Abgelegt in Sandmanns Audi V8

Kombi? Braucht man nicht… Teil III

Montag, 20. August 2007 um 17:51 Uhr
von Sandmann

Da geht was ‚Ķ reinVielleicht ist es ein wenig fad, alte Geschichten auszuwalzen, aber ich hatte ein Versprechen gegeben. Das Versprechen, meinen Audi V8 nicht wieder so dramatisch zu überladen. Dieses Versprechen habe ich bis jetzt eingehalten, seiner Funktion als Lastesel ist er aber dennoch treu geblieben. Auftrag: Sandmann, fahre 16 PC-Komplettsysteme mit 17-Zoll-Monitoren, Tastaturen, Mäusen und allem Netzwerkzubehör zum Auftraggeber und bau das da auf. Statte einen ganzen Schulungsraum aus. Und nimm den Praktikanten mit. Ja, richtig, nur mit einem Auto. Ob das geht?

Ich möchte es nicht unnötig spannend machen: JA, es geht.

Der Kofferraum‚Ķ Unendliche Weiten‚ĶNun sei dazu beiläufig zu erwähnen, dass die besagten PC recht klein sind, im Gegenzug dazu aber die Monitore, wenn auch flache TFTs, sich noch samt und sonders zum Schutze ihrer selbst in den Pappkartons befinden! Eigentlich unmöglich? Nicht ganz. Der Kofferraum des Audi V8 ist vielleicht nicht mehr zeitgemäß, weil er nach unten durch die (mit dem LPG-Tank bestückte) Reserveradwanne und nach oben durch den Deckel begrenzt wird. Die hervorragende Einsichtigkeit eines offenen Kombis hat da natürlich eine Menge Vorteile. Eine elektrische Heckenschere und ein Rasenvertikultierer haben auch Vorteile. Aber ich habe beides nicht.

Vielmehr ist es die gefräßige Tiefe des hinteren Ladeabteils, die auf den zweiten Blick beeindruckt! Der tiefe Schacht geht bis über die Aufnahme des hinteren Differentials und der Antriebswellen und endet erst am (nicht umklappbaren) Rücksitz nebst Skisack. Wer also gut packt und alle luftigen Lücken optimal ausnutzt, kann hier punkten.

Diesmal kein IKEAWeiterhin sei der geräumige Fond zu erwähnen. Jeder, der sich einmal keinen Umzugswagen leisten konnte, wird begeistert von den Dimensionen seines Rücksitzes berichten können. Ich bin schon zehnmal umgezogen und kenne dieses Abteil mehr als genau. Nutzt man darüber hinaus auch den Fußraum der Hintermänner bestmöglich aus, ergeben sich Zuladungsmengen, von denen jeder Kleinbus nur träumt. Ja gut, beide Sitze müssen weit nach vorn gefahren werden… Aber es handelt sich ja nicht um eine Weltreise, sondern nur um einen kleinen Abstecher nach Ostholstein, keine Stunde Fahrt.

Wenn wir jetzt den gequälten Blick und die röchelnden Geräusche des Praktikanten und meine beiden während der Fahrt eingeschlafenen Beine ausblenden haben wir der Autoindustrie schon wieder ein Schnäppchen geschlagen. Die klassische Stufenhecklimousine lebt!

Zwei Fragen bleiben noch offen: Wie halte ich mein Versprechen bei den ganzen Fliesen, die ich bestellt habe und die es noch zu transportieren gilt? Und was hätte ich vor einigen Jahren gemacht, als der gemeine Röhrenmonitor und der Big-Tower noch das Maß der Dinge waren?

Und noch was: Wie übersteht mein geliebter Audi die kommenden Tage, an denen er über die 400.000 Kilometer-Marke rutschen wird? Ich werde es bloggen.

Sandmann

13 Kommentare zu “Kombi? Braucht man nicht… Teil III”


  1. uwedinda schrieb am 20. August 2007 um 21:51

    Nein, bitte, bitte…Nicht schon wieder…Vater unser, der du bist im Himmel…

    Hallo S(Z)andmann,

    ich bin¬¥s, der Uwe. Urlaub? Nein, nicht so richtig, außer das Wochenende “Hanse-Sail” war nichts. Ich befinde mich gerade in einer beruflichen Qualifikationsphase, da muß, nein will ich jeden Tag nutzen.

    Und nebenbei habe ich noch das Fensterheber-Problem. Gott sei Dank gibt es Firmenwagen. Aber alles wird gut.

    Ich weiß auch nicht, wie das kommt, aber immer wenn ich dir antworten will, schweife ich ab.

    Als, wo waren wir stehen geblieben, ach ja Fensterheber. Ich mag Fensterheber, vor allem, wenn sie funktionieren. Habe heute mal alles durchgemessen, den Fehler lokalisiert und Ende der Woche genieße ich wieder den Fahrtwind durchs offene, elektrisch betätigte Fenster.

