Geschrieben am 24.01.2008 von .

Der Berg dröhnt

ShakedownSubaruPetterSolbergLautes Röhren hallt durch mehrere Täler. Die Bewohner des Alpen-Dörfchens Vernoux en Vivarais werden an diesem Morgen unsanft geweckt. Die Monte ist da! Und mit ihr der Rallye-Lärm und die Autokolonnen der Zuschauer, die Parkplätze suchen, um¬†sich dann zu Fuß auf den Weg an die 5,03 Kilometer lange Test-Strecke zu machen. Dort können die Teams¬†zwischen acht und zehn Uhr in der Früh bei den Erprobungsfahrten, dem¬†Shakedown, beobachtet¬†werden. Die¬†Fahrer¬†wirken noch entspannt. Es geht¬†ja auch um nichts. Die ersten Prüfungen gibt es¬†erst am Abend und Petter Solberg vom Subaru World Rallye Team strahlt mit der Januar-Sonne um die Wette und gibt gut gelaunt einige Interviews, während hinter ihm die Mechaniker an den Impreza schrauben.

ShakedownSubaruMechanikerSie lassen sich nicht anmerken, dass das gute Wetter eigentlich gar nicht passt. Denn weil man nicht über die schnellsten Renner verfügt, hoffte man auf Eis und Schnee, was die Fehlerwahrscheinlichkeit bei den Teams erhöht, die fixer unterwegs sein können,¬†und das Taktieren leichter macht. Die zwei Grad Celsius sorgen nun für gemischte Gefühle.

ShakedownSubarAuf der einen Seite ist man mit ganzem Rallye-Herzen dabei und werkelt akribisch an jedem WRC2007, der mit lauten Geknatter auf den Service-Platz fährt, verbessert was noch zu verbessern geht. Doch andererseits ist allen klar, dass es zum Saisonstart wohl für vordere Plätze nicht reichen wird. Zu groß ist der technische Vorsprung¬† der neuen C4- und Focus-Varianten und zu schwer wiegen die Enttäuschungen der jüngsten Rallye-Vergangenheit, die man¬†Ende April vergessen lassen will, denn dann debütiert der WRC2008 in Jordanien.

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