Schwierig. Wo fange ich an? In Hamburg. 3. Mai 2008, 11 Uhr MEZ, der charmante Typ aus Wien setzt sich zu dem kleinen Blogger aus Kiel in das große Auto aus Neckarsulm. Es ist warm und sonnig, hochmotivierte Innenstadt-Singvögel piepen angestrengt die Wochenendversion von “Und es war Sommer”… wir entscheiden uns für die Navigations-Alternative Autobahnen vermeiden. Zwei Männer, ein Nick und ein Sandmann, fahren nach Wolfsburg in die Autostadt, auf der Suche nach altem wie neuem Blech, nach Momenten, die die Welt bewegten und nach Freiheit und Oktan. Zumindest für einen kleinen Augenblick. Finden… jahaaa… finden sollen sie ganz andere Sachen.
Satellitengelenkt bewegen wir uns einspurig über Land, mir kommen zwei Gedanken: Hamburg nimmt und nimmt kein Ende, und als die Vororte dann doch der B4 in Richtung Süden Raum zum Atmen geben, die Dichte an lokalstationären Starenkästen überproportional zu. Lisa “klangggkuckuckt” warnend gefühlte alle vier Minuten, und es bleibt immer wieder nervös bremsend kaum ein Blick für die wunderschöne Landschaft aus Birken mit frischem hellgrünen Laub zwischen dunklen harzigen Kiefern – Niedersachsen, du hast mich wieder! Stilvoll befriedigen wir unsere knurrenden Mägen beim Griechen in Melbeck mit köstlichem Gyros und Bifteki und was Männer sonst noch so frühstücken. Natürlich sommerlich draußen auf der Terasse an der B4. Ein Porsche 911 Carrera aus den 70ern zieht meine Blicke auf sich. Und eine steinerne Nymphe, die Wasser aus einer steinernen Amphore in einen steinernen Brunnen kippt regt die Blasentätigkeit an. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse.
Der Weg ist das Ziel. In Gespräche vertieft, wie nur Männer sie führen, wenn keine Frauen dabei sind, cruisen wir den Highway No.4 entlang, während die Sekunden unablässig durch die Finger der Gegenwart rinnen. Autos. Autos!! Am Straßenrand stehen sie, bei den legendären Fähnchenhändlern, und hier im Niemansland scheinen die Schnäppchen noch echt zu sein. Von der in diesem Genre typischen Schreibschwäche geprägte, reißerische und grammatikalisch irgendwie perma-falsche Verkaufstafeln lassen das Gespräch zwischenzeitlich stocken, bis wir irgendwann rechts ran fahren. Nein, links. Die Palette geht vom desolaten E-Kadett mit den schon vor 15 Jahren klassischen winzig kleinen Roststellen bis zum Porsche 944 ohne Preistafel… Da stand doch aber was interessantes dazwischen…
Ein Audi Coupé. Oh nein, sorry, ein Audi Cupe… das spricht man wohl [kju:p]. Kein Quattro, aber trotzdem ein würdiger Vertreter seiner Zeit. Chef fällt auf die Knie und murmelt Beschwörungsformeln, die ihn vor unüberlegten Handlungen schützen sollen. Das Auto sieht insgesamt gut aus, ist unglaublich selten und soll schlanke 1800,- Euro kosten! Und sicherlich ist noch Handlungsspielraum drin. Wir blicken uns an und gedenken dem Erstbesitzer, der ein Vermögen für diese seltene Karosse ausgegeben hat, der Esprit und Zeitgeist in schlichtem Design gesehen und sich vom überteuerten Understatement hat hinreißen lassen. Jetzt wird sein ganzer Stolz zum Gegenwert der Monatsmiete einer 4-Zimmer-Wohnung in Hamburg-Duhlsberg verramscht. Chef ist verwirrt. Damit hat er nicht gerechnet. Telefonnummern-fotografierend und den idyllischen Campingplatz in der direkten Nachbarschaft ignorierend fahren wir weiter nach Wolfsburg.
