Wie viel können Sie noch?
Herbstliches hallo, liebe Blog-Gemeinde,
ist es eine geschickte Marketing-Politik der Mineralölkonzerne, jetzt, parallel zu den fröhlichen Streiks der abdrehenden Schienenbus-Lenker, mal eben den Literpreis zu pimpen? So wie jedes Jahr kurz vor der Reisewelle in den Sommerferien? Aber es liegt eigentlich NIE an den Sommerferien, sondern immer an der Marktlage, der gestiegenen Nachfrage und irgend einem Krieg in einem Land jenseits der Nordsee. Also liegt es auch nicht am Streik. Nun, lassen wir einmal unsere Verschwörungstheorien beiseite. Es nützt nichts, die meisten von uns MÜSSEN tanken… Aber wie viel geht noch? Niemand hat unbegrenzte finanzielle Mittel, und eine Tankfüllung hat mittlerweile den Gegenwert einer All-inclusive-Woche auf Malle. Ist der neue Preisrekord ein Fluch oder ein Segen? Fragen über Fragen.
Ein Fluch ist es bestimmt, denn viele Berufspendler sind auf das Auto angewiesen und sparen schon, wo es geht, um den Tank voll zu bekommen. Mein subjektives Gefühl ist, dass sich seit der Einführung des Euro die Gehälter halbiert und der Benzinpreis verdoppelt hat. Vierfache Belastung. Statistisch gesehen ist es nicht so, aber für mich fühlt es sich so an.
Ein Fluch ist es auch, weil da ja noch eine Menge anderer Faktoren direkt dranhängen. Glühwein wird teurer, weil er mit einem Lastwagen zum Kaufladen gefahren wird. Die Wälder nehmen ab, weil jeder mit Holz heizt. Und ähnliche Geschichten.
Ein Segen könnte es sein, weil so nach und nach die Autofahrten zum Briefkasten um die Ecke und die Kurzstrecken in die Stadt wegfallen. Merklich. Und weil man(n) urplötzlich wieder auf der linken Spur mit 160 überholen kann, weil wieder einmal eine wahnsinnig neue Erkenntnis in einer Schlagzeile zu lesen war: Wer langsam und auf der rechten Spur fährt, spart Benzin. Ich habe in der Tat das Gefühl, dass die Straßen leerer geworden sind, mal abgesehen von den Bahnkunden-Ausweichern. Viele Kollegen wollen wieder einmal Fahrrad fahren. Aber das ist eine andere Geschichte. Mit der Benzinsparerkenntnis ist es wie bei DER Brigitte-Diät, mit der Sie nun ENDLICH abnehmen. Jetzt aber richtig. Ha-ha-ha.
Mal im Ernst, ihr Blog-Leser im Land:
- Wie viel könnt Ihr noch an Euros drauflegen?
- Wie macht sich der Benzinpreis bei Euch konkret bemerkbar?
- Habt Ihr Eurer Auto-Verhalten geändert?
- Seht Ihr womöglich auch positive Seiten?
Teilt mir Eure Meinung mit. Ich werde weiterhin neutral mitdiskutieren, denn mein Liter Treibstoff kostet 65 Cent. Hurra.
Der Tankmann

Moin!
dass wir alle mehr für unser geliebtes Benzin zahlen müssen lässt sich (momentan) wohl kaum ändern.
ad 1)
“Können” ist so eine Sache … man will eigentlich nicht, macht es dann aber trotzdem. Man will ja schliesslich mobil bleiben.
ad 2)
Noch nicht …
ad 3)
So wenig wie möglich fahren, und dann nur mit meinem sparsamsten Auto.
Und ich achte wie ein Luchs auf frühes Hochschalten usw. !
In diesem Sinne sparsame Grüße,
lifeguard
Ay lifeguard,
merkst du beim frühen Hochschalten messbare Unterschiede im Benzinverbrauch…? Hm…
Mobilität wäre in einer Großstadt auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu realisieren, Bus und Bahn… also in Kiel ginge das, aber wenn man ein wenig automeschugge ist WILL man das ja nicht…
WENN man allerdings automeschugge ist möchte man auch keinen kleinen sparsamen Wagen fahren, weil es dann mit dem Bus irgendwie doch besser ist.
Schwierig.
Die Lösung wäre: Mehr Geld verdienen. Also los
)
Sandmann
Mir gehts auch aufn Sa**!
