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Unser Job ist doch schon irgendwie paradox. Da fahren wir nach Paris, um die neuen Blechschönheiten zu bewundern – und stehen im Stau. überall. Immer. Stundenlang. Ob vom Flughafen in die City, vom Hotel zur Messe – hier geht wirklich nix mehr. 24 Stunden Stillstand. Ganz zu schweigen davon, dass du mittlerweile kein Taxi mehr bekommst. Selbst, wenn du vorbestellst, kommen die Burschen einfach nicht. Die Millionenmetropole erstickt an ihren Menschen und dem Verkehr. Auch die Metro, mit der wir schließlich zur Messe gefahren sind, war so proppevoll (und tierisch heiß), dass du schon völlig abgenervt mit deiner Arbeit beginnst. Ein Pariser Kollege erzählte mir, dass Leute, die erst einmal einen Parkplatz ergattert haben, ihr Auto manchmal Tage oder Wochen nicht mehr bewegen, nur um den Ruheplatz für ihr Schätzchen nicht wieder zu verlieren. Ja, geht es noch? Was Autofahren betrifft, ist Paris wirklich völlig Panne. Wie erholsam ist dagegen so ein kleiner Morgenstau an der Alster.
China ist soweit, Autos zu exportieren. Landwind, eine Marke der Jiangling Holdings Ltd., unternimmt nach dem vernichtenden Crash seiner Opel-Frontera-Kopie in 2005 nun den zweiten Anlauf mit dem Siebensitzer-Van “Fashion”. Zwei Modelle stehen auf dem Pariser Salon (öffnet am 30.9.), die 1,6-Liter Version konnte ich bereits fahren, mein Bericht steht in AUTO BILD Nr. 39 (29.9.).
Das kommt davon, wenn man sich auf die moderne Technik verlässt. Einem Kollegen ist es passiert: Auto verschlossen, Warnsummer überhört (er ist schon etwas älter) und auf das Funktionieren der Technik vertraut, d.h. die Lampen unten werden schon von allein ausgehen. Und tschüss. Am nächsten Morgen machte der Anlasser keinen Muks mehr: Akku alle. Er hatte das Standlicht angelassen.
Ich trau diesen Einrichtungen ja sowieso nicht: nachleuchtendes Licht, eine Minute, zwei, drei, kannste alles einstellen, wenn man in den Untermenues rumfummelt, sofern man überhaupt reinkommt.
So wie Tesa für alle Klebebänder und Tempo für Papiertaschentücher steht, ist die Porsche-Erfindung “targa” längst Gattungsbegriff für Autos mit festem Dach-Bügel.
Seit Jahrzehnten steht targa für eine automobile Kulthandlung: Der abnehmbare Deckel kann mit ein paar Handgriffen entfernt und unter der vorderen Haube verstaut werden. Damit ist der Blick nach oben frei wie im Cabrio. Man fühlt sich deshalb so frei, weil keine Fenster- oder Dachrahmen die Aussicht versperren. Anders beim neuen Porsche targa.
Letzte Nacht im C6: In der Konsole des Riesen-Citroen treffen Saab-Kenner einen alten Bekannten. Die Dark-Taste. Wer den ganze Bildschirmkladderadatsch nicht haben will, der drücke sie zweimal, schon werden bei Dunkelheit, also eingeschaltetem Licht, nur noch Tempo und (bei Automatik) eingelegte Fahrstufe angezeigt. Bei Tag sieht man noch den Drehzahlmesser. Und wenn irgendwas nicht stimmt (Tank leer, Temperatur zu hoch), dann geht alles wieder an. Einfach genial!
Das Parkdeck von AUTO BILD ist vermutlich die einzige Garage in ganz Deutschland, die mehr Betonpfeiler besitzt als Stellplätze. Was besonders dann auffällt, wenn die Testgarage überquillt von Blechriesen. Gerade parken – neben dem üblichen Testalltag – weitere 18 Modelle für den Konzeptvergleich, was denn nun besser sei: Kombi, Van oder SUV? An solchen Tagen ist die Halle vollgequetscht bis in die letzte Lücke und erinnert mit ihrer wilden Standordnung an eine Autofähre nach Brindisi. Ach, da lernen gestandene Redakteure wieder ganz neu einparken.