Was ist eigentlich diese Autostadt? Nun, seit VW nicht mehr wirklich Volkswagen baut, hat man in der Nähe des Werks eine entspannte Parkanlage gestaltet, in der einige Themenpavillons stehen. Garniert mit Gastronomie und Sonnenstühlen findet der geneigte Besucher hier neben dem Zeithaus (auf das wir gleich noch zu sprechen kommen) Präsentationen der so untrennbar mit dem Volks-Käfer verbundene Marken wie Bentley, Bugatti und Lamborghini, weiterhin klassische deutsche Marken wie Seat und Skoda und… hab ich was vergessen?… ach ja. Vau Wehs. Einige. Aber die konnten wir nicht in Ruhe angucken, doch dazu später mehr. Im Hintergrund schön zu sehen die beiden Türme, in denen Neuwagen-Tetris gespielt wird. Unten kauf ich einen raus, und von oben fällt einer nach… Wir beginnen mit einem Check-In im netten Vorstadt-Hotel, jetzt schon ahnend, dass hier die Bürgersteige noch vor 21.00 Uhr hochgeklappt werden. Nick chauffiert meinen dezenten Audi mit seinen “Kauf mich!”-Schildern selbst direkt vor die Autostadt, parkt, blickt kurz in die Sonne und beschließt, gute Laune zu haben.
Gleich am Eingang lockt ein Nippes-Shop, randvoll mit Lektüren, Flohmarktartikeln und allerlei Dingen, die man irgendwie irgendwo schon einmal gesehen hat. So auch mein Alltagsauto, bunt bemalt, wie es damals üblich war, als man vierrad-getriebene Stahlboliden noch konkurrenzlos durch die DTM bewegt hat. Und man kann es kaufen. Ja aber nee. Ich habe schon einen.
Eine beeindruckend lange Rolltreppe führt Chef und mich nach ganz oben ins Zeithaus, und von hier tröpfeln wir Serpentine für Serpentine vorbei an Meilensteinen der Automobilgeschichte wieder nach unten. Wenn man nicht ganz vorn anfängt, bleibt man direkt beim Cadillac hängen. Mit einem Hubraum vergleichbar dem Rauminhalt einer durchschnittlichen kieler Studenten-WG präsentiert sich hier ein 78 Jahre alter V16 dem beeindruckten V8-Fahrer. Immerhin hat der Bolide zwei Sitze wie ein Smart und hinten irgendwie noch den Schwiegermuttersitz, den man ausklappen kann. Ich mag meinen V8. Weniger ist manchmal mehr.
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Angesichts meiner hier Fleisch gewordenen automobilen Kindheitserinnerungen blicke ich in den bis dato sehr zuverlässigen Sicherungskasten in meinem Kopf und stelle fest, dass hier einiges ersetzt werden muss.
Alt gesellt sich neben relativ neu, alles kann man anfassen (auch wenn man es nicht darf) und alles ist irgendwie greifbar. Ähm. Also nein, ich meine nicht uns beide, wir sind einigermaßen gleich alt. Hier wird Geschichte zur Realität, hier wird der Mini zum begehrenswerten Kultobjekt und die Ente zur ausgestorbenen Spezies. Das Zeithaus verzaubert mit seinem Mobiliar. Wären da nicht die klugscheißenden oberlippenbebarteten Polohemdträger, die ihren angetrauten Muttertieren die Bedeutung der vier Ringe erklären wollen (und dabei peinlich scheitern). Okay. Kleines Quiz jetzt, hier, für Sie. Sagen Sie doch mal aus dem Stehgreif, also ohne Wikipedia und google, was die alte deutschen Marken Horch und Audi verbindet, besonders vom Namen her. Na? Naaa???
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Unsterbliches Wissen können Sie sich allerdings nur auf die Kappe schreiben, wenn Sie diese beiden Herren kennen. Das sollte Allgemeinbildung sein. Nicht Herr Volks und Herr Wagen, nein nein. Also falls Sie mal bei Günter Jauch danach gefragt werden…
Ankunft im Hier und Jetzt. Der neue Audi R8, als Schnittmodell, als begreifbares reinsetzbares Showroom-Konzept, als 120.000 Euro teures niemals erreichbares Traumziel eines autobegeisterten Mannes. Allein für eine der Bremsscheiben müsste ein durchschnitts-Bürger dieser Republik einen Monat arbeiten. Himmel, ist das ein schönes Auto. Aber- huch! Die Zeit geht auf 18.00 Uhr zu, Wolfsburg macht zu, wir müssen noch in den VW-Pavillon. Das wird uns allerdings verwehrt, klingelt doch just in diesem Monent mein Handy… Ob ich der A8-Besitzer sei. Bejahend und mich über einen potenziellen Kaufinteressenten freuend erfahre ich, dass wir den Audi auf einem für Oldtimer reservierten Platz abgestellt haben und uns genau zwei Minuten bleiben, um ein Abschleppen zu verhindern.
