Ich habe versucht, ihm näherzukommen. Habe seine Autos gefahren, sein Haus besucht, an seinem Schreibtisch gesessen. Im Ferrari-Museum von Maranello stand ich sogar dicht neben ihm. Neben dem Bild von einem Mann: Enzo Ferrari, dem verstorbenen Firmengründer. Mein eigenes Ferrari-Bild fällt düster aus, schwarz wie Enzos Sonnenbrille. Weil Ferrari zwar viele Frauen verführte, aber die wenigsten respektierte. Beim Tod seiner Frau Laura soll er gesagt haben, dass er mehr mit seinen Rennautos verheiratet war als mit ihr. Ein verbaler Totalschaden.
Aber die Zeiten ändern sich, auch bei Ferrari. Firmenpräsident Luca di Montezemolo verglich in einem Interview ganz italienisch-charmant einen Ferrari mit einer schönen Frau. “Sie dürfen nie die Kontrolle verlieren! Nicht über einen Ferrari und nicht über die Frau, die Sie lieben!” Forza Ferrari, so kriegt man die Kurve. Mehr dazu im großen AUTO BILD-Spezial “60 Jahre Ferrari”. Modelle, Menschen, Mythen. Jetzt am Kiosk (Ausgabe 16/2007) – mit großem Poster und 2140-PS-Vergleich. Und im Internet – mit dem passenden Video dazu.