Geschrieben am 22.07.2008 von .

Lost in London

motorshow.jpgStell dir vor, es läuft die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt und der Taxifahrer am Flughafen fragt dich: “Internationale was?”. Ein völlig undenkbarer Vorgang. Ist mir aber genau so passiert. Allerdings nicht in Frankfurt, sondern in London. Das erklärt viel, entschuldigt aber dennoch nicht, dass von vier Taxifahrern am Londoner Flughafen Heathrow nicht einer wusste, dass gerade die British International Motor Show läuft. Unnötig zu erwähnen, dass die Klärung dieser Bildungslücke nicht automatisch dazu führte, dass die Jungs in ihren coolen Cabs dann auch wussten, WO die größte Automesse Englands stattfindet. Zum Buckingham Palace könne er mich bringen, bietet mir einer an. In Rekordzeit. Ich lehne dankend ab. Die Royals müssen warten. Wundert sich wirklich noch jemand darüber, dass sich die englische Automobilindustrie weitgehend in Wohlgefallen aufgelöst hat?

cab1.jpgAls ich knapp zwei Stunden später (!) dann mit Taxifahrer Nummer fünf (!!) vor den Messehallen ankomme, stehen 90 Pfund auf der Uhr – ich sehe das Gesicht von Redaktionsleiter Bielefeldt schon vor mir, wenn er diese Reisekosten-Abrechung abzeichnen muss. Selbst schuld. Was schickt er mich auch in dieses automobile Niemandsland? Beim Aussteigen grinst mich übrigens der brave Fahrer (ein ausgewiesener Experte in Sachen Arsenal London) an und meint beiläufig: “Zur Queen zu fahren wäre günstiger gewesen.”

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