Security rules. Im Laufschritt kommen Chef und ich am VW-Showroom vorbei und lassen es uns nicht nehmen, noch kurz im neuen Scirocco die bequemen Sitze zu testen. Da ich aber offensichtlich unentspannt rüber komme, begeben wir uns auf den Parkplatz vor der Autostadt, wo der nervöse Security-Mensch neben meinem Audi posiert und sicher stellt, dass wir auch wirklich einen Parkplatz jenseits dieser Pole-Position einnehmen, zumal wir Verkaufsschilder im Fenster hängen hätten, was hier ohnehin streng verboten sei. Ich kann Nikolaus Eickmann nur schwer bremsen, als er versucht, dem wartenden Schergen meinen Audi zu einem günstigeren Preis anzubieten, schließlich stünde er ja hier schon recht lange…
Nun… das hat Zeit gekostet. Und Zeit ist in Wolfsburg kostbar, machen doch alle Pavillons um Punkt 18.00 Uhr zu. Das ist jetzt. Als wir wieder rein wollen. Die Sonne steht noch hoch am Himmel, alle Enten in der gepflegten Parkanlage machen es sich bequem und schlafen stumpf ein. Was auch sonst? Nick und Sandmann entkommen dem schwallenden Pulk einer sich zum Joe Cocker Konzert bewegenden Massen nur durch Nahrungsaufnahme in einem netten italienischen Restaurant. Umgeben von banalen Familien mit stressigen, selbst Pizza backen wollenden Kindern namens Melf oder Kevin oder Marvin kommunizieren wir bildintensiv mit unseren Herz-Damen und gedenken der Dinge, die da noch kommen werden.
Da der Abend ansatzweise noch viel zu jung für einen Barbesuch oder ähnliche Aktivitäten ist, spazieren wir durch die leerer werdende Autostadt, entlang an sich pünktlich und ohne Rücksicht auf Verluste schließenden Portalen und durch einen wohlriechenden Blumentunnel, ausgeschildert und wie in diesem Land üblich mit insgesamt mindestens vier Not-Aus Knöpfen in seiner Rotation zum Stehen zu bringen. Es ist schon beeindruckend, welche technischen Neuerungen einem hier jedes Jahr präsentiert werden. Von den kreisenden Primeltöpfen geht es weiter über eine leichte Kurve in eine ernst zu nehmende Gerade auf das Riz Hilton Carlton Hotel zu.
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Zugegebenermaßen ist die ortsansässige Blitzanlage zur Geschwindigkeitsbegrenzung gedacht, aber das hindert zwei Wolfsburg-Abend-geschädigte Autonarren nicht wirklich an einem kleinen, aber feinen Wettstreit. Das Zielfoto entscheidet, diese Runde geht an mich. Ist es das regelmäßige gute Essen an der Seite der attraktiven weltoffenen Journalistin, was den Chef hat zu schwer werden lassen? Nein, eher nicht. Oder die Tatsache, dass er schon ein Bier mehr als ich hatte, muss ich doch den A8 noch zurück zum Hotel lenken…?
Immerhin entdecken wir noch den Prototypen des neuen City-Liners von Volkswagen auf der Plattform eines gechoppten New Beetles. Dieser Erlkönig, hier völlig ungetarnt am Ententeich geparkt, gewährt einen ersten Einblick in die Zukunftsvisionen der Wolfsburger Designer. Städte werden größer. Parkraum wird weniger. Smart war gestern. Innovative Atriebskonzepte ermöglichen es auch jüngeren Fahrern, das Vehikel zielsicher von a nach b zu bewegen. Wir wiederum bewegen uns nach c, lernen beim eingangs gezeigten Autostadt-Buchstaben-Foto den Freund des Security-Menschen vom Anfang der Geschichte kennen und sehnen uns nach einem Parkplatz jenseits von Joe Cocker und seiner überalterten unattraktiven Fangemeinde.