Den quattro werde ich wohl noch im Winter fahren und dann mal sehen das ich was sparsameres finde. Golf2 oder so.
Ich habe immer eine Tankrechnung von 280-310‚Ǩ. Tendenz steigend. Und bei meinem Gehalt ist das eine ganze Stange Geld! Da bleibt nicht mehr viel über zum Ausgeben oder für irgendwelche Anschaffungen.
Zumal der Sprit fast nur für Fahrten zur Arbeit drauf geht. Das ist das eigentlich schlimme.
Arbeite ich eigentlich damit ich es mir leisten kann zur Arbeiten zu gehen?
Wenn ich mal zurückdenke an meine Kindheitstage:
Ein ausgelernter “Junggeselle” wie ich es bin, konnte sich damals ne Wohnung und ein recht neues, starkes Auto leisten und hat sein Leben genossen.
Wenn dann die Familie kam, blieb Muddi zu Hause, versorgte die Kinder, Vatter ging malochen und konnte ein Haus abzahlen und einen vernünftigen Familienkaombi fahren. Ein ordentlicher Sommerurlaub saß auch noch drin.
Wie isses heute?
Mein Freundeskreis quält sich einen ab auf der Arbeit, man geht Samstags zu Hause saufen, dann in die Disse und trinkt da vielleicht noch zwei, drei Getränke weil die so unverschämt teuer sind. Alle fahren alte Autos (wie ich auch) und wohnen noch zu Hause. Am Monatsende bleibt nix über.
Wenn jemand zu Hause auszieht, dann erst mit der Freundin zusammen, die ja auch arbeiten geht. Dann kommt man auch mit Wohnung UND Auto über die Runden. Aber auch nur weil BEIDE Vollzeit arbeiten.
Kommen dann Kinder, muss ein oller Opel Kombi herhalten und an Hausbau denkt bei uns noch keiner weils irgendwie unrealistisch scheint.
Urlaub beschränkt sich dann darauf, mal 100km nach Norden zu fahren und ne Woche die Nordsee zu begucken.
Vor 20 Jahren war es alles viel einfacher als heute.
zu a) “kann” nicht mehr viel. “will” schonmal garnicht
zu b) weniger Geld auf dem Konto
zu c) ja. Ich fahre schon nicht mehr soviel unnütz durch die Gegend. Wir sind oft Sonntags aus langeweile nur so rumgefahren mit dem Auto. Heute nicht mehr. Da hocken wir vor der Glotze. Gefahren wird eigentlich fast nur noch das nötigste.
zu d) war ne rhetorische Frage, oder? ^^
Gruß vom (noch) quattro Fahrer
Ay paradox,
dieses damals war alles bezahlbarer Gefühl habe ich auch ab und an. Ich bekam während der Ausbildung 400,- Mark im Monat und konnte davon ein Zimmer, einen Ford Taunus und Nahrungsmittel bezahlen. Das Benzin hab ich irgendwie nebenbei reinverdient, Pizza gefahren und so.
Angeblich ist die Kaufkraft seit damals ja sogar gestiegen. Aha. Ich frag mich dann, wo das ganze Geld bleibt.
Lustig: Tanktourismus von Deutschland nach Dänemark. Vor ein paar Jahren war es anders rum, und die Dänen haben dann immer gleich noch Sackkarren voller Bierdosenpaletten mit zurück genommen. Da geht ein ganzer Wirtschaftszweig vor die Hunde…
Finger weg vom Opel Kombi (tschuldigung astraeco…). Nicht übertreiben. Verkauf ein paar Möbel und überflüssige Videospiele bei ebay, dann hast du wieder Geld für den kommenden Tank.
Gruß zurück vom (auch weiterhin) Quattrofahrer
Hallo Herr Tankmann
den Beitrag von paradox unterschreibe ich sofort. ganz genau so ist es.
