibt Filmmaterial? So richtig mit Ton und in Farbe? Hach. Vieleicht bekommen wir ja einen leicht schliddernden Mercedes zu sehen. Mördermäßig wenn sich so Schiff um die Ecke legt.
V8 mäßige Grüße von einen R.E.M. hörenden Markus
Ay Markus,
leider ist nicht der Peilstab selbst der Grund für die benz’sche Inkontinenz, sondern die Führung in den aus einem Stück geschmiedeten Block. Irgendwo ganz unten sind zwei Schrauben, die es zu lösen gilt und an die man nicht ohne Probleme rankommt. Von oben sieht alles neuwertig aus…
Äh… ich hatte tatsächlich den Vorschlag gemacht, ein paar Toscana-Drifts zu filmen. Aber der Benz hat einen Bremsweg wie ein beladener Supertanker vor Rotterdam im Wasser, und irgendwie waren plötzlich die Kurven alle. Nein, ich saß in Florenz am Ufer des Arno und sang auf dem Benz sitzend holdes Liedgut in den Fluss. Nicht sehr spektakulär, aber den Abend sehr schön abrundend.
Ich hab jetzt auch bald R.E.M. *gäääähn*
Gute Nacht Jim-Bob.
Sandmann
Nabend,
bevor ich in mein Bett falle, muss ich noch kurz etwas los werden: 90% aller Passat die ich kenne und bisher gefahren bin brauchen weniger als 11,5 Liter/ 100 km. *Lanze brech*
Ein Foto von dem Schild über dem verbeulten Kleinkraftwagen hast du nicht zufällig? Eventuell könnte ich da weiterhelfen, habe ich doch schliesslich mal italienisch gelernt…
Und einen driftenden W140 würde ich wirklich gerne mal sehen – geht das überhaupt?
Gut’s Nächtle,
Simon
Ay Simon,
ja ja ich weiß doch. Meine Eltern hatten mal so einen 55PS Diesel Passat, der ist mit geschmeidigen 5 Litern ausgekommen. Schon in den 80ern.
Ich spreche ja auch von dem Verhältnis Gewicht und Hubraum / Verbrauch. Da schneidet der SEL ganz gut ab! Man bedenke, dass allein der elektrisch zu verstellende Fahrersitz den Stomverbrauch einer mittleren europäischen Kleinstadt hat.
Wir haben das Denkmal leider nicht fotografiert, es hat zu doll geregnet.
Und hör mir mit dem Driften auf, ich bin noch immer Seekrank…
Sandmann
Moin an Alle!
Also Sandmann, wie Du die Kommentatoren an einem Vormittag schaffen willst??? Misshorch im Saarland, Hessen, Schweiz….
W140 driften? Ich glaube, da bekommt sogar Walter Röhrl Schweißperlen auf der Stirn!
Steffen.
Ay Steffen,
zumal sich einige seit ein paar Monaten etwas zurück halten. Wo stecken die? Oder bringen wir hier nicht genügend Skandale…?
SEL-Driften… es läuft mir eiskalt den Rücken herunter.
Sandmann
Morgen,
Sandmann sitzt erhöht am Fluss und singt? Hätte er jetzt noch lockiges Haar, könnte man fast auf den Gedanken kommen, Loreley wäre auf Italienurlaub gewesen, mitsamt ihrem automobilen Fels in der Brandung der Wegwerfautos…
Simon
@simon: Da wären wir wieder bei der Federweißertour…
Ay ihr zwei,
ich saß zwischenzeitlich auch auf jenem Fels in der Brandung und zupfte den auf Holz gespannten Darm. Aber die Mauer war bequemer, und Herr Eickmann guckte ein wenig sparsam, weil er Kratzer im sindelfinger Lack befürchtete.
Der Federweißer war auch schon einen Schritt weiter, und mit Locken kann ich (zumindest auf dem Kopf) nicht dienen.
Lästig war auch nach jedem Anlassen des Benz das herauspulen der angesaugten Kleinwagen und Vespas aus den Ansaugbrücken. Aber mit der Zeit wird man besser darin.
Aber das mit der vermeintlich driftenden S-Klasse scheint die Gemeinde zu beschäftigen :-)
Sandmann
Selbstverständlich kann ein W140 übel durch die Kurve driften! Sandmann konnte es anfangs auch nicht glauben…
Nein,
ich glaub das auch noch immer nicht so recht. Obwohl ich drin saß und meine Fingerabdrücke wohl noch immer in den Griffen der Beifahrertür zu sehen sind.
Vier wimmernde Winterreifen, ein ausbrechendes Heck, eine schmale abschüssige Straße durch das Weinbaugebiet Chianti Classico und ein am Lenkrad reißender Eickmann, der strahlend die Raps von Fettes Brot mitschmettert.
Aber… das ist ja eine andere Geschichte. Demnächst in diesem Kino.
Sandmann
Ahoi,
»Nikolaus Eickmann schrieb am 7. April 2009 um 14:33
Selbstverständlich kann ein W140 übel durch die Kurve driften! Sandmann konnte es anfangs auch nicht glauben…«
Ohne Pix, glauben wir nix! :D
Oder noch besser, Videobeweis…
Mal am Rande, war das nicht der erste Wagen mit ESP? Aber wahrscheinlich erst nach dem Facelift, oder?