Wolfsburg Vorsfelde, was ist mit dir los? Samstag Abend, 20.00 Uhr, deine Einkaufsstraße ist unbelebter als [hier setzen Sie jetzt etwas individuelles ganz schrecklich langweiliges ein] und deine Kneipen laden so richtig gar nicht zum Einkehren ein. Muharems Dönerpalast (keiner drin), daneben das Kronenstübchen (leer) und am Ende prunkvoll das Restaurant-Bistro zum Hirschen, mit Stühlen und Tischen draußen in der Abendsonne… aber keinem Menschen. Nun – immerhin steht hier alles voller Volkswagen, jede andere Marke wäre Frevel, aber wo sind die alle???
Die Hotelbar im Stil der 80er beherbergt immerhin eine junge Familie mit zwei minderjährigen Kindern. Hier bestellen wir unser Abendbier und gucken noch n paar Bilder von Barzelona an dem Chef sein Laptop… oh Entschuldigung, ich habe schon erste Dialekte angenommen. Um 22.30 Uhr – wir sind die letzten Gäste in einer anscheinend absolut evakuierten Lobby – legt die übermüdete Bedienung uns nahe, ein finales Bier zu bestellen, sie würde gleich schließen. Gute Nacht Jim-Bob. Gute Nacht John-Boy.
Nach einer langen Nacht auf viel zu weichen Matratzen bietet sich dem Autoreisenden am kommenden Morgen ein dramatischen Szenario: Der gesamte Saal ist gefüllt mit hochbegabten Kindern und ihren Eltern, allesamt bestrebt, in Konversation vertieft mit IQ-Punkten bestrichene Wurst und Käse in rauhen Mengen zu verdrücken. Wo waren die alle gestern Abend? In der hintersten Ecke des Raucherzimmer finden wir einen Platz, um fleischliche Gelüste zu befriedigen. Was Chef auch tut. Junge Junge. Bekommt der sonst nichts zu essen…? Ich bin beeindruckt… So viele Scheiben Schlimme-Augen-Wurst habe ich nie zuvor auf einer einzigen Brötchenhälfte gesehen.
Andere Gelüste wollen auch befriedigt werden. Ich sehe einen gestandenen Mann meiner Generation, der ungläubig auf die Tankuhr blickt, weil er ein derartiges Preis/Benzin Verhältnis und so eine Literzahl noch nie zuvor gesehen hat. Immer brav Mini-fahrend hat sich Chef an regelmäßige Tankstopps mit dem Volumen einer mittleren Thermoskanne gewöhnt. Nun steht er vor der sich füllenden Speisekammer der Brenn-Kathedralen des A8 und lernt dazu. Literanzeigen können eine 8 vor den zwei Stellen¬†haben. Euroanzeigen können dreistellig werden. Und kost’ Benzin auch Zwei Mark zehn… scheißegal… es wird schon gehn… Das waren Zeiten…
Das schöne Wetter, die schlechte Nacht (zumindest für meinen Chef) und die viele Zeit lassen uns erneut über die sonnigen Lande brausen. Niedersachsen lockt mit seinen Birkenalleen und Rapsfeldern, meine Schwester Anita lockt mit einem Kaffee am Wegesrand und mein Schwager Andreas mit seinem sauber geputzten Motorrad. Chef hat seine BMW gerade bei ebay drin. Er überlegt, ob er das Geld nicht für das Audi Coupé vom Hinweg anlegen könnte. Es geht ihm nicht aus dem Kopf…
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Eindeutige Highlights entdecken wir erneut am Wegesrand, wo ein klassischer Fähnchenhändler sich auf Verkaufsschild-Poetik spezialisiert hat. In epischen Dimensionen werden dem geneigten Interessenten die krassen Vorzüge der Tuning-Bomben dargestellt, das streifige Sonderlack-Design korrespondiert mit tiefer breiter flacher und beeindruckenden Heckflügeln in FlipFlop-Optik. Wir stehen mitten in Need for Speed, und alles kann man kaufen. Ach ja aber nee. Auch die M-Klasse ein paar Dörfer weiter für unter 12.000 Euro reißt uns nicht vom Hocker.
