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Alpenrallye: Helfer in der Not

Samstag, 31. Mai 2008 um 00:29 Uhr

Liebe Freunde des motorisierten Individualverkehrs,

alpen.jpg gelobet und gepriesen seien sie, die Herren Peter Göbel und Toni Schmidt. Ok, das ist jetzt vielleicht ein bisschen dick aufgetragen, also fangen wir einfach noch mal von vorne an. Der Roland und ich, wir waren heute ekelhaft ehrgeizig. An sich wollten wir auf der Kitzbühel Alpenrallye 2008 ja nur Spaß haben und nicht Letzte werden. Nachdem wir den Prolog mit unserem Puch 650 T aber immerhin auf Platz 50 von knapp 200 Teilnehmern beendet hatten (und das ohne irgendwelche technischen Hilfsmittel!), sind wir heute merkwürdig verbissen geworden. Auf einmal konnten wir uns wahnsinnig drüber ärgern, wenn die Beschriftung im Roadbook falsch war oder eine Gleichmäßigkeitsprüfung mitten durch den gar nicht so gleichmäßigen Berufsverkehr führte.

zeit.jpgAuf der 330 Kilometer langen Salzkammergutrunde sind wir unserer Sollzeit deshalb im Grunde immer hinterher gefahren – und das mit einem 22,8 PS schwachen Ösi-Floh. Irgendwie haben wir zwar alle Zeitnahmestellen in ungefähr der richtigen Zeit erwischt, aber richtig geplant und gemessen war das alles nicht. Umso schlimmer traf uns ein heftiges Scheppern von der Hinterachse etwa 100 Kilometer vor dem Ziel. Bestimmt drei Mal wollten wir deshalb schon aufgeben, aber dann sind wir doch immer noch ein Stück weitergefahren. Bis ins Ziel. Ergebnis: Gleichmäßigkeitsprüfung 3 haben wir trotz allem auf Platz 20 (!) beendet. Und bei der davor haben wir sogar nur 0,8 Sekunden (!!!) Abweichung zur Sollzeit gehabt. Dummerweise wurde gerade die wegen einer unangemeldeten Baustelle nicht gewertet. Insgesamt sind wir derzeit auf Platz 87.

Aber zurück zu Peter Göbel (39) und Toni Schmidt (23). Göbel ist ja als Beifahrer des sechsfachenen Rallyemeisters Matthias Kahle ohnehin eine Super-Kompetenz, sein junger Kompagnon Toni Schmidt kommt aus einer begeisterten Motorsportfamilie und ist bei der Alpenrallye der nüchtern rechnende Mathematiker des Teams.

service.jpg Vor allem aber sind die beiden tolle Typen: Als sie im Parc Fermé von unseren Schwierigkeiten hören, holen sie sofort ihren Profi-Werkstattwagen (einen unglaublich ordentlich eingerichten Opel Mavano. Göbel hätte gern die Sponsoren genannt, also machen wir es kurz und schmerzlos: Auto von Opel, Werkzeug von Facom, Einrichtung vom Aluca) und machen sich auf die Fehlersuche. Was genau es war, wissen wir zwar immer noch nicht, aber nachdem Göbel die Bremsbeläge wieder angebracht, die Federn wieder draufgesetzt und die Schrauben wieder festgezurrt hat, sind die schlimmen Geräusche weg. Das reicht ja schon.

Wir können also weitermachen und morgen die 110 Kilometer lange Wildschönaurunde und die Schlussetappe mit Ziel Kitzbühel angehen. Und deshalb ist es eben doch angebracht: Die Herren Göbel und Schmidt – sie seien gelobet und gepriesen. Halleluja.

Ach ja, und wenn schon Werbung (Sie wissen schon, der Werkstattwagen), dann aber auch richtig: Der Peter Göbel ist ja auch Sportlicher Leiter der von AUTO BILD KLASSIK ausgerichteten Rallye Hamburg-Berlin. Er verspricht: “Ich habe mir ein paar Prüfungen ausgedacht, die gibt es sonst nirgendwo”. Der Roland, mein Kompagnon im Puch, denkt schon über eine Anmeldung nach. Und ich glaube, mich packt das Klassik-Rallye-Fieber auch so langsam. Es hat nicht zufällig jemand einen Oldtimer übrig?

Ein Kommentar zu “Alpenrallye: Helfer in der Not”


  1. AUTO BILD-Blog » Blog Archive - autobild.de schrieb am 1. Juni 2008 um 01:35

    [...] Abend beim Galaessen plaudern wir dann ein wenig mit unseren neuen Helden Peter Göbel und Toni Schmidt und erfahren nebenbei, dass es bei Überführungsetappen nie, nie, nie geheime Messungen gibt. Man [...]



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