4:45 Uhr, genau die richtige Zeit, um sich aus dem warmen Bett zu quälen, vor allem wenn¬†man heute ein Date mit den Schönen und Schnellen dieser Welt hat. Es geht zur IAA nach Frankfurt. Und während die Kollegen sich um Brot- und Butter-Autos kümmern, warten auf mich Spoiler, Hubräume und das leichte Leben. 5:55 Uhr, der Motor meines Hubraum-Monsters jault auf, meine Fahrt geht¬†zum Hamburger Flughafen. Auto geparkt, Quick-Check-In, ab in den fliegenden Raumgleiter. Prima, hat bis jetzt doch alles wunderbar funktioniert. Während des Fluges ziehen die Spoiler-Boliden von Brabus und Carlsson, Schnitzer und Mansory an meinem geistige Auge vorbei. Es rumpelt kurz, das Zeichen für die Ankunft des Fluges LH0003 in Frankfurt, zwei Minten zu früh, wie der Pilot bemerkt. Taxi, ich brauche ein Taxi! Also geht es schnellen Schrittes durch die endlos langen Hallen des Flughafengebäudes in Richtung Ausgang.
Ich entscheide mich für einen in die Tage gekommen Toyota Corolla, muss ja nicht gleich zu Beginn die volle PS-Dröhnung sein. Mein sympathisch wirkender Chauffeur startet das Taxameter ‚Äì und kommt meinem Auftrag nach: einmal IAA, bitte. Von da an nimmt der Morgen ein kleine, aber nicht unwesentliche Wende. Es scheint, als sei die halbe Welt mit dem Auto nach Frankfurt unterwegs. Egal welchen Geheimweg mein Fahrer auch einschlägt, alle sind schon vor uns da. Es zieht sich endlos. Stehendes Blech soweit das Auge reicht. Ich hätte doch meinen Beissring ins Handgepäck packen sollen. Als ich dem Corolla entsteige, hat mir der morgendliche Verkehrswahnsinn in der Main-Metropole geschlagene 40 Minuten geklaut ‚Ä쬆und der nette Libanese möchte 30 Euro. Moment mal, wo fahr’ ich hin? IAA, Autos, Mobilität, Geschwindkeit, Spaß?! Vielleicht im nächsten Leben, auf einem anderen Planeten.