Ay Gemeinde,
mir fehlen ein bisschen die Worte, deshalb heute Abend nur einmal kurz in der tatsächlichen Manier eines blogs…
Vor zwei Tagen begann dieses Bild, durch die Foren der Audifahrer zu geistern. Die Diskussionen gehen quer Beet und sprechen von Mitleid, drücken tiefe Trauer aus, analysieren den Zustand des Autos und stellen die Frage, wie so ein kleiner Baum den einstigen Stolz aus Neckarsulm derart zerreißen konnte. Ich bin heute Abend einfach nur tief traurig. Eine 22 Jahre junge Mutter ist bei Heidenau in diesem Auto gestorben. Ihre kleine Tochter, gerade mal zwei Jahre alt, überlebte den schrecklichen Unfall auf dem Rücksitz nahezu unverletzt. Das Schicksal schlägt jeden Tag so unbarmherzig zu und tut es immer und immer wieder. Ich denke an den Papa der kleinen, die Eltern der jungen Frau und an den Engel, der irgendwo in der Nähe gewesen sein muss.
Bevor ich mein Lichtlein nachher ausmache, werde ich noch einmal hoch gehen zu meinen beiden Mädchen und ihnen einen zärtlichen Kuss geben und sie zudecken. Ich bin noch da, und sie sind beide gesund und am Leben. Manchmal vergisst man im klamaukigen Alltag, wie wertvoll so etwas ist.
Sandmann
10.03.08
21:10
royf
Auch wenn ichs im Forum nicht so dargestellt habe… dieses flaue Gefühl im Bauch ist echt unangenehm!
10.03.08
21:39
Sandmann
Es ist was anderes, wenn du mal wieder und wieder und wieder bei “Alarm für Cobra 11″ einen V8 über eine halbschräge Rampe fliegen siehst und er dann dramatisch explodiert.
Wieder einer weniger, denkst du dann.
Aber das hier ist ein echtes Bild, das ist das Leben, da siehst du das seltene Auto, das dir ans Herz gewachsen ist, was für dich wie ein Freund seit Jahren ist, in das du Geld investierst und das dein Hobby ist…
Und liest, dass ein junger Mensch hier drin gestorben ist.
Vielleicht soll das so nicht sein, es passt nicht zu dem Spaß, den wir alle mit diesen Kisten haben.
Menschen sollten nicht in Audi V8s sterben. Das ist heute nicht mehr der Plan.
Vielleicht macht das diese persönliche Tragik aus. Ich bin ziemlich gepuzzelt gerade…
Sandmann
10.03.08
21:44
olafebner
Ich hatte bei meiner inzwischen auch knapp 22 jährigen Tochter auch schon 3x die Pflicht zu ihren Unfällen dazu kommen zu müssen.
Einmal waren wir zu ihrer Gesellenbriefübergabe verabredet und sie hatte sich schon verspätet. Ich rief sie am Handy an und eine fremde Männerstimme am anderen Ende sagte mir ich soll mich nicht aufregen; sie hätte einen Unfall gehabt. Ich raste sofort zu der Unfallstelle dem Retteungswagen, der mit Martinshorn und Blaulicht fuhr hinterher. Die Polizei wollte mich an der Unfallstelle aufhalten, aber ich rief aus dem geöffneten Fenster: “Das ist meine Tochter!” und sie ließen mich durch. Ich meinen Wagen so halb in den Graben am Straßenrand gefahren und rausgersprungen aus meinem SEC! Dann schnell die 20 Meter zu dem Wrack des Autos meiner Tochter zurückgerannt. Da lag sie auf einer Trage und ein Sanitäter mit einer Infussionsflasche über sie gebeugt. Das Herz blieb mir stehen wie schon Minuten zuvor als ich es am Handy erfuhr!