Diese Straßenhändler mit ihren Autos zwischen 1000 und 2000 Euro haben einen gewissen Charme. Genau wie die Autos selbst. Alle haben ihre Geschichte, irgend jemand hat sich einmal gefreut über sie, viel gespartes Geld bezahlt und sie gepflegt und geliebt. Jetzt stehen sie am Straßenrand, und keiner will sie haben. Hm.
Hamburg, du hast uns fast wieder. Noch ein letzter neugieriger Blick zu den idyllischen, verwarzen Wohnwagen unter Kiefern. Privat und Exclusiv sind in unserer Generation durchaus Begriffe, aber Nick bittet mich um beherztes Gasgeben, als aus den umliegenden Etablissements winkende Damen auf uns zu gelaufen kommen. Diesem Wunsch gebe ich dann auch nach, sei es auch der Abschluss einer echten Männertour. Ich hoffe, das Foto kommt in einem Stück durch die strenge Schlusskorrektur… Autos und gutes Essen, ein bisschen Bier und eine Menge innerdeutsche Zeitgeschichte. Wir haben viel gelernt und viel zu wenig Fotos gemacht. Immerhin haben die gefühlten 42 Blitzer entlang der B4 zwischen Uelzen und Wolfsburg auch keine Fotos von uns gemacht, Lisa sei Dank. Auf in den Alltag, auf in Seminare für Erwachsene und Testberichte über Autos, die eindeutig teurer als 1800,- Euro sind.
Ich hab ihm angeboten, wenn er das Coupé kauft, dass ich ihn begleite. Vielleicht können wir ja noch handeln. Der Weg ist das Ziel. Männer müssen manchmal ein bisschen verrückt sein und spontane Wünsche erfüllen. Wir stehen ja auch nicht stundenlang vor Schuhgeschäften rum und drücken uns die Nasen an den Fenstern platt.
Waren wir eigentlich in der Autostadt? Wann das denn? Ich bin die B4 hoch gefahren…
Sandmann
06.05.08
09:24
mrlifeguard
Moins der Sandmann!
das ist dein bisher längster Blog oder? Macht ja nix …
Ich habs bisher nicht in die Autostadt geschafft. Leider. Scheint wirklich einen Besuch wert zu sein … oder macht du hier Werbung und hast dann den Eintritt geschenkt bekommen?
Hat eigentlich der Säkurritti-Mann nicht den Presseausweis auf dem Amaturenbrett bemerkt
??
Saaaaagenhaft diese Angebote des Fähnchenhändlers, hast du eine Telefonnummmer? *g*
So ich geh jetzt Computer einrichten!
Grüße,
lifeguard
06.05.08
10:02
Sandmann
Lifeguard. Du auch noch hier!
Ja, lang ist er, und ich habe schon dramatisch geküzt
Nein, Werbung habe ich nicht zum Eigennutz betrieben, wenn dann ja wohl eher für die Händler am Weg… Aber die Pizzaria in der Autostadt ist auch zu empfehlen.
So – flutsch ab in die Sonne auf die Autobahn, die Arbeit wartet. Grüße nach München!
Sandmann
06.05.08
12:34
mrlifeguard
Hey Sandi,
hab mich in letzter Zeit ein bissl mit meinen Posts zurückgehalten, ich komme einfach zu nix!
Sagt mal habt ihr bei Autobild eigentlich Presseausweise? *g*
Sonne? Autobahn? Arbeit?
