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Hopsend an die Front

Montag, 9. Juni 2008 um 17:45 Uhr

1.Wenn in der Eifel die Erde bebt, kann das drei Gründe haben: 1. Die Vulkane haben ihre Passivität satt. 2. Motorsport jeglicher Couleur. 3. Es ist wieder Zeit für Rock am Ring. Pflichttermin für jemanden wie mich, der sich einen Heidenspaß daraus macht, den ganzen lieben Arbeitstag lang die Kollegen mit Hardrockvibes aus dem Büro zu scheuchen. Yieha! Am Eröffnungswochenende der Euro 2008 war es wieder soweit. Samstag, 19.45 Uhr, Center Stage: Noch zwei Stunden und 15 Minuten bis zum Auftritt von “Metallica”. Vor der riesigen Bühne ist es proppevoll, aber wir haben einen Plan: Um für das Mega-Event einen möglichst guten Platz zu ergattern, quetschen wir uns jetzt so weit es geht in die Masse ‚Äì und warten. Auf den Auftritt von “The Offspring”. Der verspricht nämlich mächtig viel Gespringe im Publikum und das wollen wir nutzen, um uns an die einzig wahre Position zu bugsieren: ganz vorn!

Es klappt: Eine Stunde später haben wir uns in die dritte Reihe vorgehopst. In der nächsten Stunde hüpfen wir noch 20 Meter weiter nach links. Perfekt! Um kurz nach 22 Uhr hat das Warten ein Ende: Die Altmeister des Metall betreten die Bühne, legen los und reißen die 85.000 Festival-Besucher fast von den Füßen. Mit Klassikern wie “Enter Sandman”, “Master of Puppets”, “One” und “Seek and Destroy” geben Sänger James Hetfield und seine Mannen dem brüllenden Publikum, was es verlangt. Lars Ulrich drischt auf sein Schlagzeug ein, als wäre es sein Erzfeind. Kirk Hammetts Gitarrensoli sirren durch die Luft wie sonst an dieser Stelle der Sound der Formel 1-Renner. Der Ring kocht. Nach gut zwei rauschhaften Stunden empfehlen sich die vier US-Helden, und das völlig geplättete Publikum schlurft glücklich, heiser, mit zerrauften Haaren und vielen neuen blauen Flecken Richtung Zeltplätze davon. Erholung tut dringend Not. Schließlich haben am Vortag schon die wiedervereinten “Rage against the Machine” dem feierwütigen Volk alles abverlangt. Auch am Sonntag ist wieder der ganze Ringrocker gefordert: Als Höhepunkt stehen “Die Toten Hosen” auf dem Programm. Vorher gibt"s Fußball, Deutschland-Polen wird auf der Center Stage übertragen. Natürlich auch ein Pflichttermin.

imgp1070.jpgimgp1076.jpgWas aber macht man bei Rock am Ring, wenn gerade mal keine der über 90 Bands spielt? Schlafen vielleicht. Das kann man tun, wo immer man sich gerade befindet. Die Mitrocker steigen einfach über die Schlummernden hinweg. Man kann sich alternativ auch schon mittags vor die Bühne stellen und dort etliche Stunden in der Sonne schmoren, um abends den besten Platz zu haben. Oder man besinnt sich darauf, wo man sich befindet: am Nürburgring. Und worum geht"s am Nürburgring naturgemäß? Jawoll, um Autos. Dafür, dass das auch während des Festivals niemand vergisst, sorgt Suzuki. Als Akteur im Offroad-Parcours “Urban Challenge” stellt der Allradler Vitara sein Klettertalent unter Beweis. Schwindelerregende Steigungen, Schrägfahrten, sogar eine Wippe stehen auf dem Programm. Souverän kutschieren die Piloten das staunende Party-Volk über alle Stationen. Wer doch lieber selber Gas geben möchte, für den stehen nebenan im “Dirt Parcours” einige Quads bereit. Also Helm auf und ab dafür! Denn eines hat bei Rock am Ring nun mal oberste Priorität: Spaß haben!

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