Sie hatte einem VW T5 die Vorfahrt genommen, und der fuhr ihr genau auf der Höhe des Fahrersitzes in die Seite! Der T5 hatte Gott sei Dank noch das linke Vorderrad erwischt und deshalb war der Aufprall nicht ganz so stark. Der Wagen sah aber an der Stelle, an der sie saß schon sehr schmal aus. Alsi ich zu ihr kam sagte sie; “Papa, mein Auto, mein schönes Auto!” Ich sagte dann zu ihr daß das Auto doch sch….egal sei! Sie hatte Schmerzen. Die Ärzte stabilisierten ihren Hals und luden Sie in den Rettungswagen.
Inzwischen fragte mich die Polizei noch einiges über den Wagen etc. Ich hatte dann die Möglichkeit mit den Rettungsassistenten zu sprechen und die sagten mir, daß sie zum Check ins Krankenhaus gefahren würde. Ich rief nun endlich übers Handy meine Frau an. Sie war dann auch total aufglöst und ich konnte ihr auch nichts genaueres zu den Verletzungen unserer Tochter sagen. Als der Rettungswagen dann richtung Krankenhaus abfuhr, bin ich sofort nach Hause gerast um meine Frau abzuholen und anschließend ins Krankenhaus zu fahren.
Als wir dann dort ankamen war sie gerade bei einer der zahlreichen Untersuchungen. Ich habe dann ihren jetzigen Mann verständigt, denn der wußte es auch noch nicht.
Naja, um die Sache etwas abzukürzen; CT, Röntgen usw. Stunden Später stand fest, daß sie “nur” ein Schleudertrauma hatte.
Sie mußte ein paar Tage zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, aber sonst war nicht viel passiert!
Ihr verstorbeber Opa saß als Schutzengel auf dem Beifahrersitz und hat sie beschützt!
Ich bin so dankbar, daß sie bisher nur Blech verbogen hat, aber ihr trotz der 4 Unfälle nicht viel passiert ist!
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie es ist, wenn das eigene Fleisch und Blut so daliegt!
Vor ein paar Wochen ist ein 17jähriger Cousin meines Schwiegersohnes im Fahrzeug seines Bruders als Beifahrer bei einem Unfall ums Leben gekommen. Die Schwester ist ca. 1KM vorher noch ausgestiegen………
Schrecklich………
Sehr nachdenkliche aber auch dankbare Grüße,
Olaf
10.03.08
21:48
royf
Wie Recht du hast!
In meinem Fall kommt noch eine weitere “persönliche Begebenheit” hinzu, das Alter… eigentlich ist das Alter ja egal, sollte man meinen, irgendwie aber doch nicht…
10.03.08
22:55
paradox
Schlimm. Ein so junges Leben. Dazu das arme Kind…
Habe am eigenen Leibe erfahren müssen wie schnell es vorbei sein kann. Ich bin zwar noch nichtmal mit nem blauen Auge davon gekommen. Aber in solchen Situationen wird einem bewusst wie schnell es vorbei sein kann. Ein Sache von Sekundenbruchteilen.
Schrecklich sowas.
10.03.08
23:10
holzfred
Unser lokales Kleisterblatt, welches ich jeden morgen um 5:30 aus dem Briefkasten angle, zeigt seit Januar fast jede Woche so ein Bild. Seit dem 1. Januar sind hier im näheren Umkreis 7 Menschen gestorben. Im ganze letzten Jahr waren es 10. Hauptgrund für den Tod war nicht angeschnallt und zu schnell.
Das schlimmst Ereignis war der Tod zweier Jungs, die mal eben kurz zu MacD fahren wollten. Der Fahrer hatte gerade mal 14 Tage den Führerschein und wollte das Auto des Vaters. Dieser verneinte und der Junge nahm sich einfach den Schlüssel. Er nahm noch 4 seiner Fußballkameraden mit und prallte in der Innenstadt gegen einen Van, in dem eine junge Familie auf dem Weg zum Eislaufen war. Heute sind zwei der Jungs tot. Jeder war geschockt, ich war wie gelähmt, obwohl es mich doch eigentlich nicht betroffen hat. Aber diese Sinnlosigkeit ist erschreckend. Und diese Machtlosigkeit ist bedrückend.
