Alle Beiträge von Juni 2008

Insektenkiller

ktmxbow_hsc_012.jpgWenn es um ein Auto wie den KTM X-Bow geht, steht bereits der Frühstückstisch unter Spannung. Die österreichischen Autojournalisten reden sich warm. “Das erste Auto aus Österreich seit Pucherl.” Die legendären Pucherl hießen eigentlich Puch und werden seit Jahrzehnten nicht mehr gebaut. Eine Verniedlichung dieser Art wird es für den Neuen sicherlich nicht geben. Das liegt auch am Namen X-Bow (Bowerl klingt einfach beknackt), mehr noch aber am Fahrzeugtyp. Ein reinrassiger Sportwagen.

Er ist nackt, hart und verzichtet auf alles, was die Automobilindustrie in den letzten Jahren an Sicherheit erfunden hat. Kein ESP, kein ABS, keine Airbags ‚Äì nicht mal eine Windschutzscheibe. Ein Wagen, neben dem ein 911er aussieht, als sei er für Best-Ager gebaut. Männer würden sagen: “ein echtes Männerauto.” zum Beitrag »

Bitte, bitte: einmal durchtreten!

team3.JPG3,3 Liter. Was das beste Team der zweiten Effizienz-Tranche bis zur Halbzeit der Tour verbraucht hat, toppt sogar die erste Staffel der Verbrauchsfahrt. Auf der hatte am Ende Team 3 die Nase ganz vorn. Mit hauchdünnem Vorsprung in Sachen Verbrauch, aber deutlichem in puncto Tempo. Exakt 20 Stunden Fahrzeit benötigten Andreas Lang (42, vorn) und Adrian Bühler (28) für ihre 1630 Kilometer, macht einen Schnitt von 81,4 km/h. Ähnlich flott (20,4 Stunden/80,4 km/h) war nur das Team Dick/Anklam in Wagen 6. Doch die beiden spendierten ihrem Wagen im Schnitt 3,59 Liter ‚Äì und nicht bloß 3,44. Was am Ende nur für Platz 8 reichte, so eng lag das Feld zusammen. Den Co2-Wert konnten alle Teams deutlich unter die 100er-Grenze drücken: 97 Gramm pro Kilometer waren es beim “schlechtesten” Team (Durchschnittsverbrauch 3,65 Liter), 91 Gramm bei den vier besten Teilnehmer-Duos. Beide Werte bewegen sich in einem Bereich, von dem nahezu alle Serienfahrzeuge nominal Welten entfernt sind. Den sie – effizientes Fahren vorausgesetzt ‚Äì aber durchaus erreichen können. So der Fahrer es darauf anlegt. Und die Technik es zulässt. zum Beitrag »

Wie viel darf ein Frühstück wiegen?

Effizienz-Marathon Teil II bergabDer zweite Tag des Effizienz-Marathons, Teil 2, beginnt für mich mit einer vielleicht entscheidenden Frage: Wie viel Frühstück darf ich mir und damit dem Audi A4 zumuten? Es geht schließlich auch ums Gewicht, wenn wir heute nach Basel und wieder zurück sparfahren. Gestern haben mein Fahrer Peter und ich so ziemlich alle verbrauchssenkenden Register gezogen, sind am Ende im Schnitt mit 3,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer ausgekommen. Für heute haben wir uns die nächsten ein bis zwei Zehntel auf unsere To-Do-Liste geschrieben. Ich frühstücke ein kleines Croissant. Und trinke dazu eine kleine Tasse Kaffee. zum Beitrag »

Die Rallye 2008 ist bereits ausgebucht

foto_aufmacher_seite1.jpgBereits vor Meldeschluß war die erste Hamburg-Berlin Klassik Rallye ausgebucht. Wir freuen uns auf viele Zuschauer an der Strecke, die sich die Oldtimer bis Baujahr 1970 und Youngtimer (mind. 20 Jahre alt) in Aktion anschauen. Es wird sicherlich eine Fortsetzung im nächsten Jahr geben!

