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Outbreak im Outback

Dienstag, 12. Februar 2008 um 07:57 Uhr

Rinspeed Squba

Silver Springs ist ein merkwürdiges Nest. Alle zehn Meter ein Frittenschuppen. Police-Officer, die ständig Donuts essen und eine seltsame Epidemie, die aus den Sümpfen kommt: Ein Virus hat unseren Kameramann Jörg dahingerafft. Ein Virus, der sämtliche Gelenke befällt. Hände, Arme und Knie sind unbeweglich und wie Rote Luftballons angeschwollen. Mitten drin der Rinspeed Squba, das erste Auto-U-Boot der Welt. Ich komme wir vor in einem US-Thriller.

Wir schreiben Tag sechs in Florida. Nachdem Frühstück haben wir den letzten Flug mit unserer Foto-Drone über die Location von Frank Rinderknecht gemacht. Rinspeed Squba

Jetzt ist Aufbruch angesagt. Aufbruch zu dem kleinen See, wo Rinspeeds U-Boot-Elise zu ersten Mal tauchen soll. Die Autovermietung Thrusty hat unseren Chrysler Minivan mit den vielen Elektronikmacken gegen einen fast baugleichen Dodge ausgetauscht.

Die Karre hat keinen LCD-Screen und keinen Bordcomputer und scheint deutlich weniger System-Abstürze zu haben. Immerhin schon 800 Meilen ohne liegen bleiben. Was mich wundert: Auch am Dodge-Heck prangt ein Riesensticker: Flexfueler E85. Nur: Eine Bioethanoltankstelle konnte ich bisher nirgendwo in Amerika entdecken.Rinspeed Squba

Der Prototyp von Frank Rinderknecht wird erstmals zu Wasser gelassen. Und so viel kann ich verraten.

Das Ding taucht wirklich spektakulär bis in 10 Meter Tiefe. Auf der Straße zieht der Roadster mit dem starken Elektromotor subjektiv besser als jeder Boxster. Wie genau sich das Fahren und Tauchen anfühlt, steht am kommenden Freitag exklusiv in Auto Bild. Rinspeed Squba

Das Ding hat mich dermaßen begeistert, dass ich ganz ehrlich sagen muss: Weg mit den lahmen Hybrid-Gurken, her mit den saustarken Elektrosportwagen. Wenn Autos wie der Squba unsere Zukunft sind, dann müssen die Biofuel24-Jungs und ich noch mal ganz ernsthaft über eine Solartankstelle nachdenken. 50 Power PS.jpg

Und nicht nur deshalb: Aus Ingenieurskreisen erzählt man uns von einem Mini mit 4 Elektroradnaben-Motoren zu je 150 PS. Also mit insgesamt 600 PS. Auf einer Probefahrt soll ein Schauspieler (Name bekannt) das übermotorisierte Ding zerbombt haben.

Rinspeed SqubaKameramann Jörg ist mittlerweile außer Lebensgefahr und hängt in einem Mainzer Krankenhaus am Tropf – gute Besserung an dieser Stelle von uns allen! Jörg Henss

5 Kommentare zu “Outbreak im Outback”


  1. Sandmann schrieb am 12. Februar 2008 um 09:32

    Ich fühl mich wie in einem Vietnam-Schocker… mit James-Bond Einlagen…

    Komm heil zurück, mann, und lass was hören von da unten…

    Sandmann

  2. Oliver Lauter schrieb am 12. Februar 2008 um 09:44

    Hey Sandmann, vielen Dank für Deine Anteilnahme. Irre Geschichte, oder? Wenn meine Kids das in der Schule erzählen glaubt den immer keiner. Und sie bekommen einen Tadel, weil sie nicht so flunkern sollen: “Tankstelle, ohne Benzin. U-Boot-Auto, Sümpfe, Fotodrone, Killerviren. So´n Quatsch. Setzen. Sechs!”

  3. dyke schrieb am 15. Februar 2008 um 22:27

    4 Radnaben-Motoren mit je 150 PS?
    Dürften, weil Stand der Technik, die üblichen Aussenläufer sein. Aber mit jeweils 150 PS? Die Akkus möchte ich sehen, die das leisten können…und die Motoren auch.
    Märchen aus Ingenieurskreisen?

    Gruß, Dyke

  4. Oliver Lauter schrieb am 16. Februar 2008 um 09:15

    Hört sich nach Münchhausen an, oder? Dabei ist die Quelle, ein Hannoveraner Zulieferer sehr zuverlässig. Ich bin gespannt. Ganz abwägig klingt die Geschichte aber doch nicht. In der aktuellen Auto Bild hat Autor Köbler den Elektro-Teslar Probe gefahren. 0-100 in nur 4,2 Sekunden. Auch der Teslar ist kaum größer als ein Mini. Die Mini-Entwicklungs-Truppe will uns den Wagen Mitte des Jahres zum Probe fahren geben. Dann wissen wir, was mit dem Auto wirklich los ist…

  5. dyke schrieb am 18. Februar 2008 um 16:02

    Tag Oliver,

    ja, kommt mir etwas +sehr* utopisch vor…
    Der Tesla hat 185kw, bei dem Mini wären es dann aber 4 x 110 = 440 kw.
    Und um mal einen Eindruck zu bekommen, wie so ein Radnabenmotor aussieht, welche Dimensionen der hat und was er leistet, kann man mal bei dem alteingesessenen (Modell)Motorenbauer Plettenberg vorbei gucken:
    http://www.plettenberg-motoren.com/german/motoren/aussen/Predator37/motor.htm
    Dieses Teil, eigentlich für Modellflugzeuge gedacht, mit knapp zwei Kilo Gewicht und ca. 100 mm Durchmesser bringt 15 kw.
    Und die Firma baut nicht erst seit gestern E-Motoren…die Mini-Motoren müssten also die 7-fache Leistung bringen und dürften erheblich größer und schwerer ausfallen – und das bringt dann auch gleich enorme ungefederte Massen.
    Nee, wie gesagt: Ich halte das für einen Fake oder zumindest maßlose Übertreibung.

    Ich bin gespannt, ob ihr diesen Über-Mini wirklich in die Finger bekommt. :-)



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