zu a: drauflegen? Naja, ich würde mir den Elch (oder einen anderen Wagen) immer leisten wollen, ohne Auto, das geht ja mal gar nicht. Aber eben öfters stehen lassen. Ich willwillwill nicht mehr zurück in öffentliche Verkehrsmittel. Ich habe ab 16 jeden Pfennig (jaaaa, da gabs den guten Pfennig noch!) meines Azubigehalts für ein Auto gespart, um dieser deprimierenden Bahn zu entkommen. ich war jeden Tag 2 1/2 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs! für gerade mal 40km! Das mache ich mit dem Auto nun in einer halben Stunde. Ich fahre im Sommer ab und an mit dem Rad. Okay. Aber nie mehr Straßenbahn, Bus, umsteigen, warten , frieren, stinkende Leute neben mir – NEIN
zu b und c: Ich gehöre auch zu denen, die sich neuerdings brav in die rechte Kolonne einfügen. Ich bilde mir ein, es hilft etwas, aber spritmonitor zeigt mir deutlich, daß ich es eher fürs Gewissen tue.
zu d: sch**** mit der sch****
))
naja, vielleicht hilfts der Umwelt. naja, vielleicht wird es im Frühling was mit einer alten Vespa, das wäre sehr positiv
kalte Grüße aus dem Süden
Juny
Ay juny,
erstmal vorweg: Den Euro haben wir ja erst seit 5 Jahren oder so, wenn du in der Pfennig-Zeit n och in der Ausbildung warst, brauchst du dein Alter glaube ich nicht zu verleugnen
Es gibt dieses Lied aus der NDW-Zeit Anfang der 80er von Markus: “Ich will Spaß”… Da fällt mir immer ab und an mal eine Zeile ein… “Und kost’ Benzin auch Zwei Mark Zehn, scheißegal, es wird schon gehn. Ich will fahrn!” Mann mann und jett sind wir mit Super bei Zwei Mark Achtzig sozusagen und irgendwie geht es ja auch.
Wenn deine öffentlichen Verkehrsanbindungen derart katastrophal sind, ist es gut nachvollziehbar, dass du Auto fährst und in einem stressigen Arbeitsalltag nicht auch noch täglich mehrere Stunden deiner wertvollen Freizeit in einer Bahn sitzt.
Das ist das kleine Quäntchen Luxus, das ich befürworte.
Fahrrad fahren… ach ja… hm… Also irgendwie schieb ich es immer auf den Plattfuß in meinem angeblich unplattbaren Hinterad, dass ich nicht mal kurz zur Arbeit mit dem Mountainbike fahre, Laptoptasche auf den Rücken und ab durch den Wald, sind nicht mal 5 Kilometer…
Ich glaube ich flicke das heute mal *rotwerd*
Wofür gibt man eientlich weniger aus, wenn man mehr fürs Benzin bezahlt???
Sandmann
Moin,
leerer geworden…Vielleicht bei dir aufm Dorf.
Hier auf der befahrensten Autobahn Deutschlands, der A40 zwischen Dortmund, Bochum und Essen knuddelt sich jetzt der Verkehr liebevoll jeden Morgen auf etwa 25km. Das ist so schön, wenn man am falschen Ende der 25km steht und einen Termin im nur 50km entfernten Düsseldorf hat….
Ach ja, dann kommt noch die A52 mit läppischen 8km dazu.
Also, zweieinhalb Stunden für 50km ist doch ein suuuuper Schnitt….
Leerer:-)
Pah….
grinsende Grüße aus dem Zentrum des Feinstaubs
DER UWE
Helau DER Uwe,
also DIE Ecke kenne ich auch nur zu genüge, wie kann es angehen, dass du dich da jeden Morgen durchquälst? Das ist ja wie bei den Leuten, die morgens von Hamburg nach Hamburg fahren, aber dabei unter der Elbe durch müssen. Die planen eine Stunde hin und eine Stunde zurück von vornherein ein…
Macht das nicht mürbe? Oder gibt es keine Alternativen??? Öffentliche, mein ich…
Ich bin morgen überland nach Niedersachsen unterwegs, ich schau mal was sich da so auf den Straßen tummelt… Wenn das so weitergeht kommen einem bald Nahverkehrszüge auf den Bundesstraßen entgegen.