    Wie ich nun mitbekomme, nutzt du deinen V8 also als Alltags-Auto. Ist das eigentlich bei den Ersatzteilproblemen noch zeitgemäß? Ich will mich nicht ausschließen, ich mache es gegenwärtig auch noch, aber nur noch bis Ende dieses Jahres. Nach der Komplett-Restauration wird es ein Sommer-Sonntag-Nachmittag-mit-der-Freundin-zum-
    Strand-fahr-Auto.

    Schreib mal was. Und entschuldige mein abschweifendes Gelabere.
    (Ich habe alles während der Werbepausen der Serie “Ein Käfig voller Helden” geschrieben, kann sein, dass es unzusammenhängend ist)

    Gruß

    Uwe

  2. Sandmann schrieb am 21. August 2007 um 06:43

    Ay Uwe,

    na ja, Alltagsauto… Eher Lastwagen ;-)
    Ich rutsche wie gesagt morgen oder so über die 400.000, davon habe ich die meisten selbst abgespult. Blog-Cam ist schon an Bord.

    Von Ersatzteilproblemen ist mir nichts bekannt. Alle notwendigen Teile aus dem Verschleiß-Bereich, alle Schläuche und elektrischen Komponenten sind innerhalb von einem Tag bei meinem Zubehör-Händler in Kiel, den Rest gibts bei Audi.
    Wenn du nicht gerade seltene Karosserieteile, Zierleisten oder Dinge aus dem Innenraum brauchst habe ich bisher alles bekommen. Ab und an etwas teurer, aber es ist ja auch ein Audi V8.

    Ich möchte kein Wattestäbchen-poliertes Objekt, ich möchte den Wagen fahren, jeden Tag, auch im schlimmsten Winter (gerade dann, es ist ein QUATTRO). Das sieht man ihm an, er hat kleine Kratzerchen trotz neuem Lack, schon zwei kleine Rempler (nicht von MIR) und wird innen von zwei Kindern und einem Hund und neuerdings auch von zwei Kaninchen und einer Katze bereist (äh… bisher durfte nur der Hund rein…).

    Wenn das mit den Teilen schlimmer werden sollte, stelle ich mir noch einen in die Scheune. Aber bisher ist doch alles zu bekommen, was man WIRKLICH braucht. Sogar die originalen Seitenrollos…

    Was heißt schon zeitgemäß? Zeitgemäß ist vielleicht ein Hybrid-Getz oder Matiz oder irgend so eine Obstkiste. Zeitgemäß war der Audi V8 während der letzten fast 20 Jahre doch noch nie… Dann hätte er sich besser verkauft.
    Eben das macht den Reitz aus. Die Leute gucken dir nach und fragen sich, wie du die Karre am Laufen hältst. Und ich pendel munter jeden Tag zwischen den Großstädten hin und her und genieße den Komfort.

    Ach, ist das schön.

    Sandmann

  3. chris29 schrieb am 21. August 2007 um 08:23

    Hi Sandmann,

    willkommen im Club der vier “4 goldenen Ringe”.
    die du ja demnächst erreichen sollst.

    Es sind nicht viele Fahrzeuge des Typ V 8 die diese Kilometerleistung erreicht haben, eben wegen des nicht gerade preiswerten Unterhalt.

    Solange du ihn am laufen hälst,will sagen als Alltagsauto benutzt so wie ich, wird er bei entsprechendem Unterhalt sicher noch lange durchhalten.
    Viel Freude bei nächsten 400.000 km im V 8.

    Chris29

  4. Sandmann schrieb am 21. August 2007 um 08:25

    Ay Chris,

    nicht auszudenken, an was für Kilometerpreise ich rankommen würde, wenn ich NICHT diese langen Strecken zurück legen würde!
    Morgen Früh auf dem Weg nach Lübeck ist es soweit. Ich habe jetzt 399.952 drauf… *zitter*

    Lassen wir ihn sich halt nicht kaputt stehen, nicht wahr? Ein V8 will bewegt werden. Sonst wird er traurig. Fährst du ihn denn beruflich oder woher kommen die vielen Meilen…?

    Sandmann

  5. Uwe Godau schrieb am 21. August 2007 um 11:56

    Moinsen,

    standesgemäße Rückmeldung hiermit erfolgt.

    Grüßle

    DER Uwe

    PS: Mein Zündschloss am 8er ist kaputt. Schön das ich dafür sogar die Mittelkonsole ausbauen darf. Denn sonst geht das Armaturenbrett, nachdem ich den Airbag und den Lenkstockschalter ausgebaut habe, um an die Schrauben des Querträgers zu kommen, nicht heraus…..

    Ich liebe diese verbaute Karre :-)

    PSS: an meinem 100er habe ich das Teil mal eben auf einem Stammtisch gewechselt, innerhalb von nicht ganz 10 Minuten….:-)

  6. Sandmann schrieb am 21. August 2007 um 12:00

    Ay DER Uwe,

    da musste ich am Achter noch nicht ran. Ich habe ihn ja rechtmäßig gekauft.