Weiter geht’s: Sparen macht heiß

AUTO BILD Effizienz-Marathon Teil IIDie Rechnung ist einfach: Vor den Teilnehmern der zweiten Runde des Effizienz-Marathons von AUTO BILD und Audi liegen knapp 1700 Kilometer Strecke durch Österreich, die Schweiz und Deutschland ‚Äì zu fahren mit einem A4 2.0 TDI, dessen Tank 65 Liter Diesel fasst und der ‚Äì laut Werksangabe ‚Äì einen kombinierten Verbrauch von 5,1 Litern erzielt. Theoretische Reichweite: 1274 Kilometer ‚Äì das sichere Aus weit vor dem Ziel der Rundfahrt, der österreichischen Metropole Wien. Aber natürlich nur, wenn es nicht auch möglich wäre, die offizielle Drittelmix-Angabe deutlich zu unterschreiten. Wer den Marathon tatsächlich mit einer Tankfüllung schaffen will, darf im Schnitt also höchstens 3,9 Liter auf 100 Kilometer durch die Brennräume schicken. Für den Sprung ganz oben aufs Siegertreppchen müssen es garantiert noch ein paar weniger sein. zum Beitrag »

Zwischenbericht: Das kleine CO2-Wunder

effizienz1.jpgGenug geschwitzt. Die 22 Teilnehmer der ersten Effizienz-Fahrt von AUTO BILD und Audi sind am Ziel. 1650 Kilometer von Basel nach Wien und wieder zurück ‚Äì mit nur einer Tankfüllung. Eine Aufgabe, die alle Teams locker erfüllt haben. Wie, berichtet mein Kollege Ralf Bielefeldt später ausführlich. Vorab: Es wären sogar noch viele Kilometer mehr drin gewesen. Im Ziel gluckerten in den Tanks der elf A4 2.0 TDI noch zwischen fünf und neun Liter Kraftstoff. 22 Stunden waren die Teams im Schnitt auf der Strecke und konnten dabei mit den weißen Audi echte Verbrauchsrekorde einfahren. Das Sieger-Team benötigte exakt 3,44 Liter Diesel auf 100 Kilometer (1,66 Liter weniger, als beim Normverbrauch angegeben) und bewältigte die 1650 Kilometer damit mit einem CO2-Ausstoß von fabelhaften 91 Gramm je Kilometer (Werksangabe: 134 Gramm). Unterm Strich konnte die gesamte, bunt zusammengewürfelte Spritspar-Truppe glänzen. Vier Teams kamen auf einen Durchschnittsverbrauch von 3,45 Liter Diesel. Und selbst der elftplatzierte Audi nippte alle hundert Kilometer nicht mehr als 3,65 Liter Diesel aus dem Tank.

Möglich wurden die extrem niedrigen Werte unter anderem durch den konsequenten Verzicht auf die Dienste der Klimaanlage. Eine echtes Opfer bei bis zu 35 Grad Außentemperatur. Ob die 1650 Kilometer auch mit aktiver Klimaautomatik zu schaffen gewesen wären, wird sich zeigen: Die nächsten 22 Effizienz-Fahrer (Wien-Basel-Wien) stehen bereits in den Startlöchern. Christian Beckmann wird fürs AUTO BILD-Blog darüber berichten.

Audi analog – kurbel mal wieder!

Ay Gemeinde,

Alles wie damalsda steht er nun vor meiner Tür, der alte Audi 80 für ganz kleines Geld. Sagen ranken sich im Internet um dieses Auto, die Geschichten, er sei wahnsinnig schrauberfreundlich, nahezu unzerstörbar, preiswert im Unterhalt und trotz allem ein Audi. Hm. Sie sehen mich stutzen. Primär ist er ein ALdi, denn er ist billig gewesen. Und er wird bald ein Youngtimer. Ist er denn heute überhaupt zeitgemäß im Straßenverkehr zu bewegen? Als Luxus-verbitchter Audi V8 Anwender habe ich mich an die vielen kleinen emsigen elektrischen Helferlein gewöhnt, und hier steht ein fast komplett elektromechanisches analoges Alteisen. Immerhin verzinkt. Was sind die augenscheinlichen Unterschiede des Komforts?

