Liebe Freunde des Individualverkehrs,
ich muss gestehen, ich habe mich verliebt. In erster Linie natürlich in meine Frau, zusätzlich aber auch in eine Feinstaub-Messstation. Sie steht in Zartau, Sachsen-Anhalt, und trägt die Bezeichnung DEST089. Was für ein herrlicher Name für so eine Anlage! Ich denke an Destiny, das Schicksal, und male mir aus, was dem Namensgeber im Jahr 1989 wohl zugestoßen ist. War er damals auch verliebt? Oder frisch getrennt? Oder hat er gar an den Fall der Mauer gedacht?
Aber zur Sache: DEST089 ist mir aufgefallen, als ich mir zuletzt auf der Site des Umweltbundesamtes die Feinstaub-Messwerte der Republik angeschaut habe. Wer da die Daten für 2007 anklickt, wird ein sonderbares Phänomen bemerken: Der Feinstaub ist weg!
Es ist so: Höchstens 35 Tage im Jahr darf an einer Station der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft überschritten werden, sonst muss die Stadt oder Kommune einschreiten. 2006 kam das noch an 99 Stationen vor. Und im vergangen Jahr? Da schlugen (die ersten Korrekturen der Mess-Experten eingerechnet) gerade mal 24 Stationen Feinstaub-Alarm ¬? ein Rückgang um 76 Prozent!
DEST089 und ihre Kollegen hatten also keinen Grund zum Klagen, und als Autofahrer fragt man sich: Wenn es offenbar gar kein Feinstaub-Problem mehr gibt ¬? darf der Staat dann überhaupt Umweltzonen einrichten? Sind Fahrverbote, die Hunderttausende von Autobesitzern praktisch enteignen, dann noch legitim?
Die Umweltämter argumentieren, dass die hohe Luftqualität am günstigen Wetter gelegen habe und in diesem Jahr alles schon wieder ganz anders aussehen könne. Aber ist es nicht schon auffällig, dass das Wetter offenbar viel größeren Einfluss auf die Feinstaub-Belastung hat als der Autoverkehr?
Mich würde mal interessieren, was die Autofahrer in Berlin, Hannover und Köln für Erfahrungen gemacht haben mit ihren niegelnagelneuen Umweltzonen. Vielleicht können wir das hier mal zusammentragen.
Ach ja, ich habe noch eine ernüchternde Erkenntnis gewonnen. Offenbar werden die Namen der Messstationen immer nach einem festen Muster vergeben: DE für Deutschland, dann zwei Buchstaben für das Bundesland, dann zwei Ziffern für die Stationsnummer. So gesehen ist DEST089 wohl ganz automatisch zu ihrem schönen Namen gekommen. Aber vielleicht ist ja gerade das Schicksal. Also Destiny…
17.02.08
23:07
fittipaldi
Als Feinstaubplakette tituliert – in Wahrheit Stickoxidplakette gemeint ! Das nenne ich Arglistige Täuschung ! Die Feinstaubplakette ist versendbar, ohne Prüfung/Sichtprüfung der Vollständigkeit des Kfzs.
Das Fahrzeug entspricht nur theoretisch laut Aktenlage bzw. Zulassungsschein, also in der Praxis unüberprüft den Bedingungen.
(Immer wieder gibt es Kfz´s deren KAT zur Leistungssteigerung in Wahrheit ausgebaut ist. Welcher Polizist/Ordnungsamtsmitarbeiter legt sich zur Kontrolle drunter ?)
Eine Irreführung der öffentlichen Meinung, liebe Landes-und Bundespolitiker, insbesondere der Linken.
Wieder der vormundschaftliche Staat ?
Mal Rolf Henrich lesen und nachdenken !
Jetzt sind laut Zeitung nunmehr die Nano-Partikel angeblich viel gefährlicher !
Wann kommt nun die Nano-Plakette ? Seid doch ehrlich zu Euren Wählern !
Unsere Berliner Politiker wollen anscheinend etwas aussitzen und produzieren dabei nur Rechtsunsicherheit und Politikverdrossenheit ! Ich würde mich beim Berliner Senat schämen für diesen Unsinn. Andere Städte in Europa haben viel gerechtere Systeme gefunden.
Wer keine Feinstaub-Plakette bekommt, darf in der Berliner Innenstadt nicht parken, trotz bezahlter Parkvignette mit eigentlich beträchtlicher Restdauer von einem halben Jahr. Das ist meine Erfahrung. Soll man sich mit dem Trailer oder mit dem Lasthubschrauber auf den Parkplatz im Hundekopf setzen lassen ? Und wieso sind Motorräder, einschließlich Zweitakt-Motorräder ausgenommen ?
Wird ein Fahrzeug durch 2 Räder mehr plötzlich umweltschädlicher ?
Und Pkw-Zweitakter sind nicht nachrüstbar. Es gibt keinen G-KAT ! Und der U-KAT wird nicht anerkannt, trotz früherer Bejubelung.
Bei der Linken scheint man es neuerdings wieder auf kleine selbständige Existenzen abgesehen zu haben. Vorbei die Zeit der Schonung. Was tun für den unteren Mittelstand ?
Helmuth Markovs alte Thesen aus PDS-Zeiten scheinen vergessen.
Arme Linke !