Mit traurigem Gruß Uwe
10.03.08
23:25
mikenf
und mir kommen dabei direkt die bilder der verunglücktem jugendlichen (5 Tote, ein Überlebender) bei mir in der gegend kurz vor weihnachten wieder vor augen.
sicher ist es sinnvoll sich zu besinnen auf das was wichtig ist, aber ehrlich gesagt, als motorradfahrer verdräng ich sowas lieber und versuch mir keine gedanken zu machen. aber das wäre als familienvater sicher auch anders …
in diesem sinne, fahrt vorsichtig
11.03.08
00:01
Sandmann
Ay Jungs,
vielleicht nicht der Zeitpunkt, zu jedem Kommentar was zu sagen. Hab da auch meine eigene Geschichte…
Als ich noch Mofa gefahren bin war ich auf dem Weg zu meinem Freund Wacki… T_Kreuzung im Wald, ich höre es nur schrecklich krachen und als ich ankam war da nur noch ein Bild des Grauens.
Ein Passat wollte auf die Hauptstraße, ist zu weit raus gefahren so dass ein anderer Wagen auf die Gegenfahrbahn ausgewichen ist. Und da einen Porsche voll frontal erwischt hat.
Der Porsche hat beim Abheben die Notrufsäule abrasiert und beim Landen beide Insassen enthauptet. Die beiden im Passat sind auf dem Dach liegend verblutet, das Blut ist aus dem Auto auf die Straße gelaufen.
In dem anderen Auto hat einer von zweien überlebt.
Ich erinnere mich an viele hektische Leute, schreiende sterbende Menschen und ich mitten drin, gerade mal 17 oder so, zum nächsten Haus mit der Mofa fahrend und Hilfe rufend. Zwei Hubschrauber. 5 Tote. Ich träum noch immer davon. Regelmäßig.
Furchtbar…
Sandmann
11.03.08
08:41
ralfk
Hallo zusammen,
ich finde es auch immer wieder bedrückend von solchen Ereignissen lesen zu müssen.
Das einzig Positive was ich für mich immer daraus ziehe, ist die Tatsache, sich mal wieder klar zu machen, was die wirklich wichtigen Punkte im Leben sind.
Wie nebensächlich und albern doch eine nicht funktionierende Top-Anwendung oder der Stress mit dem Mitarbeiter sein kann.
Ich mache heute mal wieder früher Schluss und spiele mit meinen Töchtern. Keiner weiss wie lange das noch geht.
Viele Grüße
Ralf
11.03.08
10:38
hamburgerdeern
Moin,
es trifft jedes Mal wieder tief, wenn man von solchen Unfällen hört oder liest. Hinter jedem Opfer steht eine Familie, gibt es Freunde und Kollegen, die versuchen müssen, ihrem Leben wieder eine gewisse Realität zu verleihen.
Oft empfinden wir es als absolutes Ärgernis, auf der Fahrt in den Urlaub im Stau zu stehen, ohne zu bedenken, dass für manche die schönste Zeit des Jahres hier schon zu Ende sein könnte.
Wie klein und nichtig sind plötzlich sie eigenen Belange , fährt man an der Unfallstelle vorbei, nur eine leise Vorstellung dessen, was sich hier Schreckliches ereignet haben muss. Ich hoffe dann immer inständig, dass alle Beteiligten glimpflich davon gekommen sein mögen …. und… was macht da schon das Warten im Stau!
Freunde von mir arbeiten bei der Feuerwehr und ich frage mich sehr oft, wie sie die schrecklichen Bilder verarbeiten. Sie sagen, dass man während des Einsatzes nur noch funktioniert, mit der Zeit auch ein wenig “abstumpft”. Manchmal sitzen sie hinterher noch lange zusammen, um das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten … manche Dinge vergisst man nie.
Auf den Fahrten zum Unfallort wird oft miteinander gescherzt, vom vergangenem Wochenende erzählt oder es werden schon Pläne für gemeinsame Vorhaben geschmiedet. Was ausnahmslos allen gemein war: wenn über Funk die Meldung kommt, dass sich Kinder unter den Opfern befinden, sich eine fast fühlbare Anspannung ,eingetaucht in absoluter Stille über die ganze Besatzung legt.
