Ist der targa noch ein Targa?
So wie Tesa für alle Klebebänder und Tempo für Papiertaschentücher steht, ist die Porsche-Erfindung “targa” längst Gattungsbegriff für Autos mit festem Dach-Bügel.
Seit Jahrzehnten steht targa für eine automobile Kulthandlung: Der abnehmbare Deckel kann mit ein paar Handgriffen entfernt und unter der vorderen Haube verstaut werden. Damit ist der Blick nach oben frei wie im Cabrio. Man fühlt sich deshalb so frei, weil keine Fenster- oder Dachrahmen die Aussicht versperren. Anders beim neuen Porsche targa.
Weichgespült wie nie, surrt das Glasdach nach hinten – bequem, aber seelenlos. Die Dachrahmen bleiben stehen, es zieht weniger, aber das Auto ist auch weniger anziehend. Das Cabrio-Feeling ist weg. Ist das noch ein Targa? Als Gegenleistung gibt’s Allrad serienmäßig, die (teure) Antwort auf eine Frage, die (gerade beim offenen Auto) keiner gestellt hat.