Warum? Ach, fragen Sie den Frosch…
Schöne wochenendige Grüße aus der frischen wenn auch nebeligen Luft
Der Sandmann
Tach Sandmann,
zu Punkt 1: Ich könnte schon noch höhere Spritpreise bezahlen, vor allem weil ich im Jahr nicht ganz so viel fahre. Aber vor einer Vision, bei der alle Ersparnisse am Monatsende direkt in Sprit für den nächsten Monat umgelegt werden muss, graust es mir.
zu Punkt 2: Ich fahre innerhalb Aachens, so lange ich nichts Sperriges transportieren muss mit dem Fahrrad, erstens weil ich nicht nur gerne Auto, sondern fast noch lieber Rad fahre, zweitens weil Aachen vor allem zur Pendlerzeit so zu ist, dass man mit dem Fahrrad viel schneller ist. Mein Arbeitsweg sind gerade mal 2 Kilometer, die fahre ich natürlich auch mit dem Rad. Meine Kilometer mache ich im Wesentlichen damit, dass ich Freunde oder Familie in der emsländischen Heimat besuche, so ca. alle zwei Wochenenden. Dann kostet das aber mittlerweile fast 60 statt 45 Euro wie noch vor zwei Jahren. Das kann ich aber noch verschmerzen.
zu Punkt 3: Mein Fahrverhalten habe ich nicht geändert, ich bin auch vorher schon eher sparsam gefahren, vorausschauend, gleichmäßig, früh hochschalten und so.
zu Punkt 4: vielleicht denken die 500m Bäcker- und Briefkastenfahrer mal über unnütze Fahrten nach, falls sie nicht gehbehindert sein sollten.
Es kotzt mich aber vor allem an, dass von Arbeitnehmern zunehmend Flexibilität und Mobilität erwartet wird, in gleichem Maße aber die Leute, die dazu bereit sind, durch teuren Sprit bestraft werden.
Ay Andreas,
da sagst du was…
Ich denke auch, dass man sich durch eine leicht geänderte Fahrweise nicht wirklich eine merkbare Ersparnis reinfährt. Ich fahre ebenfalls weiter wie bisher, und auch ich lege seither ein eher den 280PS unangemessenes Dahingleiten auf die Straße
Die neue erwartete Flexibilität beim Arbeitnehmer ist fast schon einen eigenen Blog wert.
Achtung, jetzt wird’s hart:
Wenn du täglich eine Stunde hin, eine Stunde zurück fährst (und allein quer durch Hamburg ist das ja schon Standard), sind das neben den entstehenden Kosten auch schon pro Woche 10 Stunden, die du in einem Verkehrsmittel sitzt.
Nimm mal 40 Arbeitswochen im Jahr und einen Arbeitstag von 8 Stunden als Grundlage…
Dann sitzt du jährlich ein Zeitfenster von 50 ARBEITSTAGEN IM AUTO. Nicht zu fassen. Oder???
Ich liebe Kiel, weil du hier alles mit dem Fahrrad erreichen kannst. Und ich schätze meine schon erwähnte Nähe zur Arbeit…
Reifenflickende Grüße
Der Radmann
quattrobesitzer bleibe ich. Das steht fest.
Denn es wäre erstens ziemlich dumm, meinen technisch einwandtfreien quaddi zu verkaufen. Fahwerk (komplett inkl aller Lager) ist jetzt grad mal 10tkm drin. Und auch sonst technisch top. Lediglich das siffende Hinterachsdifferential muss ich noch abdichten, dann ist er komplett.
Fast 250000 stehen auf dem Deckel und ich bin da recht penibel. Mein Auto kommt jederzeit durch den TÜV. Nicht wie üblich,m alle zwei Jahre mal Werkstatt und dann hoffen das es klappt. *lach*
Zudem steckt da schon soviel Geld an Ersatzteilen drin. Und die ganze Arbeit die ich damit hatte. Ich mache ja alles selbst.
Das Geld was ich dafür haben müsste, zahlt mir keiner. Mehr als 2000‚Ǩ, mit Glück maximal 2500‚Ǩ sitzt nicht drin. Und dafür… No way!
Ausserdem kann ich mich irgendwie nicht davon trennen. Also wenn werde ich ihn abmelden und erstmal in die Schrauberhalle stellen. Dann mal schauen.
Aber zum fahren isser auch zu teuer. Alles doof.
Ayyy paradox,
wenn du viel selbst schraubst und dein Auto deine Leidenschaft ist, verbuchst du einen hohen Benzinverbrauch unter die Hobbyausgaben. Das ist normal. Andere sammeln Briefmarken oder kaufen sich seltene Lokomotiven für ihre zimmerfüllende Modelleisenbahn. Mit der sie jetzt den Streik nachspielen können
Auch hier gibt es natürlich grenzen. Ich hatte vor rund 10 Jahren mal einen Ford LTD Crown Victoria von 1978, so ein kantiges Ami-Schiff vom Genre wie der Chevy Caprice. Der hat aufgrund eines arg verschlissenen Motors seine 20 Liter Normalbenzin geschluckt. Ich dach mir, egal, ich bekomme aber jede Menge Plüsch und Auto für mein Geld.