Ääääähhhhh … Öööhhh … *grübel*wunder*
Grüße,
lifeguard
06.05.08
14:02
Sandmann
Ay lifeguard,
sicher wird es Menschen bei autobild.de geben (nicht zu verwechseln mit der gedruckten Ausgabe), die einen Presseausweis ihr Eigen nennen…
Aber die Blogger bekommen sowas nicht einfach so. Hätte viele Vorteile, aber da gibt es wohl noch rund 100 Menschen über mir, die auch gern einen hätten
Und was verstehst du bei der begrübelten Wortkombination nicht? Ich hab gearbeitet, hatte einen Außentermin und bin auf der Autobahn bei Sonnenschein unterwegs gewesen. Tz. Denkt man denn in Bayern so kompliziert? Ihr baut doch manchmal sogar Autos…
So, ich soll meine Tochter abholen…
Sandmann
P.S.: Irgendwie ist Blog-Zeit noch Winterzeit… Ich hab ein ständiges gefühltes Jetlack, wenn ich die Uhrzeit sehe…
06.05.08
20:44
royf
Ave Spazierfahrmann
dann soll dein Chef mal hierher kommen… Coupés wie Sand am Meer… bloss ist meins wohl das einzige WAHRE…QUATTRO… die andern haben so lächerliche 2Rad-Antriebe…
Gruess Roy
06.05.08
21:42
Sandmann
Ay roy,
wo gibt es die denn? In Privatbesitz oder angeboten in Börsen? Eine angemessene Fahrzeugdichte heißt ja nicht im Umkehrschluss auch viele zum Kauf angebotene Exponate…
Na ja, ist ja eh eine Marotte, ich glaube nicht dass Chef Eickmann sich wirklich so ein Coupé zulegen wird. Wir werden sehen
Sonnige Grüße in die schöne Schweiz!
Sandmann
06.05.08
22:38
paradox
Ein 5-ender, ein 5-ender! Herrlich. Typ89 Coupes haben einfach ein wunderschöne Form. Schade das der 5E kein quattro ist. Aber selbst als Frontschrubber zu dem Preis ein Knüller. Kaufen! Einfach nur kaufen!
Der Kadettilac hat übrigends die gleiche Farbe wie der E-Kadettilac bei uns in der Schrauberhöhle. Nur das unser ein 3-türer ist und ein GSI. 2 Liter 16V mit 150 munteren Pferdchen. Digitaltacho, etc… Originalzustand. Allerdings etwas vom Rost angefallen. Brauch mir da aber keine Sorgen machen. Der Audi ist ja vollverzinkt. Also nicht ansteckend.
Und ich will doch stark hoffen das der minichamps V8 schon vorher in deiner Vitrine stand. Hab auch so einen. Allerdings die Startnummer “1″ vom Strietzel Stuck. War ein Weihnachtsgeschenk meines Bruders. Und ein super Modell. Sehr Detailgetreu.
Die Tuningobjekte dort (nein, es macht einen nicht jünger
haben doch sicherlich auch das komplette ATU-Paket gehabt, oder? Von Latexfußmatten in Riffelblechoptik über beleuchtete Schaltknäufe und Flammenpedalauflagen bis hin zum fetten Billig-DVD-Radio um auch auf dem McDonalds Parkplatz der BigKingXXL sein zu können 
herrlich solche Schwallerkarren. Könnt ich den ganzen Tag auslachen.
Nun geh ich auch ins Bett. Muss morgen noch mit nem Kumpel ins Holz. Sägen, sägen, sägen… und hinterher das Feierabendbier genießen
07.05.08
07:32
Sandmann
Ay paradox,
ihr habt einen originalen GSI mit dem klassisch-anfälligen Telespiel-Tacho? Geiiil… Mach mal Fotto…
Die VItrine mit dem V8 ist nicht wirklich meine… die steht im Verkaufsraum der Autostadt, ich HASSE Glasvitrinen, am besten noch mit Halogenbeleuchtung… neee nicht meine Welt. Einzig ein kleines V8-Modell von Schabak steht mit abgespielter Kofferraumklappe irgendwo zwischen W-Lan Router und CD-Stapel und verstaubt. Warum soll ich mir Modelle hinstellen, wenn draußen das Original glänzt?
Zu den Tuningbomben… Wir hatten ein paar angeregte Diskussionen über diese Art der Fahrzeuggestaltung (mal davon abgesehen, dass ich hier auch schon meine Meinung darüber öffentlich kund getan habe). Anscheinend gibt es ja auch eine Zielgruppe, die sich davon beeindrucken lässt. Ich mein – wenn das wirklich JEDER schrecklich finden würde, führen nicht so viele Autos damit herum, oder?
