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Prolog: Ich mag keine komplizierte, anfällige Elektronik.
Ay liebe Blog-Gemeinde,
ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende. Noch verschiedene Highlights im Kopf aufarbeitend brause ich über die A7 runter mit dem festen Vorsatz, endlich einmal pünktlich und ohne Stau in Hamburg zu sein… “16.00 Uhr” dreht es sich durch meinen Kopf, während ich, noch gut im (mit der heißen Nadel gestrickten) Zeitplan, zügig voran gleite. Drei CDs mit 300 Titeln 80er Jahre Musik im Wechsler orgeln den Synthipop einer vergangenen Epoche, mir ist deutlich mehr nach MeatLoaf. Dafür muss die Weihnachts-CD im Radioschacht raus und die Scheibe aus dem Handschuhfach rein. Nichts leichter als das, mag man meinen. Aber nein. Mit dem Drücken des Eject-Knopfes fängt der ganze Spaß ja erst an…
Seit einem Jahr nun gibt es Biofuel24. Zeit für ein Fazit. Pflanzenöl und Gas und Bioethanol laufen prächtig. Schon jeder zehnte in unserem kleinen Ort Bodenwerder tankt Biosprit. Eigentlich könnten wir ganz zufrieden sein. Sind wir aber nicht. Was bislang an Bioethanol-Steuergeräten auf dem Markt ist, erfüllt bei weitem nicht unsere Ansprüche. Die Geräte sind zu lahm, zu wenig flexibel, bei Eiseskälte muss oft der Benzinanteil erhöht werden, damit das Auto vernünftig anspringt. Jetzt reichts uns: Wir bauen unser eigenes Steuergerät. zum Beitrag »
All überall auf den Tannenspitzen…
Na ja, da blitzen keine goldenen Lichter, aber gestern und heute hat sich hier im hohen Norden ein dicker zäher Nebel klammheimlich und recht romantisch auf die laublosen Bäume gelegt und vermittelt jetzt zumindest den vorsichtigen Hauch einer weißen Weihnacht. Die Innenstadt platzt aus allen Nähten, und während ein pöbelnder, drängelnder und konsumgeiler Mob den Einzelhandel in den Wahnsinn treibt, scheuch ich mit meinen Kindern auf der Suche nach ein wenig Familie fern der Shopping-Meilen unseren Bordercollie quer durch die weiße Winterwunderwelt ganz in der Nähe des Nordpols und komme an einem großen Schild vorbei, das vielleicht einst der Weihnachtsmann geschrieben hat…?
Ay Blog-Gemeinde.
Lassen wir einmal das CO2 und die Klimakatastrophe weg, vergessen wir für einen Moment die Diskrepanzen bezüglich subventioniertem Flugbenzin und Heizöl und widmen wir uns als Fahrer eines geächteten, großvolumigen, achtzylindrigen und umweltverschmutzenden alten Großserienfahrzeugs den gloreichen Vorzügen des Pendelfliegens. So sie denn zu finden sind. Und praktizieren wir gelebte Urbanität am konkreten Beispiel eines Heimfluges von Zürich nach Hamburg, an einem frühen, kalten und verregneten Montag Morgen, mit einem Billigflieger und einem traurigen Herzen… Himmel, es weihnachtet. Vielleicht wird dieser Bericht ein wenig subjektiv…
Geschafft! Nach zehn Wochen und 32.000 Kilometern rollen wir durch Bangkok. Unser VW Caddy EcoFuel hat in den letzten Wochen Staub geschluckt, ist über Geröllstrecken geklettert und durch tiefe Flüsse gewatet. Doch er hat alles wie ein braves Muli ohne Murren überstanden und uns wohlbehalten nach Thailand gebracht. Und das auch noch viel umweltfreundlicher als mit einem vergleichbaren Benzinmotor: 1,3 Tonnen CO2 haben wir mit dem Erdgas-Caddy auf der Tour insgesamt eingespart. zum Beitrag »
Soll noch mal jemand sagen, surfen im Netz bringe nichts. Uns hat ein Blick auf carscoop.blogspot.com diesen ersten Schuss des neuen Land Rover beschert. LRX heißt die Studie, die auf der kommenden Detroit Motor Show (18. bis 27. Januar 2008) von den Briten offiziell präsentiert wird. Blogger aller Länder, genießt diesen sehr exklusiven Vorab-Blick. Was sehen wir von oben? Ein riesiges Panoramadach, jawohl. Von der Seite zeichnet sich der dreitürige Allradler durch extrem schmale Fenster aus, wissen Landy-Fans seit ersten schemenhaften Zeichnungen, die im Netz kursieren. Wir sehen also eine Art Cross-Coupé-Chopster. Mit Größe, Länge und Preis soll der LRX als Premium-Einsteigermodell unter dem Freelander rangieren, wenn er voraussichtlich 2011 auf den Markt kommt. Land Rover demonstriert an der Studie diverse Spartechniken für einen Geländewagen von morgen. Dazu bei Gelegenheit mehr.
Oder fast alles… Ay Gemeinde.
Es begab sich aber zu der Zeit, da mein Audi V8 nicht mehr so fahren wollte, wie ich es von ihm kannte. Man erinnert sich vielleicht. Heute ist der Zeitpunkt gekommen, da ich Onkel Tom’s V8-Retter-Hütte aufsuche, um mit brachialer Gewalt die tiefen Schächte im Herzen des Alublocks ein Kompressionsmessgerät reinrammen zu lassen, um so Aufschluss über ein vielleicht kariöses Ventil zu bekommen. Denn – Ventil zerbrochen: Keine Kompression. Oder zumindest sehr viel weniger als auf den benachbarten und befreundeten 7 Zylindern. Die Zündung hatte ich ja (eigentlich) ausgeschlossen. Ich bezeichne diesen Abend einmal aus dem Bauch heraus als zwei recht aufgekratzte Stunden in meinem Leben…
Adventliches ay liebe Blog Gemeinde.
Es mag sein, dass es professionelle Autoimporteure gibt, die jetzt vorweihnachtlich milde schmunzeln werden. Es mag auch sein, dass ich mir so einiges hätte leichter machen können. Aber einmal ist immer das erste mal, und ich habe heute auf jeden Fall etwas gelernt. Zwischen Zollangst und Termindruck habe ich gut 1200 Kilometer lang Zeit, mich mit meinem neuen Winterauto zu beschäftigen, mich an 300PS auf 9,5qm zu gewöhnen und mit Lisa, meinem Navi, zu kämpfen. Ich hole einen Achtzylinder aus der Schweiz in die Bundesrepublik Deutschland. Bis hoch nach Kiel. Und die Schweiz ist nicht in der EU. Das wird ein langer Tag.