Pressetag zwei in Genf. Deutlich weniger los als gestern, auch und erst recht bei den Pressekonferenzen (kurz PK). Die großen Hersteller haben ihr Programm allesamt gestern abgespult, heute sind die Kleinen dran. Donkervoort, Koenigsegg, Tramontana, Gumpert. Letztere präsentieren den Apollo Sport, die leistungsgesteigerte Variante des ohnehin potenten Ost-Renners (650 PS). 351.645 Euro soll das bis zu 800 PS starke Teil kosten. Kein wirklich massenkompatibles Thema, zumal Sport- und vor allem Supersportwagen dieses Jahr in Genf einen schweren Stand haben. Die Newtonmeter-Angaben (Nm) entsprechen meist auch den CO2-Werten. Das reißt im grünen Genf niemanden vom Hocker. Am Thema vorbei, könnte man auch sagen. Frustrierende Folge für die Verantwortlichen: keiner da bei der PK.
Deutlich mehr auf Linie ist da Renault. Die Franzosen präsentieren ihren neuen Twingo in allen erdenklichen Farben. Eine ist politisch betrachtet grün: Anfang 2008 soll der Twingo B30 kommen (rechts im Bild, links im Bild der Megane E85, der Bioethanol verträgt). Bei einer Beimengung von 30 Prozent Biodiesel sinkt der CO2-Ausstoß auf 90 g/km, normalerweise produziert der 65-PS-Selbstzünder 113 g/km. Selbst das kann sich sehen lassen. Wie der neue Twingo überhaupt: Glaspanoramadach, zwei einzeln klapp- und verschiebbare Rücksitze, Drehzahlmesser vorm Lenkrad, Zentralinstrument in der Mitte. Macht schon was her, genau wie der kleine Mazda2.
Gemeinsamkeit mit dem Twingo: Bei beiden Pressekonferenzen gab es kein Entkommen, so voll war es. Klein, sparsam, politisch korrekt. Was anderes kommt in Genf derzeit nicht an.