Nicht erschrecken jetzt: Die Blogosphäre von autobild.de ist schon wieder um einen Spross reicher. www.tuningkultur.de heißt die der jüngste URL. Guido Naumann, Urgewächs der Tuning-Szene und jahrelang verantwortlich für den inzwischen eingestellten (weil verkauften) Titel Autotuning, präsentiert darin Tuning- und Szene-News. Blow-Job-Award, getunte Briefkästen, gepimpte Rolls-Royce – was Sie schon immer über das Leben abseits des Auto-Mainstreams wissen wollten, dort finden Sie die Antworten.
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09.02.07
14:48
schabroenkel
Kleiner Tipp: Es heißt
der URL
und nicht “die URL”. URL heißt: Unified Resource Locator, etwa “vereinheitlichter Quellbezeichner”, also DER Bezeichner.
Davon abgesehen: Herzlichen Glückwunsch zum neuen Blog. Wieder eine Seite, für die Artikel in der Autobild weichen müssen, weil stattdessen inhaltsleere Werbung dafür gebracht wird.
09.02.07
14:55
Ralf Bielefeldt
Ooops. Vielen Dank für diesen konstruktiven Beitrag.
09.02.07
17:38
schabroenkel
Hallo Herr Bielefeldt,
der Tipp mit “der URL” war durchaus konstruktiv gemeint. Schließlich wollen Redakteure doch fehlerfrei schreiben.
Meine kurze Ausführung zum Thema neues Blog kann ich auch präzisieren:
Blogs sind keine PR- oder Marketing-Instrumente, sondern Blogs sind Blogs. Und als solche haben sie sich jederzeit den – zugegebenermaßen oft eigenwilligen – Regeln der Blog-Welt zu unterwerfen. Zum Beispiel der, dass es auch Menschen geben kann, die einen nicht immer durchweg positiven Kommentar über die Kommentarfunktion hinterlassen, sofern diese eingeschaltet ist.
Die vielen Blogs der Autobild-”Familie” sehe ich mit gemischten Gefühlen. Zum einen kann ich mir nicht vorstellen, dass die Redakteure die Blogs in ihrer Freizeit schreiben und kein Geld dafür erhalten, vielleicht auch nur mittelbar, weil es einfach zu ihren Aufgaben gehört, für die sie bezahlt werden. Auf der anderen Seite kann ich Blogs, die aus Marketing- oder PR-technischen Gründen entstanden sind, im Normalfall nicht viel abgewinnen, besonders dann, wenn sie in einer Häufung auftreten, die auch dazu gedacht ist, Mitbewerber vom Markt zu verdrängen.
Die Verquickung dieser Aktivitäten mit gleichzeitiger offensiver Bewerbung im Hauptheft wiederum stößt mir sauer auf. Da wird Werbung für die Blogs in einen redaktionellen Artikel verpackt, als sei das das Normalste der Welt. Da wird, welch Zufall, neben dem Gebrauchtwagentest eine passende halbseitige Anzeige für den Autobild-Markt platziert, um auch dieses Angebot weiter zu pushen und dem Marktführer ein paar Prozente abzugraben.
So wird im Übrigen nicht nur mit den Web-Publikationen verfahren, sondern auch mit den Zeitschriften-Ablegern der Autobild. Leser, Du willst Motorsport-Themen lesen? “Bittesehr, hier hast Du einen Appetithappen, der ein Thema gerade eben an der Oberfläche ankratzt, ohne konkret zu werden. Was, Du willst Inhalte? Dann musst Du eine weitere Zeitschrift kaufen”.
Ich verstehe durchaus, dass Sie sich nach den Gesetzen des Markts richten, und wenn der Bedarf für eine eigene Zeitschrift vorhanden ist, dann wird sie lanciert. Warum auch nicht? Aber das muss doch nicht zwingend heißen, dass im Hauptheft nur noch bedeutungsschwangere Worthülsen zu diesem Thema zu lesen sind, die sich nur als Werbung für einen anderen Artikel verstehen, statt das Thema redaktionell korrekt umzusetzen.
Letztlich geht es mir so ähnlich bei Ihrer “Blog-Flut”. Ja, die sind zwar alle kostenlos, doch das ist meistens so bei PR-Maßnahmen. Würden Sie alle Blogs in einem einzigen Blog konzentrieren, nach Rubriken sortieren, tatsächlich mit tiefschürfendem Inhalt füllen – ich bin mir sicher, dass Sie mehr Erfolg hätten.
Sorry, aber das Web im Allgemeinen und Blogs im Speziellen funktionieren einfach nicht so. Und wenn Sie nicht aufpassen, dann kann sich die Blog-Szene sehr schnell in einer Form dagegen wehren, die Sie nicht steuern können. Es wäre nicht das erste Mal.
Martin P.
15.02.07
23:30
» Es ist ein Tuning! Auto Blogschleuder
[...] Original post by Ralf Bielefeldt [...]