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Donnerstag früh auf der A7 zwischen Neumünster und Hamburg. Es ist wenig los, die Lastwagen auf der rechten Spur rollen dahin und auf der linken kann man durchaus auch einmal schneller fahren, ohne dass die Handflächen schweißig werden. Ich fließe im Pendlerverkehr mit und trinke meinen Tee.
Gerade noch am Horizont, jetzt fast in meinem Kofferraum klebt plötzlich ein eiliger Mensch in seinem Passat hinter mir. Ich zucke regelrecht zusammen, als ich die aufgeblendete Xenon-Leiste im Rückspiegel sehe, einen Meter hinter mir, ich fahre gut 160 Sachen. Vor mir sind viele weitere Autos, rechts neben mir die Schlange der Lastwagen, was denkt er wo ich hin soll???
Mit der linken Hand mache ich ein Foto, mit der rechten eine hilflose Geste. Er blendet weiter auf und ab, bis ich an der Lasterkolonne vorbei bin und in eine kleine Lücke schlüpfen kann. Wild und abfällig am Steuer gestikulierend macht dieser Mensch einen “großen” Spurt 10 Meter an mir vorbei und klebt, wieder aufblendend, am nächsten Auto dran. Und an dieser Stelle beginnt der Kleinkrieg. zum Beitrag »
Heute soll die Schweiß-Qual ein Ende haben. Und deshalb erinnere ich mich an das Kieler Audi-Zentrum, wo mir mit meinem Auto schon mehrfach kompetent und relativ preiswert geholfen wurde. Vielleicht erinnert man sich ja auch an mich, ich rufe beherzt an.
Mit dem ungläubigen Blick eines Kindes erfahre ich, dass meine Klimatronic letztmalig anno 2001 inspiziert wurde, handel mit Charme und Wortwitz mit der Telefondame einen Festpreis aus und darf auch sofort kommen. Letzte Zweifel zerstreuen sich, als mich der freundliche Meister begrüßt und den V8 gleich reinfahren lässt. Er heißt Herr Ringe. Dieser Mann muss, nein KANN nur bei Audi arbeiten. zum Beitrag »
Der Countdown läuft. Nur noch zwölf Tage, dann feiert die Biofuel24-Tanke Einweihung. So richtig offiziell mit Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander, Kinder-Trampolin, Bier aus dem Zapf-Anhänger der Bullyteufel (unsere Lieblings-Pflanzenöl und Bioethanol-Kunden) und Bratwurst vom Grill. Mit zwei tollen Einzelstücken wollen wir allen zeigen, dass Öko alles andere als langweilig ist: Exklusiv hat uns Frank Rinderknecht seinen CO2-Roadster eXasis zugesagt (hähä: Deutschland-Premiere noch vor der IAA – was für ein Deal…) und Opel den Rekord aus der Pro7-Galileo-Salatölrallye. zum Beitrag »
Es wird als das Chaos-Rennen in die Geschichte eingehen: Startabbruch, Nebelpause, Unwetter. Die 24-Stunden vom Nürburgring 2007 hatten es in sich. Und wir können uns (fast) als Sieger fühlen.
Mit dem Honda Civic Hybrid hat sich das Team der AUTO BILD-Gruppe (Henning Klipp – Testfahrer AUTO BILD, Christian Schön – Rallye-Experte AUTO BILD MOTORSPORT, Martin Westerhoff – autobild.de und die Tourenwagenlegende Klaus Niedzwiedz) durch konstante Rundenzeiten bis auf den 108. Gesamtplatz vorgekämpft. Und das bei über 200 Autos, die ins Rennen gingen. Noch besser: Platz sechs in der Klasse der alternativen Antriebe. zum Beitrag »
Zwei Jobs sind auch im normalen Leben manchmal schwer zu handeln. Beim 24-Stunden-Rennen fahren und schreiben ist ganz schön hektisch. Ständig flitze ich zwischen der Box und dem Mediacenter hin und her. Da bleibt keine Zeit zum Umziehen. Doch jetzt – in der Nebelbrühe – wäre normalerweise Zeit. Aber: Wenn es weitergeht, bin ich der nächste Fahrer. Da bleibt der mittlerweile etwas miefige Overall lieber an. Danke an unseren tapferen Fotografen Sven Krieger – nach durchgearbeiteter Nacht knipst er noch immer ununterbrochen für AUTO BILD, AUTO BILD MOTORSPORT – und soeben für den AUTO BILD-Blog.
