Leben SIE das Phänomen Auto?
Dann braucht man Sie in Berlin.
Niemand möge uns nachsagen, dass wir nicht die Kultur förderten. Nein. autobild.de setzt sich wieder einmal mehr für den Erhalt des Phänomens Auto in den Köpfen und den Herzen der deutschen Mitbürger ein, und das auch noch in der Bundeshauptstadt. Sie scheuen den Weg nach Berlin nicht? Sie haben etwas zu erzählen und setzen nicht all’ Ihr Wirken auf das Raffen des schnöden Mammons? Dann verweise ich Sie an Julia Schreiner, Dramaturgin des Projekts AUTO im Theater Hebbel am Ufer.
Ich darf die Dame zitieren:
Für das Theaterprojekt AUTO im HAU (Theater Hebbel am Ufer) in Berlin suchen wir Gesprächs- und Interviewpartner, die uns hinter das Phänomen AUTO schauen lassen. Für die Recherche suchen wir Menschen und Geschichten aus der Branche (Werktätige aus der Produktion, Händler, Mechaniker, Fahrer, etc.), sowie Menschen mit einer Passion für AUTOS. Was verbindet Sie mit dem AUTO? Termine mit der Regisseurin in Berlin nach Vereinbarung, ohne Bezahlung, mit der Option auf Mitwirkung in der Inszenierung und auf Verwendung des Materials.
Bei Interesse schreiben Sie bitte an: schreiner.julia@gmx.de
Und schreiben Sie mir bitte, was draus wird…
Sandmann

Ooch Sandmann,
Da erntest Du immer Dutzende von Kommentaren und nun, wenn es gälte, mal selber was beizutragen, sindse alle verschwunden…
Ich kann mich dabei aber leider nicht ausnehmen, Berlin ist einfach zu weit weg (jetzt besonders, ich hab ein Foto eines Wegweisers in Kapstadt, da steht was von 9500 Kilometern). Was zu erzählen hätt’ ich hingegen durchaus.
Und weil ich Dir die 42 Kommentare nicht versauen wollte, hier noch mein Senf zum Schmiede-Post: Einzige Ergänzung der Packliste wäre noch eine Dire-Straits-CD gewesen, das ist einfach gute Musik und schafft gerade auf langen Strecken eine wunderbar entspannt-gemütliche Atmosphäre.
Betreffend Pferdewurst… gucken Dich all die Kälber, Schweine, Lämmer und was auch immer denn nicht mit grossen, treuherzigen Augen an? Das muss ich einfach verdrängen, dafür hab’ ich Fleisch zu gerne…
Grüsse ins Wochenende (hier hauen freitags alle um halb vier ab… ausser der IT natürlich
)
Hüendli
Ay Hüendli,
na ja der Post hier war ja weniger zum Kommentieren ausgelegt, man sollte sich schließlich direkt an Berlin wenden.
Aber ich merke tatsächlich, was “euch” zu eigenen Geschichten hinreißt. Retroblogs, Benzinpreisdiekussionen oder schlicht Szenen aus meinem Privatleben
Ein Link zum Schmiedeblog: Dire STraits habe ich sowieso IMMER im Wechsler, und zwar einen Mix aus der “Brothers in Arms” und dem Soloalbum “Shangri La” von Mark Knopfler. Dafür gibt es immer einen Grund…
Kälber, Schweine und Lämmer wiederum leben nur, weil ich sie anschließend essen will. Pferde jedoch sind Reittiere und Freunde. Ich würde, im Gegensatz zu einigen Asiaten, auch keine Hunde essen…
Wochenendreife Grüße aus rund 10.000 Kilometer weiter nördlich
Sandmann
Hallo nochmal,
Momentan sinds nur ca. 9000km… Wie gerne wäre ich noch immer in Kapstadt, drei Tage waren echt zu wenig. Während dieser Zeit hatte ich auch das Vergnügen, einen A4 1.8T zu steuern, zwar nicht das ganz aktuelle Modell, aber doch sehr lecker. Der hatte von DSG über Leder bis hin zu Klima-, Licht- und Regenautomatik so gut wie alles drin, zog untenrum sehr schön und war seine 200 Euronen geteilt durch 3 mehr als wert. Da schmerzt der Umstieg auf den ausstattungs- und leistungslosen Polo mit Kurbelscheiben umso mehr…
Die Schweine, Kühe und Schafe lebten schon, bevor sie von den Jungsteinzeitlern zum “Fürs-Essen-Züchten” auserkoren wurden… Vor der Erfindung der Auto-Mobilität war auch das Pferd bloss ein Arbeitstier… Und handkehrum ist es bei den sogenannten Stars in Mode, sich ein Schwein als Haustier zu halten. So einfach ist die Sachlage also nicht
Ob ich einen Hund essen könnte? Unseren eigenen sicher nicht. Letzthin habe ich einen Artikel über zwei dänische? Studentinnen gelesen, die eine Katze verspeist und Fotos davon auf Facebook gepostet haben. Sie wurden vom Portal ausgeschlossen. Andererseits gibt es dort eine Gruppe mit Namen “Auf ein Pferd gehört kein Sattel, sondern Kräuterbutter”. Und in Indien sind Kühe heilig…
Was ist das hier, ein Autoblog? ;-D
Philosophische Grüsse,
Hüendli
Ay du Gourmet,
ich habe mir einmal geschworen, nichts zu essen, was einen Namen hatte. Wahrscheinlich habe ich diesen Schwur schon viel zu oft gebrochen, ohne es zu wissen…
Vielleicht ist so ein ehrlich gebratener Hund immer noch um Längen besser als die Separatorenfleischabfälle in dieser Pürirwurst, hier heißt das Mortadella, bei euch da unten wahrscheinlich DurchsWolfgedrehtli oder so.