Na ja.
Nach einem Ritt zu IKEA in HH-Schnelsen (in Kiel gab’s das damals noch nicht) war dann aber der 80 Liter Tank nahezu leer, und da habe ich beschlossen, dass man als Student auch ein ETWAS sparsameres Auto fahren könnte…
Und bin beim Audi 100 Typ43 gelandet. Aber das ist eine andere Geschichte.
Stell ihn nicht in die Scheune. Wegstellen für bessere Zeiten ist der Anfang der Trennung von ihm! Dann kommt dir dies dazwischen, dann hast du auf das keine Lust, dann fehlt dir die Zeit zum tüven, dann muss er zum Baurat, und überhaupt ist er irgendwann ein schon lange abgemeldetes altes Auto. Fahr ihn.
Sandmann
“Und bin beim Audi 100 Typ43 gelandet. Aber das ist eine andere Geschichte.”
Schön, das Du darauf zu sprechen kommst.
Diese Geschichte war doch mal im weltweitenweb zulesen,hatte sie hübsch unter Favoriten/Nonsens gespeichert und alle paar Monate mal herzlich gelacht.
Nu is sie weg.
Und nu?
Kommando zurück, heute ist auf der Seite wieder alles in Butter!
Schön, das sich gewisse Dinge wieder von allein regeln…
Ay bernd,
mensch da hast du mich ja eben gerade auf eine Zeitreise geschickt… 1999…
Ich glaube, diese Geschichte werde ich hier auch nochmal veröffentlichen, immerhin ist die aus einer Zeit, wo der Liter Super noch 1,30 D-MARK gekostet hat
Ich muss gleich wieder mal einen Schluck Super tanken, ein bisschen brauch ich bei diesen Temperaturen ja immer noch, um die Fuhre zu starten. Und morgen gehts dann ab nach Niedersachsen, Spritprese vergleichen…
Schönes Wochenende!!!
Sandmann
[...] Nun wird auch im “Auto Bild Blog” unter dem Titel “Wie viel können Sie noch” fleißig diskutiert. “Parallel zu den fröhlichen Streiks der abdrehenden [...]
“Wofür gibt man eientlich weniger aus, wenn man mehr fürs Benzin bezahlt???”
Schuhe – harhar.
Nein, ich bin Pendlerin zwischen Freund und Hotel Mama, bei eigener Wohnung wäre wirklich zählen angesagt. Keine Ahnung an was man spart, Kleidung, weggehen denke ich.
Meine Kolleginnen entscheiden sich meist zwischen Wohnung und Auto, und viele machen nicht mal mehr Führerschein.
Früher war meine Oma die einzige, die im weiten Umkreis keinen Lappen hatte, weil das “damals” eben nicht so schicklich war für Frauen.
Jetzt ist’s wieder Realität, weil’s viele nicht zahlen können, wenn’s Mami und Papi nicht zahlen.
Traurig finde ich, auch wenn’s die Grünen sicher freut (mit eigenem Chauffeuer wär mir das auch egal…)
Yo juny,
also vielleicht war demnach damals alles besser…
Ich gebe zu, dass ich heute einen anderen Lebensstandard als noch vor 20 Jahren habe, aber das sollte ja auch so sein.
Die fetten Jahre sind wohl momentan definitiv vorbei, wir alle müssen Abstriche hinnehmen, auch im sozialen Netz. Das war mal anders, aber wenn man Deutschland einmal international vergleicht geht es zumindest mir selbst recht gut.
Alles ist gefühlt irgendwie teurer geworden, und ich finde es besonders schmerzlich beim Treibstoff. Hölle. 69 Cent für LPG, eben bei Willer in Kiel gesehen. Skandal.
Sandmann
Ave ihr da oben
auch wenn ich in dem sogenannten reichen Land wohne… auch hier siehts immer ähnlicher aus (nicht der Sprit als solches)…
warum wird das Geld immer knapper? weil alle alles haben wollen… papa auto, mama auto, Kinder sobald 18 auto,(und alle natürlich neu und teuer) eigenes Haus, in jedem Zimmer nen Fernseher (klar Plasma, Röhre ist schon lange out), elektrische Zahnbürste (man beachte den Preis solcher Köpfchen die man ja alle paar Wochen wechseln muss weil es so geschrieben steht) 2 mal im Jahr in die Ferien… würde man wie “früher” ein Auto in der Familie ne Wohnung, EIN Fernseher für alle, Handzahnbürste, Ferien in Gartanien oder auf Balkonien machen……….