Es könnte das eigene Kind sein.
Es gibt kein Auto der Welt, welches völlig sicher für deren Insassen ist…. von den ganzen Zweirädern will ich man gar nich erst anfangen. Wir leben unser Leben, schmücken es mit viel Spaß, Zufriedenheit und Glück…. und dafür riskieren wir jeden Tag ein wenig … mehr oder weniger.
Allzeit gute Fahrt!
Tine
11.03.08
11:24
holzfred
Ein Lehrer von mir hat mal gesagt:
Jungs, ihr lebt, wenn alles gut geht, so zwischen 46 und wenns hoch kommt 56 Millionen Minuten. Wenn ihr wegen Eurer verdammten Heizerei jetzt 2 Minuten früher zur Mutti kommt… Merkt ihr was?
Das hat sich ganz tief bei mir reingebrannt und ich bin froh darüber, wenn mein Sohnemann sagt: “Papa, warum fährst Du eigentlich nicht schneller?”
Schade um jeden, der zu früh gehen muß.
Gruß Uwe
11.03.08
12:54
Sandmann
Ay ihr alle zusammen,
fein, wenn ich ein wenig Nachdenklichkeit säen konnte.
Seit vielen Jahren fahre ich schon nicht mehr agressiv Auto, lasse vorbei, lasse überholen (in letzter Zeit lasse ich sogar einen Smart vorbei, wenn ich es nicht eilig habe) und kommt trotz 300PS entspannt und gelassen an. Vielleicht ein paar Minuten später, aber mit dem guten Gefühl, weder die anderen gefährdet noch ihnen durch Drängelei auf die Nerven gegangen zu sein.
Autofahren ist für mich, gerade auf langen Strecken, pure Entspannung. Ich muss sagen, ich freu mich auf den “kleinen” K70, da wird das Fahren noch wesentlich puristischer sein.
Wir können wohl das so genannte Lebensrisiko nicht ausschließen, aber bewusster mit der Zeit umgehen, die uns geschenkt wird. Und unseren Kindern.
Wenn ich einmal bedenke, an wie vielen Momenten man beispielsweise im Auto kurz abgelenkt ist, weil man (dann doch mal) eine sms schreibt oder sich nach hinten zu den Kindern umdreht oder einfach dösig ist… da ist es ja fast ein Wunder, dass einem nicht viel mehr passiert. Oder?
Letzte Woche nach dem Schwimmen, Auto randvoll mit Kindern, hab ich EIN mal keinen Schulterblick beim schnellen Einfädeln in die Stadtumgehung gemacht und fast einen Polo von der Straße geschossen, der zum Glück heftig hupend gebremst hat. Adrenalin für drei Wochen, umfangreiche optische Entschuldigungen und wieder einmal kalibriert auf diese kleinen Momente…
Schwere Zeiten für Schutzengel
Sandmann
11.03.08
19:42
avantimer
Geschätzter Sandmann
Du sagtest “Schwere Zeiten für Schutzengel” und da ist es nur fair, die mal hochleben zu lassen, oder?!
Es gibt meines Wissens nach nur einen Song, der ist im tiefsten Wiener Idiom verfasst! Spricht das Dein Chef eigentlich noch, der klingt ja schon ganz nach echtem Hanseaten!
Egal,
Kurt Ostbahn, die Wiener Kultfigur singt “57 Engeln”
http://www.ostbahn.at/ohjo/songtexte_nur.html in Wort und Bild
Nix sagen, nur lauschen, ich hoffe, Ihr könnt es verstehn…
Eine Ode an die Schutzengel!
11.03.08
19:57
Sandmann
Vielen Dank, avantimer…
Ich kann eigentlich diesen Dialekten wenig nabgewinnen, dem Plattdüütschen oder dem Sächsischen genau wie allen anderen,aber das wienerische genießt – zumal in diesem Zusammenhang – Absolution.
Sehr schön.