Auch in der Schweiz fallen mir zunehmend plastikverkleidete Kleinwagen mit billigen Chromfelgen und riesigen Heckflügeln auf. Es wird Sommer. Diese hier angesprochene eher einfach gestrickte meist minderjährige Damenwelt möchte beeindruckt werden…
Herrlich.
Ich hoffe, du hast nicht alle im Holz verbratenen Kalorien heute Abend gleich wieder mit Hefe und Hopfen ersetzt…
Sandmann
07.05.08
08:56
Nikolaus Eickmann
Bester Sandmann!
Sitze in München und diskutiere mit der weltoffenen Journalistin die Sinnhaftigkeit eines dritten Autos im fusionierten Haushalt.
Neben Mini und Mini Cabrio wäre doch ein großes Auto nicht schlecht. Eben das billige Coupé. Aktuell kommen noch so Argumente wie “Ich will aber einen Porsche!”. Klingt verwöhnt, doch sie denkt an keinen neuen 911 turbo, vielmehr drehen sich die Gespräche um einen 924, höchstens einen 944.
Eben tönt ein “Ich kann mir aber so einen Audi für dich gar nicht vorstellen” aus der Küche. Benötige also gute Argumente.
Vielleicht sollte ich aber auch gar nicht mit ihr diskutieren sondern einfach mit Dir gemeinsam den Kraftwagen holen?
Vielleicht surft hier aber auch ein Besitzer eines 924 oder 944 vorbei? Wurde letzte Woche bei eBay wieder im Kampf um einen schwarzen 944 (er wohnte irgendwo im Harz, also gar nicht sooo weit weg) überboten.
Sachdienliche Hinweise also bitte an Eduard “Sandmann” Zimmerman in unserem Studio Kiel oder an Peter “Eickmann” Niedetzky im Studio Wien.
07.05.08
11:57
Sandmann
Ein fröhliches nordisches Hallo ins Studio Wien, außenamtlich München. Südlich der Elbe.
Für ein Audi Coupé benötigt man keine Argumente. Nicht, wenn man selbst einen überteuerten Mini und die weltoffene Herz-Journalistin sogar einen Ableger dieser Marke ohne Dach fährt. Also bitte.
Warum stellst du ihr nicht einen 924/944 hin und holst dir das Coupé? Dann habt ihr vier Autos, und alles ist gut. Zumal der motorisierte Zuwachs lediglich den Gegenwert von drei Leasingraten hat und dich vom übermäßigen Wurstgenuss abhält, weil du ja fahren willst. Männer brauchen kleine verrückte Träume, soll deine Liebste doch froh sein, wenn diese Träume sogar bezahlbar sind
Oder ihr zwei einigt euch statt zwei Kraftwagen mit je 4 Zylindern auf einen Kraftwagen mit 8 Zylindern. Ich hätte da einen…
Wollen mal hören, was die Gemeinde zu der Coupé-Idee sagt. Ich gebe zurück in die Sendezentrale.
Sandmann
07.05.08
14:17
holzfred
Hallo Sandmann,
hallo Schweizer…
mir fallen in letzter Zeit verstärkt so silberne oder blaue Subarus mit BS Kennzeichen auf, die so ganz komische große Vesperbretter hinten drauf genagelt haben. Wer zum Henker fährt denn die bei Euch da unten…? Ich find das immer lustig, wenn ich die A5 im Standgas im 6ten hochblubbere und von hinten diese Reiskocher an”wröööööömmmmmm”en. Ich warte dann immer drauf, dass Tinky-Winky hinterm Steuer sitzt und mit seiner Tasche wedelt…
Prolltuning hat was…. ist wie Bodybuilding für die Lachmuskeln.
Tschau (der)* Uwe
*einer von denen
07.05.08
14:20
Sandmann
Ay holzfred,
ja, wie schon beschrieben, der Sommer kommt und sie kommen aus ihren Löchern.
Ich werde es nicht verhindern können, darüber zu gegebener Zeit noch einmal was zu schreiben. Ein Tag bei McDrive oder so…
Hubraum statt Drehzahl, aber das wisst ihr ja…
Ein ohne Plastik auskommender
Sandmann
07.05.08
14:23
holzfred
Hallo Herr Eickmann,
Ein Argument gegen 944: Entweder sackteuer und guter Zustand oder günstig bei Ebay und unterm Blech verranzt. Dann, wenn schon 944, bitte nur den S (2,5l 190PS) oder den S2. Wobei der 2,5er der harmonischere und agilere 44er ist/war. Dafür aber selten. Noch ein Argument gegen; 44er mit Klimaanlage sind seeeehr selten in einem kaufenswerten Zustand zu finden… und Deutschland wird bekanntlich immer mediteraner.