Der Handy-Wecker schlägt Alarm. Es ist 3:30 Uhr morgens. Ich habe drei Stunden in meiner Pension im Bett rumgelegen. Richtig schlafen konnte ich nicht – mein Adrenalinspiegel ließ mich nur dösen. Auf in Richtung Strecke, wo ich ab 4:15 Uhr auf meinen Einsatz warten soll. Schon auf der Landstraße ist die Fahrt abenteuerlich: Ich fahre ständig in Nebelfelder.
Sicht? Teilweise reicht sie nicht bis zum Streckenrand. Ein mulmiges Gefühl macht sich in meinem Magen breit. Da soll ich jetzt mit Vollgas durchblasen? Doch auf dem Parkplatz, direkt vor der Start-und Zielgeraden, höre ich keine Motoren. zum Beitrag »
… und auch das AUTO BILD-Team ist hellwach. Resultat: derzeit ein hervorragender Platz 138! Das ist jetzt schon weitaus mehr als “gesichertes Mittelfeld”. Klaus Niedzwiedz, Henning Klipp, Christian Schön und Martin Westerhoff leisten hervorragende Arbeit hinterm Steuer (Rechtslenker!). Der Civic Hybrid schnurrt wie ein Kätzchen über den Ring. Ankommen war gestern, jetzt wird auf Platzierung gefahren. Nur noch 38… zum Beitrag »
Während Kollege Martin Westerhoff und sein Team im Honda Civic Hybrid seit über sieben Stunden fleißig Runde für Runde abspulen, sauge ich die Stimmung sowie die Benzindüfte von Dodge Viper GTS-R, Porsche 911 GT3 RSR, Aston Martin V8 Vantage und Co auf. Hier im Herzen der Eifel brennt für 24 Stunden die Luft! zum Beitrag »
Kurz vor drei Uhr. Die beiden AUTO BILD-Teams sind gerüstet. Unsere Testfahrer Dierk Möller-Sonntag und Henning Klipp stehen in der Startaufstellung; Dierk im grün-weißen Audi A3 24h, Henning im Honda Civic Hybrid. Helfer raus, gleich soll es losgehen. Doch es gibt Hektik: Am Himmel tauchen böse dunkle Wolken auf, wir hören schon den Donner. Zuerst zögern die Mechaniker unserer Teams noch, dann wechseln sie in Windeseile auf Regenreifen. zum Beitrag »
Er lächelt mich wohlwollend an, der freundliche Mechaniker bei Audi, als er sagt “… und denken Sie daran, dass demnächst mal wieder eine Klimaanlagen-Inspektion dran ist!” Ja sicher, denke ich, rechne kurz ein bisschen die Kosten aus und freue mich anschließend darüber, dass alles funktioniert. Tschüss und gute Fahrt und bis bald. Dieser Dialog ist vier Jahre alt.
Der Sommer in Kiel zwischen Nord- und Ostsee ist normalerweise der Rede nicht wert, er unterscheidet sich vom Winter eigentlich nur dadurch, dass der Regen wärmer wird. Vielleicht liegt es an El Nino, vielleicht an den seit kurzem hochaktuellen Klimadiskussionen, aber plötzlich haben wir hier oben Tropenhitze. Schon im Mai sieht man Möwen mit Sonnenbrillen. Und erstmalig schmelzen die Schokoladenweihnachtsmänner leicht an, wenn sie Mitte August in die Verkaufsregale der Supermärkte gestellt werden.
Seit der Auffahrt auf die A7 reißen die acht Zylinder energisch am mürrischen Klimakompressor, um mir den gleitenden Weg nach Pinneberg bei Hamburg mit kühlem Hauch zu veredeln, kombiniert mit einer Tasse Tee und einem experimentellen Reinhören in die neue CD von Revolverheld. Aber aus den Düsen kommt nur warme Luft, so warm wie die da draußen, um 7.30 Uhr am Morgen schon 23 Grad. Die Sonne brennt unbarmherzig auf die schwarze Karosserie, auf das schwarze Leder und meine schwarze Seele. zum Beitrag »