Schlaft alle schön
Sandmann
11.03.08
21:52
Nikolaus Eickmann
Na da werden ja sehr interessante Kontakte geknüpft, muss da mal selber in die Blogwelt tauchen. Sandmann, Kieler Original und norddeutsch wie eine Regenwolke, kommuniziert hier mit Herrn avantimer. Sorry, will hier echt keine Insiderveranstaltung per Kommentarfunktion starten, bin auch gleich wieder raus.
Aber glaubt mir, Jungs: Ich lese fast alle Beiträge mit und kann über den Kulturunterschied echt Schmunzeln.
Herr avantimer, jetzt mal für alle Gäste, ist mir seit gefühlt 12,75 Jahren bekannt und ein Ur-Wiener. Hat eine wunderbare Frau und ein ebensolches Kind, aber eigentlich passt beides nicht hier ins Blog. Egal. Live würdet Ihr Euch ohne fremder Hilfe nie verstehen. Doch ich kann ja jederzeit simultan übersetzen.
Viel Spaß noch hier!
Gruß,
Nikolaus
11.03.08
22:42
Sandmann
Allerbester Chef,
vielleicht sind es die Thematiken, die mal den einen oder anderen unerwarteten Gast hinter dem Ofen hervorlocken. So ja auch kaphoon, meinen Bruder. Tz, sowas.
Das mit der Regenwolke muss ich mir allerdings noch einmal durch den Kopf gehen lassen, immerhin komm ich aus Uelzen und das ist gar nicht SO weit im Norden…
Ich beende mit diesem Kommentar einen absoluten Scheißtag, man möge mir das Wort verzeihen, aber heute hing mehr schief als ich ertragen kann und ich krabbel machtlos und resignierend in mein Bettchen.
Wenn einer von avantimers 57 Schutzengeln vielleicht noch auf einen Portwein zu mir kommen möchte, ihr wisst ja wo ich schlafe. Die haben bestimmt auch google earth.
Gute Nacht ihr da draußen, der egoistische Selbstdarsteller wünscht euch schöne Träume
Sandmann
12.03.08
15:24
Uwe Godau
Amen,
mehr kann ich aus dem tiefen Westen dazu auch nicht mehr sagen.
Ausser noch, dass das immer die Momente sind in denen man über seine, meist nichtigen, Probleme einfach mal nachdenken sollte.
Gesundheit ist ein kostbares Gut.
Gruß
DER UWE
12.03.08
19:10
Sandmann
N’Abend DER Uwe,
das meiste, was wir als Probleme bezeichnen, sind schlicht neue Aufgaben. Und davon sind die allermeisten lösbar und irgendwie vom Geld abhängig. Sehr profan.
Irgendwie laufe ich derzeit aufmerksamer durch meine Welt…
Sandmann
12.03.08
19:42
astraeco
unfälle, davon hab ich die nase voll…
mitte 05/05 > geländewagen nimmt mir die vorfahrt > frontalunfall bei 40km/h > astra schrott vorne
anfang 01/07 > polo nimmt mir die vorfahrt und steht quer vor mir (warum auch immer die dame angehalten hat) ungebremst den vorderwagen des polo “rausgerissen” > astra wieder schrott vorne
beide unfälle trotz gut 40k/h immer nur mit leichten verletzungen (zerrungen im nacken und den beinen)
den unfallgegnern is auch nie was passiert und meinen insassen auch ned…
ich sprech von glück und bin froh über den astra, 2x totalschaden und wieder aufgebaut
@sandmann: solche bilder seh ich fast täglich, mich härtet es langsam doch ab, bei 50tkm in 6monaten auch kein wudner
LG Chris aus MD
12.03.08
20:06
herzaerztin
..kleine Anmerkung aus einer anderen Sicht..
