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Fahrverbot für Kriminelle

Donnerstag, 29. März 2007 um 13:42 Uhr

fahrverbot.jpgManchmal können sie einen ja wirklich überraschen, unsere Politiker. Normalerweise sind wir es ja gewohnt, dass neue Ideen in Gremien, Ausschüssen, Gesprächskreisen und sonstiger Bedenkenträger-Runden so lange breitgequatscht werden, bis am Ende kaum noch etwas davon übrig ist. Kennt man, weiß man, regt man sich fast schon nicht mehr darüber auf. Und plötzlich geht alles mal ganz anders als gewohnt – nämlich unheimlich schnell. Kaum war AUTO BILD-Ausgabe 12/07 am Kiosk, stürzten sich unsere Volksvertreter auf das Thema von Seite 88. Titel: “Fahrverbot für Kriminelle”.

Kurz gesagt geht es darum, dass vor allem bei jungen Straftätern gute Worte ebensowenig helfen wie Geldstrafen (zahlt am Ende womöglich sowieso die Oma) oder Kuschel-Pädagogik-Erlebnisreisen nach Brasilien. Stattdessen sollen diese Klein-Kriminellen jetzt an ihrer empfindlichsten Stelle getroffen werden – in dem man ihnen das Autofahren verbietet.
Und wer hätte es gedacht, plötzlich sind die Politiker Feuer und Flamme für diese Idee.

Der Hamburger Justizsenator Carsten Lüdemann (CDU) macht sich die Idee nun zueigen und kündigt bei unseren Kollegen von BILD eine große Bundesratsinitiative an. Wir könnten jetzt darauf hinweisen, dass die innerhalb seiner Partei und auch bei der oppositionellen Hamburger SPD schon bei Erscheinen des AUTO BILD-Artikels geplant war. Aber wir wollen da nicht kleinlich sein – wenn sich in der Politik schon mal was tut…

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