Wir wollen einfach zu viel, DAS ist das Problem warum uns die Kohle ausgeht (okay, bei mir isses bloss der V8 der alles verschlingt^^) , man wird schon darauf getrimmt, dass man ohne dies und das heute nicht mehr leben kann… aber es ginge DOCH … ich hab nen 2 Jahre alten Laptop (schon alt als er über den Ladentisch ging), überleg mir nen neuen, hatte ein 90er Quattro, jetzt nen V8, warum nicht den Laptop behalten und Suzuki Swift fahren? weil ich es nicht WILL, warum will ich nicht? weil ich diesen LUXUS nicht hergeben will, denn LUXUS ist es!UND: weils mir nicht schlecht genug geht!!
dafür bin bin ich seit mehr als 6 Jahren nicht mehr in den Ferien gewesen…
ist ein verwirrender Text geworden, tut mir leid! Der ein oder andere Punkt dürfte aber diskutabel sein!
Ay roy,
den Urlaub… den kann dir allerdings niemand nehmen. Ein schöner Urlaub, später mal mit deinen Kindern, entspannt, ausgelassen und abwechslungsreich, erholsam und anders als alles andere… Das kann dir keiner nehmen.
Auch wenn er verblasst, vielleicht mehr als dein Auto, was in der Einfahrt steht.
Freizeit mir lieben Menschen wird in deinem Herzen weiterleben.
Entspann dich. Tu es.
Sandmann
Hey royf, deine Meinung teile ich. Vor allem die mit dem Urlaub. Mir geht es so, dass die Erinnerung an einen Urlaub relativ schnell verblasst. Das eigene Auto, das einem Freude macht, das man ein bisschen “betüdeln” kann, wie der Sandmann jetzt sagen würde, taugt jedoch jederzeit für den kleinen Urlaub zwischendurch, und das finde ich wertvoller als zwei Wochen Malle im Jahr.
Ay Andreas,
die Definition von wertvoll ist wohl jedem selbst überlassen.
In der Tat: Wenn ich einen Nachmittag an meinem Audi geschraubt habe bin ich einer der entspanntesten Menschen der Welt. Und Malle reizt mich nicht.
Aber ein Urlaub… Freizeit, kein Telefon, in den Tag hinein leben… *seufz* Das kann MIR keiner nehmen…
Aber wir waren hier ja bei den Benzinpreisen
Tankmann
royf, ich gaube dir schon, daß es Leute geben mag, die nicht genug bekommen können,
aber ich spreche weiter oben über Kollegen, die zur Arbeit gehen und sich eben nicht Wohnung + Auto leisten können, teilweise nicht mal den Führerschein, obwohl sie Vollzeit berufstätig sind (von 3 Plasmabildschirmen mal ganz zu schweigen)
Vorraussetzung heute ist, so flexibel und mobil sein, daß man das Gehalt komplett ins Benzin steckt.
Wir sparen mittlerweile für Berufsunfähigkeit, Rente, Zähne… das sind alles Sachen, die früher Papa Staat versorgt hat.
Ganz sicher müssen wir lernen unsere Ansprüche zurückzuschrauben (tun wir ja auch)
aber es ist frustrierend.
Achso, ich hab meinen Führerschein selbst bezahlt, das Auto selber gekauft, hab keinen Laptop, keine elektrische Zahnbürste, keinen Fernseher und ein Handy, das niemals aufgeladen ist, dafür fahr ich jedes Jahr in Urlaub
Ay juny,
ist es aber nicht so, dass man den Wert der Dinge, wenn man sie selber zahlen muss, besser schätzen lernt? Mein Auto ist 14 Jahre alt, mein Laptop 1,5 und mein Plasmabildschirm (einer übrigens nur) bar bezahlt.
Die Dänen schweißen ihre Autos noch in einem Stadium zusammen, wo sie bei uns längst auf dem Schrottplatz gelandet sind.
