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Von wegen Sportwagen!

Mittwoch, 7. März 2007 um 12:12 Uhr

pict0001.JPGSie räkeln sich an den schönsten und schnellsten Karossen, schauen mit Schmollmund lockend in Richtung der Messebesucher – die Hostessen ziehen an, keine Frage. Fast könnte der Eindruck entstehen, dass die hübschen Damen sagen wollen: “Komm, steig’ ein und dreh’ eine Runde mit meinem Boliden.” Pustekuchen!

Denn was die netten Mädels wirklich in der Garage stehen haben, ist oft nicht einmal halb so schnell wie die Wagen, vor denen sie posieren. Fangen wir mal an bei Lamborghini. Ein blendendes Trio empfängt mich: Maxime, Sandra und Vierka. Ich plaudere mit Ihnen natürlich zuerst über Gallardo und Co, dann frage ich ganz unverblümt, was sie denn selbst fahren. Nun ja, die Toyota Celica von Maxime ist noch durchaus akzeptabel. Bei ihrer Kollegin Sandra steht ein langweiliger Golf Plus zur Debatte. Und bei Vierka? Die blonde Schönheit besitzt gar kein Auto, schnorrt dafür lieber ab und an den BMW von ihrem Freund. Freund? Nee, da gehe ich doch mal lieber schnell zu Maserati rüber.

pict0009.JPGDoch auch hier schockt die Realität: Am Quattroporte erwarten mich Agnes und Karin, fahren selbst jedoch Volvo PV 544-62 und Fahrrad. Von Christina, die ich bei Lotus treffe, bekomme ich auf die Frage nach dem eigenen Gefährt nur “Sorry, I can’t tell you” zu hören. Ich bohre nach und erfahre, dass sie offensichtlich ein Konkurrenzprodukt in der heimischen Garage stehen hat. Pfui! Verbreitet ist auch die Methode, sich das Auto der Eltern zu leihen. Angelique steht als weiblicher Dummy in einem gelben Anzug neben dem Formel 1-Ferrari am Stand von Bridgestone. Zu Hause setzt sie auf den Nissan Micra ihrer Mutter. Und Yamina, die bei Nissan liebevoll einen silbernen 350Z bewacht, setzt ebenfalls auf die Kiste von Mama und Papa.

pict0032.JPGAch ja, wer schon immer mal mit junger Begleitung Mini fahren wollte, wird hier in Genf ganz sicher fündig. Deborah sitzt in der nagelneuen Opel-Studie, dem GTC Concept. Privat lässt sie ihre lange Haare aber lieber in einem Cooper Cabrio flattern. Auch Alfa-Kollegin Joanne steht auf die kleine Kiste und heizt mit einem Cooper S durch die Gegend. Carolin lächelt mir beim China-Newcomer Brilliance entgegen, präsentiert das neue Coupe, den knallgelben BC3. Zu Hause habe sie leider gar kein Auto, verrät sie. Doch von der neuen Reisschüssel schwärmt sie nur bedingt: Der Mercedes SLK ist ihr Traumwagen. Dass Lydie nicht den muskulösen Chevrolet Camaro ausführt, ist mir am Ende meiner kleinen Umfrage schon fast klar. Einem Seat Ibiza vertraut sie im Alltag. Aber das soll ich bitte nicht verraten, sonst könnte ihr Chevy-Boss nachher noch böse werden.

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