Gruß Uwe*
*Trauriger ehemaliger 44er Besitzer.
07.05.08
16:21
royf
Ave Holzdfredi
Das ist nunmal so… Impreza`s MÜSSEN diesen hässlichen, an EVO`s erinnernden Heckflügel haben (obwohls an den EVO`s schon scheisse aussieht)…. weiss nicht warum, IST aber so!
Ich kotz jedesmal…
achja… nicht zu vergessen die “vergoldeten” Felgen…
08.05.08
10:42
calimero
Wie geil ist das denn hier?
Da surft man durch die blogs dieser Welt, und hier ist endlich der den ich seit Jahren suche.
Sandmann! Das sind die unterhaltsamsten und besten Geschichten und Berichte, die ich überhaupt mal auf diesen seiten lese.
Da hab ich ja noch was nachzuholen. Was für ein goldener Lichtblick in diesem Sumpf aus gelangweilten Redakteuren. Hammer.
Ich will mehr. Gibts dich auch in der gedruckten Zeitung? Muss ich nachher gleich mal nachgucken. Hast mir den Tag gerettet. Und grüße an den Eickmann, der scheint ja auch ganz cool zu sein.
Sonnige Grüße an die “Gemeinde” (klasse!) aus der Mitte der Republik
Abel
08.05.08
12:19
Sandmann
Ay calimero,
na dann willkommen hier im Blog.
*ichwerdjaganzrot*
Im Print findest du nichts von mir. Aber (und darüber freu ich mich ziemlich) auf Seite 3 ist diesmal eine Ankündigung zu diesem Bericht. Und letzte Woche immerhin zwei Überschriften meiner Geschichten, zum neugierig machen.
*hach*
Ich sehe das als einen Anfang
Sandmann
08.05.08
22:16
paradox
9 Stunden maloche, gestern. Mensch war ich fertig. Immer nur hacken, spalten, sägen. Ging an die Substanz. Hinterher haben wir ne Kiste feinstem Rolinck Pilsener während des grillens vernichtet.
GSI Tacho. Digital. Mäusekino, jetzt… Mäusekino. 102tkm. Ist aber leider nicht unser. Sondern steht nur zur Pflege hier. War innen komplett auseinander. Kumpel hat den wieder zusammengebaut. Hier und da fehlen noch ein paar Klipse. Mitte des Monats wird er abgeholt, wahrscheinlich.
Kumpel und ich haben heute die KE-Jetronic am Audi wieder montiert, mit dem Sportgolf überbrückt und nach zwei (!!!) Umdrehungen schnurrte mein 5-ender wieder! Nach nem Unfall, einem halben Jahr standzeit und dem Einzug in ein neues Auto ist das doch ne Leistung.
http://de.youtube.com/watch?v=G9OPEyubINI
10.05.08
09:50
Sandmann
Ay paradox,
dank youtube haben wir informelle Untermalung, ich bin begeistert
Was für ein unfassbares Wetter hier. Auf zum Flohmarkt in der Innenstadt, und schön frühstücken, vielleicht ein paar T-Shirts kaufen und dann am Strand rumliegen und skurrile Menschen angucken.
Savoir Vivre. Wie schrieb Remo? Cote d’Azur? – Braucht man nicht.
Sandmann
10.05.08
12:26
royf
Fahrt doch mal nach “Schönenberg”… da passiert was urschweizerisches… Eiachserrännä… zu deutsch “Einachserrennen” kennst das?
nicht dass ich selber dort wär, Paps hat sich nen Willys geholt, nun darf ich ihm Leben einhauchen… hmmm… ob das was wird?
Gruess Roy
10.05.08
19:33
Sandmann
Ay roy,
na was auch immer das ist…
Immer gern Tipps, ich bin offen für alles.
Jetzt ein kaltes Hürlimann!
Sandmann