Sorgt ein hoherm Benzinpreis vielleicht dafür, dass wir bewusster mit unseren Ressourcen umgehen? Das wäre doch guit, oder…?
Also ich selbst lebe weiß Gott nicht reich, aber sehr zufrieden in meiner Welt.
*grübel*
Ich höre…
Sandmann
P.S.: Aber jetzt schlafe ich erstmal, mein Freund Heiko ist jetzt Arzt und ich habe ein paar zu viele Desperados getrunken…
Guten Morgen Sandmann
Ich glaube auch, daß man seine Sachen mehr schätzt, wenn man sie selber bezahlen mußte.
Die Tatsache, daß alte Autos immer länger gefahren werden, ist bei uns allerdings schon eingetroffen.
Verfolgt man den jährlichen TÜV-Report, werden die deutschen Autos im Schnitt jedes Jahr älter.
Warum sollte man sich auch jetzt einen neuen Wagen kaufen?
Das das mit dem Benzin nicht ewig so weitergehen kann, kann sich doch jeder an einer Hand abzählen…
Ich würde mein Auto für einen Urlaub nicht verkaufen,
aber eventuell den 2.Satz Alufelgen
Schönen Samstag
juny
Ay juny,
na ja auf Alufelgen stand ich ja noch nie, sind beim V8 Serie und ich bin ja schon froh wenn BBS draufsteht… Aber das ist ja jedem überlassen
Das gute an heutigen Autos ist ja immerhin, dass sie getrost älter werden können, bei ausreichender Wartung sind es auch nach 10 Jahren immer noch komfortable, gute Autos. Wenn du vor 30 Jahren deinen Wagen länger als 10 Jahre gefahren hast, konnte die Werkstatt gar nicht so schnell hinterher schweißen…
Wochenend-endliche Grüße vom 7-Zylinder-Fahrer
Sandmann
Hallo S(Z)andmann,
also die Minrealölpreise sind mir relativ egal, aber ich wehre mich gegen die Aussage, dass wir Lokführer (richtig heißt es Triebfahrzeugführer) irgendwie abgedreht wären. Wir fahren auch keine Schienenbusse, sondern Triebfahrzeuge, respektive Lokomotiven. Die Tätigkeiten eines Triebfahrzeugführers ist mit der eines Busfahrers überhaupt nicht und in keiner Weise zu vergleichen. Nicht nur, dass man das Fahrzeug beherrschen muß, das man fährt, nein man sollte auch alle betrieblichen Regelungen des Eisenbahnbetriebes kennen und das sind weit mehr als ein Hauptstraßenschild oder ein grüner Pfeil.
Also dann…
Gruß
Uwe
Ayyyyyyyyyyyyy Uwe,
okay ich korrigiere vielleicht meine Aussage. Ein wenig.
Vielleicht ist ja auch in meinen Augen nur diese kleine randalierende Gewerkschaft abgedreht, den Beruf des Lokführers an sich halte ich für einen
a) sehr verantwortungsvollen Beruf
b) sicherlich nicht leicht zu erlernenden Beruf
c) einen begehrenswerten Beruf
Ich wollte das als Kind auch immer werden. Also fühl dich bitte nicht in deiner Berufsehre gekränkt, sondern gestehe mir einfach folgende Meinung zu:
Du bist Lokführer? Klasse. Du hast einen Beruf. Du sitzt im geheizten Führerhaus einer komfortablen, kraftstrozenden Lokomotive und lebst den Traum der meisten Jungs zwischen 3 und 14.
Ich kenne mich nicht so mit Schichtsystemen bei der Bahn aus, aber ein Lokführer bekommt rund 2000,- Euro, manchmal mehr, manchmal weniger. Da bleibt jedenfalls mehr übrig, als ich mit Staatsexamen, Frau und zwei Kindern als Angestellter bei einem Bildungsträger in Kiel bekommen habe, wo ich jeden Tag Erwachsenenbildung schulen musste.
Und ich hatte bisher immer das Gefühl, Lokführer seinen glückliche, zufriedene Menschen. Hm.
Jetzt kommt jemand in einer Zeit, wo es zwar bergauf geht, aber immer noch viele Menschen am Existenzminimum rumkrebsen, daher und verlangt für euch 30% mehr Lohn und einen eigenen Tarifvertrag.
Und DAS ist in meinen Augen abgedreht. Sieh es mir bitte nach und schreibe weiterhin deine Meinung, denn sie ist mir wichtig.