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Die magische 3,5

platzregen-in-wien.JPGSchnitzel verputzt, im Stechschritt eilen wir durch den gigantischen Park von Schloss Schönbrunn gen Parkplatz. Es ist kurz vor 16 Uhr. Tiefschwarz schiebt sich eine Wolkenwand heran, tanzende Baumkronen läuten den Countdown fürs Unwetter ein. Mit den ersten fetten Tropfen erreichen wir das Auto. Dann geht es auch schon los: Aus dem Nichts fliegen uns Styroporplatten um die Ohren, kaum dass wir den Parkplatz verlassen haben. Binnen Sekunden kann man kaum noch bis zum Ende der Motorhaube sehen, so stark plattert es. Wasser steht auf der Hauptstraße. Heinrich Hau (50), braun gebrannt und wohl gelaunt, schaut dem Spektakel entspannt durch die Seitenscheibe seines weißen Audi A4 TDI zu. Jetzt losfahren? Bei dem Regen? Kommt Team 9 nicht in den Sinn. Kostet nur unnötig Sprit. zum Beitrag »

Schub, Schub, Hurra

effizienz4.JPGTag zwei der Effizienz-Fahrt von AUTO BILD und Audi. Österreichs Kleinwagenkutscher scheinen von unseren Spritsparern gehört zu haben: Die ersten Corsa und Punto rollen mit 90 km/h über die Autobahn. Da freuen wir uns doch fürs Klima. Eines der Effizienz-Teams signalisiert übermütig einen Verbrauch von 3,0 Litern, als wir in unserem Begleitfahrzeug an ihnen vorbeihuschen. Drei Liter? So weit runter geht der Durchschnittskonsum des 2.0 TDI dann doch nicht. Aber beachtliche 3,7 bis 3,5 Liter auf 100 Kilometer mit einer 4,70 Meter langen Limousine ‚Äì das haben gestern fast alle Teams erreicht! Bedeutet: Co2-Ausstoß runter von 134 Gramm pro Kilometer auf unter 100 g/km! Durch bloße Umstellung der Fahrweise. Ein guter Schuss Tollkühnheit gehört allerdings dazu, um solche Ergebnisse einzufahren. Der Lkw-Fahrer schätzt es bekanntlich nicht, langsameren Pkw ausweichen zu müssen. Lichthupe und Fanfare sind das kleinere Übel, Schneiden nach haarscharfem Überholvorgang das deutlich größere. zum Beitrag »

Schwitzen im Windschatten

start-basel.jpg31,5 Grad Celsius. Das ist warm. Wirklich sehr warm, wenn man in langen Hosen vorm Flughafen Basel steht. 31,5 Grad Außentemperatur. Das bedeutet, dass in den elf weißen Audi A4 2.0 TDI, die seit Stunden auf diesem Parkplatz in der Sonne stehen, bestimmt 50 Grad herrschen. Wenn nicht mehr. Na ja, mag Autonormalfahrer jetzt denken, Türen auf, durchlüften, Klimaanlage an, dann geht das schon. Aber genau das geht eben nicht: Die Komfort-Segnungen moderner Automobile sind hier und jetzt tabu. Sonst wird das nix mit Teil I der AUTO BILD Effizienz-Fahrt powered by Audi, der Tour von Basel nach Wien und wieder zurück mit nur einem Tank. 65 Liter gehen hinein, für mehr als 1600 Kilometer muss das reichen, 5,1 Liter beträgt der Durchschnittsverbrauch des 120-PS-TDI. Wie das gehen soll? Klimaanlage aus. Fenster zu. Höchstgeschwindigkeit 90 km/h. zum Beitrag »