Was speist man denn so in Afrika? Völlig vorurteilsfrei muss ich immer an traurig blickende schwarze Kinder mit dicken Wasserbäuchen und Schmeißfliegen auf der Nase und einer fast leeren Reisschüssel denken, wenn ich Afrika höre…
Sandmann
P.S.: Wenn hier schon niemand was zu Geschichten für Berlin schreibt, können wir uns doch auch gepflegt über Esskulturen austauschen…
Ave Sandmannvs,
Also zumindest in der Schweiz haben Kühe auch alle Namen: Elsa, Lisi, Bethli, Käthi, Vreni, Trudi und so weiter…
Als Weihnachtsessen gab es in der Firma einen Boerewors-Hotdog, in dem Ding waren mehr Knorpel als in jedem McDonalds-Burger
In der Schweiz heisst diese Resteverwertungs-Wurst übrigens Cervelat, hast Du von der schon einmal gekostet? Weil sie fast sowas wie ein nationales Symbol darstellt, musste sogar eine Task-Force zu ihrem Erhalt gegründet werden, da die böse EU uns den Import brasilianischer Rinderdärme (nur diese haben die erforderliche Grösse und Konsistenz) verboten hat. Manchmal haben die Schweizer echt keine anderen Probleme…
Hier unten isst man im Übrigen gut und in grossen Mengen. Eigentlich sagt mir das ja sehr zu, bloss wird es auf Dauer recht eintönig, da man ausser einem grossen Stück Fleisch in diversen Variationen serviert mit Pommes Frites nicht viel anderes bekommt. Aber verhungern muss man ganz bestimmt nicht.
Ich muss zugeben, dass ich vor meiner Reise kein gross anderes Afrika-Bild hatte, und für all die unregierten Länder auf Höhe der Sahara mag dies auch gelten. Die südafrikanische Kultur (zumindest jene der Weissen) ist jedoch gar nicht so sehr anders als die europäische, da dringt immer noch stark der Einfluss der holländischen und englischen Siedler durch. Einzig die Gegensätze sind manchmal doch krass, man kann durch ein Gebiet mit lauter Villen fahren, doch eine falsche Abbiegung, und man landet mitten in einem Township (Wohngebiet der mittellosen Schwarzen in Wellblechhütten).
Als Autofan ist das Strassenbild auch sehr interessant (auch abgesehen von den Tausenden CitiGolf und Toyota-Hiace-Minibus-Taxis): Man sieht die neuesten A4, 3er und C-Klassen, gelegentlich auch Q7, R8 und ähnlich grobes Geschütz, aber auch alte verrostete Japaner mit eingedrückter Front. Grund dafür ist, dass hier der TÜV soweit ich weiss nur einmal stattfindet, nämlich bei der Zulassung eines Neuwagens (seeehr sinnvoll). Unzählige falsch eingestellte Scheinwerfer sind noch das harmloseste Zeugnis davon. Tja, bei uns regt man sich gern über die Beamten auf, doch erst eine solche Situation macht einem klar, dass sie durchaus ihren Zweck haben und nicht nur zum rumnörgeln angestellt sind.
So, nun hab ich Deinen verschollenen Blog sogar dazu genutzt, Dir einen kleinen Einblick in meine momentane Lebenssituation zu verschaffen, ist das nicht grossartig? Bleibt mir eigentlich bloss noch, Dir und Deiner Familie ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen.
Liäbi Grüess,
Hüendli
Servus Hüendli,
Cervelat kennt man auch hier. Ursprünglich mal als Wurst mit Gehirnanteilen drin gedacht (also ähnlich ekelig wie die Knorpelwurst bei euch), inzwischen aber glaub ich nur noch eine besondere Form der Mettwurst.
Die Namensvergabe in der Schweiz kenne ich von den Ziegen. Schwänli und Bärli, oder wie hießen die beiden von der Heidi? :O)
Wenn ich in Zürich essen gegangen bin, war es immer reichlich und extrem lecker. Vom Käsefondue über … äh… wenn ich es recht bedenke, war alles andere ausländisches Essen… hm.
Danke für den afrikanischen Einblick. Die Weihnachtswünsche gebe ich gern zurück. Pass auf dich auf und grüß mir die schöne Schweiz. Und bis bald mal hoffentlich!
Sandmann