Ein immer noch gern mal Lokführer sein wollender
Sandmann
Hallo S(Z)andmann,
also, ich muß an deinen Aussagen etwas korrigieren, das liegt aber nicht an dir, sondern an mir, da ich mich gestern nicht klar genug ausgedrückt habe.
Wo fange ich an? Also,
ich bin zwar Triebfahrzeugführer (Tf), respektive Lokführer, aber arbeite nicht bei der Deutschen Bahn, sondern bei einem privaten Eisenbahnunternehmen. Am 01.01.1994 entstand aus der Deutschen Reichsbahn (ehem. Staatsbahn der DDR) und der Deutschen Bundesbahn die Deutsche Bahn AG. Da es nun also kein Staatsunternehmen mehr war (obwohl die BRD die Aktienmehrheit hat), war der Weg frei für private Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland. In so einem EVU arbeite ich eben als Tf und ab 01.01.07 als Örtlicher Beztriebsleiter (Dieser ist als “langer Arm” des Eisenbahnbetriebsleiters (EBL) für alle betrieblichen Belange in einem EVU zuständig. Was den Streik angeht, kann ich dir sagen, dass ich absolut dafür bin. Auch wenn ich als “Privater” nicht mit streike. Das hat aber andere Gründe, z.B. weil unser Gehalt außertariflich festgelegt ist. Abgesehen davon verdient ein Tf in einem privaten EVU auch mehr als bei der DB AG.
Puh, das war das erste. Und nun zum Traumberuf Lokführer:
Ich mache es zwar total gerne, weil ich auch das Hobby Eisenbahn habe (V8 ist im Moment nicht viel los, leider…anderes Thema), aber das kann auch anstrengend sein. Man hat kein geregeltes Leben und ist manchmal an einem Tag in zwei Hotels.
Ich wollte übrigens mal Lehrer werden (habe ich auch fast geschafft, denn als ÖBL hat man die Lehrbefähigung), hat aber nicht ganz geklappt. Es sollte Geschichte und Deutsch sein, aber mir fehlte irgendwie die Energie. So trieb ich mich lieber bei der Armee herum, habe da auch Menschen ausgebildet und sitze jetzt am Schreibtisch und schreibe jemandem, der mich wahrscheinlich für bescheuert hält und jeden Tag glüclich im Lehrerzimmer Kaffee oder Tee schlürft. Ach ich will auch…
Es grüßt dich
Uwe
Mein Uwe,
nun habe ich etwas gelernt und kann behaupten, einen vom Fach zu kennen, auch wenn es ein “Privater” ist. Und den Streik darfst du gern befürworten, aber ich glaube das wird dann ein Off-Topic hier (na ja… und wenn schon…).
Aber auch ich muss dir eine kleine Korrektur unterschieben. Ich sitze nicht im Lehrerzimmer. Ich bin selbständiger EDV-Dozent mit eigenem Bildungsträger (zu dritt) in Kiel und mache Seminarplanung, Kundenkontakte, Seminarbelegung UND Unterricht. Und ein Lehrerzimmer haben wir gar nicht
)
Parallel führe ich hier ein familiäres Kleinunternehmen mit zwei Töchtern, einem weiblichen Hund und einer weiblichen Katze.
Und mein Herz habe ich in Zürich im 2. Stock einer 60er Jahre Altbauwohnung deponiert.
Aktuell liege ich mit rasenden Kopfschmerzen im Bett, werde auch gleich meinen Rechner wieder ausmachen und mich ein bisschen in den Schlaf weinen, weil es so aussieht, als habe mein V8 von seinen 32 Ventilen eines verdaut. Das wird ein Kompressionstest zeigen. Ich werde das bloggen, wenn ich mich beruhigt habe…
Das Leben ist heute gemein zu mir…
Sandmann
[...] Freisprecheinrichtung – genauso wie das Handy – Teil der Ausrüstung, die Du von Deinem Arbeitgeber gestellt bekommst! Ich denke, hier regen sich nicht nur die Privattelefonierer auf! Und überhaupt, wer regt [...]
[...] Was ist denn da eigentlich los? Orakelte ich im vergangenen November noch bildbearbeitend eine zum schmunzeln anregende Preistafel, übertreffen die aktuellen Preise diese Karikatur inzwischen. Nackenhaare richten sich auf. Aber [...]