    Bei meinem Audi 100 Typ 43 ist mir mal der hintere Schalter, den das Schloss dreht, in Murks gegangen. Bevor ich gesehen hatte, dass man den einfach abschrauben kann, hatte ich auch schon alles auseinander gebaut. Abriss-Schrauben aufgebördelt und raus damit. *seufz*

    Ja, damals war es noch herrlich einfach, Autos zu klauen :-)

    Sandmann

  7. Oliver Lauter schrieb am 21. August 2007 um 12:21

    Hey Sandmann,
    vielen Dank für Dein Blog-Lob. Meine Bio-Verrückten und ich lesen den Sandsmanns auch regelmäßig. Geil! So was wollen wir. Highlight war Deine Ikea-Geschichte. Übrigens: Warum machst Du aus Deinem V8-Gasi nicht einen Tri-Fueler? Mit Bioethanol starten, dann auf LPG umschalten. Wir haben einen LPG-Blazer-Trifueler, der nicht umgerüstet hat, sondern Benzin-E85 im Verhältnis 50:50 tankt. Laut Besitzer ging dadurch der Verbrauch von 17.4 auf 16.2 Liter LPG zurück, weil das LPG-Steuergerät die hohen Oktanwerte vom E85 übernimmt und nicht die miesen Steuerzeiten von Super 91. Beste Bio-Grüße vom Ethanol-Olli

  8. Sandmann schrieb am 21. August 2007 um 12:42

    Ay Olli, alter Löwenzahn-Verbrenner,

    du meinst ich soll mal bei euch reinschauen und mir so ein E605 in den Tank pressen? Einfach so? Hm *grübel*

    Im Sommer ist es ja ohnehin problemlos möglich, direkt auf Gas zu starten. Macht im Moment auch Sinn, weil das Kaltstartverhalten vom V8 unter aller Sau ist. TOM… HILFEEEE…

    Weiter so, auch bei euch!

    Sandmann

  9. holzfred schrieb am 21. August 2007 um 13:22

    Hallo Sandmann,

    Zurückmeld…

    So voll wie Deiner hat mein echter Kombi am Wochenende auch ausgesehen, aber dafür saßen noch 2 Kiddis auf der Rückbank und konnten sich die Mission Impossible Reihe bequem reinziehen. Ich konnte nachts auf einer Raststätte vor Lyon noch 2 Stunden quer mit angezogenen Beinen den Nachthimmel bei Lyon zersägen. Bei meinem Schwager im BlauMitWeiß sah es dafür aber so ähnlich aus, wie bei Dir. Zusätzlich noch den Sarg auf dem Dach und das LowCost Airride Fahrwerk auf Höhe Null gesetzt. Ich liebe meinen Kombi, obwohl ich ihn eher selten brauche, aber wenn…

    Gruß vom Uwe, dem Anderen…

  10. Sandmann schrieb am 21. August 2007 um 17:34

    Ay der andere Uwe,

    die Kids hatte ich ja schon in den IKEA-Blog eingebaut, ich wollte mich nicht wiederholen :-)

    Ich habe Freunde in Lyon, also nicht direkt drin, leicht nördlich… Den Sternenhimmel habe ich auch schon gesehen…

    Ja, die Kombis und die Liebe. *seufz* Ich halte mich da lieber an die mystische Herzärztin aus dem Sauerland…

    Sandmann

  11. holzfred schrieb am 22. August 2007 um 08:00

    Hallo Sandmann,

    Der Kombi und die Liebe? Nicht mit dem S6. Da müßte man erst mal ne Luftmatratze um den nicht durchgängigen Ladeboden auszugleichen…. Hoppla.. Ich.. ähm… schweife ab… :-)

    Lyon… Ich kannte diese Stadt nur vom Durchfahren und war immer froh, wenn ich sie hinter mich gebracht hatte. Heute mit der Umfahrung merkt man nichts mehr vom Chaos der großen südlichen Städte. Die einzige Stadt, die ich mir immer wieder gebe, ist Barcelona. Zum einen um Bekannte zu besuchen und zum Anderen, um die Lebendigkeit dieser Stadt zu geniesen. Geordnetes Chaos… Für mich traumhaft.

    Tschau

    Uwe (Der Andere)

  12. mrlifeguard schrieb am 22. August 2007 um 21:52

    Also ihr … nanananana!!

    Mein Alltagsauto ist ja ein (LIFESTYLEKOMBI) 92er Passat Variant MIT durchgehendem ladeboden … tüllidüh …

  13. Sandmann schrieb am 23. August 2007 um 14:23

    Ay Münchener…

    erzähl doch mal. Ich sag ja, Kombi braucht man NICHT.
    Also was ging denn da schon so ab, was nicht auch in einem V8 Stufenheck mit elektrischem Heckrollo möglich wäre?

    Ich bin gespannt.

    Sandmann



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