Geschrieben am 20.02.2007 von .

Die Auto-Welt der Renate Künast

kunast.jpgDie Deutschen haben einen neuen Autoexperten. Er ist weiblich, zumindest nach dem Geschlecht und heißt Renate Künast. Offiziell ist sie die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Deutschen Bundestag. Aber irgendwie hat sie es trotzdem geschafft, zu allen großkapitalistischen Events eingeladen zu werden, wo Glamour im Spiel ist. So sieht man die Grüne häufig sogar auf dem roten Teppich neben Stars und Sternchen, ja manchmal sogar an der Seite von Autobossen, und die grinsen dann sogar. Insider behaupten, die Künast wäre eigentlich ganz nett. Mag sein, würde sie weniger plappern und sich nicht zum Thema Auto auslassen.

Jüngst bei Christiansen zeigte sie, was sie gelernt beziehungsweise ihr ein Vögelchen geflüstert hat: Die Sport Utility Vehicles, kurz SUV genannt, würden ja gar kein Allrad haben, und es klang so, als seien es Mogelpackungen. Bei der piept’s ja wohl! Fakt ist: 95 Prozent der serienmäßigen SUV rollen mit zwei angetriebenen Achsen, auch wenn es fürs urbane Leben in der Stadt tatsächlich nur den 2-wheel-drive braucht. Aber egal, das ist nicht wichtig und würde der Dame sogar die Steilvorlage liefern, noch mehr rumzumeckern. Wichtig ist nach Künast-Kurs: Hauptsache, das Volk speckt ab, verkleinert sich massenhaft auf Smart-Format oder fährt Toyota Prius. “Leute, kauft Hybrid-Autos von Toyota”, krakeelte Frau Künast nachhaltig schlagzeilenträchtig, egal, was der kostet, mindestens übrigens 24.877 Euro.

OK, die Dienstwagen der Grünen-Vorstände vom Typ BMW 530d sind deutlich teurer, aber einen optisch arg gewöhnungsbedürftigen Toyota-Hybrid für fast 50.000 D-Mark? Und überhaupt: Die Gesamtbilanz, einschließlich Produktion des Prius, ist eher kritsch, das Entsorgungsproblem der Lithium-Ionen-Batterien ungelöst, der Verbrauchsvorteil marginal, auf Strecke gegenüber dem gleichstarken Diesel absolut nicht vorhanden. Aber das hatten wir hier schon.

Im Nachgang des natürlich unbezahlten Toyota-Werbespots von Frau Künast haben selbst die Grünen erkannt, welche Qualität diese Empfehlung hat. Der Abgeordnete Wilfried Hermann kommentierte aus den eigenen Reihen: “Die Japaner bauen nur ein Modell, das einen geringen Schadstoff-Ausstoß hat. Davon verkaufen sie 100.000 Autos im Jahr, bei insgesamt 6,8 Millionen.” Interessant dabei, dass zur Einordnung des Themas ein Abgleich der Flotten von beispielsweise VW und Toyota auch Frau Künast zugänglich gewesen wäre. Vermutlich hat die emsige Vorzeige-Grüne bei all ihren Präsentations-Terminen nicht die Zeit gefunden, zu vergleichen. Die Modellpalette des japanischen Konzerns ist nämlich keineswegs umweltfreundlicher als die der deutschen Konkurrenten. Die Modelle der Marke VW stoßen durchschnittlich 159 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer aus. Bei Toyota sind es, trotz teilweise schwächerer Motoren, 163 Gramm.

Es sieht also gar nicht schlecht aus für die Deutschen, die abgastechnisch noch so einiges im Rohr haben. Entspannen wir uns also trotz Frau Künast und warten darauf, wie die nächste Kfz-Steuer ausfällt. Schadstoff statt Hubraum, so will es der zuständige Minister. Und das Ganze kostenneutral. An die Folgen und Bedenken, die ein förderales Politik-System automatisch gebiert, nicht zu denken. Kfz-Steuer ist Ländersache. Dass die befürchten, weniger einzunehmen, wer will es ihnen verdenken? Und welche Kurzhaarfrisur stellt sich auf gleich tags drauf in dieser Sache? Natürlich die der Dame Künast. Eine alte Grünen-Forderung sei dies im Kern, und natürlich legt die ach so besorgte Lady gleich noch eins drauf: das Tempolimit von 120 km/h.

Stop, stop, stop! Und Schwamm drüber. Die Dame soll, wie gesagt, nett sein und sogar Humor haben. Schließlich ist von ihr laut “Focus” 2000 überliefert der Satz: “Alles, was Spaß macht, macht entweder dick, ist verboten oder wird von den Grünen bekämpft.”

Meinungen zu Die Auto-Welt der Renate Künast

  1. Am:
    20.02.07
    Um:
    14:43

    Ich habe mir mal einen Satz aus ihrem Text rausgesucht “Die Modelle der Marke VW stoßen durchschnittlich 159 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer aus. Bei Toyota sind es, trotz teilweise schwächerer Motoren, 163 Gramm.”
    Da frag ich mich warum sie so eine scheiß Werbung macht. Soll sie doch Werbung für VW oder Opel machen die haben zwar starke Motoren aber die stoßen auch weniger aus. Aber tatsache ist das sie wahrscheinlich nie lesen gelernt hat. Ist ja klar das wenn man einen Hybrid fährt, dass dann die Emisionen geringer sind. Wow das sind dirket von Toyota nur der PRIUS und asonsten von ihrer unbezahlbahren Marke Lexus. Wenn es nach mir gehen würde, dann würd ich solche “Politiker in nen Kerker werfen und so einen Murks wie Toyota verbieten.

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