Ich habe die letzten 11 Jahre als Notärztin unzählige schwere Verkehrsunfälle versorgen müssen. Ich bekomme jetzt noch Herzklopfen, wenn ich an diese Rettungseinsätze denke. Nichts ist schlmmer, als in ein Auto reinzukriechen und einen 20 jährigen komplett zusammnegefaltet im Fussraum seines Golfes tot zu finden und es dann den Eltern beizubringen. Einmal musste ich in ein völlig zerstörtes Lastwagenführerhaus klettern und den Fahrer irgendwie am Leben erhalten. Am schlimmsten war es, die Angehörigen am Unfallort irgendwie zu beruhigen, die verzweifelten Schreie… die vergesse ich nie. Auch nicht den Geruch eines Unfalls: Bremsflüssigkeit, Gras, Metall, Baumrinde und Blut. Ich weiss nicht, wieviele Motorradfahrer ich zusammengeflickt habe…
Aber was glaubt Ihr, was das schlimmste für mich war? Na? Ihr werdet es nicht glauben: von 100 Unfallopfern haben sich ca 3 bei mir später bedankt!!!!!!! Also ihr lieben, falls ihr mal in eine entsprechende Situation kommt, vergesst bitte nicht, Euch bei den Jungs von der Feuerwehr, den Sanitätern und den Notärzten zu bedanken…
Mir hätte das damals sehr viel bedeutet…
In diesem Sinne, Eure Monalisa
12.03.08
22:37
michi
Hallihallo liebe Frau Doktor.
Das ist der Beitrag, auf den ich gewartet habe. Unfälle passieren, man kann durch intelligente Lösungen viel schlimmes verhindern / mildern, aber sie passieren. Was aber jeder kostenlos kann, ist sich anständig zu verhalten. Z.B. sich mindestens bei seinem Lebensretter zu melden und sich zu bedanken.
Offenbar wird aber auch sowas als selbstverständliche Dienstleistung angesehen, die mit Begleichung der Rechnung abgegolten ist.
3% ist eine extrem magere Quote… Sie zeigt aber in letzter Konsequenz eine üble gesellschaftliche Tendenz auf…
Es muss ja nicht immer einen so tragischen Hintergrund haben wie von Dir, liebe MonaLisa, beschrieben… Man kann auch bei anderen Gelegenheiten einfach mal danke sagen. Darob wird bestimmt niemand böse!
Der Michl.
(der sich im übrigen uuuuunglaublich auf die K70-Stories freut und sich hiermit beim V8-Barden für seine alleweil farbigen Parabeln auch gerne mal bedankt… )
13.03.08
21:28
herzaerztin
Hallöli lieber Michi…
Bezüglich der K70-Stories gibt es eine kleine Differenz zwischen dem Sandmann und mir:
man muss annehmen, dass der K70, mit dem der Sandmann und ich im 70ger Jahre Outfit auf Tour gehen werden, wahrscheinlich keine Kopfstützen haben wird.
Und ich bin nicht bereit, in ein Auto ohne Kopfstützen zu steigen. Nun ist guter Rat teuer…
Entweder irgendjemand baut professionell Kopfstützen in dieses Auto, oder ich komme nicht mit.
Die Sandmann-ich-schnall-Dir-da-mal-irgendwie-Kopfstützen-an-Deinen-Sitz-ran-dum-di-dum-trallala ist für mich nicht akzeptabel,oder?
Ich befürchte, er kommt mit nem Watte gefüllten Schuhkarton, den er mit Klebeband und Klaviertragegurten an meinem Sitz befestigt oder so was ähnliches…
So wie er sich für die K70-Tour künstliche Kotteletten ankleben will (brrrr)
Legt mal ein gutes Wort für mich ein…
Monalisa
13.03.08
21:45
ralfk
Hallo,
haben diese Helme, die in der Formel 1 benutzt werden nicht entsprechende “Kopfumknicksicherungen”.
Das wäre doch ne Alternative.
Obwohl, für einen dieser Helme kann man wahrscheinlich nahezu den Restbestand der K70 aufkaufen.