Gruss,
Simon
Simon,
wir HABEN keine Bilder, gar Filme von den Drifts gemacht. Ich hatte alle Hände voll zu tun damit, am Leben zu bleiben!
Und nein, der Benz hat kein ESP. Nur ASR, und die hatte wohl auch ganz gut zu tun…
Sandmann
Hachja… Bella Italia…
dass da die Weiblichkeiten Augenweiden (hassu Fotos gemacht ?? *g*) sind dürfte wohl auf der Hand liegen… wieso sonst schwärme ich für jenes südlich liegende Land das irgendwie schon im Tessin anfängt?? ab nächsten Mittwoch gehts für 3,5 Wochen da runter, bloss in nem Kostüm wo man sich nicht wirklich wohl fühlt und somit den Dissen fern bleibt…
So… und nun will ich mehr lesen von eurer Geschichte!
Gruess Roy
Viel interessanter ist was für ein Kostüm du meinst… :D
Ay ihr,
jaaaaa wir haben ein paar Bildchen in Rom gemacht… mal sehen, ob ich die irgendwie hier rein rechtfertigen kann.
Roy, dein Tarnkostüm wirkt durchaus aphrodisierend auf eine ganz bestimmte Zielgruppe von Damen. Zumindest ist das in Deutschland der Fall. Uniformen machen sexy, weißt du…
Ob diese Damenwelt allerdings deine Zielgruppe ist, sei mal dahingestellt…
Sandmann
ich glaube du hast es erfasst… :)
Noch ein kleiner Tipp: Ein rotes Barret wirkt fast wie … aber wir kommen vom Thema ab.
Keine Bilder? Schade…
@ Roy: Achso, der schmückende Flecktarn…
Gut dass ich sowas nie tragen musste ^^
Simon
@Sandmann: Ich hasse Leute, die Sätze immer mit…
;)
Ja? Ja?
Die Sätze immer mit…? Hm?
Prost.
oooch… er hasst mich…
Wer?
In der Kürze liegt die Würze…
Da hast du recht, aber wen meinst du könnte Roy meinen dass er ihn hasst?
Keine Ahnung, ich glaube, Roy war gar nicht gemeint…
… am Ende ein Wahrnehmungsproblem?
es stand zwar ein “@Sandmann” davor… aber die Message an und für sich dürfte nicht explizit für ihn gelten..
Die Message von Simon:
“Ich hasse Leute, die Sätze immer mit…”
ja ja, aber mit WAS?
Ah. Verstehe.
Der Wortwitz ist der Chronologie zum Opfer gefallen.
Mit WAS kann nur Simon beantworten.
Geben wir zurück zur italienischen historischen Rallye…
Ich arbeite gerade am zweiten Teil, muss jetzt aber erst einmal meine Tochter im Guitar Hero abshredden.
Sandmann
und meine Mail beantworten :P
Oha, hier is was los…
Eigentlich wollte ich nur zum Ausdruck bringen, dass ich gern wüsste, was in Sandmanns Satz »Ein rotes Barret wirkt fast wie … « anstelle der “…” stehen sollte.
Anscheinend ist das nicht rüber gekommen. Ich bitte in aller Form um Entschuldigung. :)
Simon
PS: Natürlich hasse ich niemanden hier.
… drei Viagra.
Das wollte ich sagen. Zumindest bei einem bestimmten Schlag Menschen.
Ich kuschel jetzt mit meinem Hund, freue mich über noch genau einen Tag Arbeit vor meinem Urlaub und pack schon mal die Sachen für eine Woche chilly Dänemark! Geiiiiiil
Sandmann
So, der zweite Teil ist online.
Alle bitte ein Zimmerchen weiter, dritte Tür von links.
Ich geh dann mal in mein Bettchen.
Sandmann
und was soll ein Barret sein? zumindest wüsste ich rein gar nix was rot ist in unserm lustigen Trachtenverein… ist doch alles Olivgrün oder Tarnfarben…
Ay Roy,
ich meine diese nette Kopfbedeckung, gleich der im Baskenvölkchen üblichen, die man dezent über ein Ohr gezogen schief auf dem Kopf trägt.
Wäre ich besser organisiert, könnte ich jetzt ein Foto vom Sandmann bei der Bundeswehr finden… KFZ-Panzer-Schlosser… oha, ist das lange her…
Sandmann
Ist das Barret das “Schiffchen”? Diese Kopfbedeckung die entfernt an ein Papierschiffchen erinnert?
Fragend,
Simon (Ex-Zivi, mit Bildern)
Neiiin :O)
Ein Schiffchen ist ein Schiffchen.
Ein Barret ist diese Baskenmütze… himmel… du musst doch wissen, was ein Barret ist?
*wunder*
Okay ich such morgen, am freitag, mal ein Bild von mir raus :-D
JETZT gehe ich erst einmal schön in Hamburg essen, den Urlaub einläuten, Samstag geht es mit Halbfinnin, Kindern, Cousinen und Freunden nach Dänemark. Geiiil.
Sandmann
1. schreibt es sich Barett und
2. sind die der Luftwaffe nunmal DUNKELBLAU… und
3. kenn ichs EIGENLICH nur mündlich ausgedrückt “Pere”… und
4. find ich zwar ALLE Reglemente, aber natürlich das BekleidungsReglement nicht… wajakla…
Ist ja auch egal…
Wer trägt so was schon freiwillig im zivilen Leben…
Sandmann