Tracktest mit dem Pirelli-Roller
Es ist kurz vor zehn Uhr heute morgen. Noch sind die Messehallen für die Besucher dicht. Mein Puls steigt. Ein letzter Check des Helmriemens. Er sitzt, es kann losgehen. Ich verlagere mein Gewicht nach vorn, halte mich krampfhaft an den beiden Gummigriffen des schmalen Lenkers fest. Leise summen die beiden Elektro-Motoren auf – und es geht direkt auf die Pylonengasse zu.
Zum Glück hilft mir Chrissi, die freundliche Hostesse vom Pirelli-Stand, bei meinen ersten Fahrversuchen mit dem Cyber-Roller. Am Messestand des Reifenherstellers können Besucher ihr Fahrkönnen auf einem abgesteckten Parcours beweisen. Nach ein paar Übungsrunden freunde ich mich schnell mit dem einachsigen Roller an. Lege ich mich nach vorn, beschleunigt er. Verlagere ich mein Gewicht nach hinten, bremst die Kutsche ab. Genauso läuft’s in Kurven: Da wo es hingehen soll, neigt der Fahrer einfach seinen Körper hin.
Ich komme mir mittlerweile schon wie der Schumi des Segway-i2 vor, so nennt sich der Roller. Bei meinem spektakulären Ritt durch den Parcours fliegen die ersten Pylonen. Kollege Guido Naumann knippst fleißig Fotos von meinem Tracktest. Das Gefühl ist so ähnlich wie beim Skifahren. Nach einigen Runden halte ich an. Nach dem Adrenalinkick kommt die Ernüchterung: Chrissi erklärt mir, dass der i2 mit gebremstem Schaum auf der Messe unterwegs ist. Maximal 10 km/h sind drin. Normalerweise, sagt sie, geht das Ding 20 Sachen. Doch nix mit Schumi. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem!

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