Andererseits ne Dachlatte auf der Wirbelsäule ausrichten, mit ordentlich Tesakrepp am Bauch fixieren und am oberen Ende wiederum mit Tesakrepp an der Stirn befestigen und die Kopfstützen sind obsulet. Aber bitte nur als Beifahrer. Schulterblick dürfte schwierig werden (macht eh keiner mehr, mache da als auch Radfahrer nahezu täglich meine Erfahrungen)
Viele Grüße
Ralf
13.03.08
22:42
Sandmann
Also nee, also moment mal…
Hier mischt mich grad jemand auf meiner Plattform auf, der / die mir eigentlich SEHR am Herzen liegt und die davon ausgehen kann, dass hier nicht sicherheitsrelevante Aspekte außer 8 lassen werde… :-O
Eigentlich Off-Topic für diesen Blog, aber aus gegebenem Anlass:
WENN es der K70 sein soll, den ich im Auge habe, dann sind die Kopfstützen nur rausgenommen. Also kann man die auch wieder reinstecken.
Mona Lisa, hier wird nix angeklebt. Entweder bekommt das Retromobil ECHTE Sitze mit Kopfstützen oder ich lasse es. Ein gebrochenes Genick kann weder ich selbst mir leisten noch möchte ich es an der Frau erleben, die ich ganz doll lieb habe.
Eigentlich an niemandem.
Ralf, du Nase… du ließest mich schmunzeln… aber weiterer Klamauk bitte im K70-Blog, hier schwebt einfach ein zu trauriges Bild über allem und ich bin das noch lange nicht los, weil da diese vier Ringe an einer Haube kleben, die mir vertraut ist.
Sandmann
13.03.08
22:52
michi
Hallo alle miteinander.
Wollte grade eigentlich was anderes schreiben, aber der Sandmann’sche Beitrag kam grade als ich mich angemeldet hab rein.
Hast recht, das dürfte hier nicht der richtige Rahmen für launigen Klamauk sein.
Schreib doch bitte bald mal wieder was erfreulicheres…
Grüsse,
der Holzmichl
P.S. Falls Dir die Ideen ausgehen, drück ich hier auf den D2-Notaus-Knopf…
13.03.08
23:01
Sandmann
Ja mein allerbester Michi,
der A8 läuft und läuft…
Aber gedulde dich noch ein wenig, kommende Woche geht es weiter.
Jetzt aber erst einmal Urlaub vom Alltag und dem Kummer und den schlechten Nachrichten…
Und wenn es nur drei Tage sind.
Sandmann
14.03.08
08:14
holzfred
Hola,
obwohl ja alles gesagt wäre, meiner bescheidenen Meinung nach: In Pforzheim haben seit dem 1.1. 7 Menschen ihr Leben verloren. Hauptgrund: Nicht angeschnallt. Alter der Opfer 16 – 67. Also quer durch alle Altergruppen. Nachweislich wären 4 noch am Leben, wenn sie angeschnallt gewesen wären… Wahnsinn.
Im ganzen letzten Jahr sind übrigens 10 Menschen hier im Verkehr gestorben. Irgendwie wird die Welt verrückt.
Angeschnallte Grüße
Uwe
14.03.08
08:30
Sandmann
Guten Morgen Holzfred,
es scheint irgendwie cool zu sein, sich nicht anzuschnallen. Genau wie die neue Marotte, einfach nicht mehr zu blinken, sei es aus Faulheit oder was weiß ich…
Nicht zu fassen.
Das werd ich hier auch noch einmal eingehend hinterfragen…
Aber jetzt ist erstmal ZÜRI-Freitag…
Einen schönen solchen euch allen
Sandmann
14.03.08
19:02
olafebner
Hier nochmals zum Unfall meiner Tochter damals ein Link zu den Bildern ihres Autos:
http://www.arcor.de/palb/album_popup.jsp?albumID=3362239&pos=1&firstVisit=1&interval=0&noInfos=0&stop=0
War gottseidank nur das Auto defekt; Nadine hat¬¥s überlebt.
Liebe Grüße, Olaf
15.03.08
07:55
Sandmann
*AUUUTSCH*
Hat deine Tochter damals der A-Säule einen Kuss gegeben und ihr einen Schrein gebaut…?
So wie es aussieht war die ganz maßgeblich den der Rettung ihres Lebens beteiligt. Mannmann.
Sandmann